Mittwoch, 9. November 2016

ein Fundstück, oder es geht mit Riesenschritten auf Weihnachten zu

Ich habe gerade nach Weihnachtsgedichten gesucht, und auch und wenn mir diese "früher war alles besser" und "arm aber glücklich" Rhetorik gewaltig auf den Nerv geht, auch und weil es so verkürzt ist.
Oder anders ausgedrückt, es hindert ja keiner, die Apologeten von "Seit die Leute so viel Geld haben, sind sie so gottlos und ach was war das früher so schön!" so zu leben wie es früher war und ihr Geld zu spenden, oder zu verbrennen, wir sind ein freies Land!

Es ist auch so, wenn es früher so superoptimal gewesen wäre, dann hätte man das ja beibehalten, aber man hat es nicht, eben weil.......
Auf jeden Fall beschäftigt sich das Gedicht auf das ich gestoßen bin mit diesen Themen und es fordert mich zum Widerspruch heraus, aber mit der Schlussstrophe, da wird ein wahres Wort gelassen ausgesprochen, die lautet nämlich:

Aus dem schönsten der christlichen Feste
hat der Mensch einen Jahrmarkt gemacht,

und ja das ist in der Tat das Problem, dass wir das spirituelle so ins profane herabgezogen haben, das profane so spiritualisiert haben, dass man meint, im alles kaufen und verkaufen zu können, das Glück gefunden zu haben.
Dennoch und das versöhnt mich dann wieder wird hier mal nicht unterstellt, dass der Mensch aus bösen Gründen das tut, sondern festgehalten dass es dem Mensch um das Gute geht, er aber dennoch getäuscht wird.

er wünscht sich vom Besten das Beste
und vergisst dabei den Sinn der Heiligen Nacht

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