Samstag, 30. April 2016

Über die Hoffnung

Vorhin hatte ich ein Gespräch über die Weltlage, die Kirchenlage, Persönliches,
Man kann ja nun im Detail oder auch im Groben, ganz unterschiedlicher Auffassung sein, aber in Einem ist man sich wohl einig.
Dass alles nicht so einfach ist und der Ausblick in die Zukunft ungewiss.
Irgendwie kamen wir dann auf den alten Spruch:

Immer, wenn du meinst es geht nicht mehr, kommt von Irgendwo ein Lichtlein her!

Bei dem Spruch geht es um die Hoffnung, die immerhin eine der göttlichen Tugenden  (Glaube, Liebe Hoffnung)  ist.
Interessanterweise ist nun,. laut Paulus, die Hoffnung nicht einfach so da, sondern hat Vorbedingungen, die Bewährung, sprich die Standhaftigkeit, diese jedoch hat als Vorbedingung die Geduld und Geduld bringt man nun wiederum nur dann auf, wenn man sie braucht, sprich in der Bedrängnis!
Damit ist aber noch nicht gut,.sondern die Hoffnung hat auch eine weitere, gute Auswirkung, sie lässt nämlich nicht zugrunde gehn!
Von daher ist wohl alles halb so wild, mit der Kirche und der Welt,

Der Heilige Pius V

Heute feiert die Kirche den Tag des Hl. Pius V. Ein großer Papst, dem die gesamte Christenheit viel verdankt- so das Missale Romanum und letztendlich den Sieg bei der Seeschlacht von Lepanto, die dem Osmanischen Reich seine Raub-und Beutezüge im westlichen Mittelmeer verleidete.

                           


Michele Ghislieri wurde am 17. Januar 1504 in Bosco Marengo geboren.
Mit 14 Jahren trat er in den Dominikaner-Orden ein, und studierte später in Genua.
1528 wurde er dort zum Priester geweiht,
Er lehrte dann Philosophie und Theologie in Pavia und wurde zum Inquisitor für Como ernannt,
dann Generalinquisitor.
1556 wurde er zum Bischof geweiht, 1557 Kardinal, 1558 Großinquisitor.
1560 Bischof von Mondovi

1566 wählte ihn ein von Karl Borromäus beeinflußtes Konklave zum Papst und Nachfolger Papst Pius´ IV. Er gab sich den Namen PiusV.

Pius V war ein asketisch lebender, frommer Mann, der die Liturgie und Kurie reformierte und die Beschlüsse der Konzils von Trient umsetzte.
1566 erschien der 1. Katechismus der Römischen Kirche, 1570 das Missale Romanum.
Er gründete die Kongregation für die Kurie.

1570 exkommunizierte er mit der Bulle "Regnans in excelsis" Königin Elisabeth I von England.
1570 erneuerte Pius V auch die Heilige Liga zwischen dem Hl. Stuhl, Spanien, Venedig, den Seerepubliken Genua und Pisa, Neapel, Sizilien und Malta gegen die Türken, die Julius II 1511 gegründet hatte.
Am 7. Oktober 1571 besiegte die Flotte der Hl.Liga in der Seeschlacht von Lepanto (Nafpaktos) die des Osmanischen Reiches. Der Papst rief unterdessen die Christenheit zum Rosenkranzgebet für den Sieg auf.

Pius V starb am 1. Mai 1572 in Rom.
Er ist in der römischen Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore begraben.

                         File:Tomb Pius V SM Maggiore n2.jpg
                        Foto wikicommons

Er wurde am 22. 5. 1712 von Papst Clemens XI heilig gesprochen.

Quelle; Ök. Heiligenlexikon, Kathpedia, wikipedia

Gestern Abend in Rom


Marco Guerra   berichtet für La Nuova Bussola Quotidiana  über das gestrige Ereignis an der Fontana di Trevi . Wir greifen darauf zurück, weil in unserem Land ÖRM und Politik sich lieber
über mögliche Verletzungen von Rechten von Muslimen in ihren Moscheen durch Überwachung sorgen und öffentlich darüber palavern, während das Schicksal noch so vieler abgeschlachteter  Christen von ihnen als Neuheiden der verschiedenen modernen Götzenreligionen ( Mammon,
Macht, Sex und Gaia) achselzuckend als nicht weiter erwähnenswerte Petitesse betrachtet wird.
Hier geht´s zum Original: klicken
und hier zu  Edward Pentins Bericht: klicken


            "DIE FONTANA DI TREVI: ROT FÜR DAS BLUT DER MÄRTYRER"

"Freitag Abend wurde die Fontana di Trevi in rotes Licht getaucht, um an das Blut der christlichen Märtyrer unserer Tage zu in erinnern.
Die Initiative zu dieser Aktion kam von der italienischen Sektion der Päpstlichen Stiftung Hilfe für die Kirche in Not.
Sie sollte die Scheinwerfer auf die zahlreichen christlichen Kinder, Frauen und Männer richten, die
in allen Teilen der Welt aus Hass auf den Glauben verfolgt und ermordet werden.

Auf den schneeweißen Marmor des berühmtesten Brunnens der Welt, gerade erst in seiner Pracht nach langen Restaurierungsarbeiten wieder erstanden, wurden außerdem Bilder aus den Gebieten
der Welt projiziert, in denen Christen verfolgt werden.
Augenblicke, in denen der Schleier des Verschweigens, der darauf abzielt die Massaker und Leiden zu leugnen, die den Christen zugefügt werden, die in jenen Gebieten des Mittleren Orients, Asiens und Afrikas leben, wo radikale Gruppen wüten,die Hass und Gewalt säen.
Und in der ungewohnten Stille an diesem sonst von Horden fremder Touristen belebten Ort folgten die Fotos von entweihten Gemälden, zerbrochenen Kruzifixen, dem Erdboden gleichgemachten Kirchen und dann die Gesichter von Asia Bibi, Don Andrea Santoro und der 21 äthiopischen Kopten, in orangefarbenen Overalls an libyschen Stränden von Söldnern des IS enthauptet.





Vom selbsternannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak zu Boko Haram in Nigeria, über die Verfolgung durch den Staat und ein ungerechtes Gesetz gegen Blasphemie in Pakistan.
Jeden Tage wird das Millionen von Christen zustehende Recht auf Religionsfreiheit verletzt.
Jeden Sonntag riskieren Tausende von ihnen ihr Leben, um sich in einer Kirche zu vereinen ohne zu fragen, ob sie lebend zum Mittagessen zurück kehren.

Freitag, 29. April 2016

Fontana di Trevi - Gedenken an das Blut der christlichen Märtyrer

Link zur webcam  klicken

Heute Abend ist die Fontana di Trevi ins Rot des in allen Zeiten vergossenen Blutes der Christlichen Märtyrer getaucht, während die Fotos der kürzlich für ihren Glauben Getöteten auf die Fassade projiziert werden.

                     

                                                  Herzblut der Kirche

  

   Zu Beginn der Abendveranstaltung hat Kardinal Piacenza der christlichen Märtyrer gedacht.



Amoris Laetitia, das Kleingedruckte und die fatalen Fußnoten

Pater Raymond de Souza empfiehlt in einem Beitrag für den Catholic Herald, das Kleingedruckte in Amoris Laetitia zu lesen. Hier geht´s zum Original:  klicken
                                         
"SPIELT EIN VERLEGERISCHER UNFUG EINE ROLLE IN DER EXHORTATION DES PAPSTES?"

"Es liegt ein Hauch von Farce über den verstohlenen Fußnoten von Amoris Laetitia, die die Reporter vor ein Rätsel stellt und verblüfft..
Warum werden offenbar kritische Schlußfolgerungen in einem Dokument von bisher noch nicht gesehener Länge in die inzwischen berühmte Fußnote 351 verbannt, deren Bedeutung der Hl. Vater bei seinem Rückflug von Griechenland als unwichtig bezeichnete, indem er sagte, er könne sich nicht an sie erinnern?
Aber er verwies die Journalisten an die Kommentare Kardinal Schönborns bei der Vorstellung der Exhortation, der die Wichtigkeit gerade dieser Fußnote herausgestrichen hatte.

