Samstag, 1. Oktober 2016

wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt der nimmt mich auf

so lautet der Vers aus dem Evangelium von heute

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.


und ja, es ist der Vers, der, wie ich finde, wie kein anderer gegen die Abtreibung spricht.


Sagt er ja nicht, "wer ein Kind, dann aufnimmt, wenn es gerade passt, wenn es gerade keine Probleme gibt, keine in Sicht sind,. sondern einfach "Um meinetwillen"
So im allgemeinen Sprachgebrauch sagt man ja oft, "ja gut, dann eben in Gottes Namen" wenn man sich zu was durchringt, was einem grad ungelegen kommt, wenn man etwas zustimmt, was einem nicht schmeckt, sich zu was überreden lässt, wozu man grad gar keine Lust hat und dergleichen mehr.
So habe ich schon immer diese Stelle verstanden.
Aber ich vermute mal, man kann so nur sein, wenn man die Vorbedingung erfüllt, klein sein können wie ein Kind, was, aber das ist ja klar, sich nicht auf die Körpergröße bezieht, und nicht meint kindisch zu werden.
Ich denke was die Kinder auszeichnet ist, dass die die Dinge eben so nehmen wie sie sind,. und sie deshalb auch leichter wahrnehmen, wie sie sind, was Christian  Andersen ja in seinem Märchen "Des Kaisers neuen Kleider" ja schön illustriert hat.
Und er passt auch auf die Tagesheilige die kleine Therese von Liseux.
Ich geb ja zu, sie und ich,wir haben so unsere Schwierigkeiten miteinander gehabt, irgendwie war sie mir zu süßlich, zu sehr aus einem künstlichen, alles irgendwie kitschig, überfeinert, ritualisiert habenden Milieu stammend. Irgendwann habe ich begriffen, dass das alles stimmt, sie, die kleine Theresa aber all das überstiegen hat, in dem sie zur Kindschaft durchgedrungen ist, und das eben so ausgedrückt hat wie man sich damals eben ausgedrückt hat.

Es ist halt nunmal so, dass man sich nicht aussuchen kann, wo und wann und in welche Familie man geboren wird, wo und wann und wie man aufwächst, aber es von jedem Startpunkt aus, die Möglichkeit gibt, zu Gott zu kommen und jeder dazu, das rein innerweltliche übersteigen muss.
Das Problem mit den Heiligenbiografien ist nun, dass die manchmal das nicht mehr sehen können oder wollen und  aus dem Heilgenleben ein moralinsaures Vorbild zu machen versuchen, also es rein innerweltlich betrachten, was mal so, oder mal so am Wesentlichen vorbeigeht.
Also kleine Therese von Kinde Jesu bitte für uns! Amen!

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