Dienstag, 1. November 2016

was ist ein Heiliger?

Nun mit Paulus der  die Korinther, an denen er vieles und schlimmes zu kritisieren hat, dennoch anredet mit "an die Heiligen in Korinth!", könnte man, tröstend, feststellen, die Heiligen sind die Getauften, die damit zur Heiligkeit gerufen sind, und irgendwie darauf vertrauen können und dürfen, dass der, der das gute Werk mit ihnen begonnen hat, auch dafür sorgt, dass es vollendet werden kann.
Das wird auch durch die Aussagen Jesu, der seinem Vater sagen kann: "Ich habe keinen, von denen die du mir gegeben hast, verloren" bestätigt.
Wenn nur, wenn einem da nicht sofort die Frage nach dem Judas Iskarioth auf die Zunge käme und überhaupt die Frage, wie das so ist mit der Geschichte Gottes und den Menschen, die ja doch, wie sag ich es nur, nicht gerade erfolgreich zu sein scheint.
Es ist hier nicht der Raum, das Geheimnis des Kreuzes und des Bösen auszufalten, aber sooo einfach, wie man das in allen möglichen  lobhudelnden Predigten heute und morgen darstellt, die doch alle, mehr oder weniger gelungene Interpretationen des Karnevalsschalgers "Wir kommen, alle, alle in den Himmel!" sind, ist es auch nicht.



Fakt sind zwei Dinge, in den Himmel kommen nur die Heiligen!
und wer da nicht hineinwill, der muss sich nicht sorgen, er kommt da auch nicht hinein.
Das zweite ist, es kommen welche in den Himmel, das sagt die Schrift mehrmals, wobei auch hier das merkwürdige Wort gilt "Johannes der Täufer ist der größte untern den Menschen, der größte Heilige somit, aber der kleinste im Himmelreich ist größer als er!" und der noch seltsamere Satz "Seit den Tagen Johannes des Täufers bis heute (interpretiere das immer als das "heute" des jeweiligen Lesers, also solange die Welt besteht) wird dem Himmelreich Gewalt angetan, die gewalttätigen reissen es an sich!"
Daher scheint es, als seine der Heiligen, derjenigen die wirklich in den Himmel kommen wenige, sehr wenige, eher die, die neben Jesus am Kreuz hängen und das richtig finden, und wer tut das schon? Wir finden es zwar alle tröstlich, in unserem Miniaturkreuzen, wenn wir feststellen, wir sind da nicht allein, aber richtig, dass wir das zu erdulden haben, finden wir es nicht.
Ich nehm mich da gar nicht aus.
So scheint es einfach hoffnungslos, gerade wenn man die Bergpredigt als Maß nimmt, (selig seid ihr, wenn es euch dreckig geht und das um meines Namens willen,) in den Himmel zu kommen, aber dennoch gilt "für Gott ist kein Ding unmöglich".

und das ist meines Erachtens der Sinn des heutigen Festes

Kommentare:

  1. unvollständig zitiert: Joh 17,12 Solange ich bei ihnen war, habe ich sie bewahrt in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Ich habe sie behütet und keiner von ihnen ist verlorengegangen außer dem Sohn des Verderbens. So sollte sich die Schrift erfüllen.

    Und: in der Bergpredigt geht es niemandem dreckig. Habt Ihr etwa schon die neuen Lektionare? Gruselig ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. danke für die erste Korrektur, hatte das in der Tat verkehrt im Kopf, dennoch bleibt genau das für mich ein ewiges Geheimnis, das mit dem Judas Iskarioth.
      Aber was die Bergpredigt angeht, so habe ich das zwar schlapsig ausgedrückt, aber es steht doch drin: Selig sind die Trauernden, selig seid ihr wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verleugnet, und auch die anderen Seligpreisungen, wie ist denn das mit dem, der keine Gewalt anwendet, weil er es eventuell auch gar nicht kann?
      Geht es dem, der nichts zu sagen hat, der deshalb hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, etwa gut?
      Ist es nicht das Problem der Welt, dass es denen denen es gut geht, komplett egal ist, was mit der Gerechtigkeit und dem Frieden los ist?

      Löschen
  2. Lehrer Lämpel03.11.16, 16:26

    All die in der Bergpredigt vom Herrn Seliggepriesenen werden ihren Lohn dereinst im Himmelreich von Gott empfangen.

