Samstag, 18. November 2017

Es wird wieder mal Zeit, einen Blick ins europäische Kulturerbe zu werfen und damit denjenigen Integrationsbeauftragten u.a. die es "nicht erkennen können" dabei behilflich zu sein, es wahrzunehmen: Ludwig van Beethovens Chorphantasie
Leonard Bernstein dirigiert die Wiener Philharmoniker (ob es die wohl gäbe, wäre es 1683 vor Wien anders ausgegangen?) am Klavier sitzt Homero Francesch und es singt der Wiener Jeunesse-Chor.
       
           

A. Gnocchi kommentiert den aktuellen Kampf um Rom

Alessandro Gnocchi, von dem wir lange nichts gehört haben, hat bei ricossacristiana  wieder in den aktuellen "Kampf um Rom" eingegriffen und beschreibt den als eine Art Seifenoper unter der Regie des Casa Santa Marta. Vielleicht tut er dabei den beiden Kardinälen Unrecht (hoffentlich!), aber ansonsten hat seine Beschreibung der Szenerie was.
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"Von jetzt an ist der Plot der Casa Bergoglio konsolidiert, aber der naive Konservative schluckt alles, was von Chiesa 2.0 TV kommt."

"Im Hause Bergoglio geht alles nach Skript. Jeder Interpret rezitiert seine Rolle mit Sachverstand und Professionalität, besonders die, die die hassenswerte Rolle des Oppositionellen hatten. In der letzten Folge hatte Kardinal Müller eine gelehrte Einleitung zur von Buttiglione verfaßten Laudatio auf Amoris Laetitia geschrieben, in der er erklärt, daß die vom Hausherrn gelehrten Doktrinen "in Kontinuität mit dem immerwährenden Lehramt und der Offenbarung gelesen werden können und müssen". Dann hat er ein Interview gegeben mit unterstützenden Elementen aus der fraglichen Einleitung, in der er seine Opposition gegen alle möglichen und vorstellbaren moralischen Irrtümer zurücknimmt.
Der naive konservative Höfling, der alles schluckt, was auf Chiesa 2.0 TV gesendet wird, hat das für eine zweifelhafte Selbstkorrektur gehalten und sich ermutigt gefühlt. Aber wie üblich, hat er nichts verstanden, aber der emeritierte Präfekt der Kongregation für eine noch emiritiertere Glaubensdoktrin, daß wenn es gegen Gott geht, das in Harmonie mit der Lehre Gottes gelesen werden muß. Mehr noch als eine Rücknahme, scheint das ein Rückzug eines Panzerfahrers zu sein, der sicher sein will, daß er mit seinem Panzer alles zu Brei reduziert hat, was er darunter gelegt hatte.

Selbst die gerade laufende Episode sieht die Opposition am Werk, weil eine Geschichte, die dieses Namens würdig ist, braucht einen Antagonisten, der als Protagonist dient. Dieses mal kommt Kardinal Burke diese Rolle zu, der in einem Interview, das gleichzeitig in LaNuova Bussola Quotidiana, Settimo Cielo, dem National Catholi Register und auf Französisch in L´Homme Neouveau veröffentlicht wurde, versucht zu verstehen, was ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung aus den schmerzhaften Dubia zu Amoris Laetitia geworden ist.
Und er sagte:

"Die Sorge war eher und ist es immer noch, mit Präzision festzulegen, was der Papst als Nachfolger Petri lehren will. So haben wir unsere Fragen nur gestellt, weil wir das Petrusamt anerkennen, das der Papst von Herrn empfangen hat, um seine Brüder im Glauben zu stärken. Das Lehramt ist ein Geschenk Gottes an die Kirche, um Klarheit in den Dingen zu schaffen, die das Glaubenserbe betreffen. Äußerungen, denen diese Klarheit fehlt, können naturgemäß nicht als Ausdruck des Lehramtes bezeichnet werden."

Kleine Nachlese oder Ende einer Gedenkveranstaltung

Wir haben berichtet: klicken

In seiner wöchentlichen Kolumne "Bestiarium" kommentiert Marco Tosatti die Folgen einer Gedenkveranstaltung an Kardinal Caffarra und den Hl. Johannes Paul II, die jetzt das italienische Parlament beschäftigen.
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"DER FALL DES LKWs MIT DEM FOTO KARD. CAFFARRAS IM ITALIENISCHEN PARLAMENT"
"Leben, Werte und Menschen, die unzweideutig für sie kämpfen, sind immer Thema, und wir nehmen mit Genugtuung eine Nachricht zur Kenntnis, die wir hier wiedergeben:

"DIE GEDANKEN-&-DEMONSTRATIONSFREIHEIT IN ITALIEN. DIE EREIGNISSE RUND UM DEN ZENSIERTEN PLAKAT-LKW ZUM GEDENKEN AN CAFFARRA UND DAS VERHÖR TONI BRANDIS LANDEN IM PARLAMENT."
Weil sie -auf legitime und legale Weise- in einer Hommage an Kardinal Caffara -gemeinsam mit Johannes Paul II, den Ideengeber und Gründer der Päpstlichen Akademie für das Leben- erinnern wollte, hat die Vereinigung "ProVita Onlus" in Rom die ungerechtfertigte Einmischung der Staatspolizei erlebt: der Transporter wurde für zwei Stunden blockiert und Präsident Toni Brandi 45 Minuten lang im Polizeikommissariat im Borgo verhört.

Diese schwerwiegende Einschränkung der Meinungs-und Demonstrationsfreiheit wird Minister Minniti im ital. Parlament gegenüber den Parlamentariern Centinaio. Fedriga, Meloni. Malan, Pagani und Roccella rechtfertigen müssen, die eine schriftliche Anfrage zu diesen Vorgängen eingereicht haben.

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti
p.s. in dieser Ausgabe des "Bestiariums" macht sich M.Tosatti außerdem über die ungewöhnlichen und masiven Sicherheitsvorkehrungen der Sala Stampa des Vaticans anläßlich der bevorstehenden Präsentation des Buches "Die Sedisvacantisten" von Francesco A. Grana lustig und fragt:
"Was befürchten sie? Ein Kommando von Sedivakantisten, die "der Papst ist nicht der Papst" brüllen, die Rednerbank umstürzen und sich sehr schlecht benehmen...?"
Wer weiß!?


Hat es funktioniert?

Das ist die Frage, auf die es nach Fr. Blake manchmal nicht nur in der Politik sondern auch in der Kirche ankommt. Er stellt sie angesichts der Priesterzahlen und Berufungen in Relation zur Zulassung des Alten Ritus.
Hier geht´s zum Original bei st.marymagdalenblog:  klicken

"HAT ES FUNKTIONIERT?" DIE FRAGE DIE WIR NICHT ZU STELLEN WAGEN"

"Dieser hundertste Jahrestag der Sowjet-Revolution ist es wert, darüber nachzudenken, daß das Russische Volk wirklich die Frage gestellt hat: "Hat es funtkioniert?"  Das ist die Frage, die ein funktionierendes Unternehmen regelmäßig stellt, und ich vermute, daß Eltern diese Frage auch in einer gesunden Familie stellen. Es sollte auch die fundamentale Frage des spirituellen Lebens sein.

Fünfzig Jahre nach der Implementierung der liturgischen Veränderungen ist es auch die Frage, die die Kirche sich stellen sollte, jedes Unternehmen hätte sein Produkt getestet bevor es seine Marke verändert. Ich vermute, daß Summorum Pontificum Benedikts Weg war, das rückblickend zu tun.

Die liturgischen Reformen des II:Vaticanischen Konzils wurden überall en masse eingeführt und innerhalb weniger Jahre nach dem Konzil- ungleich der von Pius V schrittweise eingeführten Reformen, bei der die alten Bücher nach und nach ersetzt wurden- aber sogar dann- als nur der Römische Ritus in Gebrauch war, benutzten die Mailänder, Lyoner, Dominikaner, Karthäuser weiterhin ihren eigenen Ritus und handelten als eine Art Qualitätskontrolle oder Referenzpunkt mit dem reformierten Römischen Ritus.

Es gibt zwei Ebenen bei denen "hat es funktioniert?" gefragt werden sollte, das erste ist die Liturgische Reform, das zweite ist der moderne Gebrauch des päpstlichen "fiat" das sie eingeführt hat, in einem präzedenzlosen Gebrauch der päpstlichen Macht. Diese zweite handhabt Papst Franziskus sehr effektiv, indem er selbst die Konservativsten dazu zwingt, bzgl. des modernen Gebrauchs der päpstlichen Macht zu fragen: "hat es funktioniert?" 
Halbwegs denke ich, daß das ein vorsätzliche Politik ist- eine reductio ad absurdum, die der Papst mit Verbündeten wie Pater Spadaro und Dr. Ivereigh und anderen Cheeerleadern macht. Sind sie Mitarbeiter, die heroisch ihre Karrieren in einem kommenden Papsttum opfern? Wagt jemand zu suggerieren, daß Magnum Principium wirklich eine Rückkehr der Kirche zu lokalen Riten und Gebräuchen, die sich gegenseitig bereichern, sein könnte? Ich denke nicht, aber es ist eine Möglichkeit. Der Ritus des Ordinariates scheint diese Wirkung zu haben, wenn er zelebriert wird.

Augenscheinlich  wird eine große Zahl von Französischen Seminaren geschlossen, ebenso wie eine ganze Anzahl alter Klöster und praktisch jedes Kloster ist ein Altersheim geworden. Ich bin nicht sicher, welche Zahlen wir dieses Jahr haben werden, aber letztes Jahr hatten wir nur 3 Seminaristen. Als ich im Seminar war, gab es in dieser Stadt Brighton fast 30 Priester, nach 17 Jahren - 2030- können wir glücklich sein, wenn wir 2 haben, die unter 65 Jahre alt sind, und sie werden vorzeitig wegen Erschöpfung sterben. 

Die Sache ist die, daß es nicht an Berufungen fehlt, aus meiner kleinen Gemeinde haben wor drei Männer, zwei bereiten sich auf das Priestertum vor und einer ist in einem eher strengen kontemplativen Kloster, aber sie waren sehr für den Alten Ritus engagiert und sind in Gemeinschaften außeralb der Diözese gegangen. 
Es ist nicht einmal das Fehlen kontemplativer Geweihter, es gibt neuen Klöster, die auf den Kanalinseln und in der Diözese von Lancaster gegründet wurden, aber auch dort werden die Schwestern nach dem Alten Ritus zelebrieren. Das einzige blühende Kloster-ohne Skandal- in Italien - in Norcia-gehört (trotz bischöflichen Widerstands) zum Alten Ritus.
Das selbe in in Frankreich, wo ein Viertel der in diesem Jahr ordinierten Priester dem Alten Ritus anhängen und wo das klösterliche Leben zurückgeht, aber die Klöster nach dem Alten Ritus wie Fontgombault aktuelle neue Gründungen machen.
Ich bin durchaus willens, zu akzeptieren, daß es nicht der Ritus selbst ist, sondern die Theologie  die zu diesem Ritus gehört, oder der "kirchlichen Erfahrung", die mit ihm einher geht.
Auf praktischer Ebene scheint der Alte Ritus zu funktionieren.