Sind die Fußnoten also grundlegend oder unwichtig? Optionen

Der Fußnoten-Unsinn ist wichtig.
Fußnoten in lehramtlichen Dokumenten haben eine Bedeutung, sie sollen die Kontinuität mit dem vorhergehenden Lehramt zeigen und auch helfen, Licht auf den aktuellen Text zu werfen, aber was, wenn die Fußnoten nicht das zu bedeuten scheinen, was sie bedeuten sollen?

Die Fußnote 344 ist eine von mehreren, die das Problem beleuchten und ist vielleicht besonders hinweisend.
Papst Franziskus weist darin auf verschiedene subjektive Faktoren hin, die selbst moralische Schuld für objektiv sündige Taten abschwächen oder vermindern.
Aber die postsynodale apostolische Exhortation von 1984 "Reconciliatio et Paenitentia" ist ebenso wichtig.
In "Reconciliatio et Paenitentio 17" behandelt Johannes Paul II ausführlich das selbe Material wie Papst Franziskus in Kapitel 8 von "Amoris Laetitia". Deshalb haben die Herausgeber augenscheinlich entschieden, daß sie nicht einfach ignorieren konnten, was Johannes Paul da lehrte und darauf verweisen sollten.

Das Bistum Dresden-Meißen hat einen neuen Bischof

Der bisherige Weihbischof von Vechta im Bistum Münster und bischöflicher Offizial, der 63 jährige Heinrich Timmerervers, wird neuer Hirte der Diözese Dresden-Meißen.
Der am 25.8.1952 in Nikolausdorf geborene Timmerervers wurde am 6.Juli 2001 von Papst Johannes Paul II zum Weihbischof von Münster ernannt und am 2.9. im Dom zu Münster zum Bischof geweiht.

                                        

Wir wünschen dem Bischof und seiner Diözese Gottes reichen Segen.

Wer untergräbt das Papsttum?

rorate caeli veröffentlicht das, was "the remnant" zum Thema: "Wer das Papsttum untergräbt" schreibt. Wir ahnen die Antwort, es sind nicht die traditionellen Katholiken.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                  "DIE DIE DAS PAPSTTUM UNTERMINIEREN"              
"Jene, die blind und unterschiedslos jede Entscheidung des Pontifex Maximus verteidigen, sind genau die, die die am meisten tun, um die Autorität des Hl. Stuhls zu untergraben- sie zerstören seine Fundamente statt sie zu stärken."

                                                      
                                            
In einem Interview m"it der Deutschen Regionalzeitung Aachener Zeitung am 22. April hat Kardinal Kasper über die weiteren Kirchenreformpläne von Papst Franziskus gesprochen und von seiner Absicht, "nicht alles so zu bewahren, wie es seit altersher war". Mit Papst Franziskus "sind die Dinge nicht mehr so abstrakt und von Mißtrauen durchdrungen, wie es in früheren Zeiten war," sagte er.

Das sollte uns Schockwellen des Schauderns den Rücken herabschicken, wenn wir bedenken, daß es eines der Hauptziele der Freimaurer beim II.Vaticanischen Konzil war es, die Gläubigen glauben zu lassen, daß das sublime Mysterium des Lateinischen Ritus einfach nur "Hokus-Pokus von Sanftschwätzern" sei. Die Modernisten behaupten, daß die Alte Kirche noch in den Dunklen Zeiten ist und up-gedated werden müsse.
Kasper, der als Franziskus Lieblingstheologe* agiert, betont, daß das Ziel des Papstes nicht nur einfach die Veränderung der Kirchenstruktur ist, sondern die Geisteshaltung der Kirche zu durchdringen und zu verändern. "Er verändert viele Sachen- aber nicht nur strukturell. Er zielt besonders auf die Mentalität."

Deshalb sollten die Gläubigen gegen die Versuchung gewappnet sein, sich nicht von den Vorschlägen vom Hl. Stuhl erschüttern zu lassen, die die Kirchenlehre ändern. Unser Glaube steht auf dem Felsens
Petrus, so wie Christus ihn gegründet hat, nicht bloß auf einen Mann, der sich entscheidet, davon abzuweichen.

Donnerstag, 28. April 2016

Ein altes Problem und immer noch keine Lösung. Aus der Serie: Klassische Gedichte

Neulich ist mir ein Gedichtband mit Gedichten quer durch die Jahrhunderte in die Finger gefallen.
Darin habe ich ein Gedicht von Walter von der Vogelweide gefunden, dass sich die Frage stellt, wie man Ehre, irdischen Besitz und Gottes Gnade unter einen Hut bringen können.

Hier eine Übersetzung von Richard Zoozmann (1863 - 1934)

Ich saß auf einem Steine
und deckte Bein mit Beine,
Den Ellenbogen stützt ich auf
Und schmiegte in die Hand darauf
Das Kinn und eine Wange.
So grübelte ich lange:
Wozu auf Erden dient dies Leben? ...
Und konnte mir nicht Antwort geben,
Wie man drei Ding erwürbe,
Daß keins davon verdürbe.
Die zwei sind Ehr und irdisch Gut,
Das oft einander Abbruch tut,
Das dritte Gottes Segen,
Der allem überlegen.
Die hätt ich gern in einem Schrein;
Doch leider kann dies niemals sein,
Daß weltlich Gut und Ehre
Mit Gottes Gnade kehre
In ganz dasselbe Menschenherz.
Sie finden Hemmnis allerwärts;
Untreu hält Hof und Leute,
Gewalt geht aus auf Beute,
Gerechtigkeit und Fried ist wund,
Die drei genießen kein Geleit,
Eh diese zwei nicht sind gesund.


man kann hier nur mit Kohlet feststellen. Ich suchte und fand, siehe, es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Interessant und ungewöhnlich für unser Denken,  ist das Gedicht aber dennoch.


Sandro Magister über die "deutsche Option" des Pontifex. Oder manus manum lavat.

Sandro Magister hat sich bei www.chiesa der Verbindung des Papstes zum progressistischen Flügel der deutschen Kirche angenommen, zu welchem Schluss er dabei kommt, kann man im Original hier lesen:  klicken


             "DIE DEUTSCHE OPTION DES ARGENTINISCHEN PAPSTES"
"Kardinal Kasper und der progressive Flügel der deutschen Kirche haben bekommen, was sie wollten. Bei der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen haben sie Franziskus auf ihrer Seite. Er hat sich vor einer Weile entschieden und hat entsprechend gehandelt.

                       

Die endgültige Bestätigung für die Rückendeckung des Papstes für die Deutsche Lösung der Frage
der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen kam von Deutschlands berühmtesten Kardinal und Theologen, Walter Kasper, in einem Interview, das am 22. April in der"Aachener Zeitung"

> Kardinal Kasper: Was Franziskus von der Kirche und Europa erwartet

Dank der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia"-sagte Kasper- haben die deutschen Bischöfe jetzt Rückenwind, um diese "Situationen auf humane Weise zu lösen".

Und er erzählt von folgender enthüllenden Episode. Vor einiger Zeit habe ein ihm bekannter Priester entschieden, einer wiederverheirateten Mutter die Eucharistie bei der Erstkommunion ihrer Tochter nicht zu verweigern. Und er selber, Kasper, habe diesem Priester geholfen, diese Entscheidung zu treffen, sicher, daß er absolut Recht habe. Der Kardinal berichtete die Sache dann dem Papst, der der Entscheidung zustimmte und sagte: "Das ist es, wo der Pastor die Entscheidung treffen muß."
So sei also der Boden bereitet für die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, fuhr Kasper fort. Da sei auch eine gewisse Freiheit für den einzelnen Bischof und die Bischofskonferenzen.
Nicht alle Katholiken denken so wie die Deutschen. Hier (in D) kann etwas erlaubt sein, was in Afrika verboten ist. Deshalb gibt der Papst Freiheit für verschiedene Situationen und zukünftige Entwicklungen.

Zwischen Kasper und Jorge Mario Bergoglio gibt es vielmehr als gelegentliche Kontakte.
Bei seiner letzten fliegenden Pressekonferenz, auf dem Rückflug von der griechischen Insel Lesbos, sagte Franziskus, daß er wegen der  Wichtigkeit, die die Medien der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen geben, Langeweile und Überdruss gefühlt habe. 

