Sonntag, 23. April 2017

Sandro Magister zum bei uns lauthals beschwiegenen Kongress über die Unklarheiten in Amoris Laetitia in Rom, Teil 1

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"NACH VIERKARDINÄLEN SPRECHEN SECHS LAIEN. WER WEISS OB DER PAPST WENIGSTENS IHNEN ZUHÖRT."

Die vier Kardinäle waren nie allein mit ihren Dubia. Der Beweis dafür ist, was am 22. April im Auditorium des Hotels Columbus- einen kurzen Spaziergang vom Petersplatz entfernt passierte, sechs renommierte Gelehrte aus ebenso vielen Ländern trafen sich, um einem Appell ihre Stimme zu leihen, der von großen Teilen des Gottesvolkes ....wurde, damit Klarheit geschaffen werde in der  durch Amoris Laetitia ausgelösten Verwirrung.

Anna M. Silvas ist aus Australien gekommen, Claudio Pierantoni aus Chile, Jürgen Liminski aus Deutschland, Douglas Farrow aus Kanada, Jean P. Messina aus Kamerun und Thibaud Collin aus Frankreich. Und einer nach dem anderen-wandte sich im Verlauf eines Tages der Krise zu, die das Dokument von Papst Franziskus ein Jahr nach einer Veröffentlichung in der Kirche erzeugt hat.

Settimo Cielo bietet seinen Lesern die vollständigen Texte der sechs Vorträge in ihrer Originalsprache an . Aber wir lenken die Aufmerksamkeit besonders auf den von Claudio Pierantoni, Patristiker und Professor für mittelalterliche Philosophie an der Universität von Chile in Santiago, den wir zusammengefaßt wiedergeben.

Pierantoni bringt noch einmal den Fall der beiden Päpste, die während der ersten christlichen Jahrhunderte in Irrtümer verfielen. Der ein wurde "post mortem" von einem Ökumenischen Konzil verurteilt und der andere dazu gebracht, sich zu Lebzeiten zu korrigieren.

Aber auch heute- argumentiert er- gibt es einen Papst. der "Opfer" einer weitverbreiteten Tendenz zum Irrtum ist, der die Fundamente und  der Glauben der Kirche unterminiert, "auch wenn er sich dessen kaum bewußt ist. Und auch er benötigt eine barmherzige Korrektur, die der Wahrheit ihren Glanz zurückbringen kann.

Pierantoni ist nicht der einzige unter den sechs, der auf die Lehren der älteren und jüngeren Vergangenheit zurückgreift.

Thibaut Collin, ein Professor für Moralphilosophie und Politik am Collège Stanislas in Paris erinnere an das Beispiel des Widerstandes zahlreicher Theologen und ganzer Episkopate gegen die Enzyklika "Humanae Vitae" von Paul VI, die als "rein ideal" herabgestuft und so als undurchführbar gemacht wurde. Und er zeigte, wie diese zerstörerische "pastorale" Logik mit "Amoris Laetitia" in Bezug auf die Unausflöslichkeit der Ehe wieder modern wurde- und bald aauch für homosexuelle Liebschaften.

Anna M. Silvas, Australierin, die dem Östlichen Ritus angehört, Patristikerin und Professorin an der Universität von Neu England , wies dagegen auf die Gefahr hin, daß auch die Katholische Kirche den jahrhundertealten Weg der Protestanten und Orthodoxen hinab zur Scheidung beschreiten könnte, gerade in dem Augenblick- wie sie überraschend hinzufügte- in dem die Koptische Kirche zur ausnahmslosen Unauflöslichkeit der Christlichen Ehe zurück kehrt.

Was eine Antwort von Papst Franziskus auf die Dubia und auch die Möglichkeit einer Korrektur von seiner Seite angeht, drückte Anna M. Silvas Skepsis aus. Sie schlägt statt dessen eine "Benedikt-Option" für die aktuelle nach-christliche Ära vor, inspiriert vom Mönchstum während des Kollaps der Antike, ein demütiges und gemeinsames Verweilen "bei Jesus und den Vätern"(Joh.14, 23) in gläubiger Erwartung, bestehend aus Gebet und Arbeit, damit der Sturm, der die Welt und die Kirche von heute erschüttert,ein Ende haben möge.

Sechs Stimmen, sechs verschieden Interpretationen. Alle tief beeinflußt von "Caritas in veritate".
Wer weiß, ob Papst Franziskus wenigstens ihnen zuhört.


23. April: Heiliger Georg - Märtyrer und Drachentöter

Wir gratulieren allen Georgs, Georges, Serges und Jorges zum Namenstag.

Mögen sie den Drachen - die alte Schlange innerlich und äußerlich besiegen!

Wir gratulieren mit dem Auszug dem Bach-Choral "Jesu meine Freude" ... und mit wunderschönen Bildern aus dem Libanon 2012:



Ein großes Geschenk für alle, die gerade ein bisschen der Mut verlassen hat!

Fundstück: Ein Kirchenlehrer...

Interview von Agathe Lukassek für  katholisch.de mit Peter Seewald mit dem Titel

                             "EIN KIRCHENLEHRER DER MODERNE"

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das so beginnt:

"Frage: Herr Seewald, haben Sie Benedikt XVI. seit dem Erscheinen Ihres letzten gemeinsamen Interviewbuchs im September 2016 getroffen?


Seewald: Ja, ich habe ihn im Dezember besucht und werde nochmal im Mai hinfahren, wenn der Trubel um seinen 90. Geburtstag vorbei ist. Diese Treffen dauern rund eine Stunde und ich habe immer Fragen im Gepäck, denn die Menschen wissen immer noch viel zu wenig über Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. So kommt es eigentlich nie zu einem klassischen Plausch. Jede Begegnung ist auch immer ein Arbeitstreffen. Wir sind ja keine Freunde geworden. Für meine journalistische Arbeit ist die kritische Distanz unerlässlich; Hofberichterstattung hat keinen Wert." (.....)