Warum sind wir unfähig zu fragen: "Hat es funktioniert?" - wahrscheinlich wegen der ideologischen Verbindung- ziemlich ähnlich wie im Politbüro der Sowjet-Union, das es sich selbst nicht erlaubt Tatsachen zu hinterfragen, bis lange nachdem es hzusammengebrochen ist.

Quelle: st.marymagdalenblog, Fr. R. Blake

Freitag, 17. November 2017

R.I.P. Bischof Li

rorate caeli berichtet über das Ableben des chinesischen Untergrundbischofs Li.
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                     BISCHOF LI, SEMPER FIDELIS, STIRBT MIT 97 JAHREN
Heute, um 11:20 mitteleuropäischer Zeit starb Bischof Joseph Li Side, ein heimlich geweihter Untergrundbischof im Alter von 97 Jahren. Beten wir für ihn:

Bischof Li war in der Chinesischen Kirche sowohl ein Pfeiler des Traditionalismus als auch dem Hl. Stuhl treu.

Noch in seinen 90-er Jahren übersetzte er das Missale von 1962 ins Chinesische, um dem chinesisch sprechenden Klerus das Verstehen der Gebete zu erleichtern. Dieses große Projekt wird bis weit in die Zukunft für die Katholischen Chinesen große Bedeutung haben.

Auf einer mehr persönlichen Ebene haben er und einige Priester seiner Diözese die Bewegung für die Alte Messe stark unterstützt.

Die Novus Ordo Missa wurde in China nicht vor 1980 eingeführt, so daß es noch eine Generation von Priestern gibt, denen im Seminar die Alte Messe gelehrt wurde. Siehe das Una-Voce-Papier zur Außerordentlichen Form und China.

Ein bißchen mehr über ihn und seine Aktivitäten gibt es hier  klicken

Quelle: rorate caeli

                                                Requiescat in Pace!

 


Fundstück

Gefunden bei CNA-Deuschland.
Dort berichtet Marco Mancini über den internationalen und interdisplinären Kongress  zum Thema
"Deus summe cognoscibilis. Die theologische Aktualität des heiligen Bonaventura".
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Titel:  "Benedikt über Bonaventura zum 800. Geburtstag" 

Der Papa emeritus hat wegen seiner Nähe und Verbindung zum Hl. Bonaventura ein Grußwort an die Kongresstreilnehmer geschrieben:

"Beim Betrachten des Programms für das Symposium fällt mir auf, um wie vieles reicher das Bild des heiligen Bonaventura in der Zwischenzeit geworden ist und wie viel er uns somit zu sagen hat, gerade in diesem besonderen Moment der Geschichte. 
Deshalb kann ich nur dankbar sein für das, was im Symposium vertieft und diskutiert werden wird. Ich freue mich schon auf alles, was ich durch die Lektüre der Texte lernen werde, wenn ich auch sicherlich nicht das gesamte, gewaltige Werk lesen werde können,  wie es im Programm angekündigt ist."

Quelle: CNA, M.Mancini, 

Noch ein Tweet....


Kardinal Sarah kritisiert das vorrangige Engagement der Kirche in politischen und sozialen Fragen

Pete Bablinsky berichtet bei LifeSiteNews über ein Interview, das Kardinal R.Sarah gegeben hat.
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"KARDINAL SARAH:  DIE KIRCHE MACHT EINEN SCHWEREN FEHLER, WENN DIE FLÜCHTLINGSKRISE IHRE ERSTE MISSION IST."  

"Die Kirche würde die "wahre Krise", der sie sich heute gegenüber sieht, ignorieren, wenn sie sich eher auf Themen sozialer Gerechtigkeit konzentriert als auf ihre Grundmission, zu evangelisieren" warnt Kardinal Robert Sarah in einem jetzt veröffentlichten Interview.

"Die Kirche macht einen schweren Fehler bzgl der wahren Krise, wenn sie denkt, daß ihre Hauptmission sei, Lösungen für alle politischen Probleme anzubieten, die mit Gerechtigkeit, Frieden, Armut, der Akzeptanz für Migranten etc. anzubieten, während sie die Evangelisierung vernachlässigt",  sagte der Kardinal am 18. April zu "Hilfe für die Kirche in Not".

Sarah, der Präfekt der Liturgiekongregation ist, sagte, daß während die Kirche "sich nicht von den menschlichen Problemen abwenden kann, sie aber unweigerlich in ihrer Mission scheitern wird, wenn sie "ihr wahres Ziel vergißt."

Der Kardinal zitierte Yahya Pallavicini, einen Italiener und früheren Katholiken, der zum Islam konvertierte, um zu diesem Punkt zu kommen: " Wenn die Kirche, mit der Obsession, die sie heute gegenüber den Werten Gerechtigkeit, soziale Rechte und dem Kampf gegen die Armut zeigt, wird sie am Ende ihre kontemplative Seele vergessen, in ihrer Mission scheitern und sie wird von sehr vielen ihrer Gläubigen verlassen werden, wegen der Tatsache, daß sie in ihr nicht mehr das wiedererkennen, was ihre spezifische Mission ausmacht."

Die Mission der Kirche wird von Jesus im Matthäus-Evangelium zusammen gefaßt, als er seine Jünger aussandte "geht in und macht Jünger aus aller Welt, tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes und lehrt sie, allem zu gehorchen, was ich euch gebiete."
Diese Mission bedeutet nach dem Katechismus der Katholischen Kirche "allen Völkern das Königreich Christi und Gottes zu verkünden und es zu verbreiten."

Sarahs Bemerkungen sind interessant, wenn man den Nachdruck bedenkt, den Papst Franziskus auf die Arbeit der Kirche mit Migranten und Flüchtlingen legt. In seinen Reden an die Führer der Welt beleuchtet Papst Franziskus häufig politische Probleme, wie Migration und erwähnt den evangelischen Ruf Christi selten.

Die Emphase des Papstes für das "Brücken bauen-nicht Mauern", Migranten "keine Gefahr zu nennen" und die Gastfreundschaft für die Gefangenen "unsere größte Sicherheit gegen Akte von Hass und Terrorismus sind" hat einige Bischofskonferenzen dazu gebracht, ihre Prioritäten zu verschieben.

So wurde z.B. die us-amerikanische Bischofskonferenz von Franziskus´ Ernannten dazu gezwungen ihre Richtlinien für die Wahl 2016 umzuschreiben- mit einer Betonung auf Immigration, Armut und Umwelt aber Leben und Familie herunterzuspielen.

Tweet zum Tage und zum Freuen

Der Besucherstrom bei Benedikt XVI reißt nicht ab:



Roberto de Mattei widerlegt Rocco Buttiglione

Marco Tosatti räumt Prof. Roberto de Mattei in seinem blog "Stilum Curiae" Platz für eine "freundschaftliche Kritik" an den Thesen Rocco Buttigliones zur Verteidigung von AL ein.
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"FREUNDSCHAFTLICHE KRITIK AN DEN THESEN VON ROCCO BUTTIGLIONE"
von Roberto de Mattei 

"Ich kenne Rocco Buttiglione seit mehr als 40 Jahren. Wir waren Assistenten von Prof. Augusto del Noce (1910-1989) in der Fakultät für Politische Wissenschaften der Universität La Sapienza in Rom, aber seit damals gehen unsere Überzeugungen auseinander, besonders was unser Urteil über die Moderne angeht.
Buttiglione betrachtete den historischen Prozess, der von der Französischen Revolution eingeleitet wurde als mit dem Christentum kompatibel- ich halte ihn für inkompatibel.

Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten habe ich die Arbeit Buttigliones als Minister für Kulturelle Güter der Regierung Berlusconi  (2005-2006) und habe ihm meine Solidarität ausgedrückt, als ihm 2004 die Nominierung zum Europakommissar verweigert wurde, weil der Homoaexulität "als Sünde" "definiert hatte.
Ich erinnere daran, um meinen ernsten Vorsatz zu beweisen, eine "freundschaftliche Kritik" an seinen Thesen zu formulieren, so wie es Buttiglione wirklich ernst damit ist, wenn er in seinem jüngsten Buch mit Prof. Josef Seifertm, seinen Freund auf Lebenszeit bekämpft (Antworten auf die Kritiker von Amoris Laetitia, mit der weisen Einleitung von Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Ares, Mailand 2017, 41 S.)
Der Band -gerade veröffentlicht- umfaßt 200 Seiten-aufgeteilt in 4 Kapitel)

Darin steht nichts, was die Leser Buttigliones nicht kennen. Die Kapitel bestehen in der Tat aus bereits andernorts zwischen 2016 und 2017 publizierten Essays. Das erklärt die zahlreichen Wiederholungen und deshalb ist es hilfreich, die Grundthese zusammenzufassen: die Möglichkeit wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuzulassen, weil -in manchen Fällen- bei manchen Personen, wenn ihre Handlungen illegitim sind, sie aus fehlendem vollen Bewutßsein und freiwilliger Zustimmung trotzdem keine Todsünde begehen." (S. 172)


Donnerstag, 16. November 2017

Fundstück

Manchmal gibt es in Zeiten des Kirchenverkaufs- und abrisses auch gute Nachrichten - jetzt z.B. aus Utrecht. Die St. Willibrord-Kirche, bislang im Museumsstatus, ist von der FSSPX erworben worden, am 12. November hat Bischof Fellay dort den Wiederherstellungsritus und dann ein Pontifikalamt zelebriert.
Katholisches info hat berichtet:   klicken

Marco Tosatti sucht nach Verschwörern und Komplotten, die angeblich die Franziskus-Revolution blockieren,

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die Verschwörungstheorien, mit denen die Papst Franziskus´ treuen Anhänger zu erklären versuchen, warum die so groß angekündigten Reformen oder gar die erhoffte Revolution dieses Pontifikates nicht stattfinden.
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"DER MYTHOS DER VERRATENEN (UND BEHINDERTE) REVOLUTION. ANGEWANDT AUF DAS BERGOGLIO-PONTIFIKAT. IST DAS GLAUBWÜRDIG?"

               Geheime Konten, verborgene Wahrheiten, 
               Erpressung: die Blockade der Macht, die 
               die Revolution von Franziskus behindert.

"In der Geschichte der Menschheit und der Politik gibt es einige wiederkehrende Beispiele, bequem und viel benutzt- insbesondere von den Fans der Autokraten.
Eines davon ist dieses: "er wollte so vieles zum Besseren verändern, aber sie haben es ihn nicht tun lassen....jene da, die ...wenn es für ihn gewesen wäre.....Er hatte so wunderbare Ideen....Jene hätte er wie...

Wobei "jene die" immer und sicher eher vage ist. Die Physiognomie und die Identität jener die sich (meistens auf siegreiche Weise) gegen : Reformen, Reinigung, Klarheit, Transparenz, Ehrbarkeit usw. stellen und  Großen Führer lobpreisen, kennen sie nicht. Das ist ungewöhnlich, weil man im Allgemeinen viele Dinge und Details kennt.

Das "daß" ist einzigartig,
Jedenfalls in gewissen Fällen.
Und nornalerweise stehen dem Großen Führer Scharen von Professionellen und Dilettanten zur Verfügung, Federn die bereit sind, auch noch die kleinsten  Teile seiner tiefen Gedanken weiter zu verbreiten.
Stellen wir uns vor, daß wir wissen, wer die Urheber der Stöcke zwischen den Rädern und der Steinchen im Getriebe der Großen Maschinerie der Güte  und Gerechtigkeit sind, würde ich damit nicht in die vier Winde herausplatzen.