Und dennoch passierte das ja genau wegen der Entscheidung des Papstes, Kasper- seit Jahrzehnten Führer der Befürworter einer entscheidenden Veränderung in dieser Sache- die Eröffnungsrede des Kardinalskonsistoriums im Februar 2014 anzuvertrauen.

Dem dramatischen Konsistorium folgten zwei Synoden, die eine schwere Spaltung innerhalb der Kirchenhierarchie bloßlegten. Und das ist es, was man in Amoris Laetitia, im zentralen Punkt des 8. Kapitels lesen kann, das auf die typische vage und ausweichende Form von Jorge Mario Bergoglio geschrieben wurde, die er immer benutzt, wenn er einen Prozess öffnen aber nicht abschließen will, und was jetzt Kasper und die Deutschen mit absoluter Sicherheit sagen läßt, daß "sie Rückenwind haben."

Natürlich stimmen nicht alle deutschen Kardinäle und Bischöfe zu. Mit-Kardinal und Theologe Gerhard L. Müller, Präfekt der Glaubenskongregation ist auch Deutscher und hat wiederholt wissen lassen- zuletzt in einem Buch zu diesem Thema- das 2  Tage vor der Veröffentlichung von Amoris Laetitia  erschien, daß er völlig anderer Meinung ist gegenüber denen, die die wiederverheirateten Geschiedenen  absolvieren und sie zur Kommunion zulassen wollen, was die Grundfesten nicht nur eines sondern von 3 Sakramenten unterminiert: Ehe, Buße und Eucharistie.

Professor Spaemann zu Amoris Laetitia

Passend zum Artikel von Sandro Magister über das "Fest der Interpretationen" das Interview, das die CNA mit Professor Spaemann zum Thema Amoris Laetitia führte, das leider keinen Spielraum für relativierendes Beschönigen und zur Beruhigung läßt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Ein Ausschnitt:

...."Handelt es sich hier also tatsächlich aus Ihrer Sicht um einen Bruch mit der kirchlichen Lehrtradition?"

"Dass es sich um einen Bruch handelt ergibt sich zweifellos für jeden denkenden Menschen, der die entsprechenden Texte kennt."
"Unabhängig davon, ob man nun zustimmt: Stellt sich die Frage, wie es dazu gekommen ist."
"Dass Franziskus seinem Vorgänger Johannes Paul II. mit kritischer Distanz gegenübersteht, zeichnete sich schon ab, als er ihn zusammen mit Johannes XXIII. heiliggesprochen hat, für den er eigens das, für Heiligsprechungen erforderliche, zweite Wunder fallen ließ. Dies wurde von vielen zurecht als manipulativ empfunden. Es hatte den Anschein, als wollte der Papst die Bedeutung von Johannes Paul II. relativieren.

Das eigentliche Problem aber ist eine seit vielen Jahren, schon bei den Jesuiten im 17. Jahrhundert zu findende, einflussreiche Strömung in der Moraltheologie, die eine reine Situationsethik vertritt. Die vom Papst in Amoris Laetitia angeführten Zitate von Thomas von Aquin scheinen diese Richtung zu stützen. Hier wird aber übersehen, dass Thomas objektiv sündhafte Handlungen kennt, für die es keine situativen Ausnahmen gibt. Zu ihnen gehören auch alle sexuell ungeordneten Verhaltensweisen. 


Wie zuvor schon Karl Rahner in den 1950-iger Jahren in einem Aufsatz, der alle wesentlichen, noch heute gültigen Argumente enthält, hat Johannes Paul II. die Situationsethik abgelehnt und in seiner Enzyklika Veritatis Splendorverurteilt. Auch mit diesem Lehrschreiben bricht Amoris Laetitia. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es Johannes Paul II. war, der sein Pontifikat unter das Thema der göttlichen Barmherzigkeit gestellt hat, ihr seine zweite Enzyklika widmete, in Krakau das Tagebuch der Schwester Faustyna." .......

Quelle: CNA , Prof. Robert Spaemann

Die Türkei auf dem Weg in den Religionsstaat & die Indifferenz der soumissionswilligen Träumer

Erdogan & die Türkei auf dem Weg zum Religionsstaat. Dazu sollte man lesen, was Thomas Rietzschel auf Achse des Guten dazu schreibt, zumal die soumissionswilligen Politiker nebst ihren medialen Nach-& Mitbetern einfach zur Tagesordnung übergehen, mit ihrem Mantra- oder ist es ihr heimlicher Wunschtraum? - daß der Islam zu D & zur EU gehöre  Klicken

Da stellt sich Thomas Rietzschel vor, daß der Polnische MP der staunenden Welt mitteilte, Polen sei ein katholisches Land, das eine neue katholische Verfassung brauche, in der der Säkularismus keine Rolle spielen dürfe und wie die Soumissionswilligen in Politik und Medien darauf reagieren würden.
Hier ein Ausschnitt;

"Welches Entsetzen würde Europa daraufhin ergreifen. Die Linkspopulisten würden Sturm laufen. Jacob Augstein würde uns die Gegenreformation im 21. Jahrhundert ankündigen, eine von Warschau ausgehende Renaissance der Inquisition. Etwas bildungsbürgerlich gehobener würde sich die SZ mit der Wahrscheinlichkeit einer Reinkarnation des Ignatius von Loyola in Gestalt von Jaroslav Kaczynski befassen. Illner, Plasberg, Lanz und Maischberger würden mit Margot Käßmann, Martin Schulz, Heinrich Bedford-Strohm, Gregor Gysi und Bischof Marx über „Die Bedrohung Europas durch den katholischen Fundamentalismus“ diskutieren. Während Frank-Walter Steinmeier als erfahrener Krisen-Manager zwischen Berlin und Warschau pendeln müsste, würde Angela Merkel dem Papst am Telefon die Leviten lesen: „So geht es nicht, mein Lieber. Knöpf dir deine Leute in Polen mal vor.“ Der Regierungssprecher würde danach verkünden, dass sich „die Kanzlerin große Sorgen“ macht."

Quelle "Achse des Guten" T. Rietzsche

Amoris Laetitia, das Fest der Interpretationen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo L´Espresso das, was er ein "Fest der Interpretationen" nennt.
Hier geht´s zum Original:   klicken


                   "AMORIS LAETITIA- DAS FEST DER INTERPRETATIONEN"

Pater Guido I. Gargano schreibt, daß er viel Freude an der Lektüre der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia" gehabt habe. Er sagt, weil der darin das gefunden habe, was auch er in seinem Artikel schrieb, der in einer theologischen Zeitschrift in der Zeit zwischen den beiden Synoden veröffentlicht wurde und was er in zahlreichen Diskussionen wiederholt hat.

amoris

Gargano, Camaldolensischer Mönch, Prior des Klosters San Gregorio al Celio, geschätzter Spezialist für Kirchenväter am Päpstlichen Bibelinstitut der Urbaniana-Universität, hat sich nicht darauf beschränkt, die Ehe-Lehre der Kirche neu zu interpretieren. Er ist an die Primärquellen dieser Lehre gegangen, zu dem, was Jesus im Matthäus-Evangelium sagt und liest sie auf radikal neue Weise neu.

Nach seinem Urteil hat Jesus die mosaische Erlaubnis des Verstoßens weder widerrufen noch habe er je die, die sich wegen Verhärtung der Herzen ihrer noch bedienen, vom Himmlischen Königreich ausgeschlossen.Diese kühne Exegese hat sehr kritische Reaktionen hervorgerufen, aber auch Zustimmung. Kardinal Walter Kasper, Unterstützer der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen hat sie in der deutschen jesuitischen Zeitschrift "Stimmen der Zeit" zitiert.Allerdings scheint nichts aus der Exegese Pater Garganos in die Synoden-Debatte im vergangenen Jahr eingegangen zu sein. Auch nicht in Amoris Laetitia.
Aber das ist es nicht, auch wenn der gelehrte Patrologe einen ganz gegenteiligen Eindruck bei seiner Lektüre der postsynodalen Exhortation gewonnen hat.

