Mittwoch, 7. Dezember 2016

Marco Tosatti über den Papst in der Sackgasse & die St.Gallen-Mafia und ihre Machenschaften.

Marco Tosatti, renommierter Vaticanist von LaStampa hat in einem Interview seine Sicht der Dinge nach den Dubia und den Reaktionen bzw. der Nichtreaktion aus der Casa Santa Marta & Entourage dargelegt- bei der er sich auf seine langjährige Erfahrung und seine Quellen innerhalb der Leoninischen Mauern stützen kann. Die website "La Fede Quotidiana" berichtet.
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Marco Tosatti: “Bei der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen steckt Papst Franziskus in einer Sackgasse”
"Groß ist die Konfusion unter dem Himmel", sagt der "Dekan" der italienischen Vaticanisti Marco Tosatti in einem Interview zur derzeitigen Situation der Kirche. Tosatti erinnert daran, daß er der erste war, der davon berichtete, daß sich bereits 2014 alles entwickelte, was dann das Endresultat der Synode war. Aber ich denke, daß die Organisatoren dieser Operation die breite und tiefe Auswirkung des Widerstandes unterschätzt haben. Aber schon damals konnte man vorhersehen, daß das Resultat ein zweideutiges Dokument sein würde. Einer der meisterhaften Marionettenspieler hat-meiner Meinung nach- unvorsichtig darüber gesprochen-während eines Essens mit vielen Fremden. Einer der Anwesenden hat mir dann darüber berichtet."

Die "Sankt Gallen Mafia", eine Gruppe von Prälaten und Kardinälen, hat darüber wenige Tage vor dem Konklave von 2013 extra omnes die Wahl Kardinal Bergoglios angezeigt.
Tosatti sagt: "Wir müssen zwei Fakten unterscheiden.
Da ist zuerst das, worüber der belgische Kardinal Danneels, großer Freund und Berater des Papstes, in seinem Buch schreibt; und ich erlaube mir, eines der nicht wenigen menschlichen Fragezeichen dieser Regierung angesichts dieses Purpurträgers hinzuzufügen.
Nach der Präsentation des Buches hat sich ergeben, daß die Wahl Jorge Mario Bergoglios Frucht der von Kardinal Carlo Maria Martini organisierten heimlichen Treffen von Kardinälen und Bischöfen war, die seit Jahren in Sankt Gallen in der Schweiz stattfanden.
Das behaupten auch die Autoren Jürgen Mettepenningen und Karim Schelkens: diesen Autoren zufolge soll Danneels seit Jahren daran gearbeitet haben, die Wahl von Papst Franziskus von 2013 vorzubereiten. Er selbst hat in einem Video bei der Repräsentation des Buches in Brüssel zugegeben, daß er Mitglied eines heimlichen Clubs von Kardinälen war, die gegen Joseph Ratzinger opponierten.
Lachend definierte er den als einen "Mafia-Club, der den Namen Sankt Gallen hatte".
Außer Danneels und Martini gehörte -nach dem Buch- zur Gruppe auch der holländische Bischof Adriaan Van Luyn, die deutschen Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann, der italienische Kardinal Achille Silvestrini, sowie der britische Kardinal Basil Hume u.a. an.

Die belgische Zeitung Le Vif schrieb: "Am 13.März stand ein alter Bekannter an der Seite des neuen Papstes Franziskus: Godfried Danneels, Offiziell war er dort als Dekan der Kardinal-Priester -aber in Wirklichkeit hatte er seit Jahren als diskreter Königmacher gearbeitet."





Schon beim vorhergehenden Konklave hatten viele, die in Opposition zu Ratzinger standen, für Bergoglio gestimmt. 
Jetzt wo Bergoglio vielleicht das Gefühl hatte, von Neuem vorgeschlagen zu werden, was auch bis zu einem gewissen Maß plausibel war, denke ich nicht, daß es möglich ist, mit aller Sicherheit zu behaupten, daß wir Beweise für ein Problem der Legitimität der Wahl haben, auch wenn man sicher denken kann, daß die Grenze dazu sehr nahe war.

Angesichts von Amoris Laetitia und Kapitel VIII fragt Tosatti sich, ob es "möglich wäre, das Jahrhunderte währende Lehramt der Kirche und besonders das der beiden vorhergehenden Päpste auf den Kopf zu stellen, wenn diese dem Thema Zeit, Gebet und Studien gewidmet hatten-und das in einer Fußnote ? 
Dann fügt er hinzu: Form ist auch in diesem Fall Inhalt. Wenn man eine potentiell aufsehenerregende Entwicklung in eine Fußnote abschiebt, heißt das, daß man sich des Geländes, auf das man sich vorgewagt hat, nicht sicher ist, oder Angst vor den Konsequenzen hat. 
Das ist es, wozu die Neapolitaner "hmm hmm" sagen....
Persönlich - aus der Sicht eines Laien- schein mir, daß das Renommé des Lehramtes beschädigt wurde. Als Journalist: wenn Amoris Laetitia ein von einem Kollegen geschriebener Artikel wäre, würde ich ihm nach den ersten Zeilen sagen: welchen Sinn soll es haben, die Nachricht in einer Randnotiz von zwei Zeilen am Ende zu verstecken? Wenn du etwas sagen willst, mußt du es direkt und klar sagen."

Schließlich- über die fünf "Dubia" der vier Kardinäle Brandmüller, Caffarra, Burke und Meisner an den Papst, denke ich. daß Franziskus sich in einer Sackgasse befindet.
Als Ignorant - der Bar-Theologie betreibt- würde ich das sagen. Wenn man sagt, einer, der sich in einer zweiten eheartigen Beziehung befindet,obwohl die erste Ehe für die Kirche noch gültig ist, kann an der Kommunion teilnehmen kann, läuft der Gefahr, eine Todsünde zu schlucken.
Oder auch der Drang es zu tun. Was für einen Papst sicher einmalig ist. Falls er die Fußnote aus AL widerruft, wie steht er da? Besonders nachdem Kasper, Schönborn und co einen Lobgesang aus die Revolution angestimmt haben?"

Quelle: M.Tosatti, LaFedeQuotidiana




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