Daran mußte ich denken, als ich die letzte literarische Äußerung von Gianluigi Nuzzi las. "Ursünde" mit dem verlockenden Untertitel  "Die Blockade der Macht, die die Revolution von Franziskus behindert"
Er läßt vermuten, daß in den Apostolischen Palästen eine Herde von Mauwürfen sind, die graben und wühlen, während der arme Pontifex -allein auf seiner Etage im Hotel Santa Marta hört, wie die Säulen seiner Neuen Kirche unter den Geräuschen der mahlenden Zähne zerbröckeln.

Dann habe ich nachgedacht und mich gefragt: aber wer ist das?
Und habe im Geiste ein schnelles screening der Menschen durchgeführt, die die Macht in der Kurie und anderswo haben. Wenn Sie ein bißchen Geduld haben, folgen Sie mir und dann werden wir gemeinsam den Schluss aus den Vorwürfen ziehen.....

Der Hauptmitarbeiter des Pontifex ist der Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, und er ist vom Papst selbst auf diesen Posten berufen worden.
An seiner Seite ist der Substitut des Staatssekretariates Msgr. Angelo Becciu.
Er ist von Benedetto nominiert worden, aber wir können, ohne zu zögern sagen, daß er jetzt der Vertrauensmann des Papstes ist.
Es ist kein Zufall, daß Becciu zum päpstöichen Delegierten beim Malteser Orden ernannt wurde, als "Kommissar" und bei einer Operation, die danach riecht, daß Geld und Macht vor Spiritualität gehen und die vielleicht der  historische Makel dieses Pontifikates bleiben wird.

Fahren wir fort. Die Glaubenskongregation.
Da war Kardinal Müller, loyal zum Papst, aber mit einigen Vorbehalten gegenüber einigen seiner Entscheidungen. Der Pontifex hat sein Mandat  nach Ablauf der 5-Jahre-Amtszeit auslaufen lassen und ihn fortgeschickt, ohne ihm eine andere Aufgabe zu geben, und hat ihn durch einen jesuitischen Mitbruder, Msgr. Ladaria, ersetzt.

Eine andere zentrale Kongregation in der Kirche, ist die Kleruskongregation. Eine der ersenen Handlungen der Regierung von Papst Franziskus war es, ohne Erklärung einen Experten wie Kardinal Piacenza durch eine ihm treue Person zu ersetzen, Kard. Beniamino Stella , Ex-Diplomat und- wie einige sagen- graue Eminenz des Pontifikats.
Die zweite wichtige Kongregation ist die für die Bischöfe, die noch ihren Präfekten  Kard. Ouellet an ihrer Spitze hat, der von Benedikt XVI nominiert wurde.
Aber Ouellet hat keine Zeit verloren, dem Papst seine Treueerklärung zu präsentieren; und tatsächlich ist er normalerweise Dank einer Aktion des Sekretärs der Kongregation von den Entscheidungen seiner Kongregation befreit, einem sehr vertrauten Freund des Sondersekretärs des Papstes, der mit erstaunlicher und außerordentlicher Geschwindigkeit in dieses Amt erhoben wurde.
U.a. arbeitet dieser Sondersekretär des Pontifex auch in der Bischofskongregation und bei der fällt kein Blatt, wenn es der Papst nicht will.



Fr. Cipolla: Was bedeutet dieTradition des priesterlichen Zölibats? Oder die Versuchsballons Alt-60-er "Gangs"

rorate caeli veröffentlicht heute einen lesenswerten Artikel von Fr. Richard Cipolla über das, was er einen "Versuchsballon" bzgl, des priesterlichen Zölibats nennt.
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"WARNUNG DAVOR, VERHEIRATETE PRIESTER ZU ORDINIEREN- VON EINEM VERHEIRATETEN PRIESTER"

Wieder einmal hören wir aus den höchsten Kreisen der Macht in der Kirche von der Möglichkeit, verheiratete Männer zum Priesteramt zu ordinieren. Aber diesesmal wird nicht über Männer in "speziellen Umständen" gesprochen sondern ganz allgemein.
Ich war in der Lage und gesegnet, während ich verheiratet war,  wegen einer vom Hl. Johannes Paul II 1982 erlassenen besonderen pastoralen Bestimmung als katholischer Priester ordiniert zu werden,  die verheirateten Episkopalen Priestern erlaubte, die die Episkopal-Kirche aus Gewissensgründen verlassen hatten und für ein katholisches Priesteramt in Betracht gezogen wurden.
Für mich waren die Gründe, den Anglikanismus zu verlassen, die Frauenweihe zum Priesteramt und weibliche Bischöfe und die zunehmende Geschwindigkeit, mit der die Bande zum Orthodoxen Christentum durchtrennt wurden. Die kürzliche Schaffung des Anglikanischen Ordinariats ist das Resultat einer ähnlichen Situation, in der anglikanischen Priestern, die in voller Kommunion mit der Katholischen Kirche sein wollen, dieses spezielle Privileg und diese Gnade zugestanden wurde.

Aber was jetzt in den höchsten Ebenen der Kirche bedacht wird, ist verheiratete Priester generell zuzulassen. Jene, die das vorantreiben, sagen, daß sie das wegen des ernsten Priestermangels in bestimmten Gegenden der Welt tun, d.h. jenen Gebieten, die mit dem "Westen" assoziiert werden.
Natürlich stellen sie nie die Frage. warum so wenige Männer ins Priestertum berufen werden (außer denen, die die Tradition lieben).
Deshalb ist ihre Lösung "viri probati" zu ordinieren, verheiratete Männer, die ein gutes Beispiel dafür sind, was es bedeutet, ein katholischer Mann zu sein.
In diesem Pontifikat muß man sich vorsehen, bei jedem Versuchsballon, der über Santa Marta aufsteigt, negativ zu reagieren. Aber dieser Versuchsballon - wenn er in einem Luxus-Flugzeug erblüht- würde das Priestertum für eine radikale Neuformulierung öffnen, die das Verständnis des Priestertums in der Katholischen Tradition verleugnen würde.

Es ist sicher wahr, daß der Hl. Petrus verheiratet war. Das Evangelium berichtet uns von der Heilung seiner Schwiegermutter. Aber das ist sicher keine Basis für eine Aufgabe des zölibatären Priestertums. Wir hören nie über die Frau oder die Familie des Petrus. Sie sind nicht Teil der Evangelien.
Wir wissen, daß Petrus alles aufgab und "Menschenfischer" wurde. Der priesterliche Zölibat ist Teil der Entwickung der Doktrin des Priestertums, eine Entwicklung, die im Westen schon im 4. Jahrhundert beginnt.
Es ist auch wahr, daß der priesterliche Zölibat in der Kirchengeschichte nicht immer durchgesetzt wurde, aber Priester, die mit ihren Frauen leben und Kinder haben, wurden nie als Norm oder Ideal betrachtet.  Auch führte diese Situation nicht zum Überdenken des klerikalen Zölibats.
Tatsächlich haben die großen Reformer jedes Zeitalters alles getan, was sie konnten, um den priesterlichen Zölibat zu bestärken und sie taten das wegen der Beziehung des Zölibats zur Ehelosigkeit Christi selber und besonders zu Christus als dem Hohen Priester.

Obwohl verheirateten Männern in den Ostkirchen das Priestertum erlaubt ist, ist ihre Situation ganz anders als die Katholischer Priester. Und- bedeutsam sowohl in Ost und West- alle Bischöfe, die das volle Priesteramt haben- müssen zölibatär leben.


Mittwoch, 15. November 2017

Fundstück "Kein Dementi in Sicht"

gefunden bei domradio.de  
Unter dem Titel "Kein Dementi in Sicht" schreibt domradio. de über die bisherige Weigerung von Kardinal Sarah der Bitte/Aufforderung des Papstes nachzukommen, dessen "Korrekturbrief" an Zeitungen, Bischöfe und andere Adressaten weiterzugeben.
Mit dieser Weigerung ist der Kardinal immerhin in guter Gesellschaft- und nimmt sich ein Beispiel am Pontifex.
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Steve Skojec kommentiert bei OnePeterFive Ewdard Pentins Burke-Interview

-besonders auch im Hinblick auf die us-amerikanische Kirche -aber auch mit einem Blick in die Zukunft, nach einer möglichen formalen Korrektur des Pontifex durch die verbliebenen dubia-Kardinäle und er beendet seinen Artikel mit einem Bittgebet an den Herrn.
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"KARDINAL BURKES FINALER APPELL AN DEN PAPST: UNSERE AUFNAHME"

"Gestern Abend bekam ich von einer zuverlässigen Quelle die Nachricht, daß heute etwas passieren würde, bzgl, des andauernden und wie es aussieht nie endendem Prozesses, das die Dinge in Richtung der erwarteten "formalen Korrektur"des Papstes bewegen würde. Mir wurde gesagt, daß das nicht die formale Korrektur sein würde, sondern etwas, was der vorausgeht.
Nur daß es heute, am 14. November, dem Jahrestag der Veröffentlichung der 5 dubia zu "Amoris Laetitia", ein Statement oder etwas ähnliches geben würde.

Als Edward Pentins neues Interview mit Kardinal Burke heute um 15:00 veröffentlicht wurde, hatten wir die Antwort. Nicht nur, daß es nicht die formale Korrektur war, sie wurde nicht einmal erwähnt.
Unsere Zusammenfassung des Interviews heute beinhaltet eine Liste der Nach-Exhortation-Meilensteine während des vergangenen Jahres bis heute, aber es ist klar, daß so wie es ist, der Wind weiterhin vorwärts- in Richtung Zukunft- bläst. Für wie lange, scheint niemand zu wissen.

In dem Interview trägt Kardinal Burke -wenn auch ein bißchen mild- vor, daß die Dinge unhaltbar geworden sind.  Er benutzt Ausdrücke wie "zunehmende Verwirrung" und "schwerwiegendste Angelegenheiten" und "Schwere der Situation, die dauernd schlechter wird".
Wie er es getan hatte, als AL zuerst veröffentloicht wurde, besteht Burke darauf,-und widerspricht damit einer Reihe päpstlicher Verteidiger - daß die Exhortation nicht lehramtlich ist.
"Das Lehramt" sagt er "ist eine Gabe Gottes an die Kirche, um Klarheit zu Themen herzustellen, die das Glaubenserbe betreffen. Durch ihre Natur können Behauptungen, denen diese Klarheit fehlt, nicht als Ausdrücke des Lehramtes angesehen werden."
Er spricht vom Schaden, der der Lehre und den Sakramenten zugefügt wurde, von einem vorgeschlagenen "Paradigmenwechsel in der gesamten Moralpraxis der Kirche" bis zu einer Subversion von "essentiellen Teilen der Tradition".
Er spricht von den Folgen der benutzten Argumentation für die Moral, die von Al für die sog. pastorale Fürsorge empfohlen wird und fragt, "was passieren würde, wenn diese Argumentation auf andere Fälle angewandt werden würde, z.B, auf einen Arzt, der Abtreibungen durchführt, auf einen Politiker, der zu einem Korruptionsring ggehört, auf eine Person, die leidet, der eine assisitierten Selbstmord beantragt?"