Vatileaks-II-Prozess

A. Gagliarducci kommentiert bei ACI-Stampa den Fortgang des Vatileaks II-Prozesses vor dem Vaticanischen Tribunal. Hier geht´s zum Original:  klicken


                 "VATILEAKS II,  JETZT BEGINNEN DIE ZEUGENANHÖRUNGEN"


                         Anhörung beim Vaticanischen Tribunal Foto: L'Osservatore Romano / ACI Group

Die Treffen hinter verschlossenen Türen zwischen Chaouqui, Msgr. Abbondi und Msgr.Vallejo wurden intensiver und das ließ an einen "Freundschaftsbund"denken, weil dieser modus operandi eine Anomalie war.

Die COSEA -Begegnungen, enthüllte Fralleoni, spielten sich hinter verschlossenen Türen im Büro Vallejos ab, nicht am Sitz der Kommission in Santa Marta.
Fralleoni wußte damals nichts von den Treffen, sagte aber, daß Msrg.Vallejo zu ihm über eine Trennung von den Vaticanischen Museen gesprochen habe, um sie in eine Stiftung zu verwandeln.- so wie es Msgr Abbondi schon Jahre vorher gedacht hatte,

Mittwoch, 27. April 2016

Die Arche Noah sticht in See

Ein holländischer Unternehmer hat die Arche Noah nach den Vorgaben der Bibel nachgebaut.
Jetzt ist alles fertig und sie wird demnächst in See stechen, über den Atlantik von Holland nach Brasilien und sie wird zu den olympischen Spielen in Rio erwartet.





CNA hat die ganze Geschichte zum Bau und wohin genau die Reise geht.

Gott ist sicherlich mit einem Lächeln dabei und wir hoffen für den Schiffsbauer, dass er in Brasilien von einem Regenbogen empfangen wird.


WJT-Hymne für Krakau


  Die offizielle Weltjugendtagshymne für Krakau in Gebärdensprache.....


Dienstag, 26. April 2016

"Die, die immer andere für die Wohltätigkeit bezahlen lassen,"

Das ist der Titel, den Rino Camilleri seinem Artikel in La Nuova Bussola Quotidiana gegeben hat.
Politisch korrekt im Sinne des links-grünen Soumission ist der nicht.
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"DIE, DIE IMMER DIE ANDEREN DIE WOHLTÄTIGKEIT BEZAHLEN LASSEN"

Unser Direktor Riccardo Cascioli hatte Recht, mit dem Finger auf den Slogan, der seit der letzten Zusammenkunft der Caritas wiederklingt, zu zeigen, nach dem der Empfang, den wir den Migranten bereiten, nur ein Akt der Wiedergutmachung sei.
Kurz der übliche Refrain ist, daß diese Armen wegen der Schuld der Reichen arm sind. Vergeblich sich in Erklärungen zu ergehen, um das aufzuzeigen, was daran nicht wahr ist. Absolut nutzlos.

Unglücklicherweise findet man in Leitungspositionen oft Leute, die ein guter Talentsucher als "Adjutant der Woche" katalogisieren würde, einer der mit der Organisation des täglichen Dienstes in einer Kaserne betraut werden sollte, sich aber statt dessen als Kommandant einer Militär-Region wiederfindet, ohne jemals eine Hochschule für strategische Studien besucht zu haben,

Nachdem das gesagt ist, erinnere ich mich daran, daß vor einigen Jahren in einer Talk-Show ein ganzes Viertel gegen seinen Pfarrer aufbegehrte.
Er, der von Wohltätigkeit überschäumte, hatte die Türen von Gebäuden im Besitz der Pfarrgemeinde für einer unbegrenzte Anzahl afrikanischer Immigranten geöffnet. Und sehr schnell war das Viertel- vorher sauber-ordentlich und friedlich- zu einem unbewohnbaren Ort geworden.
Schlägereien, kleiner Rauschgifthandel, sexuelle Belästigungen, Drohungen, Einschüchterungen, open-air-Erledigung körperlicher Bedürfnisse: kurz gesagt die übliche Choreographie, gegen die wir Italiener schon eine Hornhaut gebildet haben.

Resultat: Kinder die zu Hause eingeschlossen wurden, geschlossene Rolläden, Bürger-Patrouillen in den Straßen
Offensichtlich haben diese letzten Ereignisse dann die Sozialzentren und die schönen Seelen der Gutmenschen aufbegehren lassen. Die Liga Nord war dann auf die Straßen gegangen und die Scheinwerfer der Medien gingen an, blendend hell, über einem Stück Provinz - das bis dato ruhig war.

Der wahre Verantwortliche für diesen Saustall (tut mir leid, Anlehnung an ein Wort des Papstes) war der Pfarrer, eine total inkompetente und inadequate Person. Aber im Fernsehen fuhr er fort, die Härte der Herzen seiner Pfarrkinder zu beklagen, deren schwerer Mangel an Solidarität nur der Verachtung und des Tadels wert sei.

Dieser Mann war das perfekte Beispiel eines außerordentlichen Mißverständnisses der Katholischen Lehre. Wie es deine andere Wange ist, die hingehalten werden soll, sind es deine Taschen, in die du greifen sollst, wenn Dein Herz von Nächstenliebe überquillt, und nicht die eines anderen, der als Nächsten jemanden anderes lebt als du.

Kardinal Müller: Der letzte Artikel des Theologen Ratzingers ist vielleicht noch nicht geschrieben"

Angela Ambrogetti schreibt bei ACI Stampa über die Aussage des Präfekten der Glaubenskongregation,daß der Emeritus vielleicht noch einmal zu Feder greifen könnte, um einen theologischen Artikel zu verfassen,
Hier geht´s zum Original: klicken

"MÜLLER:  DER LETZTE ARTIKEL DES THEOLOGEN RATZINGERS IST VIELLEICHT NOCH NICHT GESCHRIEBEN" 


         Marc & Sabine Larivé, Verleger von Parole et Silence, Benedetto XVI.Foto: Fondazione Ratzinger

"Ein sehr ambitioniertes Unterfangen, weil der erste Artikel des Theologen Ratzingers vor mehr als einem halben Jahrhundert geschrieben wurde und der letzte vielleicht noch nicht geschrieben ist,"

So hat der Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal G.L.Müller den französischen Seminaristen in Rom die Opera Omnia Josephs Ratzingers -Benedikt XVI- präsentiert.
Der erste ins französische übersetzte Band umfaßt die 3 Schriften über Jesus, das sechste in der komplexen Reihe des Projektes. Herausgegeben hat es Ende 2014 das Verlagshaus "Parole et Silence", das auch das Gesamtwerk betreut.

Marc und Sabine Larivé, Herausgeber von "Parole et Silence, sind in den letzten Tagen von Benedikt XVI empfangen worden-anläßlich der römischen Präsentation des Bandes.
Aber Verantwortlicher der Gesamtedition ist Kardinal Müller, der ein Nachdenken über das Zentralthema "Jesus von Nazareth" vorschlägt.
"Das Christentum ist keine Buchreligion" erklärte der Kardinal" der christliche Glaube ist eine Begegnung mit einer Person.  Deshalb ist dieser Band kein Buch über Jesus, sondern eher eine Art sich mit IHM selbst zu beschäftigen, und durch ihn mit unserer Beziehung zu Gott."

"So hat Papst Benedikt dieses Buch geschrieben, damit die Menschen sich erneut Jesus zuwenden können, in einer Epoche wachsender Zweifel und Unsicherheit, wie man den Glauben in einem Europa, das zutiefst mit dem Thema seiner eigenen christlichen Identität beschäftigt ist, ohne Werte und Ziele, ohne Zukunft, in einer generellen Krise der gesamten Menschheit. Weil nur der Rückgriff auf den Gott-Menschen uns retten kann, nicht der auf Ideologien, in einem geistigen Konstrukt auf menschlicher Basis, einen "Sowjetischen Frieden" oder einen amerikanischen oder chinesischen, oder auf ein rein wirtschaftliches oder wissenschaftliches Gesellschaftsmodell.

"Der Mensch ist ein Beziehungswesen", erklärt der Präfekt "Der Glaube ist die Beziehung des Menschen mit Jesus und durch ihn mit Gott und das auf gleiche Weise, im gemeinsamen Leben mit Gott in Kommunion mit allen, die zur Kirche gehören, in Kommunion mit dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe."

