Donnerstag, 30. Juni 2016

Antonio Socci : Samizdat Teil 1

Gestern hat Antonio Socci neue Erkenntnisse zur Lage der Kirche angekündigt. Heute hat er bei LoStraniero den ersten Teil veröffentlicht.
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"AM FEST SANKT PETER UND PAUL. ÜBER DIE PFLICHT, ÖFFENTLICH DEN PAPST ZU KORRIGIEREN, AUCH WENN ES SICH UM DEN HEILIGEN PETRUS HANDELT DER (IM GEGENSATZ ZU SEINEN NACHFOLGERN) DIREKT VON CHRISTUS GEWÄHLT WURDE. UND WIE BENEDIKT XVI GESTERN BERGOGLIO KORRIGIERTE"

"Der große Kirchenlehrer, der Hl. Thomas von Aquin, (ich entnehme das Zitat dem Buch Roberto de Mattei "Vicario di Cristo") der in verschiedenen Werken gelehrt hat, daß es in besonderen Fällen eine gebotene Pflicht ist, sich öffentlich dem Papst entgegen zu stellen - wie der Hl. Paulus öffentlich dem Hl. Petrus widersprach: "Wenn es eine Gefahr für den Glauben gibt müssen die Prälaten ....
So wie der Hl. Paulus ihn öffentlich wegen einer Gefahr, die unmittelbar den Glauben bedrohte, tadelte.
Und wie der Kommentar des Hl.Augustinus sagt: der Hl. Petrus hat denen, die regieren, ein Beispiel gegeben, weil sie sich manchmal vom rechten Weg entfernen und eine Korrektur, auch wenn sie von seinen Untertanen kommt, nicht als unverdient zurückweisen. (ad gal, 2,14)

Dann der Aquinate, der in einem anderen Werk zur öffentlichen Kritik des Hl.Paulus am Hl. Petrus
schrieb:
"Wenn eine zukünftige Gefahr für den Glauben gibt, müssen die Prälaten von denen die ihnen unterstellt sind, auch öffentlich kritisiert werden. So wie der Hl. Paulus, der dem Hl. Petrus unterstellt war, ihn öffentlich wegen der Gefahr eines Skandals für den Glauben kritisierte.. Und - wie der Kommentar des Hl. Augustinus sagt - gab dieser Hl. Petrus den Regierenden ein Beispiel, so daß sie - wenn sie sicb manchmal vom rechten Weg entfernten, eine Kritik von ihren Untertanen nicht als unberechtigt zurückweisen konnten." (gal, 2,14) 

Und weiter mit dem Aquinaten: er schrieb in einem anderen Werk - über die öffentliche Kritik des Hl. Paulus am Hl. Petrus:
"Der Vorwurf war gerecht und nützlich, und sein Motiv war nicht unwichtig: es handelte sich um eine Gefahr für die Erhaltung der Wahrheit des Evangeliums....Die Art des Vorwurfs war angemessen, weil sie öffentlich und offensichtlich war. Also schreibt der Hl. Paulus "Ich spreche vor allen anderen zu Kephas - (Petrus), weil die von Petrus durchgeführte Simulation eine Gefahr für alle bedeutete,
Im 1. Timotheus-Brief 5, 20 lesen wir: "Tadle die, die sündigen, vor allen anderen." Das mußten die offenkundigen Sünder verstehen, nicht jene verborgenen, weil bei denen die entsprechend der eigenen Ordnung der brüderlichen Berichtigung anzuwenden ist."

Man muß betonen, daß diese Episode exemplarisch ist - Mit ihr. sagt der Hl. Thomas - bietet die Hl. Schrift ein Beispiel dafür an, wie sich die Hirten und die einfachen Gläubigen verhalten sollten.
"Den Prälaten wurde ein Beispiel von Demut gegeben, damit sie sich nicht weigern, Anliegen ihrer Untergebenen und ihnen Anvertrauten zu akzeptieren und denen, die ihnen unterstellt waren - wurde ein Beispiel für Eifer und Freiheit gegeben, weil sie sich nicht fürchteten, ihre Prälaten zu korrigieren, besonders wenn der Fehler öffentlich war und eine Gefahr für viele darstellte.


Benedikt VXI hat schon einen Masterplan



        

Ein paar Häppchen gibt es jetzt doch!

Es schien ja gestern so, als würde uns der BR komplett im Stich lassen mit Videos und Bildern von der bayerischen Feier zum 65-jährigen Priesterjubliäum von Benedikt XVI.

Gestern abend gab's dann einen kurzen Bericht im BR-Rundschau-Magazin, der hoffentlich etwas länger als die gewöhnlichen 6 Tage stehenbleibt. Ein Versuch ist es wert.

Heute nun freut uns das ARD-Büro Rom mit einigen Bildern und Vidos via twitter und das ist doch noch mal ein Grund zum Mitfreuen:
















Ein bisserl Geschichte: Wie der Münchner Dom finanziert wurde

Kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erhielt München den Ehrentitel "Das deutsche Rom". Der Grund waren damals nicht die vielen hier lebenden Italiener und die italienischen Restaurants in allen Stadtteilen - sondern die vielen Kirchen die das Bild der Stadt prägten.
Herausragend schon damals war die Münchner Frauenkirche - die auch deshalb notwendig wurde, weil im Vorgängerbau einfach nicht mehr genug Platz für rasch wachsende Stadt war.

Nuremberg chronicles - MONACUM
München im 15. Jahrhundert. Die Frauenkirche ist noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch die heute so charakteristischen
"Welschen Hauben", die aber eigentlich dem Felsendom in Jerusalem nachempfunden waren und das Urbild
der  Zwiebeltürme sind, die heute die bayerische und auch südschwäbische Landschaft  prägen.
Bildquelle: Public domain via Wikimedia-Commons














Die Stadt zählte im Jahr 1500 (also 6 Jahre nach der Weihe der Kirche) 13.447 Einwohner, das entspricht heute der Einwohnerzahl so mancher Gemeinde aus dem Speckgürtel.
Aber trotzdem wollten die Bürger der Stadt eine große Kirche in ihrer Mitte haben - gebaut zur Ehre Gottes und ein Segen für die Menschen, die in der Stadt lebten.
Es waren harte Zeiten damals. Teilweise herrschte große Not und trotzdem beteiligten sich alle Bürger am Bau mit Spenden und mit tätiger Mithilfe. Da fragt sich natürlich so mancher, wie es möglich war, dass eine solche "Kleinstadt" ein derartiges Projekt stemmen konnte.

Jubiläumsfeierlichkeiten zum 65.Jahrestag der Priesterweihe Papst Benedikts XVI



            


und von den Bayern, die gestern aus dem Chiemgau anreisten, gibt es 3 Videos
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Ein in Gott versunkenes Leben

Diakon Keith Fournier kommentiert bei CNA das Buch, das anläßlich des 65-jährigen Weihejubiläums Benedikts XVI erscheint, ein Sammelband mir Predigten und Reden über
das Priesteramt. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPA EMERITUS BENEDIKT XVI RUFT UNS ALLE ZU EINEM DURCH DAS GEBET IN GOTT VERSUNKENEN LEBEN AUF"

                           Pope Emeritus Benedict XVI calls us all to lives immersed in God through prayer
               
"Ein neues Buch von Papa Emeritus Benedikt XVI mit dem Titel "Gottes Liebe lehren und lernen" wird am 29.Juni erscheinen. Es ist eine Sammlung von Predigten und Reden, die sich an die wenden, die zum Priestertum berufen sind. Papst Franziskus hat ein Vorwort geschrieben, in dem er die Gründe darlegt, warum Benedikt ein so außerordentlicher Theologe ist. Franziskus erklärt, daß Benedikt durch Gebet ein in Gott eingetauchtes Leben lebt und eine Theologie auf Knien betreibt. Er betont, daß ein ganz in Gott versunkenes Leben ein Ruf ist, den Diakone, Priester und Bischöfe niemals vergessen dürfen.   

Ich muß zugeben, ich vermisse Benedikt XVI wirklich sehr, Er ist ein heiliger Mann und war einer der größten Theologen der Kirche. Seinen letzten Akt der Demut, vollzog er am 28. Februar 2013, als er auf sein Amt verzichtete, um sich ganz dem Gebet zu widmen.

Die Ankündigung wurde bei einem Konsistorium mit seinen Brüdern im Episkopat gemacht, die sich in Rom versammelt hatten, um der Kanonisierung von 800 Kandidaten zuzustimmen. 
Der Zusammenhang war klar. Das letzte Konzil der Kirche hat uns an den universalen Ruf zur Heiligkeit erinnert. Dieser Ruf richtet sich an alle Glieder des Leibes Christi und kann nicht ohne Gebet erfüllt werden.


Wenn ich über Benedikt XVI nachdenke, werde ich an eine meiner Lieblingsdefinitionen eines Theologen erinnert, die von einem Mönch namens Evagorius von Pontus stammt, der im 4. Jahrhundert lebte,

In seinen Überlegungen mit dem Titel "Spiegel für Mönche": "Die Kenntnis Gottes, ist die Brust Christi und wer immer an ihr ruht, wird ein Theologe sein." Das Bild beschwört den geliebten Jünger Johannes, den Autor des 4. Evangeliums, herauf- mit seinem Kopf an der Brust Jesu beim letzten Abendmahl-, das so oft als Einsetzung der Eucharistie beschrieben wird.
Sein Evangelium war das zuletzt geschriebene und ist das theologisch reflektktierteste. Ganz klar lernte Johannes die Theologie in der Schule des Gebetes.