Am Ende richtet er einen "finalen Appell" an den Papst seine Brüder im Glauben durch eine klare Formlierung der Lehre sowohl die Christliche Moral als auch die sakramentale Praxis der Kirche betreffend- stärkt."


Letzter Versuch.....Kardinal Burke macht den nächsten Schritt

Steve Skojec berichtet bei OnePeterFive über das Interview, das Kardinal R. Burke am gestrigen 14. November Edward Pentin vom National Catholic Register gegeben hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE VERBLIEBENEN DUBIA KARDINÄLE MACHEN DEN NÄCHSTEN SCHRITT AUF EINE FORMALE KORREKTUR HIN"

"Heute vor einem Jahr, am 14.November 2106, haben 4 Kardinälen den formalen Schritt getan, eine Reihe von  dubia zu veröffentlichen- Fragen über zweifelhafte theologische Vorschläge - die sie Papst Franziskus zwei Monate vorher direkt gestellt hatten.
Die dubia bezogen sich auf die pastoralen Richtlinien für wiederverheiratete geschiedene Katholiken, die more uxorio (in einer sexuellen Beziehung )leben , wie sie im Opus Magnum des Papstes, dem 264-Seiten starken, ca. 60.000 Worte enthaltenden postsynodalen apostolischen Exhortation "Amoris Laetitia" (AL) entworfen werden.
Heute. nachdem ein Jahr vergangen ist, ohne eine einzige Antwort und ohne, daß eine Audienz gewährt wurde, ein Jahr in dem zwei der vier dubia-Kardinäle gestorben sind, hat Kardinal Burke ine einem neuen Interview darauf hingewiesen, daß das Schweigen des Papstes eine ungenügende Antwort auf die schwerwiegende Verwirrung und Sorgen ist, die seine Exhortation hervorgerufen hat.

In einem Interview vom 14. November mit dem National Catholic Register, hat Kardinal Burke einen "letzten Aufruf" an Papst Franziskus gerichtet und die "immer schlimmer werdende" Schwere der Situation zitiert, die der Exhortation im Schlepptau folgte.

Burke sagt, daß die Sorge der dubia -Kardinäle war es immer, präzise festzulegen, was der Papst als Nachfolger Pegtri lehren wollte und er kehrt zu einer anfänglichen Analyse des Dokumentes zurück und sagt, daß "durch ihre wahre Natur- Behauptungen, denen diese Klarheit fehlt, nicht qualifizierter Ausdruck des Lehramtes sein können." 
Burke fährt fort:

" Es ist offensichtlich, daß einige der Hinweise in Amoris Laetitia,, die essentielle Aspekte des Glaubens und der Praxis des Christlichen Lebens betreffen von einander abweichen und manchmal nicht zueinander passen. 
Diese nicht zu leugnende Tatsache bestätigt, daß diese Hinweise zweideutig sind und viele verschiedene Lesarten zulassen, von denen viele zur Katholischen Lehre  im Widerspruch stehen. 
Die Fragen, die wir Kardinäle gestellt haben, beziehen sich also darauf, was genau der Hl. Vater gelehrt hat und wie seine Lehre mit dem Glaubenserbe harmonisiert- angesichts dessen, daß das Lehramt nicht über dem Wort Gottes steht, sondern ihm dient, und nur lehrt, was weitergegeben wurde, - durch frommes Zuhören, gewissenhaftes Bewahren und es treu in Übereinstimmung mit einem göttlichen Auftrag und der Hilfe des Hl. Geistes zu erklären. bezieht es (das Lehramt) aus diesem einen "depositum fidei" alles, was es im Glauben als göttlich offenbart präsentiert-. (II. Vaticanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum, Nr. 10)"

Indem er sich, wie es aussieht auf Professor Josef Seiferts Analyse bezog, daß die logische Folge der Anwendung gewisser in AL vorgeschlagener Prinzipien die Zerstörung des gesamten Gebäudes der Katholischen Morallehre sein würde, sagte Burke, daß 
"um zu verstehen, wie weitreichend die vorgeschlagenen Änderungen sind, reicht es zu denken, was passieren würde, wenn diese Argumentation in anderen Fällen angewendet würde, wie z.B. bei einem Arzt der Ábtreibungen vornimmt, einem Politiker, der zu einem Korruptionesring gehört oder einem leidenden Menschen, der beschließt, einen assitierten Selbstmord zu erbitten....."


Father Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes Klartext (wie so oft)  über Doppelstandards im aktuellen Pontifikat.
Hier geht´s zum Original:   klicken

               "DOPPELSTANDARDS 2, 3 und 4...."
"Es ist schwer, immer sicher zu sein, was Papst Franziskus gesagt hat, weil während seines gesamten Pontifikates dauernd das Risiko bestand, daß falsch berichtet oder er falsch verstanden wurde. Ich stelle dieses sehr wichtige "caevat" im voraus fest, während ich amüsante Beispiele für Dopelstandards aufliste.

2) PF sagte Kardinal Müller, daß er beschlossen habe, offizielle Mitarbeiter der Kurie nach Ablauf ihrer fünfjährigen Amtszeit nicht erneut zu ernennen, Müller durfte sich selbst als erstes Opferr dieser neuen Konvention betrachten.

Es scheint aber Unsicherheiten darüber zu geben, ob PF diese Norm einheitlich angewandt hat- oder überhaupt....

3) PF hat in den fernen Tagen laut über Parrhesia gesprochen, als er hoffte, das würde die Synodenväter dazu ermutigen. das zu sagen, was er sie sagen hören wollte. Es gibt ein Gerücht, daß er in letzter Zeit mehr als zurückhaltend war, das pi-Wort auszusprechen.

4) PF soll Subsidiarität favorisieren, besonders in dem neuen aufregenden Sinn deutschsprachigen Hierarchen hzu erlauben, zu tun, was sie wollen. Aber....

a) vor wenigen Monaten, hat eine Römische Instruktion den Diözesanbischöfen das Recht genommen, neue religiöse Gemeinschaften innerhalb ihrer Jurisdiktion zu authorisieren, ohne vorherige Inspektion und Zustimmung durch die Kleruskongregation.

b) der Entwurf eines Dokumentes machte in Rom die Runde, nach dem junge Kleriker in den römischen Kollegs - egal wer die Ordinarien in ihrer Heimatdiözese sind- aufgefordert werden, zu konzelebrieren, damit sie sich nicht die schreckliche Sitte zulegen, privat täglich die Messe in der Außerdordentlichen Form zu zelebrieren, [Weiß irgendwer. was aus diesem Vorschalg geworden ist?]

4) a und b sind leicht zu verstehen. Die große Renaissance des Katholizismus, die in der letzten Dekade der 25-Jahre andauernden Wojtla-Ratzinger-Dyarchie- hat die Jungen beiderlei Geschlechts überproportional beeinflußt.
Daher wurde das Ableben der alten Gemeinschaften, jetzt zu impotenter Senilität reduziert- wurde von jungen religiösen Ordern -die wie Pilze aus dem Boden schossen- begleitet, die entweder die Alte Messe bevorzugen oder- mit einem breiteren Angebot- die Alte Messe auf die Ebene der wählbare Gleichheit zur Neuen Messe heben.
Daher auch die Zunahme an Berufungen zum Hl. Priestertum in den Ecclesia Dei Gemeinden, aber - noch überraschender- auch in der Kirche allgemein.
Das hat zu einem neuen Phänomen junger Priester geführt. die aus pastoralen Gründen willig die Neue Messe feiern werden (wenn auch nicht immer mit den modernsten rituellen Optionen  aus den 70-er Jahren), aber deren innerer Goldstandard die Alte Messe ist und die- wenn die pastoralen Erfordernisse es nicht anders verlangen- ihre tägliche private Messe immer nach dem Alten Missale zelebrieren.

Es überrascht nicht, daß es Leute gibt, für die diese neuen kulturellen Manifestationen weniger als unzweideutig willkommen sind. Jetzt eine ältere Generation, die sich aber immer noch auf den emotionalen Höhenflügen der späten Sechziger aalt, starren sie unter ihren lieben, erschlaffenden Augenlidern in die Gesichter der Jungen. Ist es bemerkenswert, daß sie in diesen Gesichtern die sichere Prognose ihrer eigenen Vergänglichkeit erkennen können?

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

  

Dienstag, 14. November 2017

Fundstück

Ein Video über den Kampf Benedikts XVI gegen pädophile Priester.  Gefunden haben wir es bei raffaella (grazie!)  - zusammengestellt hat es Gemma, eine Mitarbeiterin des blogs"Il blog di Raffaella"


         

Wie in Brüssel so auch in Paris


Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae über einen weiteren Rosenkranz-Zwischenfall in Paris.
Öffentliches Rosenkranzbeten wird zur Ordnungswidrigkeit oder gar zu einem Vergehen..... freitags jedoch auf Plätzen und Straßen wird mit anderem Maß gemessen. Man nennt es auch SOUMISSION.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PARIS WIE BRÜSSEL. EINE KIRCHE, EINE PASTORIN  UND LUTHER.  EINE GRUPPE VON JUGENDLICHEN REZITIERT DEN ROSENKRANZ. DIE POLIZEI STOPPT SIE."

"Nach Belgien Paris. In Brüssel in der Kathedrale hat eine Gruppe junger Männer während eines Gedenkens an den 500. Jahrestag des Beginns der protetantischen Reformation mit lauter Stimme den Rosenkranz rezitiert. Die Verantwortlichen in der Kathedrale hatten um das Eingreifen der Polizei gebeten, die die jungen Männer aus der Kirche entfernten.

Eine ähnliche Episode hat sich im Herzen von Paris, im Marais, in der Kirche Nôtre Dame des Blancs Manteux abgespielt. Am vergangenen 31. Oktober hatte ein vergleichbares Gedenken -in Anwesenheit einer Pastorin der Vereinten Protestantischen Kirche stattgefunden, die vor dem Altar tanzte.
Eine Gruppe von katholischen Jugendlihen hat sich in die Kirche begeben mit der Absicht das zu reparieren, was sie als Sakrileg betrachteten indem sie den Rosenkranz beteten.
Einige der Anwesenden haben- wie man auf den Bildern sehen kann- gegen das Gebet protestiert.
Die Polizei wurde gerufen und hat die Jugendlichen aus der Kirche entfernt und verhaftet.

Sie ist das Video der  Episode:


Quelle: Marco Tosatti, Stilum Curiae

"Wir werden es noch erleben, falls niemand den Papst erschießt oder vergiftet."

Sagte so triumphierend wie leicht kryptisch der Herr Zulehner bei der Herbstversammlung der Komitees der Bayrischen Katholiken zum Thema "verheiratete Priester".
Das und Aussagen von Kardinal Marx u.a. zum selben Thema kommentiert Maike Hickson bei OnePeterFive.  Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL MARX ERMUTIGT ZUR VIRI PROBATI DEBATTE;  PRIESTER SAGT VORUS; DASS DER PAPST VERHEIRATETE PRIESTER ZULASSEN WIRD"

"Während der letzten Woche hat der deutsche Kardinal Reinhhard Marx noch einmal die Diskussion über die Möglichkeit angeheizt, jene, die "viri probati"- also verheiratete Männer genannt werden, Männer, die ein tugenhaftes Leben führen, zu Priestern zu weihen. 
Inzwischen sind in Deutschland mehrere Berichte veröffentlicht worden, die wiedergeben, was Kardinal Marx selbst gerade erst bei der Versammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern gesagt hat- einer Versammlung der Diözesanräte der Bayrischen Diözesen und einiger anderer Organisationen und Institutionen mit kirchlicher Approbation.