Rosario Vitale dankt Papst Benedikt

Marinella Bandini beschreibt bei aleteia das Treffen des jungen Priesters Rosario Vitale mit dem Papa emeritus, dem er den Dispens verdankt, der es ihm ermöglichte, um Priester geweiht zu werden.
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"WIE BENEDIKT XVI MIR TROTZ MEINER BEHINDERUNG DURCH EINEN DISPENS DIE TÜR ZUM PRIESTERTUM ÖFFNETE"

"Rosario Vitale ist ein gutmütiger junger Mann. Voller Freude, er hat ein Lächeln und ermutigende
Worte für jeden. Er sagt immer "Meine Leben ist eine Gnade"
Dennoch hat das Leben dem 24-Jährigen eine große Portion Schwierigkeiten auferlegt; seine Hände sind am Ellenbogen angewachsen und seine Finger vermögen nicht zu greifen
Rosarios Krankheit -die den meisten nicht bekannt ist- nennt sich "angeborenes beidseitiges Fehlen des Radius" (Dysmelie)


rosario vitale with pope benedict


Vor einigen Jahren begann sein Traum, Priester zu werden, zu bröckeln, als er erfuhr, daß das Kirchenrecht in einigen Fällen Männer mit bestimmten Handicaps von der Ordination ausschließt.
"Als ich die Schule beendet hatte, dachte ich, daß mein Weg vorgezeichnet sei: ich würde ins Seminar eintreten, dort die Jahre verbringen, die es erfordet, und Priester werden, Aber das passierte nicht. Mein Problem: meine "Defekte" standen im Weg.
Als der Rektor mich informierte, daß ich auf Grund meine Fehlbildung nicht ins Seminar eintreten könne,war ich frustriert, auch weil ich so viele Ideen habe und weil nun so viele Projekte, die ich übe die Jahre begonnen hatte, scheiterten.

Rosario willigte ein, eine Pause zu machen, um festzustellen, was sein wirklicher Weg sei. Er tat das mit der Entschlossenheit eines, der es gewohnt ist zu kämpfen, sogar schon vor seiner Geburt: ein Arzt hatte versucht, ihn im Bauch seiner Mutter zu töten und so zu tun, als wisse er nichts über seine Mißbildung.
Seit dem Alter von einigen Monaten ist er mehr als 20 mal an Händen und Armen operiert worden. "Sogar wenn mein Leben nicht normal ist"-sagt er-"kann man es besonders nennen, weil es mich mit wahren Kämpfen in Kontakt bringt-aber aus der Perspektive des Glaubens."
"Ich sollte nicht hier sein, aber da bin ich. Der Herr wollte mich, er hat einen Plan für mein Leben" sagt er. U.a. ist Rosario vielleicht der einzige Fall auf der Welt, dessen Mißbildung nur seine Hände und Arme betrifft,
Seit er 8 Jahre alt war, war er Ministrant. "Ich war nie weit vom Altar entfernt,mit dem Herrn war es Liebe auf den ersten Blick". Der Glaube hat ihm geholfen, mit seiner Behinderung zu leben.

"Der Glaube hat mir Sinn und Grund gegeben. Der Glaube hat mir gesagt, daß
man nie vor einem Hindernis aufgeben sollte, durch die Hoffnung kann man immer weiter gehen, wie der Hl. Paulus sagt: "Ich haben den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf beendet, ich habe den Glauben bewahrt."
In Rosarios Leben gab es keine größeren Erschütterungen, die ihn zum Priestertum geführt hätten. Er hatte eine Freundin, dachte darüber nach, Anwalt zu werden. Dann gegen Ende ließ mich etwas meine Meinung ändern.

Es gab da kein besonderes Ereignis, es war etwas, das schon in mir war und zur richtigen Zeit Früchte trug."
Rosario klopfte an die Tür des Seminars in Caltagirone, in Catania.
Da erfuhr er, daß er wegen seiner Behinderung nicht Priester werden könne. Es fühlte sich wie Hilfe an nicht wie Diskriminierung. Er erklärt: "Wenn die Kirche dieses Gesetz erlassen hat, dann weil sie ihre Kinder liebt."

"In der Tat"-setzte Rosario hinzu-"ist es eine Hilfe für die Leute, die glauben, daß sie ein Amt ausüben können." und vielleicht realisieren nicht, daß ihre Behinderung der Kirche und den ihr anvertrauten Gläubigen mehr schaden als nutzen könnte.
Man will auch Leute daran hindern, das Priestertum anzustreben, um der Angst vor der Unmöglichkeit eines Lebens in einer wirklichen Beziehung zu entfliehen," fügt er hinzu.

Unser tweet zum Tage

Besuch aus München:

Missio Deutschland besuchte heute den emeritierten Papst in Rom ...



... und es ist ja bestimmt Freude genug, den emeritierten Papst einmal zu besuchen. Aber die Besucher von missio konnten sich nicht nur darüber freuen. Sie durften auch noch über eine Spende von 35.000 Euro freuen, die ihnen Papst Benedikt überreichte. Gut angelegtes Geld für eine schwere Arbeit in den Teilen der Welt, wo die Verbreitung des Christentums teilweise nur unter größter Gefahr möglich ist.

Montag, 25. April 2016

Heute vor 11 Jahren

besuchte Papst Benedikt XVI das Grab des Völkerapostels Paulus, die Basilika San Paolo fuori le Mura.

                        

Hier  geht´s zum deutschen Predigttext:  klicken

"Ich danke Gott, der mir zu Beginn meines Dienstes als Nachfolger Petri ermöglicht, im Gebet am Grab des Apostels Paulus zu verweilen. Dies ist eine von mir tief ersehnte Pilgerfahrt, eine Geste des Glaubens, die ich in meinem eigenen Namen tue, aber auch im Namen der geliebten Diözese Rom, zu deren Bischof und Hirten mich der Herr eingesetzt hat, sowie im Namen der Universalkirche, die meiner pastoralen Sorge anvertraut ist. Es ist gewissermaßen eine Pilgerfahrt zu den Wurzeln der Mission, jener Mission, die der auferstandene Christus dem Petrus, den Aposteln und in besonderer Weise auch Paulus übertrug. Er bewegte ihn dazu, den Völkern das Evangelium zu überbringen, wobei er schließlich hier in diese Stadt gelangte, in der er, nachdem er lange das Reich Gottes verkündet hatte (vgl. Apg 28,31), mit seinem Blut das äußerste Zeugnis für seinen Herrn ablegte, der ihn »ergriffen« (Phil 3,12) und gesandt hatte." (....)

Quelle: La Santa Sede, LEV

Moderne Zeiten

Wir sind ja manchmal ziemlich trendsetting und haben damals vor vier Jahren schon vorausgesehen, wie sich die Beichte in der Kirche den modernen Erfordernissen anpassen lässt.

Im Promibereich ist es ja schon lange "in" seine Verfehlungen öffentlich via der bunten Blätter einzugestehen, mit etwas Glück schafft man es dann sogar ins Fernsehen.

Die Kirche hat da ja vor ein paar Jahren schon diese Idee publiziert:



Irgendwie war wohl damals die Zeit noch nicht reif ... aber, inzwischen ist ja alles anderes, ganz modern und "ois easy", wie der Bayer zu sagen pflegt.

Jetzt gibt es die öffentliche Beichte für jedermann und der Papst hat uns am Wochenende mal wieder sehr beeindruckend gezeigt, wie gut das ankommt. Fotografen waren schon genug auf dem Petersplatz, als sich der eine oder andere Jugendliche in ein Beichtgespräch mit dem Papst begab .... Allerdings fehlten noch die Lautsprecher und Mikrophone. Aber die Sache ist ja noch steigerungsfähig. Und zum Ende des Jahres der Barmherzigkeit laufen dann die Smartphone-Kameras und schicken Beichtselfies in die Welt.

Man sollte also in diesen Tagen sehr vorsichtig sein, wenn man in Rom angesprochen wird, ob man beichten möchte ....