Quelle: katholisch.de, A.Lukassek


50 berühmte Konvertiten zur Katholischen Kirche

hat Matthew Benson im National Catholic Register aufgelistet.
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" 50 KATHOLISCHE KONVERTITEN: BERÜHMTE KIRCHGÄNGER DES VORIGEN JAHRHUNDERTS"

In der Ostervigil empfängt die Kirche Tausende neuer Katholiken. Im Durchschnitt treten in den USA jedes Jahr mehr als 100.000 Erwachsene in die Kirche ein. Sie kommen aus jedem Lebensbereich und jeder Altersgruppe.
Einige kommen nach vielen Jahren eines persönlichen Kampfes in die Kirche und einige am Ende ihres Lebens. Andere werden durch das Beispiel von Heiligen, Priestern, Ordensleuten, beispielhaften Laien und Familienmitgliedern, die Jesus bezeugen, dazu bewegt, katholisch zu werden.

Am Ende kommen sie natürlich alle zum selben Schluss wie ein anderer berühmter Konvertit, der Selige Kardinal John Henry Newman: "Was das Christentum angeht, verursachen 10.000 Probleme keinen Zweifel."
Und um sicher zu sein. werden viele Konvertiten durch das Beispiel berühmterer Konvertiten ermutigt. Kino-Stars, Poeten, Schriftsteller, Musiker. Philosophen. Wissenschaftler und sogar Königinnen waren in ihrem Gewissen überzeugt, daß sie katholisch werde  mußten.

Sie waren Sünder (wie wir alle) und-wie eine solch unterschiedliche und interessante Gruppe- haben sie sehr unterschiedliche Temperamente, Persönlichkeiten und  Schwächen.
Die erstaunliche Bandbreite ist in sich selbst ein Mikrokosmos der vielen verschiedenen Leute, die jährlich in die Kirche eintreten und auch eine hilfreiche Erinnerung daran, daß jeder von Christus gerufen ist und daß keine Vergangenheit- wie dunkel und turbulent auch immer- uns für Gottes liebende Umarmung der Barmherzigkeit und Vergebung unwillkommen macht. Hier sind einige der bemerkenswertesten Konvertiten des letzen Jahrhunderts.


Samstag, 22. April 2017

Interview

Wlodzimierz Redzioch hat für Niedziela Pater Hermann Geissler interviewt, das auch von acistampa veröffentlicht wurde.

"JOSEPH RATZINGER, EIN THEOLOGE, DER DEM GLAUBEN VERNUNFT GEBEN UND DIE WAHRHEIT KOMMUNIZIEREN KANN"

Der jung aussehende Priester, der mich im Palazzo des Sant´ Uffizio empfängt ist ein Österreicher und gehört zur spirituellen Familie "L´Opera", einer neuen Familie geweihten Lebens, das von Julia Verhaeghe, einer Belgierin (1910- 1997) gegründet und von Johannes Paul II 2001 anerkannt wurde.
Nach dem Theologie-Studium hat er über das Thema "Gewissen und Wahrheit bei Kardinal John Henry Newman" promoviert.
             
1991 wurde Hermann Geissler zum Priester geweiht und hat für zwei Jahre den pastoralen Dienst in einer Pfarrei in Österreich begonnen. Seit 1993 leitet er das Internationale Zentrum des Freunde Newmans in Rom und arbeitet in der Glaubenskongregation. 2009 hat ihn Benedikt XVI zum Chef der Doktrin-Abteilung der Kongregation ernannt. Er war 20 Jahre lang an der Seite von Kardinal Ratzinger und dann Benedikts XVI und ist deshalb eine der qualifiziertesten Personen, um anläßlich seines 90. Geburtstages über ihn zu sprechen.

"Wann haben Sie erstmals einen Text von Kardinal Joseph Ratzinger gelesen? 

1983 habe ich in Heiligenkreuz mit dem Theologiestudium begonnen. Zu der Zeit gab es nicht wenige Spannungen im Inneren der Kirche in Österreich. Für einen jungen Seminaristen war es schwer, den richtigen Weg zu finden. Ich habe also mit wahrem Enthusiasmus und großem Profit den "Report über den Glauben" von Kardinal Ratzinger gelesen, das 1984 erschienen war. Ich erinnere mich daran, daß ich von seiner Liebe zur Wahrheit berührt war, wegen einer Fähigkeit auf die Herausforderungen zu antworten, klar über den Glauben zu sprechen.

Wie kam es, daß Sie einer seiner Mitarbeiter in der Glaubenskongregation wurden? 

Ich weiß nicht, wer mich vorgeschlagen hatte. Ich erinnere nur, daß um Ostern 1993 mein Superior mich bat, nach Rom zu kommen. Er sagte mir, daß Kardinal Ratzinger um meine Mitarbeit gebeten habe. Ich war erstaunt, weil ich erst 27 Jahre alt war und mich einer solchen Aufgabe nicht gewachsen fühlte. Aber weil der Dienst an einer gesunden Lehre zum Charisma meiner spirituellen Familie "L´Opera" gehört, habe ich sofort zugestimmt. Kurze Zeit darauf, hatte ich eine erste Begegnung mit Kardinal Ratzinger, der zu mir sagte: Pater Geissler. wenn Sie anfangen in der Glaubenskongregation zu arbeiten, dürfen Sie nicht vergessen, demütig und einfach zu bleiben.