Dem Bericht der offiziellen website der Deutschen Bischöfe "Katholisch.de" zufolge hat Kardinal Marx in seiner Rede am Freitag 10, November in München zur Diskussion über die viri probati ermutigt.
(Wie wir bereits im März 2017 berichtet haben,hat sich der deutsche Kardinal und Berater des Papstes im Rat der 9 Kardinäle zu Beginn etwas zögerlich gezeigt, diese Debatte zu eröffenen, obwohl wir da bereits unsere eigenen Zweifel an seiner angeblichen Abneigung und Zurückhaltung hatten).
Wie Katholisch, de es jetzt im Untertitel des eigenen Berichts ausdrückt: "Papst Franziskus spricht auch schon davon: Kardinal Reinhard Marx will eine breite Debatte über die Ordination verheirateter Priester."
Der Bericht fährt dann so fort:

"Der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erachtet es für legitim
neue Zugangswege zum Priestertum zu diskutieren. So sollte die Möglichkeit viri probati zum Priestertum zuzulassen gründlich bedacht und diskutiert werden-"in einem größeren Kontext des
Themas", sagte Marx Freitag Abend in München bei der Herbstversammlung des Bayrischen Regional-Komitees der Katholiken."


Einem Bericht der deutschen Katholischen Zeitung "Die Tagespost" zufolge, sagte Kardinal Marx, daß "Papst Franziskus jetzt mit einigen Leuten über diese Möglichkeit spricht."
Bei dieser Gelegenheit unterstrich Kardinal Marx auch, daß diese Initiative nicht aus Rom selbst kommt.
Er fügte hinzu, daß er keinerlei Entwicklung bei der Frage des weiblichen Priestertums sehe, insofern, daß die Kommission für das weibliche Diakonat noch kein eigenes Statement abgegeben habe. Der deutsche Kardinal unterstrich, daß er nicht viel von priesterlosen Gemeinden hält: "Die Eucharistie muß gefeiert werden."


Montag, 13. November 2017

Noch ein Fundstück.....

aus gegebenem Anlass gefunden in Marco Gallinas Fundgrube -dem Löwenblog:  klicken
nach schlechter alter Tradition in Deutschland immer noch salonfähig:
                      "DIE DEUTSCHEN ALS LEHRMEISTER DER POLEN"

Quelle: Löwenblog, M.Gallina

Fundstück: Antwort eines Pfarrers an einen anonymen Wandgestalter

Gefunden haben wir es auf der website aleteia. Hier geht´s zum Fundstück:   klicken
Der wackere Pfarrer von San Michele Arcangelo [sic] e Santa Rita hat dem anonymen Dekorateur einer Wand in seiner Pfarrei öffentlich auf seine pro-Abtreibungs-Parole geantwortet. Aleteia hat diese lesenswerte Antwort veröffentlich ( Grazie!) :

"Lieber anonymer Wandschreiber,
es tut mir leid, daß Du nicht dem Beispiel Deiner Mutter folgen konntest. Sie hatte Mut. Sie hat Dich empfangen, ihre Schwangerschaft durchlebt und hat Dich geboren.
Sie hätte Dich abtreiben können. Aber sie hat es nicht getan. Sie hat Dich gestillt und ernährt, Dich gewaschen und gekleidet. Und jetzt hast Du ein Leben und Freiheit.
Eine Freiheit, die Du nutzt, um uns zu sagen, daß es besser wäre, wenn auch Menschen wie Du nicht in dieser Welt wären.
Es tut mir leid, aber ich bin nicht einverstanden. Und ich bewundere Deine Mutter sehr, weil sie mutig war. Und es ist immer noch Zeit, weil sie- wie jede Mutter- stolz auf Dich ist, auch wenn Du Dich schlecht benimmst, weil sie weiß, daß es in Deinem Inneren etwas Gutes gibt, daß nur herauskommen müßte.
Abtreibung ist die "Sinnlosigkeit" von allem. Und es ist der Tod, der das Leben besiegt.
Es ist die Angst, die über ein Herz siegt, das aber kämpfen und leben will, nicht sterben.
Als ob es ein einfaches Recht wäre, auszuwählen, wer das Recht hat, zu leben und wer nicht.
Es ist eine Ideologie, die über die Menschlichkeit siegt, der sie Hoffnung nehmen will.
Jede Hoffnung.
Ich bewundere jene Frauen, die trotz tausend Schwierigkeiten den Mut haben, weiterzumachen. Du hast offensichtlich keinen Mut. Weil Du anonym bleibst.
Und wo wir schon dabei sind, würde ich Dir auch gern sagen, daß  wir in diesem Quartier schon genügend Probleme haben und keine Leute brauchen, die Wände beschmutzen und das bißchen Schöne ruinieren, das uns geblieben ist.
Möchtest du beweisen, daß du mutig bist? Mach die Welt besser statt sie zu zerstören. Hilf uns dabei, die Schmerzen ihres Leidens zu lindern. Und gib Leben anstatt es zu nehmen!
Das sind die wahren Mutigen.
Glücklicherweise gibt es in unserem Quartier, das Duzerstören möchtest, viele mutige Leute.
Die auch Dich lieben können, der Du nicht weißt, was du schreibst."
Don Andrea"

Quelle: aleteia

Die Kurienreform in ihrem Lauf.....

Andrea Gagliarducci unterzieht in seiner wöchentlichen Kolumne bei Monday in the Vatican das aktuelle Pontifikat und seine Personalentscheidungen im Rahmen der sog. Kurien-Reform im Hinblick auf historische und virulente Herausforderunen der Kirche einer kritischen Analyse.
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"PAPST FRANZISKUS: DIE NÄCHSTEN HERAUSFORDERUNGEN DES PONTIFIKATES"
"Es könnte wie ein Zufall erscheinen, daß einige der Ernennungen, die den Dientsplan der Kurie komplettieren in der selben Woche stattfanden, als in Rom in der Päpstlichen Gregoriana- Universität bei zwei Konferenzen "Licht auf das Leben der Christen in der Sowjet-Union" geworfen wurde.
Die Verbindung zwischen dem Thema Kurienreform, der Auswahl des Stabes und dem. was das Papsttum getan hat, um der härtesten antichristlichen Ideologie der Geschichte zu begegnen, darf nicht unterschätzt werden.

Zuerst zu den Ernennungen.
Papst Franziskus´ Pontifikat durchlebt jetzt gerade eine Übergangszeit.
Das Staatssekretariat könnte einer substantiellen Neuordnung unterworfen werden und mindestens drei seiner Spitzenmitarbeiter sollen zu Nuntien ernannt werden- also zu Botschaftern des Papstes.
Auch das Staatssekretariat wird verändert werden und einige Quellen behaupten, daß eine dritte Sektion gebildet werden soll.
Diese Sektion wird sich um die Nuntien kümmern und man sagt, daß sie von Erzbischof Jan Romeo Pawlowski geleitet werden soll, als Chef der "Repräsentation des Papstes". Am Ende sieht es so aus, als ob dieses Amt in den Rang einer Sektion erhoben worden ist.

In der Zwischenzeit - während die Kurienreform noch diskutiert wird, werden neue Dikasterien geplant. Die Art und Weise wie Papst Franziskus die bestehenden Dikasterien durch Ernennungen auffüllen will, wird bereits diskutiert.

Es gibt immer irgendwelche Bewegungen. Die Kongregation zur Evangelisierung der Völker hat in wenigen Monaten den Abgang ihres Sekretärs und Untersekretärs erlebt: Erzbischof Hon, der Sekretär, wurde Nuntius in Griechenland, die Nummer drei, Tadeusz Wojda wurde zum Metropolitanbischof von Bialystok bestimmt.
Jeder der über substantielle Neuerungen nachdenkt, wird dennoch enttäuscht sein.

Wie der Papst es bereits mit der Glaubenskongregation gemacht hat, wird er sich auch sonst auf Beförderungen von Innen heraus beschränken: Erzbischof Protase Mugambwa, beigeordneter Sekretär des Dikasteriums wurde zum Sekretär befördert, während der Posten des beigeordneten Sekretärs mit Giampetro Del Torso, emeritierter Sekretär des Päsptlichen Rates "Cor Unum" aufgefüll wurde, der zu der Zeit ohne Portfolio war, weil sein Dikasterium dem neuen Dikasterium für den Dienst an der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung eingegliedert wurde.

Sonntag, 12. November 2017

Händel forever

     

             

Kardinal Müller unterstützt Kardinal Sarah

Marco Tosatti kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana das jüngste Interview Kardinal G.L.Müllers mit der Passauer Neuen Presse.
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"DIE INTERPRETATION VON "MAGNUM PRINCIPIUM"

"DIE LITURGISCHEN ÜBERSETZUNGEN MÜLLER KÄMPFT AN SARAHS SEITE"
"Kardinal Gerhard Müller hat in einem Interview für die Neue Passauer Presse entschieden Stellung bezogen zur Unterstützung für Kardinal Robert Sarah in der Frage der Übersetzung der Liturgischen Texte und des Motu Proprio "Magnum Principium".
Wie bekannt ist, hat dieses Dokument den Bischofskonferenzen, was die Übersetzung der liturgischen Texte angeht, mehr Macht gegeben.
Kardinal Robert Sarah hat versucht, das Dokument so zu interpretieren, daß es Rom bei der Approbierung der vor Ort übersetzten Texte eine wichtige Rolle garantiert.
Aber er ist vom regierenden Pontifex durch einen Brief korrigiert worden, in dem der Wille bestätigt wird, die Kontrolle der Liturgiekongregation zu reduzieren.

Im PNP-Interview wurde Kardinal Müller gefragt: 
"Seit kurzem gibt es auch einen Konflikt zwischen dem Papst und Kardinal Robert Sarah, dem Präfekten der Liturgiekongregation. Anders als Sarah, läßt Franziskus den Bischöfen der Bischofskonferenzen mehr Freiheit bei der Übersegzung der liturgischen Texte. Ist das ein Affront gegenüber dem Kardinal?"

Müller hat geantwortet: 
"Es tut mir sehr leid, daß wegen dieser Frage der exakten Übersetzung der liturgischen TExte aus dem Lateinischen des Ritus Romanus solche Reibereien entstanden sind.
Die Sprache vereint, sie soll nicht trennen und Gegensätze entstehen lassen.
Was jetzt das Übersetzen angeht, muß man auf die Exaktheit der Inhalte achten, auf die Texttreue und auf eine wirkliche Übereinstimmung mit dem Geist und der Kultur der Zielsprache, in die man übersetzt, achten.
Die letzte Autorität in Zweifelsfällen kann nicht bei den Bischofskonferenzen sein, weil das die Einheit in der Katholischen Kirche zerstören und das Verständnis des Glaubens, der Kommunion und des Gebetes."

Der Purpurträger fügte dann hinzu: "Hier kann man sich nicht auf die politisierenden Kategorien des Zenztralismus und der Dezentralisation beziehen. "Das Gesetz des Glaubens ist das Gesetz des Gebetes."  Wir haben schon oft gesehen, daß die Übersetzer der biblischen und liturgischen Texte, uf die die Bischöfe sich hier berufen, die Texte unter dem Vorwand eines besserern Verständnisses abgeschwächt und verwässert haben.

