Freitag, 14. Oktober 2016

Von trojanischen Pferden, katholischem Frühling und wehrhaften Bischöfen.

Wir blicken zurück ins Jahr 2011. Papst Benedikt besuchte Deutschland und wir waren direkt dabei.
Eine Messe in Berlin, das war für mich als Bayerin natürlich ein besonderes Erlebnis. Und die Art und Weise, wie man im dortigen Ordinariat bei der Kartenverteilung mit konservativen Katholiken umgegangen ist, ist legendär.
Besonders für mich war es erstaunlich, wie weit in Berlin die Kirche schon auf dem Weg des Fortschritts war. Frauen überall und besonders die Kantorin, die nicht bei Stimme war, was in ganz Deutschland via Live-Übertragung gesehen werden konnte. Auch die Kommunionausteilung wurde in überwiegend weibliche Hände gelegt, obwohl ja genug Priester anwesend waren. Nun, wir haben es einerseits auf die grandiosen Organisationsfähigkeiten der Berliner geschoben - aber andererseits kam uns da dann doch etwas komisch vor. Und kurz darauf bestätigte sich der Verdacht:
Die katholische Kirche wird von Linken und Grünen und ihnen nahestehenden Gruppen unterwandert, um den Glauben sukzessive dem linken Einerlei unterzuordnen und eine brave, gehorsame Sozialorganisation (die man ja gut gebrauchen kann) zu machen. Wie zur Untermauerung tauchte kurz darauf dieses Video auf:



Gut, dass sie es noch nicht gelöscht haben - denn als sich die bayerischen Grünen kurz darauf versammelten, äußerte sich Theresa Schopper noch direkter, nämlich, dass die Grünen die Kirchen unterwandern müssten, um ihre Ideologie in den Glauben einzubringen und - um in Bayern besser Fuß zu fassen. Leider hat der BR dieses Zeitgeschichtliche Dokument nicht online stehen lassen. War wohl doch zu offensichtlich ... was da vorgeht.

Ja und wie das so ist, "steter Tropfen höhlt den Stein" und wenn ich mich heute so umsehe, was der Diözesanrat des Erzbistums München so von sich gibt, könnte man ja fasst annehmen, er spricht für einen links-grünen Parteitag anstatt für die Katholiken im Erzbistum München und Freising. Aber er muss halt mit dem Strom schwimmen, weil er "wichtig" sein will.


Es sieht also so aus, als wäre es gelungen, nach der evangelischen auch die katholische Kirche zu erobern. Doch - wir sind eine Weltkirche und da ist die politisch-ideologische Unterordnung eben doch nicht ganz so leicht zu erreichen. .

Wie wunderbar es ist, dieser Weltkirche anzugehören, konnten wir in den letzten Tagen erleben: In den USA tobt ja seit einiger ein ziemlich schmutziger Wahlkampf und den bedauernswerten Amerikanern geht es wie uns - sie haben lediglich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber inzwischen ist das ziemlich spannend geworden. Denn die täglichen Veröffentlichungen von Wikileaks (die wohl vor einiger Zeit den Mailserver von Ms. Clinton abgeräumt haben), bringt da doch einiges zu Tage. Was in Deutschland geklappt hat, sollte wohl auch in USA inszeniert werden.
Und damit es ein bisschen chicer klingt, hat man dem ganzen auch einen schönen Namen verpasst:
Der "katholische Frühling" sollte wohl so etwas werden wie der (voll danebengegangene) "arabische Frühling". D.h. Man wollte die Kirche mit NGOs, die sich einen kirchlichn Anstrich gaben, unterwandern und dann die üblichen Themen durchsetzen. Im Original liest sich das etwa so:
Der Wahlkampfmanager von Ms. Clinton schrieb 2011 in einer e-mail, dass man einen "katholischen Frühling" eröffnen wolle, um die Katholiken dazu zu bringen, sich von der "mittelalterlichen Diktatur" zu befreien und eine "Saat der Revolution" zu initiieren.
Eine schöne Zusammenfassung dazu gibt es auf dem Blog von Father Z., den kompletten Original-Text kann man bei LiveSiteNews nachlesen

Nur - und hier zeigt sich der Unterschied zwischen unserem Kirchensteuerkatholizismus (von dem die Bischöfe hier wohl zum Schweigen verdonnert sind) und den amerikanischen Katholiken.
Innerhalb kürzester Zeit waren diese Aussagen über das Netz geteilt worden (obwohl die US-MSM nicht darüber berichteten). Und der Sturm der Entrüstung tobte innerhalb der katholischen Kirche. Viele Katholiken sehen dort ja seit Jahren ihren Glauben bedroht - und vor allem wird es ihnen von seiten der Politik sehr schwer gemacht, nach den Regeln dieses Glaubens zu leben. Da hat diese geleakte Mail wohl das Fass zum überlaufen gebracht. Inzwischen haben sich mehrere katholische Bischöfe dazu geäußert. Z.B. veröffentlichte der Erzbischof von Philadelphia diesen Text, in dem er vor allem auf die von den Gründervätern propagierte Religionsfreiheit einging, die in der amerikanischen Verfassung gewährt ist.
Auch der Vorsitzende der amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Kurtz, hat sich inzwischen in einem Brief an seine Gläubigen und die Politiker gewandt.

Natürlich hat dieser "katholische Frühling" auch schon bei vielen katholischen Bischöfen gewirkt, zumal ja über WikiLeaks auch die Mails der  "OpenSocietyFoundation" öffentlich gemacht wurden. Daraus geht hervor, dass die US-Bischofskonferenz sich über eine Spende von 650.000 US$ sehr gefreut haben und sich den Themen dieser Gruppe gerne annehmen wollen.
Schauen wir also, ob dieser frische Frühlingswind in den USA erhalten bleibt - oder ob daraus schon bald ein dunkler Winter für unsere Kirche wird.

Das ewige Grün, das da gerade von Rom aus propagiert wird, soll wohl diesen "Frühling" auf ewig in der Kirche halten - aber wie's halt so ist in der Natur, aus dem frischen Grün im Frühling wird im Herbst zunächst ein buntes Laub, das dann als braune Blätter im Flammenschwert des heiligen Michael schnell ein Ende findet.

Die veröffentlichten e-mails sind zumindest ein schönes Hoffnungszeichen, dass es dem Herrn nicht egal ist, dass SEINE Kirche derart unterwandert und zu einem Wischi-Waschi-Götzenbild umfunktioniert wird. Das liebt er gar nicht. Und wie er dann reagiert - da sollte so mancher mal in der Heiligen Schrift nachlesen.

Wir lassen derweil nicht nach im Gebet und beten weiter den täglichen Rosenkranz und natürlich zum heiligen Michael, dass er auch weiterhin nicht zulässt, dass die Mächte der Unterwelt SEINE Kirche unterwandern.

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