So ist es mit dem Papa emeritus Benedikt. Wie passend und wie wunderbar, daß er jetzt eine Art mönchisches Leben innerhalb der Mauern des Vaticans lebt- Es bewegt mich zutiefst, zu denken, daß dieser heilige Priester für die Kirche und die Welt, in die sie geschickt ist, betet. Er betet für dich und mich. Ich erinnere seine wunderschöne Botschaft bei der Generalaudienz für die Gläubigen vom 6. März 2012.
Er erklärte, daß Stille nötig ist, um das Wort Gottes zu hören und bemerkte, daß unsere Zeit Reflektion und Kontemplation nicht fördert, ganz im Gegenteil- es scheint, daß die Leute Angst haben, sich selbst zu lösen sogar -und sei es auch nur für einen Augenblick aus dem Raum der Worte und Bilder, die unsere Tage füllen."


Mittwoch, 29. Juni 2016

Antonio Socci, einige Ungereimtheiten und eine Ankündigung

Antonio Socci beklagt sich auf seinem blog LoStraniero über eine Medienmaschinerie, die ihre uns ja nicht unbekannte Manipulationsmethoden auch in ihrer Begleitung des aktuellen Pontifikates in gewohnter Virtuosität ausspielt -und belegt das anhand der Berichterstattung von TV2000, dem Fernsehsender der CEI, über die gestrige Feierstunde zum 65. Jahrestag der Priesterweihe Benedikts XVI und kündigt für morgen mehr und Hintergrundinformationen an,
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           "SAMIZDAT. VON MORGEN AN WERDE ICH ALLES ERZÄHLEN"

Ein Leser hat mir ein Foto von TV2000 geschickt und kommentiert: "Im Zentrum der Rede Benedikts XVI steht Christus, wie auch ein Kind begreifen kann....aber TV 2000 nicht, das Wichtigste war für sie, daß er Franziskus gegrüßt hat."
Seit heute bekomme ich mails und Anrufe von beunruhigten Freunden, die nicht begreifen, was passiert ist.....
Leider verhalten sich die Medien großenteils wie eine Propagandamaschine und die abweichenden Stimmen- auch die wichtiger katholischer Intellektuellen- werden ins Internet abgeschoben.
Es ist ein undurchdringlicher Rauchschleier, der die Macht Bergoglios zementiert, auf eine Weise, die an das Klima südamerikanischer Diktaturen erinnert.
Auch Bischöfe und Kardinäle sind eingeschüchtert und haben Angst zu sprechen.
Fast keiner sucht die Wahrheit und fast keiner sagt sie. Die kolossale Propagandamaschinerie- der klerikalen und der Laien-Presse - lobpreist Bergoglio wie eine Gottheit und wir müssen schmerzlich anerkennen, daß er sich selbst an die Stelle Gottes setzt, dessen Gesetz er beiseite schiebt oder kippt (wir müssen beten, daß er sich besinnt und daß er so gut es geht, die immensen Schäden repariert)
Diese Propagandamaschine erlaubt dem christlichen Volk nicht, zu verstehen, was wirklich in der Kirche passiert.
Deshalb werde ich versuchen, Sie erkennen zu lassen. was keiner bisher erzählt hat oder erzählt.

Von Morgen an werde ich auf meinem blog die Hintergründe und die Bedeutung dessen, was seit dem vergangenen 21.Mai (Datum der Rede von Msgr. Gänswein) und was heute passiert ist und hoffe auf diese Weise, allen die Größe Benedikts XVI zu zeigen, das wunderbar Evangelische seiner heutigen Geste und die friedliche und unzerstörbare Kraft des Evangeliums Jesu Christi, der siegen wird. Er wird sicher siegen."

Quelle: LoStraniero, A. Socci

Ein großer Tag in einem langen Film zusammengefasst!

Einfach nur zum Freuen!



Die Münchner Kirchennachrichten haben uns die Freude gemacht, den Film zum 60jährigen Priesterjubiläum noch einmal zu veröffentlichen. Damals gab es unseren Blog noch nicht, deshalb ist es für uns eine Premiere!


Zu Feier der Tages

So wurden die beiden Heiligen, der impulsive Apostelfürst Petrus und der wortgewaltige Völkerapostel Paulus im 4. Jahrhundert in einer römischen Katakombe dargestellt - verbunden durch das Christusmonogramm, das Chi-Rho.

                                   
Abbildung wikicommons


                HEILIGER PETRUS UND HEILIGER PAULUS BITTET FÜR UNS!

So was hat man lange nicht gesehen: Bayern auf dem Petersplatz

Da sind sie die Gratulanten, die dem emeritierten Papst heute gratulieren wollten.



Hoffentlich kommt da noch mehr! Wir bleiben dran!

29.Juni 1951



Heute vor 65 Jahren, am Fest der Hl. Petrus und Paulus 1951- gestern im Vatican offiziell gefeiert- wurden die Gebrüder Ratzinger zu Priestern geweiht. Zwei schön Videos.

                  



                 


Benedikt XVI spricht zu den Priestern des Erzbistums über seine eigene Priesterweihe!

Bei seiner Ansprache in der Sala Stampa sprach Kardinal Sodano die Predigt Benedikts XVI bei seiner Vesper im Freisinger Dom über seine Weihe zum Priester an.

Es muss auch für die Priester ein großer Moment gewesen sein, ihren Papst von seiner eigenen Priesterweihe an diesem Ort zu hören.

Der BR war damals live dabei und ich denke, das ist immer wieder ein Moment zum Niederknien:




Danke an Papst Benedikt für all diese großen Momente! Wir gratulieren und freuen uns mit ihm am Tag seines Priesterjubiläums am Hochfest Peter und Paul.

Die Reform der Vatican-Medien, die eher einem Abrißunternehmen gleicht.

Sandro Magister verschafft seinen Lesern bei Settimo Cielo einen Überblick über den derzeitigen Stand in der Umformung der Vaticanischen Medien, die man getrost als Umsturz bezeichnen könnte, womit noch nicht gesagt ist, ob zum Guten oder Schlechten.
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"VIGANO, DER GESCHEITERTE REFORMER. UND ALLE VATICANISCHEN MEDIEN SIND GEGEN IHN"

Vor einer Woche hat Msgr. Dario E.Viganó, Präfekt des Kommunikations-Sekretariates, Papst Franziskus und den neun Kardinälen, die ihm bei der Kurienreform helfen, über den Fortschritt bei der ihm anvertrauten Neuorganisation der Vatican-Medien berichtet.

                                           Viganò

Die neueste Nachricht betrifft die Konsolidierung von Radio Vatican und CTV in einem von Viganó geleiteten Dicasterium.

De Facto hat seit dem 1. Januar 2017 der Name "Radio Vatican" keinerlei legalen Wert mehr und ist von den Gehaltsschecks seiner 350 Angestellten verschwunden. Aber das ist nicht alles.
Weil seit dem 1. Dezember die Radio-Ausstrahlung über Mittelwelle endete und die Tage der Kurzwelle- als historischem Kommunikationskanal für Katholiken in Ländern ohne Freiheit, bis zum Schluss von Pater Lombardi verteidigt- gezählt sind.
Noch sendet sie für Afrika und Teile Asiens, aber ihr Sender in Santa Maria di Galeria steht kurz vor der Schließung.

Kosteneinsparungen und technischer Fortschritt sind die Rechtfertigungen die Viganó vorbringt.
Die Ausstrahlung über Kurzwelle wird auch schrittweise durch digitale Audio-sendungen ersetzt werden.
Viganó hat die frühere Vatican-und-Rom-Frequenz 93,3 zugunsten von RTL aufgegeben, dem in Italien meistgehörten Radio-Netzwerk, im Austausch dafür, das digitale Signal landesweit nutzen zu dürfen.
Und was Afrika betrifft, hat er einer Übereinkunft mit Facebook zugestimmt, durch die die päpstlichen Botschaften in 44 Ländern über eine App per Handy empfangen werden können.

Wenn es auch wahr ist, daß Radio Vatican ein Defizit von über 26 Mio Euro pro Jahr hat und die Schließung des Kurzwellensenders zu Einsparungen führt, so werden dennoch 70% des Defizits durch das technische und journalistische Personal verursacht, die -nach einer Order von oben- nicht entlassen, sondern allenfalls teilweise zu anderen Vaticanischen Arbeitsplätzen versetzt werden können.

Aber es sind noch andere Veränderungen im Gange, die beunruhigender sind als die Journalisten von Radio Vatican. Und die betreffen den Inhalt ihrer Arbeit.

Das Italienische Radionachrichtenprogramm um 12:00 und 17:00 ist abgeschafft und durch vom nationalen Katholischen Netzwerk InBlu importierte Blitzausgaben ersetzt worden. Ebenso ist das abendliche Nachrichtenmagazin durch das französische Programm ersetzt worden, das täglich um 21:30 ausgestrahlt wurde. Beide Entscheidungen richten sich gegen "den Fadenlauf" eines Radiosenders, dessen Nachrichtensendungen jahrzehntelang in den Kanzleien und Botschaften gehört wurden.

