Sonntag, 23. Oktober 2016

Kurze Gedanken zur Nacht

Man möchte manchmal gar nichts mehr lesen, gar nichts mehr hören, und sehnt sich nach den Zeiten, wo man von dem gerade amtierenden Wichtigen  erst dann erfuhr, wenn der Nachfolger des Nachfolgers beerdigt wurde. um es mal dumm zu formulieren.
Selbstverständlich, und bei Licht betrachtet, möchte ich und wahrscheinlich keiner in diesen Zeiten leben, wo es weit und breit, vom Schmied mal abgesehen, nochnicht mal Zahnärzte gab, wo man zu Fuß gehen musste, oder maximal zu Pferd von A nach B gelangen konnte, und es, wenn der Hagel die Petersilie verhagelt hatte, weit und breit keinen Supermarkt gab, wo man welche kaufen konnte, auch und wenn die verhagelte Petersilie absolut bio gewesen ist, und die Hagelschäden der Petersilie das geringste Problem darstellten, und so weiter.
Hier habe ich mir über den ganzen Komplex  schon mal ausführlich Gedanken gemacht.
Aber es ist wie es ist, und immer öfter, eigentlich seit Jahrzehnten, land ich bei der Prophezeiung aus dem Propheten Daniel über die "70 Jahrwochen" wo es heißt:
Für viele macht er den Bund eine Woche lang schwer (Daniel 9,27)

es ist relativ sicher, dass Woche im Zusammenhang mit den Danielprophezeiungen 7 Jahre meint, eine Woche von Jahren. Man kann nun ausgiebig drüber spekulieren, was und wer und welche Zeit mit der Prophezeiung gemeint ist, was das alles im einzelnen zu bedeuten hat, aber der Trost besteht darin, es geschieht, wenn es geschieht nur aus der Zulassung und mit dem Wissen Gottes, und wenn wir nun soweit sind, dass es dazu kommt, dass alles Opfer, was die Eucharistie ist, aufhört, dass dem ein Ende gesetzt wird, so erfüllt sich dann nur, diese uralte Prophezeiung, weil die Drangsal des Bundes der schwer gemacht wird, hat ihren Höhepunkt darin, dass  In der Mitte dieser Woche setzt er den Schlachtopfern und Speiseopfern ein Ende. Oben auf dem Heiligtum wird ein unheilvoller Gräuel stehen, bis das Verderben, das beschlossen ist, über den Verwüster kommt.
Und dieser Gräuel, von dem redet auch Jesus, im 24. Kapitel des Matthäus Evangeliums, bei dessen Lektüre man sich regelmäßig fragt, wie es kommt, dass man einen Friede Freude Eierkuchengott der alles und jedes gut heißt verkündet und dabei nicht rot wird.
Es steht dort:

Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten.
Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.
Aber dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende.
Wenn ihr dann am heiligen Ort den unheilvollen Gräuel stehen seht, der durch den Propheten Daniel vorhergesagt worden ist - der Leser begreife -,
dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; .........................

es wird eine so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die Welt besteht, und wie es auch keine mehr geben wird.
Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden.
das korrespondiert mit der Weiterführung der Vison des Daniel  im 12. Kapitel des Buches Daniel, wo es recht lapidar heißt:

Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber die Verständigen verstehen es.
Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer abschafft und den unheilvollen Gräuel aufstellt, sind es zwölfhundertneunzig Tage.
Wohl dem, der aushält und dreizehnhundertfünfunddreißig Tage erreicht! 


Also, wenn es soweit ist, daß nirgendwo mehr gültig die Eucharistie gefeiert wird, dann ist die Not so groß, dass keiner mehr gerettet werden kann, weil alle fallen, aber es ist dann auch ein Ende in Sicht.
Es verlockt zum Spekulieren, was das heißt,. was das bedeutet, manche machen es sich meines Erachtens ganz einfach, indem sie sagen, all das bezieht sich auf die Zerstörung Jerusalems unter Titus, ist daher schon gewesen, geht uns nichts an, und lehnen sich vergnügt zurück, 
Finde das verkehrt, weil zur Zeit des Titus man nicht davon reden konnte, dass das Evangeliums auf der ganzen Welt verkündet wurde, und auch ob die damalige Not die größte war, das wage ich zu bezweifeln, von daher denke ich mal, sollte man, nach der Methode Taize vorgehen: Halt dich an  das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. 

Und da sind wir bei dem merkwürdigen Trost, der darin liegt, dass es Gott ist, der das tut,  zulässt und es schon vor knapp dreitausend Jahen hat, mitteilen lassen.
Also bleiben wir standhaft, und ganz so schlimm ist es ja noch nicht, weil wir ja immer noch zur Kommunion gehen können, wenn auch manchmal nur unter großen Bauchschmerzen, weil man sich so aufgeregt hat.

Und sagen wir so, der Dichter dieses Liedes, muss sich auch vorgekommen sein, als wäre alles aus und die Zeit da, wo keiner mehr gerettet werden kann, wenn sie nicht abgekürzt wird.
Und dann hat er sich hingesetzt, im Gefängnis, ohne Hoffnung, dass sich was ändern würde, da draußen und geschrieben



 In diesem Sinne gesegnete Nachtruhe!

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