Amoris Laetitia -alte Theorien aus den 70-er Jahren....oder immer wieder St. Gallen und immer wieder Kardinal Kasper

Lorenzo Bertocchi untersucht in seinem Beitrag für La Nuova Bussola Quotidiana -am Tag des Amoris-Laetitia-Kongresses in Rom-noch einmal die Hintergründe der Verfechter der Zulassung der geschiedenen Wiederverheirateten zur Eucharistie.
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"POSSUMUS. DER KERN VON "AMORIS LAETITIA" WAR SCHON GESCHRIEBEN. BLEIBEN DIE DUBIA."
Das war alles schon geschrieben, sagt der Theologe der seit Jahren in wichtigen Universitäten lehrt, "im Grunde nimmt Amoris Laetitia alte Theorien wieder auf, die am Ende der 70-er Jahre von Theologen und Pastoren gefördert wurden." 
In der Zwischenzeit gibt es ein Buch zum Durchblättern,
Der Titel ist wichtig: "Glaube und Erneuerung. Das II.Vaticanische Konzil 40 Jahre danach"- herausgegeben von Msgr. Bruno Forte und einer Schar imponierender Co-Autoren. 
2005 verlegt von San Paolo, kurz nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst.

Dazu gehören die inzwischen verstorbenen Kardinäle Loris Capovilla, der schon Sekretär von Papst Johannes XXIII war und Carlo Maria Martini, nach seiner eigenen Definition "Gegenpapst"; 
der liturgische Ex-Zeremoniar von Johannes Paul II, Msgr. Piero Marini und schließlich Kardi nal Walter Kasper, der damalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen.
Eine bedeutende Gruppe von Hirten und Theologen, die man- ohne viel Phantasie- als eine Dependance jener St. Gallen-Gruppe definieren könnte, die sich aus den berühmtesten Kardinälen aus dem Norden Zentraleuropas zusammensetzte und sich in der Schweizer Stadt traf, um zu meditieren und ein Team für die Erneuerung der Kirche zu bilden.
Es wäre ein offenes Geheimnis zu lüften, zu enthüllen, daß die Kardinäle Walter Kasper, Karl Lehmann, Achille Silvestrini, Basil Hume, Cormac Murphy- O´Connor, Godfried Danneels und Carlo Maria Martini sich in St. Gallen trafen und es ist auch kein Geheimnis, zu sagen, daß sie sich nicht in besonders gutem Einklang mit dem polnischen Papst  und seinem Präfekten des ehemaligen Sant´ Uffizio befanden. 

Eine Wende in der Morallehre der Kirche, geplant auch in ihrer pastoralen Anwendung, die auf den Flügeln eines gewissen "Geist des Konzils" realisiert werden sollte, manifestierte sich besonders deutlich nach der Enzyklika Humanae Vitae (1968) des Sel. Pauls VI, die die traditionelle Lehre über Empfängnisverhütung und die menschliche Liebe bestätigt hatte.
Das Pontifikat Johannes Pauls II und dann das Benedikts XVI stellte in den Augen vieler eine "Bremse" für eine "neue" Kirche dar. 
Es gab Leute, die nicht aufgaben und die den "kulturellen Teil" der Kirche darstellten,
Bücher, Zeitschriften, Lehrstühle, Seminare, Salons wurden gut von denen in Besitz genommen, die über den Buchstaben des Konzils hinausgehen wollten.
Mit spitzer Feder haben sie auf raffinierte Weise präzise Leitlinien zur Liturgie, dem Ökumenismus, zur Moral verfaßt, unabhängig von der Tatsache, daß seit Paul VI die Päpste davor warnten, nicht alles zu zerbrechen, was vorher gewesen war. 

Wenn man das 2005 veröffentlichte Buch durchblättert, kann man sich schnell dessen bewußt werden, mit welcher Leidenschaft die beseelt waren, die noch weiter gehen wollten.
Kardinal Kasper reflektiert in diesem Buch über die pastorale Konstitution "Gaudium et spes", die das Konzil- nicht ohne Mühe- einem neuen Verhältnis zwischen der Kirche und der modernen Welt gewidmet hatte. "Das ist alles neu" schrieb der deutsche Kardinal, für den in diesem Text nicht nur neue Themen (Wissenschaft, Kultur, Familie, Ehe, Friede, Krieg) hervorgingen sondern vor allem "eine neue Art wie das Dokument die sie angeht: ein Zugang im Dialog."


... wer zu spät kommt...

Wir erinnern uns noch gerne an den Ostermontag zurück. Was war das für eine Freude. Die Bayern feierten "ihren Papst", der am Sonntag seinen 90. Geburtstag begehen konnte.
Wunderbare Bilder, die nicht nur hier auf unserem Blog stehen, sondern auch um die Welt gingen. Sogar Radio Vatikan hatte ein Video ...
Wer allerdings genau hingesehen hat, konnte nirgendwo die Vertreter des Erzbistums München-Freising ausmachen. Kein Kardinal, der auf allen Bildern zu sehen ist und den emeritierten Papst in den höchsten Tönen lobt? Nanu, was war denn da los. Stand er etwa in der hinteren Reihe und war gar nicht zu sehen?
Nein. Nicht nur offensichtlich fand die bayerische Geburtstagsfeier ohne die Vertreter der Heimatdiözese Benedikts statt.
Denn die kamen erst am Dienstag.... völlig unbemerkt und selbstverständlich ohne Fernsehen oder sonstige Presse. Lediglich die Münchner Kirchennachrichten waren dabei. Hier gab's einen kurzen Bericht und auch ein Foto. Die fröhliche Stimmung vom Vortag scheint verflogen ... und es war wohl auch nicht so schönes Wetter, was es erlaubt hätte, einen Empfang vor der Tür von Mater Ecclesiae zu machen. "In privater Atmosphäre" steht im Artikel ... und es ist zu hoffen, dass Benedikt diese private Atmosphäre genutzt hat, um den Vertretern des Erzbistums München nicht nur für Gratulation aus dem Erzbistum zu danken, sondern insbesondere der Führung auch etwas ähnliches zu sagen, wie er es bei seiner Bischofsweihe im Münchner Dom getan hat:



Zeit wird's!