Unauflösliche Ehe? ja, aber.....Sandro Magister kommentiert

Sandro Magister dokumentiert bei www. chiesa die verschiedenen Versuche die Ehelehre der Kirche und die Worte Jesu in den Evangelien neu zu interpretieren- um durch so geschafffene Hintertüren die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen doch noch zu ermöglichen.
Hier geht´s zum Original: klicken


         "UNAUFLÖSLICHE EHE? JA, ABER NUR FÜR DIE WENIGEN ERWÄHLTEN"
"Nicht nur die Kirchendoktrin sondern auch die Worte Jesu selbst  zur Ehe werden jetzt auf die unterschiedlichste Weise interpretiert. Nach dem Biblizisten Silvio Barbaglia betrifft die absolute Unauflöslichkeit der Ehe nur Paare, die um des Himmlischen Königreiches Willen wie Bruder und Schwester leben.
                                     

                                                  


Unter den fast 60.000 Worten der postsynodalen apostolischen Exhortation kommen die Worte "unauflöslich" und "Unauflöslichkeit" nur 11 mal vor. Und im ausführlichsten und wichtigsten achten Kapitel, dem über die sog. "irregulären" Paare, kein einziges mal. "Amoris Laetitia".
Da ist aber auch nichts klar und ausdrücklich geschrieben, was das Dogma der Unauflöslichkeit der Christlichen Ehe betrifft.

In der Tat betreffen -nach Kardinal Christoph Schönborn- dem offiziellen von Papst Franziskus bestellten Exegeten- die Ausnahmen, die hier und da aufscheinen, nur die persönliche und pastorale Differenzierung  bei bestimmten Fällen, berühren aber die Doktrin auf keine Weise, viel weniger noch die dauernde Absolutheit der Worte Jesu gegen die Scheidung "Was Gotte zusammen gefügt hat, soll kein Mensch trennen"

In Wahrheit stellt sich heraus, daß heute bei diesem spezifischen Punkt weder das Dogma noch das Evangelium vor Bestreitung oder vor Neuinterpretation auf den verschiedenen Ebenen der Kirche, auch nicht nach der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia", sicher sind.

München eröffnet sein drittes Flughafenterminal

Man beachte die Szene ab 0:52 - eine gute bayerische Tradition, die von allen bayerischen Unternehmen weltweit übernommen ist.



Das dritte Terminal seit dem Umzug in 1992 steht also ... Vielleicht können die Berliner, wenn sie mal ganz genau hingucken, doch noch was von uns lernen.

Einfach so


weil´s so schön ist......aus der Salzburger Aufführung unter der Stabführung Maestro Harnoncourts.
In meinen Ohren und Augen der beste Cherubino (zu meinen Lebzeiten..bisher)


           

Sonntag, 24. April 2016

Warum man nicht verzweifeln soll, der Apostel Paulus zum Thema

man könnte ja ab und an verzweifeln, ob den Dingen, die um uns herum geschehen, seien sie privater Natur, seinen sie innerkirchlicher Natur, seien sie politischer Natur.
Über was man nun genau verzweifelt,. dass hängt stark vom jeweiligen Standpunkt ab, gerade innerkirchlich und politisch gilt "des einen Freud, des andren Leid!".
Nun lässt uns die Lesung von heute durch den Apostel Paulus sagen:

"durch vielerlei Drangsale gelangen wir in das Reich Gottes!"

ja so ist es, und so wird es bleiben, und auch wenn man das überhaupt nicht will. so liegt darin doch viel Trost, weil  es eben wahr ist.

Heute vor 11 Jahren

Am 24. April 2005 wurde auf dem Petersplatz Papst Benedikt XVI mit der Inaugurationsmesse in sein Amt eingeführt. Gaudium magnum für die Welt.

Am Grab des Hl. Apostels Petrus


                  



                  


nach der Zeremonie das Regina Caeli und der Gruß der Gläubigen
         
               
                  

hier geht´s zur deutschen Fassung seiner Predigt:   klicken

(....)" Und nun, in dieser Stunde, muß ich schwacher Diener Gottes diesen unerhörten Auftrag übernehmen, der doch alles menschliche Vermögen überschreitet. Wie sollte ich das? Wie kann ich das? Aber Ihr alle, liebe Freunde, habt nun die ganze Schar der Heiligen stellvertretend durch einige der großen Namen der Geschichte Gottes mit den Menschen herbeigerufen, und so darf auch ich wissen: Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahrhaftig allein nicht tragen könnte. Die Schar der Heiligen Gottes schützt und stützt und trägt mich. 

Und Euer Gebet, liebe Freunde, Eure Nachsicht, Eure Liebe, Euer Glaube und Euer Hoffen begleitet mich. Denn zur Gemeinschaft der Heiligen gehören nicht nur die großen Gestalten, die uns vorangegangen sind und deren Namen wir kennen. Die Gemeinschaft der Heiligen sind wir alle, die wir auf den Namen von Vater, Sohn und Heiligen Geist getauft sind und die wir von der Gabe des Fleisches und Blutes Christi leben, durch die er uns verwandeln und sich gleich gestalten will. Ja, die Kirche lebt – das ist die wunderbare Erfahrung dieser Tage. 

Durch alle Traurigkeit von Krankheit und Tod des Papstes hindurch ist uns dies auf wunderbare Weise sichtbar geworden: Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft. Die Kirche lebt – wir sehen es, und wir spüren die Freude, die der Auferstandene den Seinen verheißen hat. Die Kirche lebt – sie lebt, weil Christus lebt, weil er wirklich auferstanden ist. Wir haben an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Geheimnis von Christi Leiden angeschaut und gleichsam seine Wunden berührt. Aber wir haben in all diesen Tagen auch den Auferstandenen in einem tiefen Sinn berühren dürfen. Wir dürfen die Freude verspüren, die er nach der kurzen Weile des Dunkels als Frucht seiner Auferstehung verheißen hat.

Gedenktag

Heute gedenkt die Welt (die noch nicht eingeschüchtert oder gehirngewaschen wurde) des
VÖLKERMORDES AN DEN ARMENIERN

     

                                             Wir werden ihn nicht vergessen!

Sandro Magister kommentiert die Altersgrenze für Bischöfe und Kardinäle, die aber nicht für alle gleich gilt

und die er ob ihrer sehr unterschiedlichen Anwendung und Umsetzung als bequemes Steuerungsinstrument wertet. Hier geht´s zum Original: klicken

   "BARBAREN RAUS AUS DEM VATICAN. UND EIN FRANZISKANER IN MAILAND"