    Die Spötter und Frevler nennen das dann abschätzig:

    "Vertröstung aufs Jenseits."

    Aber der Gläubige Christ lässt sich davon nicht beirren und glaubt unbeeindruckt und geradezu stoisch den Worten des Herrn.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nun ja, sagen wir mal so auch der gläubige Christ lässt sich beirren und ist angefressen von den Säuren des jeweiligen Zeitgeistes, und das schon seit den Anfängen.
      Mag sein, dass Sie das Geschriebene anders meinen, aber so wie es dasteht riecht es nach Stolz und Hochmut, und dem widersteht Gott, ein zerknirschtes Herz aber, das nimmt er an.

      Löschen
    2. Lehrer Lämpel10.11.16, 23:17

      Schade, dass Sie meine Klarstellung auf Ihre Einlassung hin selbst nach einer Woche, nachdem ich sie abgesandt habe, nicht veröffentlicht haben.

      Löschen
    3. welche Klarstellung? Bei uns ist nichts angekommen!

      Löschen
  3. Lehrer Lämpel11.11.16, 09:31

    Es gilt, unbeirrt an Gottes Wort festzuhalten und zwar bis zum Ende [entweder dem jeweils persönlichen Lebensende oder dereinst dem Ende der Welt, dessen Zeitpunkt ja niemand kennt].

    So und dann, wenn wir eben das tun, werden wir gerettet werden.

    Gottes Wort besteht - kürzest zusammengefasst - in dem Doppelgebot der Gottes- und der Nächstenliebe.

    Daran sollen wir festhalten - unbeirrt und stoisch - egal, was die Welt dabei von uns hält, uns verspottet, verlacht, verleumdet oder gar blutig verfolgt.

    Das ist Martyria - Bekenntnis/Zeugnis.

    Die Seligpreisungen der Bergpredigt verdeutlichen einige dieser zeugnishaften Lebenshaltungen für das Wort Gottes und verheißen denen, die so trotz aller irdischen Widrigkeiten leben, den reichen Lohn im Himmelreich - die ewige Seligkeit bei Gott.

    Mit Stolz und Hochmut hat solch eine unbeirrt-konsequente Lebenshaltung an sich nichts zu tun; vielmehr mit Leidensfähigkeit und dem Inkaufnehmen persönlicher Nachteile aus Treue und Liebe zu Gottes Wort.

    Aber auch für die Sünder gibt es Hoffnung:

    Wenn sie umkehren und sich zu Gottes Gebot wenden, so wird ihnen diese Umkehr von Gott unvergleichlich hoch angerechnet und im Himmel freut man sich über einen einzigen Sünder noch mehr als über 99 Gerechte, die nicht vom rechten Weg abgekommen sind.

    Insofern haben Sie natürlich recht, dass Gott ein [ob vorausgegangener Sünden] zerknirschtes Herz annimmt:

    Siehe der mit Christus zusammen gekreuzigte Verbrecher, der reumütig seine Strafe annimmt, Christus öffentlich(!) als unschuldig leidend bekennt und sich öffentlich(!) an ihn als Gottes Sohn um Erbarmen wendet.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich finde einfach, so sehr es sachlich wohl richtig, ist, redet doch die Schrift beständig vom Beharren, dass es zu große Worte für den kleinen Glauben, den ich allüberall sehe (nehm mich da gar nicht aus) sind.
      Hoffentlich nimmt Gott Sie nicht beim Wort, weil tut er das, und abundan tut er das wirklich, stellen wir fest, (ich zumindest) dass es mir geht wie dem Petrus, als er auf den Wellen läuft.

      Löschen
    2. Lehrer Lämpel11.11.16, 18:16

      Ihnen zum Trost:
      Ich selbst habe immer wieder versagt mit der Zeugnisgabe für Gott und Christus in einem ungläubigen beruflichem Umfeld.
      Das und meinen fehlenden Bekennermut habe ich dann immer wieder beichten müssen.
      Meine Frau ist da viel besser in dieser Hinsicht - ich habe viel von ihr gelernt.
      All mein/unser Versagen ändert aber nichts an der Richtigkeit der biblisch-neutestamentlichen Aussagen.

      Löschen