Freitag, 21. April 2017

Zur Guten Nacht

aus der Serie: es ist nicht alles schlecht was im neuen Gotteslob steht :_D

Du lässt den Tag o Gott nun enden.



 wobei ich, ehrlich gesagt, von der Melodie mehr angetan bin, als von dem Text.

ein altes Geburtstagskind

dem von Herzen zu gratulieren, wir nicht versäumen möchten, Rom, das heute seinen 2770. Geburtstag feiert.

                                  AD MULTOS ANNOS ROMA!

                             


Nicht ganz so alt, aber dennoch recht alt, nämlich 91, wurde heute, am 21.4.2017 die Queen, der wir auch gratulieren möchten.

Sandro Magister: Kriegsursachen wie der Papst sie sieht. Realität oder fixe Idee?


Sandro Magister gibt bei Settimo Cielo Passagen aus dem Artikel eines afrikanischen Gelehrten zum Thema Kriegsursachen wieder und stellt sie den von Papst Franziskus immer wieder vorgetragenen gegenüber.
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"WER ENTFESSELT DIE KRIEGE. "LA CIVILTÁ CATTOLICA" WIDERSPRICHT DEM PAPST"

"Im Stück-für-Stück-Weltkrieg von dem Papst Franziskus ununterbrochen spricht, sind für ihn immer und ausschließlich -im zufolge- "die, die Waffen herstellen und verkaufen" und dadurch "vom Blut der Männer und Frauen profitieren.

Das ist eine sehr materialistische und ökonomistische Erklärung, mit leicht  marxistischem Beigeschmack, die sogar auf Terrorakte angewandt wird.Franziskus hat das so geagt und unzählige Male wiederholt, zuletzt während der Hl. Osterwoche.

Seltsamerweise jedoch ignoriert das Magazin, das seinem Denken am nächsten steht "La Cilviltá Cattolica" und von seinem Jesuitischen Berater und Ghostwriter Antonio Spadaro herausgegeben wird, in einem kürzlich erschienenen wissenschaftlichen Artikel über die "bewaffneten Konflikte in Afrika" und vor  allem über das "Versagen der traditionellen Erklärungsansätze und Analysen" die Waffenproduktion und den Waffenhandel vollständig in seiner Begründung dieser Konflikte und führt sie statt dessen auf ganz andere Gründe zurück.

In den 10 Seiten des Artikels erscheint das Wort Waffen nur einmal, am Rande und ohne kausale Bedeutung.

Autor ist Arsène Brice Bado, ein Jesuit von der Elfenbeinküste, der an der Yale-Universität in den USA und an der Laval-Universität in Kanada studierte und Feldforschung in verschiedenen afrikanischen, in Konflikte verwickelte Länder betrieben hat.

Die These, auf der seine Analyse basiert, ist, daß die Schwierigkeit der Internationalen Gemeinschaft zur Beendigung dieser in Afrika ausgetragenen Konflikte beizutragen präzise "einem mangelnden Verständnis dieser Konflikte, ihrer Ursachen, der Beteiligten, ihrer Entwicklung und der auf dem Spiel stehenden Fragen"  beruhen.

Brice Bado untersucht dann die geläufigen Erklärungen, die für die Kriege in Afrika gegeben werden. Er führt sie auf sechs kausale Faktoren zurück, die er einen nach dem anderen untersucht: Identität, Wirtschaft, Institutionen, Geopolitik, Ereigniskette und Motive des Grolls.


Fall für Fall- mit Karl Rahner via Kardinal W. Kasper zur Synode

Stefano Fontana kommentiert bei LaNuovaBussolaQuotidiana die Konferenz, die morgen in Rom zum Thema "Amoris Laetitia" beginnt und bei der diverse katholische Gruppen Klarheit zu den widersprüchlichen Punkten fordern. Dabei weist er besonders auf den Einfluß Rahners und seiner Moraltheologie auf die Rede Kardinal Kaspers und auf die Synoden 2014 und 2015 hin. Dabei zitiert er auch aus seinem Buch "Die neue Kirche von Karl Rahner".
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"FALL FÜR FALL, BARMHERZIGKEIT FÜR ALLE, PLURALISTISCHES GEWISSEN. DIE SAAT RAHNERS HAT DIE SYNODE BEEINFLUSST."

"Die Themen, die im Verlauf des internationalen Kongresses den La NBQ und IlTimone für morgen organisiert haben angesprochen werden sollen, haben ihren Ursprung in der Familien-Synode von 2015 haben. Aus diesem Grund veröffentlichen wir mit Zustimmung  des Herausgebers ein Kapitel aus dem Buch von Stefano Fontana "Die neue Kirche von Karl Rahner", das in diesen Tagen bei "Fede e Cultura" erscheint

Während der langen Periode der Familiensynode -sowohl der außerordentlichen Synode im Oktober 2014 als auch der ordentlichen Synode im Oktober 2015 konnte man viele Elemente erkennen, die dem Einfluß Rahners zugeschrieben werden konnten. Man könnte auch sagen, daß die wichtigen Gegenpositionen, die während der beiden Synoden geäußert wurden, aus der Kontroverse zwischen den Lagern Rahners und seiner Gegenspieler stammen.