Besonders beunruhigend ist die Veränderung, die SeDoc betrifft, den Dokumentationsdienst, das Büro, das in den verschiedenen Vaticanischen Dikasterien und in aller Welt Dokumente sammelt, die künftige Handlungen des Papstes und der Kirche betreffen und sie zu Dossiers zusammenstellt, die an einen vertraulichen Kreis offizieller Empfänger geschickt werden und nur zu kleinen Teilen an die beim Hl. Stuhl akkreditierten Presse.

Viganó hat SeDoc aus dem Radio-Vatican-Gebäude in die Büros des Vaticanischen Pressezentrums verlagert und es durch drei prominente Journalisten von Radio Vatican selbst verstärkt. die er angewiesen hat, sich von jetzt ab ausschließlich dieser neuen Aufgabe zu widmen.

Es entsteht der Eindruck, daß Viganó diese neue Version von SeDoc zu einer Taskforce des zukünftigen "content hub", den er mehrmals angekündigt hat, einem vielsprachigen Multimedien-Portal für alle Vaticanischen Kommunikationsmedien machen will. mit verschiedenen Text-, Audio- Video-Foto-Formaten, nach dem Vorbild der Walt-Disney-Companie, wie er gesagt hat.

Um sie für ein "omnia-media-Teamwork" zu schulen, hat Viganó 50 seiner Angestellten für einen Kursus in der LUISS-Business-School in Rom eingeschrieben, der Universität des Italienischen Industrieverbandes.


Sandro Magister: J.Ratzinger 65 Jahre später

Auch Sandro Magister schreibt anläßlich des 65. Jahrestage der Priesterweihe des Papa emeritus über dessen Theologie des Katholischen Priestertums.
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                  "JOSEPH RATZINGER 65 JAHRE SPÄTER"
"Und so fiel die Wut des protestantischen Kritizismus über das Katholische Priestertum her," Anläßlich des Jahrestages der Priesterweihe des späteren Benedikts XVI erzählt Kardinal Müller von seinem unnachgiebigen Widerstand gegen Luthers Nachfolger.



In dem Augenblick als der alte Erzbischof mir seine Hände auflegte, erhob sich ein  kleiner Vogel, vielleicht eine Lerche,  vom Hauptaltar der Kathedrale und stimmte ein kleines Freudenlied an. Für mich war das, als ob eine Stimme von oben mir sagte: "Es ist gut so, du bist auf dem rechten Weg."


In der Autobiographie Joseph Ratzingers gibt es auch die Erinnerung an seine Priesterweihe, die er vor 65 Jahren, am 29. Juni 1951 , am Fest Peter und Paul, im Dom zu Freising ,aus den Händen Kardinals Michael von Faulhaber empfing.

Diesen Jahrestag feiert heute auch Papst Franziskus in der Sala Clementina.

Zu dieser Gelegenheit bekam Ratzinger auch einen Band, der 43 seiner Predigten mit einem Vorwort von Franziskus selbst (das vor einigen Tagen in der Repubblica und vom Osservatore Romano veröffentlicht wurde) geschenkt.
Der Band wurde gleichzeitig in sechs Sprachen veröffentlicht:  bei Cantagalli in Italien, Ignatius Press in den USA, Herder in Deutschland, Parole et Silence in Frankreich, bei Biblioteca de Autores Cristianos in Spanien und von der Katholischen Universität von Lublin in Polen veröffentlicht.

Die folgende Passage ist der Einleitung des von Kardinal Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kurator der opera omnia Ratzingers geschriebenen Bandes entnommen.
  
Am Jahrestag der Priesterweihe des zukünftigen Benedikts XVI erzählt der Kardinal von dessen unnachgiebigem Widerstand gegen Luthers Nachfolger. 


"KATHOLISCHES PRIESTERTUM UND DIE PROTESTANTISCHE VERSUCHUNG"
von Gerhard L. Müller

"Das II.Vaticanische Konzil hat versucht, neue Pfade für das authentische Verstehen des Wesens des Priestertums zu öffnen. Weshalb kam es dann also -kurz nach dem Konzil.-zu einer Krise, die historisch nur mit den Konsequenzen der Protestantischen Reformation im 16. Jahrhundert verglichen werden kann?


Dienstag, 28. Juni 2016

Heute in der Sala Clementina, II

       
Die Feierstunde anläßlich des 65-jährigen Weihejubiläums Benedikts XVI in der Sala Clementina


          

Heute in der Sala Clementina


Die frei gehaltene Rede des Papa emeritus während der Feier anläßlich seines 65. Weihejubiläums in der Sala Clementina.

         


"Heiliger Vater, liebe Mitbrüder, vor 65 Jahren beschloss ein Mitbruder, der mit mir geweiht wurde, auf sein Primizbild neben dem Namen und den Daten nur ein Wort zu schreiben, auf Griechisch: "Eucharistomen" überzeugt, dass mit diesem Wort in allen seinen Dimensionen schon alles gesagt 
ist, was man in diesem Augenblick sagen kann. 
"Eucharistomen" ( wir danken) meint ein menschliches Danke, danke allen. Danke vor allem Ihnen, Heiliger Vater! Vom Moment Ihrer Wahl an, jeden Moment meines Lebens hier berührt mich Ihre Güte, trägt mich wirklich, innerlich. Mehr als die Vatikanischen Gärten mit ihrer Schönheit ist Ihre Güte der Ort, wo ich wohne: Ich fühle mich behütet. Danke auch für das Wort des Dankes, für alles. Hoffen wir, dass Sie mit uns allen auf diesem Weg der göttlichen Barmherzigkeit fortschreiten können und uns den Weg Jesu, den Weg zu Jesus weisen, zu Gott.

Danke auch Ihnen, Eminenz für Ihre Worte, die wirklich das Herz anrühren: "Cor ad cor loquitur" 
Sie haben sowohl die Stunde meiner Priesterweihe lebendig werden lassen als auch meinen Besuch 
in Freising 2006, wo ich sie noch einmal erlebt habe. Ich kann nur sagen, dass Sie so, mit diesen Worten, den Kern meiner Vision des Priesteramtes ausgedrückt haben, meines Wirkens. 
Ich bin Ihnen dankbar für das Band der Freundschaft, das schon so lange bis jetzt besteht, von Haus zu Haus. Es ist praktisch gegenwärtig und spürbar.

Danke, Kardinal Müller für Ihre Betreuung und Herausgabe meiner Schriften zum Priesteramt. 

Mit ihnen möchte ich auch den Mitbrüdern helfen, immer neu in das Geheimnis einzutreten, in 
dem der Herr sich in unsere Hände gibt.

"Die arrogante Apotheose des Individuums"...oder die interessanten Dokumente des Panorthodoxen Konzils

Giorgio Bernadelli kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die dokumentierten Ergebnisse in den erarbeiteten Texten des gerade zuende gegangenen Panorthodoxen Konzils. Ein gewisses Neidgefühl über so klare und eindeutige Aussagen ist nur schwer zu unterdrücken, insbesondere wenn man sie mit den Auslassungen der Kasper-Fraktion bei den Synoden vergleicht. Lesenswert.
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"KRETA: DIE ORTHODOXIE AUF DEM WEG ZUR EINIGKEIT ÜBER DIE NICHTVERHANDELBAREN WERTE"

"Am Ende waren es Zehn, die alle Dokumente unterschrieben haben, Eingeschlossen der Patriarch von Serbien, der als er in Kreta ankam, erklärt hatte, sich zum Sprecher der Instanzen der 4 autokephalen Kirchen machen zu wollen, die im letzten Augenblick beschlossen hatten, nicht teilzunehmen.
Das vom Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I einberufene Konzil der Orthodoxen Kirchen endete am Sonntag mit einem bedeutenden Schritt in Richtung Einheit.
Offensichtlich keine völlige Einheit, aber das ändert nichts an der schmerzhaften Arbeit, die den Vorabend dieses historischen Treffens charakterisiert.

Weil bei allen seinen Begrenzungen hat das Konzil stattgefunden und eine Botschaft und eine Enzyklika hervorgebracht hat, die an die 250 Millionen Orthodoxe Gläubige, die heute in der Welt leben, ausgesandt worden ist. Mit kleinen Änderungen sind auch die 6 Dokumente approbiert worden, die seit langem iter preparatorio vorbereitet wurden, die Ursache für die Abwesenheit der Patriachate von Bulgarien, Antiochia, Georgien und Moskau waren, die ihre Delegationen nicht nach Kreta entsandten.
In diesem besonders dornigen Text zum Verhältnis der Orthodoxie zu den anderen Kirchen und anderen christlichen Konfessionen wurde am Ende der klassische, ein wenig zweideutige Kompromiss eingeführt, die anderen Kirchen nicht -wie es die Griechen wollten-als heterodox bezeichnet werden, sondern der dann durch das etwas weichere "nicht orthodox" der englischen, französischen und russischen Version ersetzt wurde. Aber dieses Detail ist sehr wichtig.

Sicher müssen wir auf die Reaktion der vier abwesenden Patriarchate warten ( bis jetzt hat sich noch keiner geäußert). Aber es besteht der Eindruck, daß uns das Konzil von Kreta uns keine weiteren größeren Brüche hinterläßt sondern eher der Anfang eines inneren Weges der Orthodoxie ist. Es sind die 10 Patriarchen und 230 Bischöfe, die am Treffen teilgenommen haben, die im Schlussdokument geschrieben haben, daß Konzile eine Arbeitsmethode für die Orthodoxie des 20. Jahrhundert werden sollten. Es wird auch allen 14 Kirchen ausdrücklich vorgeschlagen, alle 7 bis 10 Jahre ein Konzil abzuhalten. Angesichts dessen, daß sie sich seit Jahrhunderten nicht getroffen haben, ist das ein Schritt, der nicht wenig zählt.

