Freitag, 18. November 2016

Zum Freuen, virtueller Rundgang durch die römischen Patriachalbasiliken

Eine Reise nach Rom ist immer was besonderes, auch und wegen dieser Stadt, die einfach Stadt ist, eine riesige Krake, laut. und irgendwie endlos, und auch irgendwie hektisch und nicht gerade das, wo man den Hauptsitz der größten spirituellen Gemeinschaft weltweit vermuten würde.
Und dennoch finden sich inmitten dieser Stadt, die einfach uralt ist, was man merkt und wo es, fürchte ich, nichts gibt, was es nicht gibt, wundervolle Orte,
Kirchen, die römischen Patriarchalbasiliken, die so riesig sind, dass die paar hundert Touristen die da aus rein kunsthistorischem Interesse, oder weil man es halt so macht, in selbigen herumlaufen, gar nicht auffallen und man gut beten kann, was auch ausgiebig von den Pilgern gemacht wird.
Gerade St Paul vor den Mauern hat es mir angetan.
Diese Kirche ist absolut wuchtig, titanisch, Triumph der formenden Baumeisterkunst.
Die ganze Kirche ist einfach gigantisch, nicht majestätisch, herrisch, also mit einem Zweck für die ganze Kraft, wie z,B im Kaiserdom zu Speyer, der ja auch mächtig, herrisch, groß ist, aber die Größe hat einen Zweck.
St Paul vor den Mauern steht einfach da, urwüchsig, schön, richtig schön, aber auch fremd, weil viel zu groß für einen Menschen, man fühlt sich wie eine Ameise, und der Bau ist viel zu groß um Geborgenheit oder Schutz auszustrahlen, er ist einfach Kraft.
Und gleichzeitig, wenn man dann da drin herumläuft, sieht man da und dort Risse an den Wänden, Spinnweben da und dort, und Zeichen des Verfalls, wird auch  um Spenden gebeten.
Und dennoch wurde gerade in dieser Kirche mir klar, wenn die morgen zusammenfällt, dann ist das schlimm, aber für meinen Glauben ist es egal.
Auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut, dass der Vatican eine richtig gute Webside zu den Basiliken hat und hoffe, dass es auch unseren Lesern gefällt.
So lade ich unsere Leser zu einem Mitternachtsspaziergang nach St Paul vor den Mauern ein.

Hier  hätten wir den Eingang

und hier ist die Haupthalle

hier geht es zur Krypta vor einiger Zeit hat man da übrigens nachgeforscht und festgestellt, eh voilà  es ist recht wahrscheinlich, dass da tatsächlich der Apostel Paulus begraben liegt.

hier hätten wir den Choraum, wo die ersten Päpste in den Medaillons verewigt sind

und hier für alle die sich aufregen wollen über den Protz und Prunk der Kirche ein kleiner Blick ins Museum.

hier der Link zur Hauptseite des Internetauftritts.


ach ja zu dem Protz und Prunk noch, mich nervt es auch leicht, wenn ich durch irgendwelche Domschatzkammern laufe, ich denk mir dann immer "das alles ist zum Gebrauch bestimmt und nicht dazu hier herum zu stehen"
aber was will man machen die Zeiten sind halt so, dass man meint die Sachen nicht mehr verwenden zu können, bei den Paramenten wohl,. weil sie sonst kaputt gehen und man sie dann wiederrum nicht wegwerfen kann, die Restauration zu teuer ist, und so stellt man sie halt aus.
Was nun die Kelche angeht, so fände auch ich es hier besser, man würde sie verwenden, aber man tut es nicht, so kann man wenigstens sie angucken und feststellen, ja in früheren Zeiten war für den Gottesdienst das Beste gerade gut genug, auch und weil man bemüht war (so sehr es oft schief ging) den Menschen zu Gott zu erheben, ihn dazu zu bringen sich erheben zu lassen.
Heute macht man das anders, man versucht den Gottesdienst so profan wie möglich ablaufen zu lassen, man versucht damit den Menschen, zwar völlig unglaubwürdig, aber egal, dazu zu bringen einzusehen, dass Gott sich in unsere Niederungen begeben hat, was zwar absolut stimmt, aber eben so genau nicht erfahren werden kann.
Ich persönlich halte die alte Methode für besser, schöner, und tröstender in allem Elend, dass einem als Mensch so widerfährt.

Hier hatte ich mir schon mal über den ganzen Komplex Gedanken gemacht


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