Sehr "rahnerische" Elemente waren bereits in der von Kardinal Walter Kasper im Februar 2014 im Februar 2014 vor den Kardinälen gehaltenen Einführungsrede zur Synode aufgetaucht.
Denken wir vor allem an den Gedanken, daß man eine Situation objektiver und öffentlicher Sünde, in der die wiederverheirateten Geschiedenen leben, nicht erkennen könne.
Nach der von Kasper vorgetragenen These, daß es keine wiederverheirateten Geschiedene gäbe sondern nur geschiedene Wiederverheiratete.
Die Realität aber zeigt keine tragenden und universalen Strukturen sondern nur individuelle Einzelsituationen. Diese Sichtweise ist nominalistischen Ursprungs, davon ausgehend, was William von Occkam im 15. Jahrhundert sagte und was dann auch die Luthers Philosophie und generell die der Protestanten wurde, weil sie der bessere Weg war, Vernunft und Glauben zu trennen.

Wenn es in Wirklichkeit keine universalen Strukturen gibt, die die Vernunft aus eigener Kraft erkennen kann, kann man natürlich auch weder von den Dingen auf Gott schließen, noch kann man sich der Sprache der Vernunft bedienen, um alles zu verstehen. Die Vernunft wäre nominalistisch, man könnte einzelne Dinge erfahren, denen man-weil sie einander ähneln- einen gemeinsamen Namen geben kann, aber nur einen Namen, der sich außer auf die einzelnen Dinge auf keine andere Realität bezieht. Der Glaube würde Fideismus.Gott ist allmächtig, er ist der völlig Andere, er ist Willen aber nicht Wahrheit.
"Veritatis splendor" von Johannes Paul II besagt das Gegenteil dessen, was Kasper behauptete, aber diese Enzyklika beruht auf einer anderen Philosophie.
Auch für Rahner gibt es nur Einzelfälle, die einzeln behandelt werden müssen, weil die Realität der Welt komplex ist, es keine Doktrin gibt, die man anwenden könnte und man nie erkennen kann, ob man sich vor einer mehr oder weniger sündhaften Situation befindet.
Angesichts eines Paares geschiedener Wiederverheirateter sollte die Kirche verstehen, annehmen und begleiten-in einem von Fall-zu-Fall-Vorgehen und mit der nicht genau definierten Differenzierung arbeiten.
Genau das hat Kardinal Kasper vorgeschlagen.

Während der synodalen Diskussionen haben viele Bischöfe gesagt, daß auch in einer homosexuellen Beziehung die Gnade Gottes anwesend ist. Vor, während und nach der Synode haben sich viele Bischöfe und Kardinäle dafür ausgesprochen, Homosexuellen Kirchenämter anzuvertrauen, auch wenn sie in ihren Beziehungen bleiben und die Anerkennung von Zivilehen zwischen homosexuellen Personen durch die Politik zu unterstützen. Es ist offensichtlich, daß diese Stellungnahmen zur Abschaffung des Naturrechts und der natürlichen Moralgesetze führen und nicht der Notwendigkeit Rechenschaft tragen, Natur und ihre Gesetze zu respektieren, wenn man dem Übernatürlichen und der Gnade gefallen will. Zu sagen, daß  Gnade auch in einer homosexuellen Beziehung ist, bedeutet- mit Karl Rahner- zu sagen, daß die Gnade immer allen gegeben ist, weil sie der Welt gegeben wurde, in der es keine Umstände außerhalb der Gnade Gottes gibt.

Man kann auch gut erkennen, daß die Einladung zur Parrhesia an die Synodenväter einen Rahner-Akzent hat. Sie bedeutet die Akzeptanz des Pluralismus innerhalb der Kirche, im Sinne moderner Gedankenfreiheit. Dieses Konzept der Gedankenfreiheit unterscheidet sich aber von der Freiheit im katholischen Sinn.
Parrhesia besteht aus dem Mut, die Wahrheit zu sagen, ohne Angst und ohne Zurückhaltung oder ohne die Sorge zu retten, was zu retten ist. Sie kann nicht bedeuten, in einem so wichtigen Kontext wie einer Synode für die Gläubigen skandalöse oder beunruhigende Ideen auszudrücken, oder solche, die Zweifel an der fundamentalen Wahrheit des bekannten Glaubens auslösen. Die Welt ist sicher pluralistisch, aber die Kirche kann das nicht sein. Aber wenn die Kirche Teil der Welt ist, wird sie auch pluralistisch sein, wie Rahner fortwährend versicherte.


Donnerstag, 20. April 2017

Der Papa emeritus schreibt an den Präsidenten der Republik Polen und die Teilnehmer des Symposiums zu seinen Ehren

Was der Papa emeritus zur augenblicklichen Lage in Europa zu sagen hat, hat er in einem Dankesbrief an den polnischen Präsidenten und die Teilnehmer eines Symposiums zu seinen Ehren geschrieben.
Er benennt das Problem mit dem Islamismus und seinen Folgen -auf gewohnte Weise -ganz klar und ohne ängstliche Umschreibungen und Euphemismen, wie man sie heute auch aus den höchsten Kirchenkreisen diesseits und jenseits der Alpen sonst zu hören bekommt.

Anläßlich des 90. Geburtstages des Papa emeritus ist in Polen unter der Schirmherrschaft des Polnischen Präsidenten eine wissenschaftliche Konferenz mit dem Thema "Das Konzept des Staates in der Lehre Kardinal Ratzingers/Benedikts XVI" veranstaltet worden.
Der Papa Emeritus hat sich in bei Veranstaltern und Teilnehmern bedankt.
Hier geht´s zum Original, das von der Ratzinger-Stiftung veröffentlicht wurde:  klicken  

Benedetto XVI 
Papa emerito 
Città del Vaticano, 15 aprile 2017 

Sehr verehrter Herr Präsident der Republik Polen! Eminenzen und Exzellenzen! Ehrenwerte Damen und Herren!
Mit großer und tiefer Bewegung, Dankbarkeit und Freude habe ich erfahren, daß sich anläßlich meines 90. Geburtstages unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik hohe Repräsentanten der Staats- und Kirchenautoritäten zu einer wissenschaftlichen Konferenz zum Thema:
"Das Konzept des Staates aus der Sicht der Lehre Kardinal Joseph Ratzingers/ Benedikts XVI" getroffen haben.