Derjenige hat Recht, der denkt, daß  Kreta ein wichtiger Schritt für die Ökumene ist. Man muß deshalb präzisieren, von welcher Art Ökumene wir sprechen. Und unter diesen 20  Punkten der vom Konzil promulgierten Enzyklika (die die Substanz der Dokumente wieder aufnimmt) sind sehr bedeutsam. Es handelt sich in der Tat um die Ökumene eines missionarischen Christentums: Träger einer Wahrheit über Gott und die Welt, die vom Säkularsimus, dem großen Übel von heute trennt. "Die Re-Evangelisierung des Volkes Gottes in der gegenwärtigen säkularisierten Gesellschaft sowie die Evangelisierung derer, die Christus noch nicht kennen, ist die immerwährende Pflicht der Kirche" sagt eine der fundamentalen Passagen.


Antonio Socci "Das doppelte Spiel"


Nach den interessanten Verlautbarungen von Fr. Sosa Arabal SJ befaßt sich auch A. Socci noch einmal mit der Rolle von Jorge M. Bergoglio damals in Buenos Aires und jetzt bei Amoris Laetitia und diagnostiziert  auf Lo Straniero ein "doppeltes Spiel".

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                                      "DAS DOPPELTE SPIEL"

"Dieser Artikel von Sandro Magister erklärt bestens die Einstellung des damaligen Kardinals Jorge M. Bergoglio (2004), der offensichtlich nie- wie er es anstrebte- hätte Papst werden können, wenn er als Kardinal offen "Veritatis Splendor" bestritten hätte.

Was passierte, nachdem er einmal Papst geworden war, wissen wir was passiert ist und Magister erklärt es noch einmal sehr gut.

Im Übrigen kann man dieses Verhalten bei Papst Bergoglio als Gewohnheit feststellen, der immer jemanden vorschickt, um seine Revolution voranzutreiben (wie z.B. Kardinal Kasper)  und ohne sich selbst zu exponieren. Dann die revolutionären Thesen in Amoris Laetitia einfließen zu lassen, ohne klar dafür die Verantwortung zu übernehmen (und deshalb nicht auf die dubia der Kardinäle zu antworten).

Auf die gleiche Art erlaubt er den Seinen, sich mit unerhörten Äußerungen über Luther, die Interkommunion mit den Protestanten oder wie im Fall des neuen Jesuiten-Generals -direkt über die Evangelien und schließlich sein Lobpreis Marco Panellas, dem neuen Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben, den er selbst ernannt hatte.

Er, Papst Bergoglio hütet sich davor, sie zu tadeln, sie abzusetzen oder sich von ihnen zu distanzieren.
Wer schweigt- stimmt zu.
Alle ihre Erklärungen spielen sein Spiel, ohne ihn direkt zu exponieren.
Und so schreitet die Zerstörung fort, die dieses Pontifikat charakterisieren, mit verheerender Wirkung auf die Kirche, besonders wenn er die immer größer werdende Feindseligkeit der dominierenden Ideologie gegenüber den Katholiken und die Verfolgung der Christen ,

Eines erscheint ganz klar,.
Die Passage der Evangelien, die Bergoglio am meisten verabscheuen muß, ist sicher die, in der Jesus gebietet : "Euer Reden sei ja, ja; nein, nein, mehr zu sagen, kommt vom Bösen" (Matth. 5, 37)

Es genügt, die Predigt von heute zu betrachten, in der er die ganz klare Textpassage kommentieren mußte, in der Jesus gegen das Verstoßen der Ehefrau feierlich die Unauflöslichkeit der Ehe erklärt.
Bergoglio bringt alles durcheinander und verkündet schließlich, daß "Jesus nicht antwortet, ob es erlaubt oder nicht erlaubt sei, seine Frau zu verstoßen."


Montag, 27. Juni 2016

Wer sich heute mal so richtig freuen will:

... und ein paar schöne herzerwärmende Bilder braucht:

für den habe ich einen TV-Tipp



Das Panorthodoxe Konzil ist beendet: "Wir haben Geschichte geschrieben"

Radio Vatican Italien berichtet über den Abschluss des Großen Panorthodoxen Konzils,
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                              "WIR HABEN GESCHICHTE GESCHRIEBEN"

"Gestern ist auf Kreta das Heilige und Große Panorthodoxe Konzil mit der Feier der Göttlichen Liturgie das zuende gegangen.
Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus I sagte zum Abschluss der gemeinsamen Arbeit: "Wir haben Geschichte geschrieben".
Die beteiligten Kirchen haben beschlossen alle 7 bis 10 Jahre ein Konzil einzuberufen. Die Schlußbotschaft des großen Konzils der Orthodoxen Kirchen war eine große Lobrede auf den Dialog.
Diese Lobeshymne auf den Dialog zwischen der verschiedenen Orthodoxen Konfessionen aber auch mit den anderen christlichen Kirchen begründet Patriarch Bartholomäus so:
"Die orthodoxe Einheit dient auch dem Ziel der Einheit der Kirchen" - und dann der interreligiöse, dem zu versuchen, der Explosion des Fundamentalismus entgegen zu  treten, auch weil es der einzige Weg für gegenseitiges Vertrauen, Frieden und Versöhnung ist. 
Es war ein starker Appell der da an die internationale Gemeinschaft gerichtet wurde. damit sie alles Mögliche tun möge, um eine Lösung der bewaffneten Konflikte im Mittleren Orient zu ermöglichen.

Die 290 Delegierten aus 10 Orthodoxen Kirchen haben in intensiverr ArbeiT die 6 DokumentE erarbeitet, eine Enzyklika veröffentlicht und eine Schlußbotschaft an das "Orthodoxe Volk und alle Menschen guten Willens" geschickt.
Das Treffen war nicht immer einfach, sei es wegen der Komplexität der bearbeiteten Themen; sei es wegen der Abwesenheit der Kirche Rußlands, Bulgariens, Georgiens und  Antiochias , die im letzten Augenblick ihre Teilnahme absagte,
Aber -so sagte Bartholomäus I-"wenn wir jetzt nach Hause zurück kehren können wir sagen, daß wir noch einmal einen Beweis für unsere Einheit in Christus erbracht haben."

Wie man in der Schlußbotschaft lesen kann, treten die Orthodoxen Kirchen ins Dritte Jahrtausend ein mit neuer und nehmen die Herausforderung an, ihrer Tradition treu zu bleiben: "Dieses Konzil  hat unseren Horizont zur Welt geöffnet. Die Orthodoxe Kirche ist sensibel für den ruf der Völker der Welt nach Frieden und Gerechtigkeit. Und sie erklärt die frohe Botschaft Seiner Erlösung, verkündet allen Völkern Seinen Ruhm und seine Wunder ."

Quelle: Radio Vatican Italien



     

Heute vor 39 Jahren

am 27. Juni 1977 wurde der Erzbischof von München-Freising Joseph Ratzinger von Papst Paul VI zum Kardinal kreiert.

                           


Damals konnte noch keiner ahnen oder sich vorstellen, welche großen Pläne der Herr noch mit ihm hatte und daß er einmal dem seligen Papst Paul VI, der ihn kreierte, auf die Cathedra Petri folgen würde.

Franziskus, die Armenier, der Völkermord und die Türken

Sandro Magister traut der Haltbarkeit päpstlicher Äußerungen, besonders politischer Willensbekundungen nicht ganz -anläßlich der überraschenden Wiederverwendung des Begriffs "Genozid" durch den Pontifex bei seinem soeben zuende gegangenen Armenienbesuch (trotz vorheriger Ankündigung, ihn von nun an nicht mehr zu benutzen) und hat bei Settimo Cielo/ L´ Espresso einen Kommentar dazu verfaßt. Hier geht´s zum Original: klicken


"FRANZISKUS MIT ARMENIEN GEGEN DIE TÜRKEI. ABER DAS LETZTE WORT IST NOCH NICHT GESPROCHEN."


armenia

"Zum zweiten mal in 3 Tagen hat Papst Franziskus die Auslöschung der Armenier durch die Türken im vorigen Jahrhundert als "Genozid" bezeichnet. Er hat das in der gemeinsamen Erklärung getan, die er heute am Sonntag, 26. Juni, zusammen mit dem Patriarchen und Katholikos der Armenischen Apostolischen Kirche, Karekin II, unterschrieben hat.