Es wurde nach einigen Beispielen gefragt und der Ex-Präfekt der Glaubenskongregation hat geantwortet:
" Sehr anspruchsvolle Lehren -wie die der Sühne der Sünde durch Jesus am Kreuz, die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria, der Inkarnation Jesu, der Gabe seines Fleisches und Blutes in Form von Brot und Wein und andere Wahrheiten sind einigen Ländern hyperrationalisiert oder auf einen ethischen Appell reduziert worden und so wurde der reinigende Realismus des Katholizismus zerstört."


Father Blake über den Hl. Martin

Father R. Blake legt auf seinem st.marymagdalenblog die Legende vom Hl. Martin aus.
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   "DER SOLDAT UND SEIN MANTEL SIND RADIKAL"
"Die radikale Natur darin, daß der Hl.Martin dem Bettler seinen Mantel gab, wird leicht auf eine Sentimentalität verkürzt oder einfach übersehen: der Soldat Martin, ein Katechumene, trifft einen Bettler und dann- später in einer Vision oder einem Traum oder im Gebet sieht er, daß er seinen Mantel Christus selbst gegeben hat. Der Hl. Franziskus und der Aussätzige ist eine ähnliche Geschichte.

Diese Tat ist radikal wegen ihrer Aussage über die Persönlichkeit des Außenseiters, des Armen, Machtlosen. In der mittelalterlichen Welt wurde darin oft eine Erinnerung an die Menschenwürde
gesehen. Sie offenbart auf subtile Weise die anti-arianische Lehre Martins.

Martin hat zu einer Zeit gelebt, in der das Christentum legalisiert worden war, aber Armeen neigen dazu, konservativ zu sein, der Mithras-Kult scheint die dominierenden Religion der Armee gewesen zu sein.
Gelehrte glauben jetzt,  daß der Grund daß das Christentum zumindest von den Mächtigen unterdrückt und verfolgt wurde, obwohl es sich im 3. und 4. Jahrhundert in den Massen stark ausbreitete, um als großer Strom mit dem Staatsstreich Konstantins wieder aufzutauchen- genau in der trinitarischen und christologischen Lehre lag, die den Anti-Arianismus des Hl.Martins ( und seines Lehrers Hiliarius von Poitiers) unterstrich.
Das ist auch ein Hinweis darauf, warum der Arianismus für die oberen Klassen so attraktiv war.

Das Christentum bedrohte die Machtstrukturen der Römischen Gesellschaft: sie besagte, daß Sklaven und Bettler und die Armen gleichen Wert hatten wie der Kaiser oder die Patrizier, im selben Sinne, daß Zöllner und Sünder den Pharisäern gleichwertig waren, weil Christus in ihnen anwesend war.

Es scheint eine Verrücktheit- aber eine aakzeptierte- sich außerhalb des Christentums vorzustellen, daß alle im Staat und in der Gesellschaft von gleichem Wert sind. Wenn die Gesellschaft Christus ausschließt, ist es leicht, die Armen, die Ungeborenen, die Alten und rassische Minoritäten abzuwerten."

Quelle: St.marymagdalenblog, Fr.R.Blake

Magister: Bergoglios Revolution. Irreversibel?

Sandro Magister zieht bei Settimo Cielo bzgl. der von den seinen Wählern ersehnten und von den Gläubigen gefürchteten Bergoglio-"Revolution" Bilanz.
Hier geht´s zum Original:    klicken
Es sind wahrlich seltsame Zeiten, in denen einige Vaticanisti die Hauptkämpfer für Kirche und Glauben sind. Danken wir Sandro Magister für seinen Mut und seine Standhaftigkeit!

"BERGOGLIOS REVOLUTION IN KLEINEN DOSEN ABER IRREVERSIBEL"

"Auf der Weltbühne leuchtet Papst Franziskus´ Stern heller denn je, jetzt sogar als nuklearer Friedenbringer zwischen den USA und Nord Korea. Aber sogar innerhalb der Kirche findet er sich selber Schritt für Schritt in einem Weltkrieg wieder- einem seltsamen Krieg, zu dessen Entfesselung er selber beigetragen hat, absolut  davon überzeugt, daß der zu einem guetn Ende kommen wird.

Jorge Mario Bergoglio ist ohne Frage ein Erneuerer. Aber der Methode nach, bevor die Resultate sichtbar werden.

Er führt Neuerungen immer in kleinen Dosen ein, auf listige Weise, vielleicht in einer Fußnote, wie er es mit der inzwischen berühmten Fußnote 351 der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia! getan hat - nur um dann später - wie bei der ebenfalls berühmten fliegenden Pressekonferenz - wenn gefragt,  unschuldig zu sagen, daß er sich nicht einmal an diese Fußnote erinnern kann.

Und dennoch haben diese kryptischen Zeilen genügt, um in der Kirche einen präzedenzlosen Konflikt auszulösen, bei dem ganze Episkopate Kampfstellung einnehmen, in Deutschland zugunsten der Neuerungen und in Polen dagegen. und so über die ganze Welt- zwischen den Diözesen, zwischen Pfarrgemeinden, wobei das, was auf dem Spiel steht, nicht das  ja oder nein zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen ist, sondern am Ende die Unauflöslichkeit der Ehe und die Zulassung der Scheidung auch in der Katholischen Kirche, wie es bereits bei Protestanten und Orthodoxen der Fall ist.

Da sind die, die wegen dieser Verwirrung alarmiert sind, die die Kirche durchdringt. Aber Franziskus tut nichts, um das Haus wieder in Ordnung zu bringen. Er macht selbstsicher weiter.
Kein Anzeichen für auch nur ein ein Winken zu den Kardinälen, die ihm ihre eigenen "dubia" und die dieser vielen anderen übermittelten,  bzgl. kapitaler Fragen zur Lehre, die sie bedroht sehen und um deren Klarstellung sie bitten.
Er läßt die disparatesten Interpretationen frei kursieren, ob extreme konservative oder extrem progressive, ohne je eine von ihnen ausdrücklich zu verdammen.


Samstag, 11. November 2017

Zum heutigen St. Martins Tag

Heute ist Sankt Martin und er wird uns, zurecht, morgen wohl als der soziale Wohltäter par excellence verkauft und das ist er auch, aber der heilige Martin von Tours war kein softer heidadei Heiliger, der sanft und lieb und nett war und über den Wolken schwebend das Geld und Gut anderer Leute als Wohltaten verteilte, nein er war ein Mann mit Ecken und Kanten, ein Kämpfer für das Reich Gottes.,
 daher lauten seine letzten, überlieferten Worte auch:

Mein Gott, es ist ein harter Kampf, den wir in Deinem Dienste in diesem Dasein führen. Nun aber habe ich genug gestritten. Doch wenn Du gebietest, weiterhin für Deine Sache im Felde zu stehen, so soll die nachlassende Kraft des Alters kein Hindernis für mich sein. Ich werde die Mission, die Du mir anvertraust, weiter treu erfüllen. Solange Du befiehlst, werde ich streiten. Und so willkommen dem Veteranen nach erfüllter Dienstzeit die Entlassung ist, so bleibt mein Geist doch Sieger über die Jahre, unbeugsam vor dem Alter. Amen"


Heute vor 600 Jahren

Am 11. November 1417 wurde bei einem außerordentlichen Konklave beim Konzil von Konstanz Oddo di Colonna von 23 Kardinälen und 30 Delegierten des Konzilsrates zum Papst - Martin V- gewählt. Den Namen Martin wählte nach dem Heiligen des heutigen Tages- dem Hl. Martin von Tours.

                                        HEILIGER MARTIN BITTE FÜR UNS!

Dixit dominus meus


            

           Dixit dominus domino meo
           sede ad dextris mei
           donec ponam inimicos tuos
           ad scabellum pedum tuorum

          Psalm 110

Von G.F. Händel bei seiner ersten Italienreise im Alter von 21 Jahren komponiert ( möglicherweise im Auftrag Kardinal Colonnas) und mehrfach aufgeführt.

M. Tosatti über den Artikel des IOR-Direktors "Brüssel was hast du aus Jerusalem gemacht?" Lesen!

Marco Tosatti  veröffentlicht bei Stilum Curiae den erstaunlichen Artikel des Direktors des IOR- zu den Vorgängen in der Diözese von Brüssel-Malines -unter Kardinal Jozef de Kesel.
Hier geht´s zum Original: klicken

         "BERUFUNGEN, ANGRIFF DES IOR AUF DEN BISCHOF VON BRÜSSEL"
"La Libre Belgique hat einen Ausnahmekommentar gebracht: geschrieben hat ihn der Präsident des Istituto Opere di Religione (IOR), Jean-Baptiste de Franssu. Aus zwei Gründen ist das kein gewöhnlicher Kommentar.
Der erste betrifft die Identität des Unterzeichners, es ist eher selten, daß der für die Vatican-Bank Verantwortliche aus der Reserve kommt, die normalerweise zu seiner Rolle gehört.
Und das zweite Motiv erscheint noch interessanter, weil der Artikel- weit von verbalen und konzeptionellen Ambitionen entfernt-, eine nicht verborgene  Kritik an der Leitung der Diözese von Brüssel enthält - bis hin zum Titel:  "Brüssel, was hast du aus Jerusalem gemacht?"
Und natürlich auch an ihrem Prälaten, Msgr. Jozef De Kesel, Speerspitze des belgisch-katholischen Progressismus, Schüler und Kandidat des umstrittenen Kardinals Danneels, Freund und Berater des Pontifex.
De Kesel - wurde im Gegensatz zu seinem Vorgänger, Msgr. Léonard, sofort das Kardinalsbirett verliehen. Und das sicher ohne erkennbare Verdienste, wenn man seine Kirche und seine Diözese betrachtet.

Kern des Artikels ist die "Gemeinschaft von Jerusalem", eine der "neuen" Gemeinschaften, die in den 70-er Jahren in Paris entstanden sind, eine einzigartige Form der Präsenz, des Gebetes und des Apostolates. Mönche und Nonnen und Laien, die in ihr verbunden sind, haben das Charisma, im Zentrum der Stadt zu beten und meditieren, ohne daß ein Kloster sie isoliert.
2001 sind sie nach Brüssel gekommen und haben sich dort niedergelassen.
"Ein einzigartiger Schritt, der in den vergangenen 16 Jahren Brüder und Schwestern von Jerusalem aus verschiedenen Nationen nach Brüssel gebracht hat. Genauer gesagt nach Saint-Gilles, einem Quartier mit großer soziologischer und kultureller Vielfalt, mit großer muslimischer Präsenz. In der Peripherie- also jener prophetischen Peripherie von Papst Franziskus" schreibt de Franssu.

Der Leitartikel erinnert daran, daß die Gemeinschaft in diesen 16 Jahren eine große Nähe zu den verwundbarsten Menschen gezeigt hat, daß sie Bande von tiefer Freundschaft und Respekt mit allen Bevölkerungsteilen, die sie umgeben, geknüpft hat "in ihrer Arbeit in der Stadt, im brüderlichen Leben und in den dreimal täglich gefeierten, für alle offenen Gebetszeiten.
Sie sind Teil der Landschaft."

