Sonntag, 23. Oktober 2016

Was Don Nicola Bux der Dissidenten-Soko von La Stampa antwortet


3. Die dritte Frage, der offene Dialog von Franziskus mit den Muslimen
"Der Jesuit Samir Khalil Samir hat gesagt, daß der Papst schlecht über die Christen die in Ländern mit muslimischer Mehrheit verfolgt werden, informiert sei: es ist aber bei den heutigen Informationsmöglichkeiten seltsam, daß der Pontifex nicht wissen sollte, was die Christen in der Welt erleiden. Im Vatican kommen normalerweise die Berichte der Apostolischen Nuntiaturen an."

4. Die vierte Frage, die Freiheit, den eigenen Standpunkt-auch einen abweichenden- im Inneren der Kirche auszudrücken
"In der Katholischen Kirche war es immer möglich, seine Meinung zu sagen- auch eine abweichende, respektvoll gegenüber der kirchlichen Autorität, auch wenn es sich um den Papst handelt. Kardinal Carlo Maria Martini hat das bekannterweise sehr oft getan - auch schriftlich-  seinen Dissenz mit dem regierenden Pontifex ausgedrückt, aber der hat ihn nicht als Erzbischof von Mailand abgesetzt oder für einen Verschwörer gehalten. Und deshalb -weil er Dinge sagte oder Ruptur-Vorschläge machte,- haben die Massenmedien ihn dennoch als Gegenpapst definiert.
Heute fragen sich nicht wenige Laien, Priester und Bischöfe: wohin gehen wir? 
Die Verwirrung in der Kirche führt dazu, sich zu fragen- wie paradoxerweise die Times im letzten Jahr geschrieben hat- ob der Papst katholisch ist. Besonders heute können auch die Bischöfe sich das nicht nicht fragen." 

Die letzte Frage: die Funktion des Papstes in der Kirche
"Der Katholik weiß, daß der Papst kein Autokrat ist, aber er drückt den Glauben der Kirche aus und bestätigt ihn in der von Jesus Christus gegründeten Kirche: wenn es nicht so wäre, wäre er nicht mehr in Kommunion mit ihr.
Insgesamt muß er die kirchliche Kommunion pflegen und nicht die Teilung und Gegenpositionen bevorzugen, indem er sich vielleicht an die Spitze der Progressisten setzt-gegen die Konservativen.
Diese politischen Kategorien gebühren nicht der Kirche: vielleicht ist es die Unterscheidung zwischen den Katholiken, die den Glauben von immer unterstützen und den Modernisten die überzeugt sind, daß diese sich an die Zeitmode anpassen sollte. 
Wenn ein Pontifex eine heterodoxe Lehre unterstützen sollte, könnte er -z.B, durch die in Rom anwesenden Kardinäle -ipse iure als abgesetzt erklärt werden.
Das ist von der kanonischen Doktrin vorgesehen- ist aber bis heute Gott sei Dank noch nicht vorgekommen. 
Deswegen wollte Benedikt XVI das päpstliche Lehramt und seine Äußerungen als Privatgelehrter -z.B. bei seinen Schriften über Jesus von Nazareth -immer getrennt halten, nicht um die Zustimmung der Gläubigen zu bekommen.
Man muß also hoffen, daß der Papst daran arbeitet, die Kommunion der Kirche aufrecht zu erhalten, das Erbe der Kirche zu bewahren und denen, die sich darum sorgen, zuzuhören, sie zu respektieren und zu schätzen. Wenn er Sympathie für Leute außerhalb der Kirche zeigt- muß er das noch vorher für die Mitglieder des corpus mysticus tun, so wie der Hl. Augustinus und der Hl. Thomas lehren."

Quelle: Don N.Bux. La Stampa, chiesa e postconcilio 

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