(Hier geht´s zur Erklärung, Klicken , zur deutschen Übersetzung runterscrollen) 
Und er hat es getan, als er die 2001 bei einer ähnlichen Gelegenheit 2001 von Johannes Paul II und dem selben Karekin II angenommene Formulierung, die dann auch von Benedikt XVI zitiert wurde, wieder aufgenommen hat
"Die Auslöschung von 1,5 Millionen christlichen Armeniern, wird allgemein als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts definiert."
Vor heute und den beiden vergangenen Tagen, hatte Papst Franziskus die Auslöschung der Armenier bisher nur bei einer einzigen Gelegenheit definiert, an 12. April 2005, die aber durch andere äußerst schwerwiegende Worte vehemente Reaktionen von Seiten der Türkischen Autoritäten provozierte.   
Auch heute gab es solche Reaktionen, aber mehr routiniemäßige, Der türkische Vize-Premier Nurettin Canikli hat erklärt, daß "die Stellungnahme von Papst Franziskus nicht mit den historischen Tatsachen übereinstimmt, keinen Bezug zur Realität hat, nicht unparteiisch ist, sondern eher eine Kreuzzugsmentalität wiedergibt."
Hier auch die Erwiderung von Pater Frederico Lombardi: "Der Papst macht keine Kreuzzüge, er versucht nicht, Kriege zu organisieren, er hat kein einziges Wort gegen das türkische Volk gesagt. Er hat für die Versöhnung aller gebetet."
Es ist also wahrscheinlich, daß die Kontroverse sich dieses mal ohne Turbulenzen lösen wird, anders als 2015, als die Türkei soweit ging, die diplomatischen Beziehungen zum Hl. Stuhl abbrechen zu wollen.
Bleibt noch die Logik zu begreifen, die Franziskus dazu veranlaßte, zum Gebrauch des Wortes Genozid zurück zu kehren, das er selbst kurz vor der Armenienreise gebannt hatte.
In den für die Reise sorgfältig vorbereiteten päpstlichen Reden, alle von Franziskus persönlich revidiert und approbiert, kam das Wort Genozid nicht vor.

Sonntag, 26. Juni 2016

Musikalisches Fundstück zum Abschluss des Tages.

               

           




Es war einmal ein Kloster ...

... dann wurde es zur königlichen Sommerresidenz und inzwischen ist dort ein Gymnasium und natürlich das weltberühmte "Bräustüberl" untergebracht.

Durch wechselhafte Zeiten hindurch geblieben ist den Tegernseern die Pfarrkirche Sankt Quirinus.
Einfach wunderschön. Ein heiliger Ort - wie es so viele gibt in Bayern.



Samstag, 25. Juni 2016

Geschenke!


Auch wenn es durch die augenblicklichen politischen Ereignisse etwas untergeht:
Unser Papst ist derweil auf einer Reise in Armenien und hat dort schon einige kluge Sachen gesagt.
Da freut es uns, dass die Armenier ihm ein schönes Geschenk gemacht haben:


Es wird ihm sicher viel Freude machen und wir hoffen, dass es nicht - wie so viele Geschenke, irgendwann versteigert wird.

Muß Europa neu gegründet werden?

Robi Ronza kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die Brexit-Entscheidung und die hysterische Reaktion der europäischen "Elite" und ihr Jammern über die angeblichen gemeinsamen Werte, die ihre Bürokraten so großzügig vorher negierten. Dazu zitiert er eine Rede, die Papst Benedikt XVI zum Thema Europa vor europäischen Bischöfen hielt. Ein erhellender Beitrag. Ein werteloses Europa ohne seine christlich-jüdischen Wurzeln ist eben nicht lebensfähig,
Hier geht´s zum Original:   klicken


         "EUROPA MUSS NEU GEGRÜNDET WERDEN: SAGT BENEDIKT XVI"
"Und dann handelt es sich darum, zu sehen, welchen Preis die Eliten uns bezahlen lasen werden, die bis jetzt erfolgreich ihr Europa konstruiert und vorgegeben haben es sei auch das unsere.
Das erste, was was man aber sagen muß.ist,  daß der Ausgang des britischen Referendums für oder gegen die Europäische Union ein Akt großer Freiheit war  und es gibt zu großen Hoffnungen Anlass.
Vorgestern haben die Wähler in Großbritannien gegen eine politische und mediale Anordnung gestimmt, die ein anderes Ereignis wollte; und die dafür buchstäblich alles getan hatte.


Gli inglesi hanno scelto di uscire dall'Europa


In einer von sehr vielen gehörten Rede in der Rai hat Ex-Präsident Giorgio Napolitano sich gestern morgen erlaubt, den englischen Premierminister Cameron als "   "  zu definieren, weil er die Frage der weiteren Zugehörigkeit zur EU einem Referendum durch die Bevölkerung unterworfen hatte.
Bei einer Frage von solcher Wichtigkeit sollte- nach Napoletano- das Volk lieber außen vor gelassen werden.
In einem Beweis für seinen Mangel an common sense hat sein Schüler,Mario Monti, noch Schlimmeres gesagt. Anführer der dem Parlament aufgezwungenen Präsidentschaft und wenige Tage vor seinem Amtsantritt zum Senator auf Lebenszeit ernannt, hat Monti behauptet, daß Cameron lediglich  "die Demokratie mißbraucht habe" als er das Referendum veranlaßte.

Wenn also ein Volk nach seinem eigenen Willen abstimmt und nicht so, wie sie es gewollt hätten, lassen die Eliten, die es gewohnt sind, die europäischen Institutionen als "cosa nostra" zu betrachten, die Maske fallen.
Seit zwei Tagen sind die Napoletanos und Montis aus allen Teilen Europas so außer sich, daß sie ihren verborgenen postkommunistischen oder- wer weiß- freimaurerischen Autoritarismus, der nicht erst seit heute ihre politische Vision charakterisiert, nicht mehr verbergen können.
Auch wenn meiner Meinung nach das Brexit ein zu begrüßender Schock für die Europäische Union ist, ist er sicher nicht der reguläre Weg. Wie gesagt, die Eliten, die das nicht wollten, werden versuchen, die Welt für das Scheitern ihres Projektes bezahlen zu lassen  und diejenigen zu Sündenböcken zu machen, die nichts damit zu tun haben.

Leo der Große & Benedikt XVI

Michelangelo Nasca vergleicht bei korazym.org den Papa emeritus mit Papst Leo dem Großen, der u.a. Rom vor einer Invasion durch die Vandalen bewahrte.
Hier geht´s zum Original:  klicken
 
               "BENEDIKT XVI WIE LEO DER GROSSE"
"Noch bevor er einer der größten Theologen und Meister des Glaubens ist, sieht man, daß er ein Mann ist, der wirklich glaubt, wirklich betet. Man sieht, daß er ein Mann ist, der die Heiligkeit verkörpert, ein Mann des Friedens, ein Mann Gottes."
Das sind die ersten Bemerkungen. die Papst Franziskus in sein Vorwort für die bei Cantagalli herausgegebene Anthologie "Die Liebe Gottes lehren und lernen" mit Texten seines Vorgängers über das Priestertum schreibt.
Ein Dokument, das die große Wertschätzung die der regierende Papst gegenüber dem Papa emeritus hegt zeigt und seit Beginn seines Pontifikates in reichem Maße gezeigt hat.
Kardinal Müller- so fährt Papst Franziskus fort. hat maßgebend bestätigt, daß das theologische Werk zuerst von Joseph Ratzinger und dann von Benedikt XVI in eine Reihe mit den größten Theologen auf dem Stuhl Petri, wie z.B. Leo den Großen, den Hl.Kirchenlehrer, stellt.



                           leone_magno


Gregorio und Nikola, seine Biographen, beschreiben Leo den Großen als einen energischen,großzügigen Mann mit großem Pflichtgefühl. Er wurde um das Jahr 400 in der Toscana geboren. In den Jahren seines Pontifikates (440-461) trug er dazu bei, die Wichtigkeit des petrinischen Primats zu vermehren, indem er als Erster die Überzeugung formulierte, daß es der Bischof von Rom ist, dem das Erbe Petri und seine höchste Autorität von Gott übergeben wird. Er stelle sich mit Festigkeit den Strömungen des Pelagianismus und Manichäismus entgegen und unterstütze 451 maßgebend die Thesen gegen die monophysizistische Häresie, die die beiden miteinander verbundenen Naturen (die göttliche und die menschliche) in der einen Person Christi leugnete..
Berühmt ist das Ereignis, das ihn als Protagonisten gegen das Vordringen der Hunnen nach Rom sah, als er Attila entgegen ging und ihn - der Überlieferung nach-dazu brachte, von seinem Plan, Rom zu plündern, abzulassen.


Freitag, 24. Juni 2016

Zur Feier des Tages

domradio de. berichtet über die bayrischen Gäste, die zum 65. Priesterjubiläum Papst Benedikts nach Rom reisen werden. Hier geht´s zum Original:  klicken

Leider wird Bruder Georg nicht zur bayrischen Delegation gehören, er wird sein eigenes, ebenfalls 65. Weihejubiläum zu Hause in Regensburg feiern. Neben zahlreichen Traunsteinern werden auch die Bayrischen Gebirgsschützen, sowie Trachtler und Musiker dem Jubilar in Mater Ecclesiae ihre Aufwartung machen.

Zur Einstimmung hier einige Bilder vom 88. Geburtstag des Emeritus klicken




Bilder von der Gratulation der Bayer. Gebirgsschützen bei Papst emer. Benedikt XVI from Rainer Nitzsche on Vimeo.