Die Diözese aber hat einen Plan zur "effizienten Verwaltung ihres Immobilienerbes " beschlossen, um- wie es scheint- auf den Priestermangel zu antworten." Ein Plan, der Risiken birgt, "wie der Hl. Vater bei diversen Gelegenheiten unterstrichen hat- erinnert der Artikel: "Tatsächlich kann die menschliche Effizienz die Fruchtbarkeit des Gebets in die zweite Reihe zurückdrängen".
Und genau in diesem Kontext hat die Entscheidung der Diözese die Präsenz der Gemeinschaft auf´s Spiel gesetzt.
Und die war nicht in der Lage, entsprechende Lösungen vorzuschlagen.
"Die vorgesehenen und vorgeschlagenen materiellen Lösungen entsprechen nicht den Bedürfnissen der Mönche und Nonnen. Deshalb haben die Brüder und Schwestern ihr Weggehen angekündigt.
Eine Wunde, dort drüben, in dieser Peripherie von Brüssel. Welch ein Verlust!"


Roberto De Mattei über die Luther-Wende von Papst Franziskus und einige historische Reminiszenzen

Prof. De Mattei beurteilt in einem Artikel bei "Corrispondenza Romana" die blasphemische Briefmarke des Vaticans zum Luther-Jubiläum als die "Luther-Wende" von Papst Franziskus. Nicht weniger als eine Wende also, also eine Kursänderung um 360 Grad, nicht mehr nicht weniger, die
von den meisten Katholiken mit erstaunlicher Gelassenheit hingenommen wurde.
Hier geht´s zum Original:  klicken
 

  "Papst Franziskus und sein "Luther-Wendepunkt"

"Am 31. Oktober 2016 hat Papst Franziskus das Luther-Jahr  mit einem Treffen der Repräsentanten des Luthertums in der Schwedischen Kathedrale von Lund eingeläutet. Seitdem folgten in der Katholische  Kirche Treffen und "ökumentische" Feiern einander ad abundantiam.

Genau ein Jahr später wurde der "Luther-Wendepunkt" durch einen symbolischen Akt besiegelt, dessen Ernsthaftigkeit nur wenige bemerkt haben. Die Vatican-Post hat eine Briefmarke herausgebracht, die das Geburtsdatum des Protestantismus am 31. Oktober 1517 feiert, das Datum, an dem Luther seine 95 Thesen ans Tor der Kirche in Wittenberg nagelte,

"5 Jahrhunderte Protestantische Reformation " kann man auf der Briefmarke lesen, die am 31. Oktober dieses Jahres vom Vatican-Briefmarken-Amt vorgestellt wurde.
Das offizielle Komuniqué beschreibt die Briefmarke so: "Sie zeigt den gekreuzigten Jesus im Vordergrund auf einem goldenen, zeitlosen Hintergrund, der die Stadt Wittenberg abbildet.
In Büßerhaltung-auf Knien rechts und links vom Kreuz- hält Martin Luther eine Bibel, Quelle und Mittelpunkt seiner Lehre, während Philip Melanchthon, Theologe und Freund Martin Luthers, einer der wichtigsten Protagonisten der Reformation, die Augsburger Konfession hält, die Confessio Augustuana, die erste Exposition der von ihm verfaßten protestantischen Prinzipien."


Freitag, 10. November 2017

Fortsetzung: Prof. Seifert nimmt zu den kritischen Äußerungen Rocco Buttigliones zu seiner Kritik an Amoris Laetitia Stellung

Fortsetzung zu "Prof.Seifert nimmt zu den kritischen Äußerungen Rocco Buttigliones zu seiner Kritik an Amoris Laetitia Stellung" 
Hier geht´s zum Gesamtoriginal (mit einigen Kürzungen) :  klicken


"Die Neuerungen von Al sind nicht primär doktrinaler Art sondern pastoral und so eher Subjekt der Kategorien Vorsicht oder Unvorsichtigkeit als wahr oder falsch; z.B. wenn Päpste in der Vergangenheit bei den Ausübung ihres ordentlichen Lehramts in päpstlichen Bullen oder Enzykliken verlangten, daß Ketzer, Zauberer und Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollten, oder wenn sie durch Bullen ganze Städte exkommunizierten, weil deren Fürsten Krieg gegen den Vatican führten, bin ich sicher nicht verpflichtet, zu glauben, daß das eine vorsichtige pastorale Entscheidung war.
Buttiglione selbst, sagt ein wenig widersprüchlich, daß die neue Lehre von Al eine rein pastorale ist und er hat auch festgestellt, - zumindest in Briefen an mich- daß wir nicht gebunden sind, der Weisheit einer pastoralen Entscheidung eines Papstes zuzustimmen, die nicht per se richtig oder falsch ist, aber vorsichtig oder unvorsichtig sein kann.
Aber wenn das der Fall ist, bin ich weder verpflichtet, AL zuzustimmen (nach der Logik in Buttigliones Eingeständnis) noch zuzustimmen, daß ihre neuen pastoralen Leitlinien weise sind.
(Ich weiche da in anderer Hinsicht von Buttiglione ab: indem ich denke, daß daß die neue Lehre von AL nicht nur pastoral sondern auch doktrinal ist.)
Insofern es pastoral ist jedoch (und deshlab nicht wahr oder falsch sondern vorsichtig oder unvorsichtig), sind Buttiglione und ich verschiedener Meinung, zumindest -so scheint es- daß Buttiglione nicht die neue Pastorale Richtlinie von AL kritisiert und die Kompatibilität mit den entgegengesetzten Pastoralen Richtlinien von Familiaris Consortio zu erklären versucht, die wie Papst Johannes Paul II selbst erklärte, im Evangelium wurzelt- jedoch- auch abgesehen von jeder doktrinalen Frage, finde ich die neuen pastoralen Richtlinien von AL nicht nur unvorsichtig sondern völlig unanwendbar. 
In meinem ersten Artikel über AL habe ich- glaube ich- überzeugende Argumente für die praktische Unmöglichkeit geliefert, zwischen Ehebrechern zu unterscheiden, die die Sakramente empfangen dürfen und denen, die das nicht dürfen, ohne ihr Leben zu ändern.
Mein Argument stimmt völlig mit einem Argument überein, das der Polnische Episkopat für seine Entscheidung bei Familiaris Consortio zu bleiben, angeführt hat: es ist für einen Priester unmöglich in einem 5 Minuten-Gespräch im Beichtstuhl zu entscheiden, ob ein nicht bereuender Sünder unüberwindlich ignorant und im Stand der Gnade ist, auch wenn er plant, weiterhin das zu begehen, was objektiv gesprochen, schwere Sünden sind.
Aus dieser praktischen Unmöglichkeit eine Unterscheidung zu treffen, die kaum daran vorbei kommen wird, in einer allgemeinen Öffenung der Beichte und Eucharistie für nichtbereuende ehebrecherische und homosexuelle Paare zu öffnen, die Unvorsichtigkeit der Entscheidung, die "irregulären Paare" zu den Sakramenten zuzulassen, folgt unmittelbar daraus."

Hickson: 
"Könnten Sie uns hier  die Frage des unfehlbaren außerordentlichen Lehramtes und des unfehlbaren universalen ordentlichen Lehramte erklären?"


Tweet zum Tage: Einmal kräftig lachen

Professor di Marco erklärt bei Settimo Cielo sein Mitwirken an der Correctio Filialis

Sandro  Magister hat Prof. P. di Marco, einem der Unterzeichner der Correctio, auf Settimo Cielo Platz eingeräumt, um sein Mitwirken an der Correctio und die Hintergründe ihres Entstehens zu erklären.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ALLES BEGANN MIT DEM "KONZILSGEIST". DIE "CORRECTIO" ERKLÄRT VON PIERO DI MARCO"
Erhalten und veröffentlicht". Der Autor Pietro di Marco hat an der staatlichen Universität von Florenz  und an der Päpstlichen Theologischen Fakultät von Mittelitalien.


"DER HÄRETISCHE HINTERGRUNG VIELER HEUTE AUSGEÜBTER PASTORALER PRAKTIKEN"
von Piero di Marco

"Was mich überzeugt hat, die "Correctio" zu unterzeichnen ist ihr doktrinales Ziel, das heißt die Klarstellung der "falschen und häretischen in der Kirche gemachten Vorschläge- sogar von Papst Franziskus. Die beurteilten Vorschläge sind es wirklich wert, den intellektuellen Meinungen und theologisch-dogmatischen Einstellungen, die seit Jahrzehnten in der intellektuellen  katholischen Koiné verbreitet worden sind, ans Herz zu gehen.

Papst Jorge Mario Bergoglio nimmt spontan an dieser "Koiné" teil. Es ist das Ergebnis dessen, was allgemein als "Konzilsgeist" bezeichnet wird, und das Konzil meint, das von der Intelligentsia an den Seitenlinien konstruiert wurde und in den folgenden Jahren beibehalten worden ist.
Ganze Generationen , besonders die, die jetzt alt wird, sind damit gertränkt worden und handeln immer noch als seine Repräsentanten ohne Selbstkritik, als ob die Kirche nicht durch ein halbes Jahrhundert Arbeit bzgl.der Irrtümer und perversen Auswirkungen, die eben dieser ""Geist" hatte hindurch gegegangen wäre.

Mit dem aktuellen Pontifikat verbreitet sich eine "konziliare" Vision, bestehend aus wenigen Formeln, meistens ablehnend demgegenüber das die Essenz des Katholizismus ist- Vernunft und Institution, Sakramente und Moralität- und drängt sich als öffentliche Meinung der Kirche auf, sicher der persönlichen Unterstützung durch den Papst, überquellend von Sicherheit , ohne Unterschied bzgl. der Folgen und nicht ohne Dünkel und Verachtung gegenüber denen, die dem widersprechen:
de facto genau so wie jede Ideologie funktioniert.

Effektiv erfaßt man einen argumentativen und rhetorischen Apekt hiervon nicht nur aus den Meinungsäußerungen des Pontifex sondern auch in offiziellen Dokumenten wie "Amoris Laetitia".
So wird z.B. die Unterscheidung zwischen regulär und irregulär als "künstlich und äußerlich" betrachtet; das uralte Urteil über den Protestantismus wird "Angst und Vorurteil gegenüber de, Glauben des anderen" zugesprochen; Respekt vor Tradition bedeutet " sie in Mottenkugeln aufzubewahren, wie eine Schutzschicht gegen Parasiten"; die uralte Legitimierung der Todesstrafe durch die Kirche wird auf die "Sorge um Macht und Wohlstand" zurück geführt.
Eine abschätzige Attitude und typische Graswurzel-Rhetorik, zusätzlich zu einem antiklerikalen Repertoire , das in den 1960-er und 1970-er Jahren (ich erinnere mich nur zu gut daran- damals zwischen Florenz und Bologna) von denen sich das militante konziliare "Momentum" nie selbst befreit hat, die aber im Niedergang waren, bis die Wahl Bergoglios zum Papst sie paradoxerweise sie wieder ganz an die Spitze "re-legitimierte".


Donnerstag, 9. November 2017

Eine ganz kleine Nachtmusik....

         zum Abschluß des Tags "Les Incas du Perou" aus "Les indes galantes" von J.P. Rameau

          

Father Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes über die Reaktionen die die verschiedenen Kritiken an Papst Franziskus -zuletzt die Pater Weinandys hervorgerufen haben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                         "NCREPORTER"
"Der Winters-Artikel*, auf den ich mich vor einigen Tagen bezogen habe- greift nicht nur Pater Weinandy an, sondern beschimpft auch Kardinal DiNardo und die us-amerikanische Bischofskonferenz. Winters denkt, daß ihre persönliche Antwort auf Weinandy schwach war.