pizza

"Im Vatican nimmt die Offensive gegen Kardinal George Pell, Präfekt des Wirtschaftssekretariates immer mehr Fahrt auf, ihre Hauptakteure sind die  Nr. 1 und 2 des Staatssekretariates, Kardinal Pietro Parolin und Erzbischof Angelo Becciu,
Am 21. April wurde Pell vom Papst empfangen, der ihn vor 2 Jahren aus Australien berufen hatte, um das neu geschaffene Amt zu übernehmen und man weiß nicht, wie lange er ihn noch verteidigen wird.
Tatsache ist, daß die Befugnisse Pells immer weiter beschränkt werden und daß von seinen Feinden das Gerücht verbreitet wird, daß er am kommenden 8. Juni, wenn er das 75. Lebensjahr vollendet, verabschiedet werde, obwohl sein Mandat bis Ende 2019 geht.
Das offensichtliche politische Faktum, der hinter dieser Offensive gegen den australischen Kardinal steht, ist die Wiedereroberung  der Kurie durch das Staatssekretariat und seine diplomatischen Kreise, angesichts der "Barbaren", die ganz ohne Diplome der päpstlichen Accademia Ecclesiastica von außen gekommen sind
Für die Langzeitdiplomaten, die in der Kurie gewichtige Posten inne haben, zählt das Alter nicht, im Gegensatz zum ausfälligen Pell.
Kardinal Beniamino Stella zum Beispiel, Präfekt der Kleruskongregation auf dem Posten des bejubelten Mauro Piacenza, wird das 75. Lebensjahr am kommenden 18. August vollenden. Aber niemand flüstert, daß er seinen Posten aufgeben wird.
Kardinal Lorenzo Baldisseri, Generalsekretär der Bischofssynode wurde am vergangenen 29. September 75. Aber er ist immer noch da und es bahnt sich nicht die kleinste Veränderung an.
Kardinal Antonio M.Veglio, Präsident des Päpstlichen Rates für die Migranten, hat am 3.Februar bereits die 78 Jahre überschritten. Aber von Abschied spricht niemand. 
Um nicht vom Kardinal Santos Abril y Castelò zu sprechen, dem schon vom damaligen Erzbischof von Buenos Aires hochgeschätzten Nuntius in Argentinien, der am 21. September 80 Kerzen auspustete, aber immer noch mit der Leitung der 9-Kardinäle-Kommission zur Kontrolle der IOR betraut ist und sicher nicht zu den Unterstützern Pells gehört.
Weitet man das Blickfeld auf die ganze Welt und das Alter verschiedener berühmter Kardinäle aus, fehlt es auch da nicht an Ungereimtheiten.
Kardinal A.Scola, Erzbischof von Mailand, wird am 7. November das 75. Lebensjahr vollenden und angesichts der Unhöflichkeiten, die Franziskus ihm mehrmals erwiesen hat, wird seine Pensionierung sicher augenblicklich erfolgen.
Luis Badilla, Direktor der paravaticanischen Website "Il SIsmographo" und gute Quelle in Santa Marta, hat bereits den Namen seines Nachfolgers verkündet; es ist der 51 jährige Franziskaner Pierbattista Pizzaballa, aus Bergamo, der aktuelle Kustos des Hl. Landes -immer mehr in der Gunst des Papstes (auf dem Foto hinter Abu Mazen und Franziskus)
Wegen seines am vergangenen 8. März erreichten Alters von 75 Jahren könnte auch Kardinal W. Napier, Erzbischof von Durban, eine schnelle Verabschiedung finden, Säule des afrikanisches Episkopates und einer der 13 Unterzeichner des berühmten Briefes zu Beginn der letzten Synode, der den Papst wütend machte.
Während, obwohl sie in den kommenden Monaten das 80. Lebensjahr vollenden, die Kardinäle Karl Lehmann, Mainz, Jaime O.y Alamino, Havanna. und Nicolas L.Rodriguez, Santo Domingo, unangefochten an der Spitze ihrer jeweiligen Diözesen bleiben,
EIn anderer Kardinal, der dieses Jahr die Schwelle der 80 überschreitet und deshalb auch an keinem Konklave mehr teilnehmen wird, ist Anthony Okogie, der emeritierte Erzbischof von Lagos.
In Italien hat der Kardinal-Vikar von Rom Agostino Vallini die 76 Jahre überschritten und man spricht viel über seine Nachfolge und das genügt. Alle schweigen dagegen über die Verabschiedung von Kardinal Edoardo Menichelli von Ancona, der im September 77 wird.
Quelle: settimo cielo, LÉspresso, Sandro Magister

Die Schwäche des Papstes gegenüber dem Islam

Ausschnitt aus einem Artikel Ivan Rioufols über Liberalismus und totalitäres Denken und die Kompatibilität von Islam und Demokratie, der am 22. April im Figaro erschienen ist & den rorate caeli heute veröffentlicht hat.
Hier geht´s zum Original klicken

                                    "DIE SCHWÄCHE DES PAPSTES"
"Das Offensichtliche: nichts ist weniger deutlich als die Kompatibilität des politischen Islams, einer totalitären Ideologie, mit der Demokratie. Und dennoch ist es das Problem, dem der Papst ausweicht-weil er sich weigert die Konfrontation zwischen dem Westen und der Muslimischen Welt zu überdenken-trotz der Geschichte und der Fakten.

Seine Entscheidung am vergangenen Samstag von der Insel Lesbos 3 muslimische Syrische Familien mitzubringen, für die der Vatican die Verantwortung übernommen hat, ist ganz klar ein glückliches Porträt des Katholischen Humanismus.
Daß er die Christen des Mittleren Ostens übersehen hat, die vom IS verfolgt werden, läßt einen Mangel an Interesse für seinen eigenen Glauben befürchten. Für ihn sind alle Flüchtlinge "Kinder Gottes". Aber der rächende Muslim-Gott ist nicht der Christliche Gott der Liebe.

Am vergangenen Dienstag beschuldigte der Hl. Vater die Westlichen Gesellschaften, "sich selbst zu verschließen, aus Angst vor anderen Meinungen und Änderungen des Lebensstils"- die die Ankunft der Immigranten seiner Meinung nach mit sich bringt.
Während er sich selbst an die Flüchtlinge wandte - benutzte er die Formulierung "unser Gott, der milde und barmherzige" -also die Formulierung des Korans.
Guten Willen vom Islam zu erwarten, während er sich selbst Allah unterordnet, ist dennoch eine Schwäche, die Franziskus diskreditiert,"

Quelle: rorate caeli, Ivan Rioufol

Samstag, 23. April 2016

Die verrückte Barmherzigkeit

Der spanische Schriftsteller und Journalist Juan Manuel de Prada schreibt auf dem Portal "religionenlibertad" harschen Klartext über eine Christliche Barmherzigkeit, die die materiellen Bedürfnisse vor die spirituellen stellt. Gefunden haben wir ihn bei BenoîtXVI-et-moi.
Der Bezug des Textes zu einem Ereignis der allerjüngsten Vergangenheit ist unübersehbar.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                     "DIE VERRÜCKTE BARMHERZIGKEIT"

Chesterton hatte uns gewarnt, daß die moderne Welt von den alten christlichen aber verrückt gewordenen Tugenden überschwemmt werden wird.
Und wie können Tugenden verrückt werden?
Sie werden wahnsinnig, wenn sie von einander isoliert werden.
So wird z.B. die christliche Barmherzigkeit eine verrückte Tugend, wenn sie von der Wahrheit getrennt wird, oder noch expliziter, wenn die Werke der materiellen Barmherzigkeit denen der spirituellen Barmherzigkeit entgegen gestellt werden.

Vor dieser Gefahr hatte uns schon Donoso Cortes gewarnt, indem er eine Kirche vorhersagte, die sich damit zufrieden gibt, sich der körperlichen Nöte der Armen anzunehmen und damit endet, ein Instrument im Dienst der Welt zu werden, die, während sie sich um das körperliche Wohlergehen der Bedürftigen sorgt, gleichzeitig ihre Seelen zerstört.
Eine Kirche, die wegen der materiellen Bedürfnisse der Menschen (...) dringend erwünscht wäre und sich nicht darum kümmerte, das Wohl ihrer unsterblichen Seelen sicher zu stellen, würde aufhören Kirche zu sein, und ein Instrument der Welt werden, in einer Welt, die offensichtlich diesem unbalancierten, verrückten Aktivismus applaudieren würde.

Um die Wirkung dieser verrückten Barmherzigkeit, der die Welt applaudiert, besser zu verstehen, muß man zurückgreifen,und zwar eher als auf gewisse Theologenfrösche aus dem Weihwasserbecken (die uns eine sirupartige Version der Barmherzigkeit anbieten, die dieser Tugend komplett widerspricht) beispielsweise auf den Film "Viridiana" des als "Pfaffenfresser" bekannten Regisseurs L.Bunuel-(weil die Pfaffenfresser immer die besseren Theologen sind)
Die Protagonistin Viridiana -die sich am Selbstmord-Tod ihres Onkels schuldig fühlt-entscheidet sich, auf ihr Klausurleben als Nonne zu verzichten und statt dessen eine Gruppe von Bettlern und Vagabunden bei sich aufzunehmen, Sie bietet ihnen ein Dach und Essen an (Werke der materiellen Barmherzigkeit) und vernachlässigt das Heil ihrer Seelen, das sie durch ihr Gebet wirkungsvoller hätte sichern können.

Heute vor 400 Jahren

Heute gedenkt die dankbare Welt des 400. Todestages zweier großer abendländischer Dichter.
Am 23.4.1616 starben William Shakespeare und Miguel Cervantes,
Für beide veranstalten ihre dankbaren Heimatländer ein Gedenkjahr mit vielen Veanstaltungen, Lesungen, Aufführungen, Symposien & Aktionen.
Während über die Identität des Dichters aus Stratford-upon-Avon von noch immer lustvoll geforscht und spekuliert wird (da geht von "hat gar nicht gelebt" über diverse Leihidentitäten) - kennt man Cervantes besser. 
Er bezahlte seine Teilnahme an der glorreichen Seeschlacht von Lepanto mit dem Sieg über die Flotte des osmanischen Reiches, mit dem Verlust seiner linken Hand und bei der Rückkehr nach Spanien-mit der Gefangennahme durch berberische Piraten, die ihn nach Algier verschleppten.
Nach 5 Jahren und etlichen gescheiterten Fluchtversuchen wurde er vom Trinitarierorden freigekauft und konnte nach Spanien zurück kehren.
Beide leben in ihren Werken weiter.