Aus den Lesungen von Heute,

ich finde ja immer, es lohnt sich  zu gucken, was die Lesungen von Tage so zu sagen haben.
Manchmal denkt man zwar, in Anbetracht dessen, was die Welt und einen persönlich gerade so bewegt, "Häh?" aber manchmal muss man sagen "ei der daus!"
Wobei ich mal eine Bibelbetrachtung eines lutherischen, Berliner Pfarrers, (die haben auch eine Leseordnung) hatte, der die nach der Leseordung gliederte und im Vorwort schrieb: "manchmal in den letzten Kriegsjahren, in den Bombennächten und der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihren Wirren, seien ihm manche Texte wie Hohn vorgekommen und er sei sehr versucht gewesen, andere Texte zu wählen, aber indem er es nicht gemacht habe, sei ihm langsam die tiefe Weisheit Gottes und seine Vorsehung aufgegangen die doch das richtig zu wählen gewusst hat.
Irgendwie passt es komischerweise immer, auch, wenn man mit der ganz konkreten. ganz persönlichen Situation, an die Texte herangeht!

Also heute ist der Festtag Johannes des Täufers, und die Texte sind voller Jubel und Hoffnung auf die endgültige Befreiung.

Also die erste Lesung lautet:

Lesung aus dem Buch Jeremia
In den Tagen Joschijas, des Königs von Juda,
4erging das Wort des Herrn an mich:
5Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.
6Da sagte ich: Ach, mein Gott und Herr, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.
7Aber der Herr erwiderte mir: Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.
8Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir um dich zu retten - Spruch des Herrn.
9Dann streckte der Herr seine Hand aus, berührte meinen Mund und sagte zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund.
10Sieh her! Am heutigen Tag setze ich dich über Völker und Reiche; du sollst ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen, aufbauen und einpflanzen.

Wenn ein Bischof seinem Priester Schweigen gebietet.

Im Falle des Priesters Massimiliano Pusceddo kommentiert Riccardo Cascioli bei La Nuova Bussola Quotidiana das Verhalten des Erzbischofs von Cagliari.
Hier geht´s zum Original:  klicken


         "WENN EIN BISCHOF SEINEN PRIESTER AN DEN PRANGER STELLT"

"Predigtverbot und Verbot von öffentlichen Stellungnahmen auf unbestimmte Zeit, Löschung seiner Predigten bei youtube, öffentliche Verleugnung des Priesters und Entschuldigungen des Bischofs bei der Homosexuellen Welt.
Das ist die Zusammenfassung der Maßnahmen, die der Erzbischof von Cagliari, Msgr. Arrigo Miglio, in der Konfrontation zwischen Don Massimiliano Pusceddo, gegen den Priester- schuldig in einer Predigt, die zivilen Ehen hart kritisiert und den Hl. Paulus zitiert zu haben, um die sich ausbreitende Homosexualität zu tadeln- verhängt hat. Wir haben über die Predigt und die mediale Zensierung, der sie unterworfen wurde,berichtet.

Ein unwürdiges Chaos ist aus der vorsätzlichen Verdrehung der Worte des Priesters entstanden: er hatte eine Passage aus dem Brief des Hl. Paulus an die Römer zitiert-nach einer langen gegen die, die homosexuellen Leidenschaften nachgeben, schließt er; "Und weil wir das Urteil Gottes kennen, daß die, die solche Dinge verursachen, den Tod verdienen, nicht nur die, die damit fortfahren, sondern auch die, die denen zustimmen, die es tun,."
Aber die Journalisten haben es so wiedergegeben, daß Don Massimiliano sagte, "die Schwulen sollten sterben" Daraus entstanden die Polemiken, gipfelnd in einer Denunzierung gegen den Priester und einer Unterschriftensammlung für eine Petition, in der der Papst um seine sofortige Entlassung gebeten wird. Ein LGTB-Grüppchen aus einem anderen Teil Italiens, dachte auch etwas Gutes zu tun, als sie am vergangenen Sonntag Streikposten vor der Kirche aufstellten.

Nach einigen Tagen der Überlegung, hat der Erzbischof also die Entscheidung getroffen, einzugreifen: um den eigenen Priester zu verteidigen? Um die Kirchen gegen auf Vorwänden beruhende Angriffe zu schützen? Um das Recht der Katholiken das Wort Gottes zu lesen und zu bedenken, zu reklamieren? Nicht mal ansatzweise: das lange Komuniqué greift direkt Don Pusceddu an, schuldig "das Denken des Hl. Paulus verfälscht zu haben" und bittet in seinem und "im Namen unserer Diözesankirche um Entschuldigung." Dazu dann die Ankündigung der zusätzlichen disziplinarischen Sanktionen.


Man weiß ja nie.....

Pater J. Hunwicke macht sich bei liturgicalnotes Gedanken, ob aus Schlechtem Gutes entstehen kann. Hier geht´s zum Original    klicken

                                    
                                         "MAN WEISS NIE...."
wie aus dem Schlechten, Armen und Indifferenten etwas Gutes, sogar sehr Gutes werden kann.

Beginnen wir dem monströs und abscheulich Bösen - Adolf Hitlers Nationalsozialismus. Sie finden es vielleicht schwer zu glauben, aber bis 1930 war Oxfords Fakultät für Klassische Wissenschaften sehr herunter gekommen. aber die Verfolgung der Deutschen Juden bedeutete, daß innerhalb kurzer Zeit Oxford durch die Creme der Klassischen Fakultäten der deutschen Universitäten überflutet wurde. Seitdem hat sie ihre Hegemonie unter den Klassischen Fakultäten der Welt nicht mehr verloren. Als ich 1964 dazu kam, war, was immer noch möglich von der Brillanz Edward Frankels zu profitieren...der ein Semsinar über Catullus LXIV leitete und über einen seiner Vorgänger auf dem Latein-Lehrstuhl einen Kommentar abgab: "ein Mann mit einem bemerkenswerten Instinkt für das Unwahrscheinliche" wörtlich: a man wiz a remarkable instinct for ze improbable"  (Robinson Ellis: diese Analyse ist immer noch absolut "bang on")  

Also weiter- das monströse und abscheulich Böse: die Aufklärung und ihre Apotheose in der Französischen Revolution und bei ihren Nachahmern, die sie generierte. 1797 wurde Brescia durch eine revolutionäre Regierung von der Serenissima Reppublica befreit und eine "Cisalpine Republik" errichtet. Wie man das so macht, unterdrückte sie die Klöster und machte den Heinrich VIII bei den religiösen Stiftungen. Unüblich und für ein Jahrhundert entgleist, besaß es einen wunderbares Hl.Jungfrau-Altar in Pietra Dura von Francesco Corbarelli und seinen Söhnen, der dafür von der Rosenkranzbruderschaft bezahlt worden war.
Als seine Teile am Ende verstreut wurde, kaufte Fr. Keogh vom Brompton Oratory das Altarstück und errichtete es in seinem Glanz neu, genau gegenüber dem Racine-Restaurant.
Es war der Altar, an dem ich mit Erlaubnis meines Vorgesetzten meine erste Messe gefeiert habe, nachdem ich in volle Kommunion  mit dem Hl. Stuhl aufgenommen worden war. Ich hätte es mir nie leisten können,nach Brescia zu fahren.

Papst Johannes XXII war, wie man zugeben muß- traurig unorthodox was Aspekte der Beseligenden Vision betrifft. Aber er war auch verantwortlich für den Kultus des Heiligen Sakramentes in der Lateinischen Kirche, für das Angelusläuten, das Anima Christi und andere gute Dinge, was ihn zu einem aussichtsreichen Kandidaten als Taufpate des Gegenreformations-Katholizismus macht.
Wenn wir die Früchte des Avignon-Papsttums betrachten, wer weiß.....

Deshalb könnten Ihre Enkelkinder vielleicht staunend auf das Pontifikat von Franziskus zurückblicken und alle guten Dinge, die daraus entstanden sind, zurück. Langfristig.

Quelle: liturgicalnotes, Father J.Hunwicke, rorate coeli,  

 

Exit Großbritannien

Abgesehen davon, daß auch nach dem Brexit-Votum England tief gespalten zurückbleibt und die EU trotz allen Brüsseler Pfeifens im Walde sicher nicht mehr die bleiben darf und kann, die sie vorher war, war das gestrige Votum nicht nur eine Lehrstunde für den Journalismus und die Meinungsforschung in unserem Land sondern eine schmerzhafte und schallende Ohrfeige
Die einen haben uns, bis die ersten Anzeichen für ein Brexit über den Kanal kamen (bei CNN übrigens schon vor Mitternacht), pausenlos von ihrer eigenen Meinung, daß ein  Brexit unmöglich sei, überzeugen wollen, warum es unmöglich sei und weshalb die Briten für ein "remain" stimmen würden.
Und sie fahren unseligerweise auch heute morgen noch damit fort....wieder nur die "remain"-Vertreter über das Thema "warum ein out eigentlich unmöglich war".
Völlig fremd ist ihnen offensichtlich die Idee, daß es sich um einen vielleicht präzedenzlosen und in der EU-Politik bisher vermißten Beweis für demokratisches Handeln in einer altbewährten Demokratie handelt.


                           File:Flag of England.svg
                           Foto wikicommons

                           
Die anderen haben zum mittlerweile zigstenmal der Welt ein falsches Orakel verkündet. Warum?
Und dieses mal irrten sogar die Buchmacher.  
Eines ist aber auch klar, deutsche "...."-Presse hin oder her, diese ungewertet historisch zu nennende Entscheidung wird nicht ohne Folgen bleiben, Nicht nur in den Niederlanden (Nexit) rüsten sich weitere Austrittswillige zu neuen Referenden und das nicht nur aus der EU, sondern wie für Schottland (und wie man hört auch Nordirlnad) vorherzusehen, auch aus dem Vereinigten Königreich, das damit Geschichte wäre.
Und eine Wählerbeschimpfung, wie sie senderauf-senderab schon gestern begann- trifft sicher nicht den Kern des Problems, vielleicht haben die Engländer nur gezeigt, daß sie die Vorzüge einer Demokratie noch nicht gegen die Schlaf-und Zipfelmützenmentalität des ein oder anderen Michels ausgetauscht haben?
Wer wirklich informiert werden möchte, sollte BBC hören & sehen.