Jetzt eine Überlegung, ich kann mir nicht helfen, daß da ein bißchen was dran ist. DiNardo spricht wirklich von Dialog und verzichtet auf wütende persönliche Bemerkungen über Weinandy. Außer daß als Konsultor der Glaubenskongregation gefeuert worden zu sein, kann ein ziemlich süßes Martyrium sein. Dem Pater bleiben jetzt langweilige lästige Aufgaben erspart, die aus bischöflichen Tendenzen entstehen, ärgerliche Bälle ins hohe Gras zu kicken, indem sie sie Kommissionen übergeben. Er wird jetzt mehr Zeit haben mit seinem eigenen Kram weiterzumachen. Wie Kardinal Müller fühlt er sich jetzt vielleicht sogar weniger gehemmt.

Wie der Pater schrieb, waren die Bischöfe der Welt größtenteils extrem ruhig. Einige derer, die die kühneren Sachen gesagt haben, findet man unter den jüngeren Bischöfen; Männer deren Alter und aktuelle Stellung bedeutet, daß wenn die Zeit für ihre nächste Beförderung gekommen ist, wir wahrscheinlich in ein neues Pontifikat eingetreten sind.
Ich habe während meiner eigenen Karriere mehrmals mit amüsiertem Interesse festgestellt, wie wenig auctoritas ein Fürst zu behalten scheint, wenn man weiß daß er in seinem letzten Jahr ist oder so!

Wenn der Kardinalstaatssekretär mit der Meinung, daß Papst Franziskus´ Kritiker eine Angtwort verdienen, an die Örrentlichkeit gehen kann, läßt das vermuten, daß die Flut jetzt stark in PF´s Richtung strömt und daß sogar "Spitzen-LEute"anfangen ihre Wetten zu platzieren oder sich selbst zu distanzieren.

Ich dränge die Leser dazu, den Kopf zu behalten und alles zu tun, was sie können um sicherzustellen, daß das Momentum ...andauert.
Wir kommen vorwärts: der Druck auf PF wächst. Es gibt Anzeichen für eine wahre Panik in partibus adversis. Weil PFs Verteidiger weniger und nuancierter werden, können wir vielleicht bei einigen von ihnen eine wachsende Besorgnis feststellen, daß es ihren eigenen Karrieren im nächsten Pontifikat nicht allzu gut täte, jetzt in diesem ausdrücklich zu laut zu sein. Und PFs Entschiedenheit Amorislaetitiagate so schnell Luthergate und Todesstrafengate folgen zu lassen, könnte glauben lassen, daß er selbst in Panik geraten ist bei dem Gedanken, nicht genug Zeit zu haben, um seine Ambitionen zu realisieren und die seiner Freunde.

Glauben Sie mir, sie sind im Nachteil. Die Kontrolle der Agenda scheint ihrem Zugriff entglitten zu sein. Immer weniger aufmerksame Beobachter vertrauen darauf, daß PF ein sicheres Paar Hände hat.
Mut!

Quelle: Liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

*
Hier der oben zitierte Winters-Artikel:
"Gib mir Geld!"
"Versäumen Sie das nicht.... ein wundervoll wunderbar sonderbares Stück Hysterie im National catholic Reporter von einem Individuum namens Michael Sean Winters, das seine Beleidigungen gegen fr. Weinandy herausschreit. Das ist ein Klassiker, ein wahrer Gewinner! 

Eine kleine Sachfrage. Winters sagt, daß die Widersacher von PF (Widersacher, die er zufälligerweise auffordert, die Kirche zu verlassen oder zumindest ihr Amt) "begütert sind und sehr laut". Wenn er mich zu dieser Kategorie dazuzählen würde, hätte ich kein Problem damit als "sehr laut" erachtet zu werden.

Aber reich-finanziert? Meine Frau und ich leben von der Pension der Kirche von England und ein oder zwei bescheidenen Ergänzungen.

"Reich-finanziert!" Wie kann ich meine Hände auf all diese grenzenlosen Zaster legen, der anscheinend überall herumströmt?
Wer verteilt ihn? An wen sollte ich appellieren? Warum hat mir das vorher keiner gesagt? WIe soll ein armer Konvertit von diesem Eldorado wissen, wenn niemand ihm davon erzählt.

Ich will Geld! Und ich will es jetzt! Sagen Sie mir nur, wen ich fragen soll!"




Maike Hickson über päpstliche Manöver und Taktiken

Dr. Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive -in der Rückschau-noch einmal die zwei getrennt geäußerten Berichte zweier Kardinäle über Manipulationen während der Bischofssynode und päpstliche Beruhigungsstrategien gegenüber besorgten Kardinälen & Gläubigen. Vielleicht mit Blick auf die bevorstehende Bischofssynode und die Gerüchte (oder mehr?) um die Zulassung von viri probati zum Priesteramt oder die Abschaffung des priesterlichen Zölibats, die auf die von den beiden Kardinälen beschriebene Weise durchgesetzt werden sollen? Motto: tarnen und täuschen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PÄPSTLICHE VERSPRECHEN UND MANÖVER: DIE ENTHÜLLUNGEN DER KARDINÄLE SISTACH UND MEISNER"

"Viele unserer Leser mögen sich bereits dessen bewußt sein, daß trotz seiner Exhortation zugunsten eines offenherzigen Dialogs Papst Franziskus selbst für die Steuerung einiger Diskussionen während der beiden Familien-Synoden verantwortlich war, insbesondere im Hinblick auf die Frage der "wiederverheirateten" geschiedenen Paare. Das bekannteste Beispiel dieser Art päpstlicher Manöver ist das, was Erzbischof Bruno Forte weniger als 1 Jahr nach der Bischofssynode für die Familie im Mai 2016 verriet. Steve Skojec hat damals wie folgt berichtet:

"Erzbischof Forte hat de facto einen "hinter den Kulissen Moment" bei der Synode enthüllt: "Wenn wir ausdrücklich über die Kommunion für die geschiedenen Wiederverheirateten sprechen" sagte Erzbischof Forte, als er einen Witz von Papst Franziskus wiedergab, "weiß man nicht, was wir für ein schreckliches Chaos anrichten. Deshalb werden wir nicht klar sprechen, sondern so, daß die Voraussetzungen da sind und ich die Schlüsse daraus ziehe."[Hervorhebung durch die Autorin]

Erzbischof Bruno Forte ist natürlich auch der selbe Mann, der den sehr umstrittenen "Mittelbericht" der 2014- Familien-Synode geschrieben haben soll und der die positiven Aspekte homosexueller Beziehungen betonte. Es lohnt sich auch, hier an Edward Pentins eigenes Buch: "Die Manipulation einer Vatican-Synode" zu erinnern.

Hier möchten wir Ihnen zwei weitere wichtige Enthüllungen vorstellen, die vor einiger Zeit veröffentlicht wurden, die aber - wie wir glauben - weiteres Nachdenken verdienen.

Die erste kommt von Kardinal Lluis Martínez Sistach, dem emeritierten Bischof von Barcelona.
Sistach wurde von Papst Franziskus berufen, an beiden Familiensynoden 2014 und 2015 teilzunehmen. Im Februar 2017 hat Sistach in einem Artikel im L´ Osservatore Romano "Amoris Laetitia" zustimmend besprochen und seine Gedanken, wie Al in die Praxis umgesetzt werden solle, vorgebracht.


Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über Veränderungen in der Liturgie - jetzt und früher - und wie man sie beurteilen kann. Hier geht´s zum Original: klicken

"WIE KÖNNEN SIE ERKENNEN, OB EINE LITURGISCHE VERÄNDERUNG ORGANISCH IST? " 

"Vor einigen Jahren - während ich die Bibliothek des verstorbenen und gelehrten und sehr betrauerten Fr. Michael Melrose, Nachfolger Martyris als Vikar von S. Giles, durchsah, fand ich beim Lesen einen ungewöhnlichen kleinen Band (gut, davon gab es viele, was für eine Bibliothek!) ; sehr schmal, 1912 veröffentlicht, gab es den Psalter, wie er vom Hl. Pius X neu geordnet worden war, wieder.
Mit anderen Worten, als der Hl. Pius seine revolutionären Veränderungen in der Anordnung der Psalmen machte, mußte man kein neues Brevier kaufen; man kaufte den schmalen Band und benutzte ihn in Verbindung mit dem alten Brevier.

Aber man mußte solche Vorkehrungen treffen, um die Psalmen in der neuen Anordnung sprechen zu können. Das Divine Dekretum aflatum macht klar, daß wenn man nach einem gewissen Stichtag bei der neuen Ordnung der Dinge versagte, man nicht seine Pflicht, das Göttliche Amt zu sprechen, erfüllte. Heftig!!

Hierin unterscheidet es sich erheblich vom Dekret Divinam Psalmodiam von Urban VIII (1631). Urbans Dekret ist voller feuriger Drohungen gegen jeden, der nach dem Dekret noch unveränderte Texte druckte, aber er erlaubte, daß bereits gedruckte Bücher an die Buchhändler gingen.... und daß Bücher in den Buchläden verkauft wurden...und daß Bücher, die in Gebrauch waren, weiter benutzt wurden. Mit anderen Worten, Urban war damit zufrieden, sich auf einen schrittweisen Prozess zu verlassen, in dem die Bücher alterten und ersetzt wurden.

So etwas wie diese menschliche Zugehensweise nach gesundem Menschenverstand kann auch 1902 in der Ausgabe des Ambrosianischen Missales gefunden werden, das in jenem Jahr von Andrew Kardinal Ferrari promulgiert wurde. Er verlangte, daß seine Neuausgabe "in virtute sanctae obedientia" benutzt werde, aber mit dieser Ausnahme-Klausel: "Concedimus tamen, aequis de causis, ut donec a Nobis aliter disponatur, vetera approbata exemplaria adhuc adhiberi possiini; ita tamen ut nullum eorum  ex quocunque titutlo abhinc acquiratur ad Sacram Liturgiam peragandem". 
Mit anderen Worten, wenn man eine vorherige Edition in seiner Sakristei hatte, durfte man es weiter benutzen, aber man durfte keine weitere Kopie der alten Ausgabe erwerben.

Meiner Ansicht nach ist es eine grobe aber gute und gesunde  Regel um zu ergründen, ob eine "Reform" organisch ist oder nicht [siehe Sacrosanctum Concilium Vatican II] die Überlegung : macht es nach einem bestimmten Datum alle heute existierenden liturgischen Bücher obsolet oder nicht? 
Wenn Leute den Prozess der Implementierung seiner neuen Bücher unter dem Seligen Paul VI verteidigen, indem sie an Veränderungen erinnern, die es früher gegeben hatte, realisieren sie-wie ich denke- nicht die Tiefe und Geschwindigkeit des Paulinischen  Bruchs im Vergleich zur Diskontinuität vor den 1950-er Jahren.
Das selbe gilt natürlich auch für die Brandrodungsmethode, die Pius XII und sein Helfershelfer Bugnini an den antiken Römischen Riten der Hl. Woche anwandten.