Das gewählte Thema bringt die Autoritäten von Staat und Kirche dazu, einen Dialog über eine für die Zukunft unseres Kontinents essentielle Frage zu führen.

Die Konfrontation zwischen den radikal atheistischen Konzepten und dem Aufkommen eines radikal religiösen Staates in den islamistischen Bewegungen, führt unsere Epoche in eine explosive Lage, deren Konsequenzen wir jeden Tag erleben.
Dieser Radikalismus erfordert, daß wir dringend ein überzeugendes Konzept eines Staates entwickeln, das uns in der Konfrontation mit den Herausforderungen helfen kann, diese zu überwinden.

In den Wirren der letzen 50 Jahre - hat Polen der Menschheit mit dem Zeugen-Bischof Kardinal Wyszynski und dem Hl. Papst Johannes Paul II zwei große Persönlichkeiten gegeben, die nicht nur über diese Frage nachgedacht,  sondern auch das Leiden und das lebendige Erleben getragen haben und so fortfahren, den Weg in die Zukunft anzuzeigen.
Mit meiner herzlichen Dankbarkeit für die Arbeit, die Sie, meine Herrschaften, sich bei dieser Gelegenheit vorgenommen haben, erteile ich Ihnen meinen väterlichen Segen,

Benedetto XVI



Father Hunwickes Wort zum Tage

Father J. Hunwicke wundert sich bei liturgicalnotes über die Suspendierung eines Priesters und fragt, wann man in Kommunion mit dem Papst ist und wann nicht.
Hier geht´s zum Original: klicken

          "IN KOMMUNION MIT DEM PAPST"
Irgendein Bischof dort im Fremden-Land hat einen Priester suspendiert, weil er in einer Predigt Papst Franziskus kritisiert hatte.
Persönlich denke ich, daß es eine schlechte Form ist, eine Predigt zu benutzen, um einen anderen Katholischen Kleriker zu kritisieren...einschließlich des Papstes. Das ist nicht der Sinn einer Predigt.

Aber ich mache eine große Ausnahme wegen der Ausdrücke. die dieser Bischof -wie berichtet wird- benutzt hat. Und ich erwähne das, weil es ein linguistischer Gebrauch ist, dem ich schon andernorts während dieses zunehmend illiberalen Pontifikates begegnet bin.


Predigen sollte- sagte der Bischof- der Meditation der Lesungen des Tages dienen und sicherlich nicht persönlichen Urteilen, besonders wenn sie nicht in Kommunion mit dem Papst seien.....Es ist sicher, daß das priesterliche Amt in der Katholischen Kirche die Kommunion mit dem Hl. Vater voraussetzt.[sic die ganze Syntax]


In Kommunion mit dem Papst zu sein oder (weil man sagen könnte, daß getaufte Nichtkatholiken in partieller Kommunion mit dem Papst sind) in voller Kommunion mit dem Papst, ist sicher eine juristische Kategorie. die beinhaltet, daß man nicht durch ein formales Urteil von der Kommunion mit der Katholischen Kirche getrennt ist oder weil man ein kanonisches Vergehen begangen hat, das nach kanonischem Recht die Exkommunikation latae sententiae nach sich zieht.


Einfach nur den Papst zu kritisieren (wie ungehörig und unklug auch immer) zieht sicher nicht eine solche Strafe nach sich. Oder wenn es das tut, welcher Kanon sagt das? 

Und welcher Kanon besagt, daß ein Kirchenmann, der so handelt, die Suspendierung entweder latae sententiae oder ferendiae sententiae auf sich zieht?

Wenn den Papst zu kritisieren, einen automatisch aus der Kommunion mit dem Leib Christi, der Kirche, entfernt, muß es eine Menge Leute geben, die Papst Benedikt kritisiert haben und immer noch mit einer unsichtbaren aber sehr realen Exkommunikation latae sententiae herumlaufen, die an ihren Hälsen baumelt und in peinlichen Augenblicken mit ihren Pektoralkreuzen zusammenstößt.


Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke 


Ist Antonio Spadaro Papst, wenn 2+2= 5 ist?

Joel Gallagher setzt sich im crisis magazine mit den aparten theologischen Ansichten Antonio Spadaros und damit, was man daraus schließen könnte, auseinander. Man sieht zu welchen absurden Gedankengängen und Spitzfindigkeiten es führt, wenn man in der Theologie auf Vernunft und Logik verzichtet, wie es das ein oder andere Mitglied der SJ und der Entourage der Papstes als opportun anzusehen scheint.
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"ANTONIO SPADARO, SJ : "BERTRAND RUSSEL IST PAPST"
"Natürlich hat Pater Antonio Spadaro, S.J. nicht gesagt, was im Titel dieses Textes steht, aber er könnte...Damals im Januar, hatte Pater Spadaro , ein enger Vertrauter von Papst Franziskus und sogenanntes Sprachrohr des Papstes getweetet:"Theologie ist nicht Mathematik mit 2+2 , in der Theologie kann das 5 ergeben. Weil es mit Gott und dem wirklichen Leben der Menschen zu tun hat..." Wenn das tatsächlich wahr ist, kann niemand leugnen, daß Bertrand Russel Papst ist.