Die FAZ über die ungültigen Ehen, ein Fundstück

Ich versuche ja, was unseren derzeitigen amtierenden Papst angeht, mich auf den Standpunkt zurückzuziehen, solange er nicht Ex Cathedra spricht ist es mir egal, was er sagt, und wenn er Ex Cathedra Unfug redet, so ist er in dem  Moment nicht mehr Papst, weswegen man sich um das Depostium Fidei keine Sorgen machen muss.
Und wie Radio Vatican zu Beginn des Pontifikats feststellte sind die spontanen, unvorbereiteten Predigten Papst Franziskus´ sozusagen halbprivater Natur, und von daher so zu behandeln wie die Predigten des Pfarrers um die Ecke, wo gilt "wenn mir das nicht gefällt, dann kann man ja woanders hingehen!"
Ich finde ja, wenn ich meinen rubrikenreiterischen hab, das nicht ganz korrekt , wenn ich mir den aussuche, der nach meiner Facon predigt, aber sage mir dann, "wir haben ja Ökumene!"
Aber ab und an, viel zu oft,. werde ich meinen Vorsätzen untreu und so ist es auch zu mir gedrungen, dass der Papst erklärt hat, dass er die Mehrzahl der katholischen  Ehen für ungültig hält und woanders vorbildliche Treue und Liebe gefunden habe.
Bevor ich weiter meine Gedanken ausbreite, hier der Link zu einem FAZ Beitrag von C. Geyer, der mir sehr gefallen hat, und mich zu diesem Beitrag verleitet hat.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Mal wieder: Relativierungsversuch missglückt

Unser Fundstück des Tages:

Dass man bei katholischde immer noch glaubt, dass man nur dann Leser gewinnen kann, wenn man das schreibt, was alle anderen auch schreiben ... jomei, sie lernen es wohl nicht mehr. Müssen sie ja auch nicht: Die deutsche Kirche sitzt auf vollen Kassen und weiß nicht, wohin mit dem Geld. Da kann man sich so ein "Glamourportal", das pro Jahr 2 Millionen kostet ruhig mal leisten. In der Gewissheit, dass dort ohnehin nur Fake-Katholiken für Fake-Katholiken schreiben (von sehr seltenen Highlights abgesehen), verirren sich richtige Katholiken eher weniger dorthin.
Offensichtlich hat sich aber unser sehr geschätzter Bloggerkollege Marco Gallina nun doch einmal dorthin gewagt und ist auf einen dieser Relativierungsartikel gestoßen. Dort wollte uns ein Theologo weismachen, dass es das "christliche Abendland eigentlich nie gegeben hat". Er zeigt uns aber nur, dass auch so mancher Theologo in seiner Jugend mit "Problemorientiertem Geschichtsunterricht" heimgesucht wurde und dieses Wissen wollte er dann mal dem katholischen Lesevolk nahebringen.

Ich will da jetzt nicht näher drauf eingehen, denn die Antwort auf den Artikel ist allemal lesenswerter und historisch fundiert. Bei The Cathwalk findet man die "wahre Geschichte" und es ist ein echtes Lesevergnügen, wie Marco Gallina den katholisch.de-Artikel Absatz für Absatz widerlegt. Historisch belegt zeigt er uns die Geschichte des christlichen Abendlandes auf, das nicht nur existiert hat, sondern sich immer noch seines Daseins erfreut.
Inzwischen findet sich der Artikel auch auf dem "Löwenblog"
Ein echtes Leseereignis!

Mittwoch, 22. Juni 2016

Nette Bildchen ... wer findet die meisten Fehler?

Wofür gibt die Erzdiözese ihr Geld aus?



Ich fang dann mal an:
  1. Renovierung der Kirchen - auf jeden Fall. Die bayerischen Schmückstücke müssen erhalten werden! Gott sei Dank gibt ja auch der Staat da viel dazu.
  2. Wir bezahlen Frauen die Kleider? Wozu? Priester sind mit der Kirche verheiratet und Kirchenangestellte Frauen brauchen keine liturgischen Gewänder!
  3. Seelsorge im Krankenhaus. Letztens war ich mal dort. Wer kam zuerst? Der evangelische Pfarrer! Erst nachdem ich auf einem katholischen Pfarrer bestanden habe, kam - eine Frau (nicht im liturgischen Gewand)! Die war nett zum Kaffeeklatsch, einen Rosenkranz hat sie mir auch besorgt und die Orgel in der Krankenhaus-Kapelle konnte sie auch spielen. Also erst mal nix zu meckern. Aber keiner der Kirchenleute hat sich dafür stark gemacht, dass dort Kreuze an den Wänden hängen. Im Gegenteil: ich wurde bei Beschwerde sofort abgebürstet und der Flurfunk meldete dann, es sei Rassismus, Kreuze aufzuhängen.
  4. 6 Milliarden und dann so kleckern? Mit soviel Geld könnte man doch richtig klotzen. Die genannten sozialen Aufgaben werden doch - mit Ausnahme der Seelsorge - vom Staat rückerstattet. Also einfach mal auf das staatliche Geld verzichten und die Kinder im katholischen Kindergarten wirklich katholisch erziehen, anstatt links-grün zu indoktrinieren. Das gleiche gilt auch für die katholischen Schulen. Da wäre das Geld besser angelegt.
Ja, da staunen wir, dass für all diese Aufgaben so viel Geld ausgegeben wird. Da können wir uns doch sehr drüber freuen .... und die Frage, was denn mit dem Rest passiert, beantworten uns derzeit die ausländischen Medien in großer Zahl ... und für unkatholisches ist wohl das meiste Geld reserviert.

Zur Feier des 65. Jahrestages

Wie wir heute aus Rom hören, hat Papst Franziskus das Vorwort für den Band zum 65. Priesterjubiläum geschrieben. Die Eloge von Franziskus an Benedetto: "Er lehrt uns eine Theologie auf Knien": Das selbe hatte er auch Kardinal Kasper attestiert, was den Wert dieses Lobes doch erheblich relativiert.
Hier geht´s zum Original von Gian Guido Vecchi beim "Sismographo":  klicken

VATICAN
DIE ELOGE VON FRANZISKUS AN BENEDETTO: ER LEHRT UNS EINE THEOLOGIE AUF KNIEN".

                                           
                                   
                                           
                                           
"Jedes mal wenn ich die Werke von Joseph Ratzinger-Benedetto XVI- lese, wird mir immer klarer, daß was er getan hat, "Theologie auf Knien" ist
Nachsten Dienstag wird in der Sala Clementina des Apostolischen Palastes feierlich das 65 Priesterjubiläum Joseph Ratzingers begangen.

Papa Franziskus und Benedikt XVI werden sich wieder öffentlich treffen und für den emeritierten Papst wird es ein spezielles Geschenk geben: den ersten Band einer Ausgabe seiner fundamentalen Gedanken, mit dem Vorwort von seinem Nachfolger auf der Kathedra Petri.

Das Buch, das dem Priestertum gewidmet ist, wird in sechs Sprachen veröffentlicht werden: deutsch, französisch, polnisch, spanisch, englisch und von Cantagalli in Italienisch herausgegeben. Es 
vereinigt eine Auswahl von Predigten und Schriften, die Ratzinger den Priestern widmete.
Es hat Bedeutung, daß Franziskus diesen Ausdruck "Theologie auf den Knien" von Hans Urs von Balthasar gebraucht, um das exemplarische Zeugnis des Vorgängers zu loben."
Noch bevor er ein sehr großer Theologe und Meister des Glaubens ist, sieht man einen Menschen, der wirklich glaubt, der wirklich betet, man sieht, daß er ein Mensch ist, der die Heiligkeit verkörpert, einen Mann des Friedens, einen Mann Gottes."


Die Neuschöpfung des Menschen, die neuen Techniken, die Gnosis & die Ideologien, die dahinter stehen


Giampaolo Crepaldi befaßt sich bei La Nuova Bussola Quotidiana
mit den erschreckenden Plänen die in den Labors von Medizin und Technik zur "Verbesserung des Menschen" ersonnen und teilweise in Fertilisationspraxen und Bio-Labors bereits erprobt und angewandt werden. Hier geht´s zum Original:  klicken
Letztes Bollwerk die Kirche- soweit sie an den nichtverhandelbaren Prinzipien festhält?