                                           File:Shakespeare.jpg           
                                                  William Shakespeare (wikicomons)    
                                         
                                    File:Juan de Jauregui - Retrato de Miguel de Cervantes.jpg
                                              Miguel de Cervantes (wikicommons)


Freitag, 22. April 2016

10 Jahre Deus caritas est. Pforte der Barmherzigkeit.


ACI Stampa berichtet über eine geplante Veranstaltung der Fondazione Ratzinger zum 10. Jahrestag
der Enzyklika: "Deus caritas est." in Rom.
Hier geht´s zum Original:   klicken 

                      "DEUS CARITAS, EST PFORTE DER BARMHERZIGKEIT"
   
                                                                 
       
                  Der Papa emeritus segnet die Aula Benedetto XVI im Collegio Teutonico
      


Am 26. April findet im Campo Santo Teutonico, in der Aula Benedetto XVI das zweite von der Ratzinger-Bibliothek veranstaltete Treffen statt- mit der Präsentation des Buches "Deus Caritas est, Pforte der Barmherzigkeit: Protokolle des internationalen Symposium zum 10. Jahrestag der Enzyklika" vom 19. und 20. November 2015 in Rom.

Nach der Begrüßung durch den Rektor des Päpstlichen Collegium Teutonicum di Santa Maria in Campo Santo, Hans Peter Fischer, und einer Einführung durch Don Ralph Weimann, Kurator des Bandes zusammen mit Msgr. Graulich, wird Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Joseph-Ratzinger-Benedikt XVI-Stiftung eine Relatio halten- mit dem Titel "Deus Caritas est. Musikalischer Schlüssel des theologischen Denkens und des Pontifikates Benedikts XVI",
Der Abschluß der Begegnung ist Msgr. Stefan Heid, Direktor des Romanischen Instititutes der Goerres-Gesesllschaft und der Ratzinger-Bibliothek anvertraut.

Von der LEV veröffentlicht, in Verantwortung von Markus Graulich und Ralph Weimann, beginnt mit "Deus Caritas est. Protokolle des Internationalen Symposiums zum 10. Jahrestag der Enzyklika "t
gefolgt von einem Beitrag von Kardinal Kurt Koch über "Deus Caritas est", im Kontext des Pontifikates von Papst Benedikt", Kardinal Paul Joseph Cordes wird die Wirkung der Enzyklika auf das karitative Werk der Kirche" unterstreichen, während Vincent Twomey "Deus caritas est im Kontext der theologischen Arbeit Joseph Ratzingers" präsentiert.

Es folgen Vorträge, die die Lehren der Enzyklika vertiefen und sich besonders mit der Perspektive und dem Konzept von Deus caritas est" (Kard. G.L.Müller) befassen, zur Idee der Einheit der Liebe, der Zentralität Christi und über die integrale Anthropologie des homo viator (Kard. Angelo Scola),
über das "Martyrium als größtes Zeugnis der Liebe" (Ralph Weimann) über die Wirkung der Enzyklika im sozialen und politischen Bereich (Senator Giorgio Napolitano), über den Zusammenhang zwischen der Enzyklika und dem von Papst Franziskus ausgerufenen  Hl. Jahr der Barmherzigkeit (Msgr. Rino Fisichella).

Der Band schließt mir 5 Beiträgen, die die Rezeption und Perspektiven der Enzyklika auf den verschiedenen Kontinenten beschreiben, Afrika /(Kard. Robert Sarah), Lateinamerika (Msgr. M. Fazio), Asien (Kard. M. Ranjith), Europa (J.Pech, OCist) USA & Australien (R. Cessario, OP).

Quelle: ACIStampa




 

Zum 100. Geburtstag

                           
                          Zum 100. Geburtstag und zu Ehren von Jehudi Menuhin

                                                          "Kreutzer"-Sonate
              
                       

Der katholische Schriftsteller und Journalist Rino Camilleri versteht gar nichts mehr.

Für Rino Camilleri war der Besuch des Papstes auf Lesbos und seine Entscheidung 12 Muslime 
mit nach Rom zu nehmen, der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte. 

Rino Camilleri ist das, was man einen katholischen Apologeten nennt, der als Essayist und Journalist (u.a. für Il Giornale und La Nuova Bussola Quotidiana) schreibt. Er ist z.B. Autor 
eines Buches über Medjugorje (Medjugorje, der Weg des Herzens, 2012) , ein Buch mit Vittorio Messori als Co-Autor (Die Augen Marias, 2001) und ein anderes mit Ettore Tedeschi (Dinare 
und Paradies. Die Katholiken und die globale WIrtschaft, 2004). Jetzt hat er einen offenen Brief an Riccardo Cascioli, den Herausgeber von La Nuova Bussola Quotidiana geschrieben, 
weil jetzt die Frustration über das Pontifikat den Wunsch, loyal zu bleiben überwogen hat.
Hier geht´s zum Original : klicken

          "ICH ENTSCHULDIGE MICH. ABER ICH VERSTEHE ES NICHT! "


"Sehr geehrter Herr Direktor, 
Die gesamte Welt ist mein Zeuge, daß ich bisher zu diesem Papst geschwiegen habe,
Es gab vieles an seinen Handlungen, was mir ehrlich gesagt nicht gefallen hat, aber ich habe 
mir immer gesagt: er ist der Papst - und wer bin ich zu urteilen?

Aber am Samstag habe ich in den Fernsehnachrichten eine ergreifende Szene gesehen: ein katholischer Pakistani in Tränen, kniete mit gebrochenem Herzen und Rücken zu Füßen des
Papstes: ein armer Mann, der nicht wußte, ob er über die unerwartete Freude lachen oder aus Verzweiflung weinen sollte. Ich wiederhole: ein Katholik und ein Pakistani.
Und es ist überflüssig, hier zu wiederholen, was jeder über die Lage in dem Land weiß,
aus dem er geflohen ist.

Dann hat mich die selbe Nachrichtensendung informiert, daß der Papst in seinem Flugzeug 3 muslimische Familien- wie üblich- im Namen und auf Kosten von Sant Egidio mitgenommen hat. Muslime.
Denen, die ihn auf die Inkohärenz (und dazu mußte man sicher kein Katholik sein, wie ich,
um sich dessen bewußt zu werden) hinwiesen, antwortete er:

a) es war der Hl. Geist, der ihn dazu inspiriert habe

b) daß diese 12 Muslime reguläre Papier hatten, Die einzigen- wie es scheint-unter den Zehntausenden von Flüchtlingen.

Und es folgte ein langes Interview mit einem Schwarzen aus Sierra Leone.
Auch er ein Flüchtling? Und vor welchem Krieg ist er geflohen? Ebola?


Gut, nachdem ich den Fernseher ausgeschaltet hatte, habe ich mich in die Sache verrannt, 
um ein Stück Rechtfertigung zu suchen. 
Ich habe mir gesagt: er wollte sicher unparteiisch erscheinen, zeigen, daß der Papst der 
Vater aller ist. Vielleicht, wenn er nur Katholiken mitgenommen hätte, hätten die anderen 
Christen und vielleicht die Muslime ihn vielleicht beschuldigen parteiisch zu sein. Aber 
dann habe ich mir geantwortet: der Papst ist nicht der Vater aller sondern der der Katholiken. 
Und wenn ein Katholik vom Papst hinter einen Muslim gestellt wird, dann kann jeder denken, 
daß für den Papst eine Religion soviel wert ist wie die andere (das ist die Botschaft, die 
ausgesandt wurde, keine andere), besser also ein Muslim zu sein als ein Katholik, weil 
Mohammed seine Kinder verteidigt, Christus ( dessen Vikar der Papst ist) nicht.