                        CNS-POPE-PLANE (Paul Haring CNS)

Die Geschichte geht so: während einer Vorlesung sagte Bertrand Russel , daß er, wenn man ihm etwas Falsches vorschlage, er Wahrheit vom Falschen unterscheiden könne, weil eine unlogische These jede Möglichkeit einschließt. Er wurde dann prompt von einem Studenten unterbrochen, der sagte "2+2=5. Jetzt beweisen Sie, daß Sie der Papst sind."
Russel schwieg und dachte einige Augenblicke nach. Dann antwortete er:"Wenn 2+2= 5 ist, dann ist 4= 5. Ziehe 3 von beiden ab, dann erhältst du 1=2. Der Papst und ich sind 2 Personen und 2=1, deshalb sind der Papst und ich 1,"
Natürlich war Russel nicht der Papst, aber seine Schlußfolgerung war die logische Konsequenz einer beweisbar falschen Prämisse und einer vorgegebenen Verletzung der Vernunft. Diese Geschichte variiert und kann offensichtlich nicht bestätigt werden, Aber was macht das, wenn 2+2 auch5 sein kann?

Was aber an Pater Spadaros Tweet interessant ist, ist daß er nicht wie Russel mit der falschen Prämisse beginnt. Er schrieb: "Theologie ist nicht Mathematik", was in der Tat wahr ist.
Aber er läßt dann unmittelbar diese Prämisse durch ein völlig ungültiges und falsches Beispiel folgen und benutzt die Mathematik selbst um seinen Standpunkt zu beweisen.
Wenn Theologie NICHT Mathematik ist, kann er logischerweise nicht diese Behauptung durch ein mathematisches statement für die Theologie benutzen (sogar wenn das mathematische Prinzipien verletzt in der Bemühung seinen Standpunkt zu beweisen)
Nachdem dieser Tweet stark kritisiert wurde, machte Pater Spadaro einen weiteren unerklärlichen un unlogischen Schritt und bot einen mathematischen Beweis dafür an, daß 2+2= 5 sein könne.
Er macht dabei mindestens 2 grundlegende Fehler.
Zuerst behauptet er, daß in der Mathematiuk 4=5 sein kann, während seine urstrüngliche Behauptung war, daß 4 (2+2) in der Theologie 5 sein könne.
Jetzt versucht er zu beweisen, daß Vernunft die Vernunft verletzen kann, nicht daß die Vernunft den Glauben verletzen könne.
Und zweitens ist sein mathematischer Beweis ungenau ( eine kurze Erklärung die Quadratwurzel aus 4 ist beides 2 und -2, was aber nicht bedeutet daß 2= -2 ist.)


Mittwoch, 19. April 2017

Heute vor 12 Jahren....



       

Genau ein Jahr später, am 19.4.2006, erinnert sich Benedikt XVI bei der GA an seine Wahl
Hier geht es zum Original-Text der Ansprache:  klicken

        

 Ansprache an die Kardinäle am 22.4. 2005
 hier geht´s zum deutschen Original der Ansprache: klicken

        

Am 19. April 2005 ...

... war ich gerade auf dem Weg zum Zahnarzt, als im Autoradio verkündet wurde, dass über der Sixtinischen Kapelle weißer Rauch aufgestiegen sei ...

... als ich beim Zahnarzt ankam, lief der Fernseher und ich sah diese Bilder:



ich weiß nicht mehr, wie oft ich das an diesem Abend noch in den Wiederhol-Schleifen gesehen habe ... aber ich weiß noch, dass ich mich an diesem Abend nicht satt sehen konnte an den Bildern.
Ich war so beeindruckt von diesem Mann und bin es immer noch. Bis heute.

Benedikt XVI- der Papst des Mutes. Zum 12. Jahrestag seiner Wahl zum Papst.

Angela Ambrogetti  bespricht für ACI/Stampa das neue Buch von Mimmo Muolo über den Papa Emeritus, das den Titel "Der Papst des Mutes" trägt:  klicken

"DER MUT BENEDIKTS XVI, EIN UNGEWÖHNLICHES PROFIL IN EINEM BUCH"

Mut. Das ist der Schlüssel, den Mimmo Muolo, Vaticanist und stellvertretender Chefredakteur von "Avvenire", gewählt hat, um das Pontifikat und das Leben Benedikts XVI zu lesen.
Zum Jahrestag der Wahl Benedikts XVI haben wir drei Bücher und ein Interview über das Interview des bayrischen Papstes ausgesucht und beginnen mit seinem Mut.

                                     
                           
Der Papst des Mutes ist tatsächlich der Titel eines anläßlich des 90. Geburtstags Joseph Ratzingers erschienen Buches.
Ein trockener Band, ohne feierlichen Ton aber mit einer interessanten, nicht banalen Relecture einiger Passagen des Pontifikates, das jene. die ihm folgen konnten, überrascht hat.

Und der Schlüssel liegt im Mut, genauer dem Mut, auch unbequeme, manchmal dramatische Situationen anzugehen, mit Ruhe und dem Vertrauen, das nur ein Mensch mit tiefem Glauben haben kann.

Alles ist vom ersten Kapitel an klar: der reale Papst oder der wahrgenommene Papst.

Eine der großen Schwierigkeiten des Pontifikates beruhen genau darauf. Wie wurde das  Handeln Ratzingers wahrgenommen? Wie hat die Presse darüber berichtet, die sich hastig und oberflächlich von Schlagzeilen und abgebrochenen Sätzen ernährt.

Muolo untersucht viele der prekären Momente aus einem anderen Blickwinkel.
Im Kapitel, das der Beziehung zur Welt gewidmet ist, demontiert Muolo klar und Stück für Stück den
Gedanken der "Schließung", den einige vorgebracht haben.

Das Negative der Interpretation einiger Texte, entstand nur aus einer oberflächlichen Lektüre.