"EUGENIK, HOMOSEXUALISMUS, GENDERTHEORIE: DAS SIND DIE TECHNIKEN DER NEUEN SCHÖPFUNG DES "ANDEREN MENSCHEN"

"Transhumanismus, das erschreckende Laboratoriums des neuen Adam" ist der Titel des Bändchens "Bulletin der Soziallehre der Kirche", das jetzt in die Büchereien kam.
Die Zeitschrift des Osservatorio von Kardinal van Thuán, geleitet von Stefano Fontana, ist Gastgeber
für die Studien von Prof. José M. Galvan vom Athenäum von Santa Croce, Dom S Cecotti, Prof. Giovanni Turco von der Universität Udine und Pater Giorgio Carbone von den Domernikanern von Bologna, Ermanno Pavesi, Sekretär der Internationalen Union Katholischer Ärzte und Jaques Bonnet aus Paris. 
Die Autoren behandeln die verschiedenen Aspekte des Transhumanismus-Projektes, während Fabio Travisan, Allessandra Scarino und Paolo Gulisano erneut die Überlegungen von Chesterton und die Romane von Aldous Huxley und Mary Schelley mit ihrem Frankenstein untersuchen.
Wir veröffentlichen hier den Leitartikel von Erzbischof G.Crepaldi, der die Monographie mit einem Vorwort einleitet:

                      Monignor Giampaolo Crepaldi, vescovo di Trieste
Der Mensch und der Weg der Kirche (Joh.Paul II, Enzyklika Centesimus annus, Kap. VI) stellt den wahren Existenzgrund der Sozialdoktrin der Kirche dar. Nicht nur weil sie dem Menschen eingegeben ist. sondern weil sie ein Instrument der Erlösung ist, die Christus dem Menschen durch das Kreuz und die Auferstehung erworben hat und nicht durch die Technik.
Das selbe kann man auch über die "Natur" sagen, besonders die menschliche Natur. Die Erlösung kommt nicht aus der Technik, die die Natur überwindet, indem sie sie leugnet, wie es gerade im Transhumanismus geschieht. Für die Sozialdoktrin der Kirche soll die Natur nicht überwunden sondern purifiziert und ins Übernatürliche gehoben werden.

Noch mal zum Trost aus der Schrift

man jammert und klagt und tut das zu Recht, wie von Seiten der Funktionäre mit den Frommen umgegangen wird,
Weniger weil sie fromm sind, sondern, weil sie so mackenbehaftet sind.
Man hätte eben gerne nicht diese Loosergestalten, diese Zukurzgekommenen, die, die den Anschluss an die moderne Welt verpasst haben,  eben all diese merkwürdigen Beladenen, die, denen man das Mühselig und Beladen ansieht, sondern die Coolen, Tollen, Taffen
Verständlich , dass man deshalb, die in den Augen der Welt untauglichen, die Verwundeten, und Leidenden, die nicht den TÜV der Medien als zu Bedauernde haben, diese ganzen komischen Gestalten am allerliebsten los werden würde.
Nun ja, Papst Benedikt sagte es ja:

Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz vom Glauben berührt wäre...

Quelle hier 


Sandro Magister: Franziskus und die Frauen

Sandro Magister kommentiert noch einmal die immer noch virulente Frage des Frauendiakonates, die dem Papst immer wieder gestellt werden und berichtet, daß die Spezialkommission zur Untersuchung dieser Frage inzwischen zusammengestellt wird.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS UND DIE FRAUEN. PREDIGTEN NEIN, DIAKONAT EHER NEIN ALS JA"
Der Papst hat die Diskussion zum Frauen-Diakonat wiedereröffnet, aber auch lassen, daß er diesbezüglich nichts tun wolle. Und inzwischen hat er den Gedanken zurückgewiesen, Frauen, bei der Messe predigen zu lassen."

Während einer Pressekonferenz vor einigen Tagen im Vatican bestätigte Kardinal G.L.Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, daß ein Team von Spezialisten zusammengestellt wird, zum erneuten Studium der Frage des Frauendiakonats-wie von Papst Franziskus im Mai bei einer Audienz für die Generaloberinnen von Frauenorden angekündigt.

Aber Müller betonte auch, daß eine ausführliche Studie zum Diakonat bereits vor etlichen Jahren von einer internationalen Theologenkommission, die mit der Glaubenskongregation unter der Leitung Joseph Ratzingers zusammenarbeitete, erarbeitet worden war.

Die Studie wurde in zwei Phasen von zwei einander folgenden Unterkommissionen erstellt, denen 3 künftige Kardinäle ersten Ranges angehörten, Müller selbst, dann der damalige Weihbischof von Wien Christoph Schönborn, und Luis Antonio G.Tagle von den Philippinen, der von vielen als "in-pectore-Nachfolger von Franziskus auf dem Stuhl Petri angesehen wird.

Das Resultat dieser Studie war ein langes und gelehrtes Dokument, das 2003 veröffentlicht wurde

         "DER DIAKONAT: ENTWICKLUNG UND PERSPEKTIVEN"
hier geht´s zum Text der Kommission   klicken

Es sieht nicht so aus, als ob Jorge M. Bergoglio dieses Dokument jemals gelesen hat, obwohl er, nachdem was er den Generaloberinnen zu diesem Thema sagte, Interesse an diesem Thema vorgab.

Auf alle Fälle schließt das Dokument von 2002 die Frage nicht endgültig ab, ob die Frauen-Ordination zum Diakonat, wie es für die ersten Jahrhunderte der Kirche bezeugt ist, nur um dann zu verschwinden, ein mit der Priesterweihe vergleichbares Sakrament war oder nicht,
(.....)

Aber es tendiert eher zum nein als um ja. Wie auch Papst Franziskus zu denken scheint, wenn man bedenkt, daß er bei eben dieser Audienz für die Generaloberinnen gegen die Möglichkeit Frauen während der Messe zu predigen zu lassen, Stellung bezog, und somit gegen ein Vorrecht, das Diakonen ebenso eigen ist wie Priestern und Bischöfen.
(.....)

Zum leichteren Verständnis geben wir die 3 Passagen des 2002-Dokumentes wieder, die sich besonders mit der Spezialität der Diakonissen befassen.
Dem folgen zwei Beispiele der Diskussion, die der Veröffentlichung des Dokumentes vorangingen und folgten. Eines von einem großen Theologen und Liturgisten, Cipriano Vagaggini,  und das andere von einem Schweizer Kirchenrechtler, Pier Virginia Ainone Braida, Professor an der Universität von Fribourg.


Dienstag, 21. Juni 2016

Father Hunwicke hat noch einen Vorschlag für ein weiteres Motu Proprio

Pater John Hunwicke ist zunehmend nicht mehr amused über die pontifikalen Verlautbarungen -zuletzt das Motu Proprio "Come una madre amorevole", einer Anleitung zur Amtsenthebung von Bischöfen. Dabei bewegen sich sein Sarkasmus und seine Ironie proportional zu den neuen Richtlinien dieses Pontifikates. Cave Ironie!
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:  klicken

                               "PRÄLATENARBEITSLOSIGKEIT??"

"Sie werden mich nicht dabei erwischen, daß ich mit all diesen schrecklichen Traddies auf blogs wie rorate coeli beim Kritisieren des wunderbar knackigen Systems unseres Hl.Vaters zum Loswerden von "Bischöfen", die er nicht mag, übereinstimme.
Weil der Römische Pontifex im strengen Sinn der wahre einzige Bischof in der Kirche ist, folgt daraus, daß andere "Bischöfe" Romani vicarii tantum et legati" sind. Weil der Hl.Geist immer darauf wartet,  die Kirche mit neuer Wahrheit durch den Papst zu überraschen und weil alle Bischöfe verpflichtet sind, diesem "Geist, der aus Franziskus spricht" (Msgr. Pinto) zu folgen, folgt daraus, daß der Papst das unveräußerliche Recht haben muß, den universalen Episkopat zu formen und zu gestalten, so daß er sowohl als Körperschaft als auch individuell genau den Stil, die Politik und die Kultur ausdrückt. die nach seinem Wunsch- geleitet durch den Geist- alle  Bischöfe haben sollen.

Nachdem man seinem Bischof zugehört hat, sollte man fähig sein, vertrauensvoll und freudig Verba Vincentii,Vox Francisci zu verkünden.

Papst Franziskus´ neues Motu Proprio darüber, unliebsame Bischöfe loszuwerden, dessen Titel man locker aber glücklich als "Mummy loves you" ins Englische übertragen könnte, füllt wirklich und bewunderungswürdig eine Lücke im Kirchengesetz aus. Hören Sie nicht auf rorate. Diese Gesetzgebung sollte warm begrüßt werden.

Dieses ist jetzt auch der Augenblick, fühle ich, eine andere Lücke im kanonischen Waffenarsenal zu füllen. Das Fehlen einer Sektion im Kanonischen Recht mit dem Titel "De Pontefice Romano semovendo"  (Vorkehrungen für die Entfernung des Römischen Pontifex)

Wie wir alle wissen, waren ehrenwerte Autoren seit Jahrhunderten uneinig,
ob 1. ein häretischer Papst ipso facto sein Amt verliert- es dann aber nötig ist, daß die Kirche mit Autorität erklärt, daß dieses geschehen ist ; oder
ob 2. ein häretischer Papst actu Ecclesiae abgesetzt werden muß, bevor der Apostolische Stuhl vakant ist.
Dieses Detail ist leicht zu klären, und Bergoglio ist genau der Mann, der das tun kann.

Ich schlage vor, daß wenn ein Papst eines doktrinalen Irrtums oder des Narzissmus oder eines anderen Fehlverhaltens beschuldigt wird, er vor eine Jury von 201 seiner ehrwürdigen Brüder im Episkopat gestellt wird:  Fünfzig, die vom Papst selbst , Fünfzig, die von seinen Anklägern ernannt werden, und 101 die  (wie im antiken Athen) einfach von der Menge ausgewählt werden. Das ist doch sicher fair?