Mittwoch, 30. November 2016

aus der Lesung von heute, das Dilemma

Als ich jung, war, was eine Weile her ist, diskutierten wir heiß solche rein abstrakten Fragen, wo ein guter Mensch lande, der noch nie was von Jesus Christus und seiner Botschaft gehört habe.
Die Antwort ist eigentlich klar und eindeutig und findet sich bei Lukas im 12, Kapitel:
Wer den Willen des Herrn nicht kennt, der wird nicht so arg gestraft, wie der, der den gleichen Mist baut, aber den Willen Gottes kennt.
Im Grunde diskutierten wir billig, weil der Glaube nämlich nicht dazu da ist, sich über andere Leute den Kopf zu zerbrechen, sondern mir erzählt was ich tun oder nicht tun soll.
Also anstatt sich um den eigenen Glauben zu bemühen, gingen wir automatisch davon aus, dass wir selber ja die Guten, die Geretteten sind und von der Höhe der eigenen, eingebildeten Gutheit, fanden wir es dann sehr ungerecht, dass andere Leute, die besser sind als wir, dann verloren gehen sollten.
Also das Problem war, dass wir uns um das eigene Seelenheil keine Gedanken machten. Nun gut wir waren pubertierende Teenager, da ist das wohl normal, aber wenn ich mir vieles, was in der Kirche so verbraten wird, anhöre, so muss ich sagen, ja, es stimmt die Pubertät dauert bei vielen sehr, sehr lange, viel zu lange, um es genau zu sagen.
Eigentlich geht die ganze Verkündigung davon aus, dass die Botschaft Christi genau die frohe Botschaft ist, auf die die Leute nur gewartet haben.
 Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!   heißt es in der Lesung von heute.



Das ist aber nur die halbe Wahrheit, die andere Hälfte ist, dass die Botschaft abgelehnt, gar verfolgt und mit allen Kräften behindert wird, was man nicht leugnen kann und was ja das Wesen des Christentums ausmacht.
Auch das findet sich in der Lesung von heute, heißt es da doch:

Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?
So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.
Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.


das ist es ja, die Botschaft ist bekannt, bekannter als jemals zuvor, nur die alte Frage des Jesaja ist aktuell wie nie!

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