Freitag, 7. Oktober 2016

Wie Papst Pius V 1571 in Rom die Tage um die Seeschlacht von Lepanto erlebte.....

Auch Antonio Socci hat etwas zum Lepanto-Jahrestag beizutragen. Dabei fehlt auch ein Seitenhieb auf den aktuellen Pontifex nicht. Hier geht´s zum Original: klicken 
  "7.OKTOBER 1571 DER HEILIGE PIUS V, SUMMUS PONTIFEX DES SIEGES VON LEPANTO"
(Geschichte zum Gebrauch für den einzigen Papst der Geschichte- dem aktuellen- der die großen Taten seiner Vorgänger verleugnet und die Tores zur Islamisierung Europas aufreißt.)

Aus dem 8. Band "Geschichte der Päpste.Vom Ende des Mittelalters" von Ludwig von Pastor, Rom 1950

"Mit unbeschreiblicher Spannung hatte Pius V seine Augen nach Osten gerichtet. Seine Gedanken waren ununterbrochen bei der christlichen Flotte, seine Wünsche eilten ihr voraus.
Tag und Nacht begleitete er sie in glühendem Gebet und empfahl sie dem Schutz des Höchsten.

Nachdem er die Meldung von der Ankunft Don Juans de Austria in Messina bekommen hatte, verdoppelte der Papst seine Bußübungen und Almosengaben. Er hatte festes Vertrauen in die Macht des Gebetes, besonders des Rosenkranzes.

In einem Konsistorium am 27. August lud Pius V die Kardinäle dazu ein, einen Tag der Woche zu fasten, außerordentliche Werke der Wohltätigkeit und der Buße zu tun, um auf die Barmherzigkeit Gottes in so großer Not hoffen zu können.
"Seine Heiligkeit"- so notierte am 26. September 1571 der spanische Botschafter "fastet drei Tage der Woche und verbringt viele Stunden dem Gebet, er hat auch Gebete in den Kirchen angeordnet."

Um Rom vor unerwarteten Angriffen durch türkische Korsaren zu sichern, hatte der Papst zu Beginn des Septembers angeordnet, daß die Befestigung des Borgo fertiggestellt werde.

Nur spärlich waren die Nachrichten, die die Kurie von der christlichen Flotte erreichte, die sich deshalb in schmerzlicher Ungewißheit befand.
Der Papst, obwohl er fest auf den Sieg der christlichen Waffen vertraute, ordnete für alle Klöster in Rom außerordentliche tägliche und nächtliche Gebete an, er ging ihnen mit ähnlichen Exerzitien mit dem besten Beispiel voraus. Sein Gebet sollte am Ende erhört werden.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober kam ein vom Nuntius in Venedig, Facchinetti, beauftragter Bote und brachte dem Kardinalstaatssekretär Rusticucci einen Brief Facchinettis mit der Botschaft vom großen Sieg bei Lepanto unter der optimalen Führung von Don Juan, die er von Giofé Giustiniani am 19. Oktober erhalten hatte.
Der Kardinal beeilte sich, den Papst zu wecken, der in Freudentränen ausbrach und die Worte des alten Simeon sprach: "Nunc dimittis servum tuum in pace"
Er stand sofort auf, um Gott auf Knien zu danken, ging dann wieder ins Bett, konnte aber wegen der freudigen  Erregung keinen Schlaf finden.

Am nächsten Morgen begab er sich für ein weiteres heißes Dankgebet in den Petersdom -und empfing dann die Botschafter und Kardinäle, denen er sagte, daß man jetzt mit allen Mitteln das Mögliche tun müsse, um den türkischen Krieg weiterzuführen.

"Es war für uns wie ein Traum" schrieb Luis de Alzamara am 11. November an Don Juan, "wir glaubten, das unmittelbare Eingreifen Gottes zu erkennen."

In den Kirchen der katholischen Länder erklang die Dankeshymne, das Te Deum. Als erster wandte Pius V seine Gedanken dem Himmel zu: auf den Gedenkmünzen, die er prägen ließ, wurden die Worte des Psalmisten gesetzt: "Die Rechte des Herrn hat so Großes getan, Von Gott ist dieses gekommen"

Weil die Schlacht am ersten Sonntag des Oktobers geschlagen wurde, an dem die Rosenkranzbruderschaft in Rom ihre Prozession durchführte, betrachtete Pius V die mächtige Fürbitterin als Urheberin des Sieges. Für die barmherzige Mutter der Christenheit wird deshalb jedes Jahr am Tag der Schlacht ein Dankfest als "Erinnerung an Unsere Liebe Frau des Sieges" angeordnet.

Am 1.April 1573 legte sein Nachfolger Gregor XIII fest, daß in der Folge dieses Fest an jedem ersten Sonntag des Oktobers als "Rosenkranzfest" gefeiert wird. 





In Spanien und Italien, den am meisten von den Türken bedrohten Ländern, wurden bald Maria della Vittoria gewidmete Kirchen und Kapellen gebaut. Die Signoria von Venedig ließ unter ein Bild der Schlacht im Dogenpalast die Worte schreiben: "Weder Macht noch Waffen noch Dogen, sondern die Madonna des Rosenkranzes hat uns siegen geholfen." Viele Städte-wie Genua, ließen die Madonna des Rosenkranzes auf ihre Tore malen und führten ein Bild von Maria auf einem Halbmond in ihre Wappen ein."
 
                      Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Quelle: A. Socci
                     

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