Ein Beispiel für alle ist die Regensburger Rede. Die wahre negative Wirkung wurde durch die Art ausgelöst, wie eine bestimmte Presse diesen Text gelesen hat. Und der wirkliche Schaden war, "daß das richtige Verstehen dessen was der Papst sagen wollte. so verhindert wurde. de facto ist der Kern seiner Botschaft (und auf gewisse Weise auch des Pontifikates, was seine Beziehung zur Welt angeht) ist der Gedanke. daß der christliche Gott Liebe ist, aber auch logos, also die Vernunft."

Der Mut Benedikts beruhte auf dieser "erweiterten Vernunft", die dem Glauben nicht fehlen darf.

Verstehen wir es richtig, wie Muolo sehr gut erklärt, Ratzingers Glaube ist Glaube für Gelehrte. Es handelt sich also um einen mit der Intelligenz befreundetet Glauben, nicht umgekehrt. "Populär ja-wie die Tatsache zeigt, daß der große Theologe sich fortwährend zum Pilger zu den großen und kleinen Marienheiligtümern (von Aparecida zu Guadalupe, von Altötting zu Santa Maria di Leuca,von Fatima nach Lourdes) der ganzen Welt machte, aber nie populistisch oder -noch schlimmer- zu von Ignoranz oder ein bißchen Aberglauben gekennzeichneten gewissen Erscheinungen."


Vittorio Messori: "Joseph, der Gigant"


Riccardo Caniato,
"Gente", 16. April 2017

R.Caniato hat Vittorio Messori gebeten, dem Papa emeritus, die Glückwünsche der Zeitschrift "Gente" zu übermitteln und hat ihn bei dieser Gelegenheit interviewt.
Hier geht´s zum Original: klicken

                                "JOSEPH, DER GIGANT"

Am 16. April 2017, gerade am Ostersonntag wird Joseph Ratzinger 90.
"Gente" vertraut seine Glückwünsche für den Papa emeritus Vittorio Messori an, dem dafür
qualifiziertesten Journalisten und Schriftsteller- auch er am 16. April geboren, aber 1941, von dem wir ein Bild des Mannes erbitten, noch vor dem des Pontifex, der die Kirche vom April 2005 bis Ende Februar 2013 regiert hat.

Messori hat 1976 mit "Hypothesen über Jesus" ( von dem fast 2 Millionen Kopien nur in Italien verkauft wurden) als erster Vaticanist ein "Buch zu vier Händen" mit einem Papst ("Auf der Schwelle der Hoffnung" mit Johannes Paul II 1993) veröffentlicht, dem 1985 eine andere Premiere
vorausgegangen war, ein- in jener Zeit undenkbar- Interviewbuch mit dem damaligen Präfekten der bis dahin undurchdringlichen Glaubenskongregation: Kardinal Ratzinger, für genau "Report über den Glauben","der die Frucht von drei Tagen engen Kontakts mit Joseph Ratzinger war, der ein nie unterbrochenes Band zwischen uns geschaffen hat,"wie der Schriftsteller sagt.

Was erinnern Sie von diesen Tagen? 

Der Präfekt des ehemaligen Sant´ Uffizio hat mich für den Abend Mariae Himmelfahrt 1984 nach Brixen gerufen.
Ratzinger verbrachte dort seine Sommerferien im örtlichen Seminar- mit Studium und Meditation. Als ich vor dem Essen ankam. sagte man mir Seine Eminenz sei noch unterwegs bei Firmungen. Er kam dann in einem alten Volkswagen mit Münchner Kennzeichen. Er stieg im vollen Habit eines Kardinals aus, purpurrot, und ich war von diesem Kontrast zwischen seiner ernsten und intelligenten Erscheinung und diesem ärmlichen Auto des alten Priesters im einfachen schwarzen Hemd und römischen Kragen verblüfft, der ihn fuhr, Seppi und dann war da noch sein Bruder.

Wenn man daran zurückdenkt, sagt dieses Bild viel über das Mißverständnis aus. dessen Opfer Ratzinger sein in seinem ganzen Leben war.

Können Sie uns das besser erklären?

Wenn man ihm begegnete, genügten wenige Scherze um seine menschliche Statur wahrzunehmen. Die Weisheit, die Breite seiner Kultur,- nicht nur doktrinal- der Person und man fühlte sich als Zwerg. So viele Feinde der Kirche , die sehr wohl wußten, daß sie sich im Angesicht eines Rassepferdes befanden, fähig, den Glauben auf den Scharfsinn der Vernunft zu stützen , mit ihm nicht mit Argumenten messen konnten,  haben dann einige Aspekte verzerrt-angefangen von seiner Nationalität und seiner großen Schüchternheit, um ein mediales Stereotyp zu schaffen.  Das Bild des " deutschen Schäferhundes" und des "Großinquisitors", des "Panzerkardinals" oder des "eisernen Präfekten"  sind Kinder dieser schwarzen Legende,



Hat der Papst die Macht Bürgern anderer Länder, die Reise nach Rom zu verbieten?

Das fragt sich "rorate caeli" nach Bekanntwerden des Briefes des päsptlichen Delegierten für den Malteser Orden, Erzbischof Becciu, an Fra´ Matthew Festing. in dem er ihn anweist, der Tagung des Ordensrates und der Wahl seines Nachfolgers in Rom fernzubleiben.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"WER HAT ES GEWUSST? DER PAPST KANN AUSLÄNDERN VERBIETEN, ROM ZU BESUCHEN."

"Immer seit die Porta Pia 1870 fiel und Rom die Hauptstadt eines neu vereinten Italiens hat kein Papst mehr das Recht beansprucht, irgendwem zu verbieten, nach Rom zu kommen.
Die Stadt gehört schließlich nicht dem Papst und die zeitliche Macht der Päpste ist seit 1929 auf die engen Grenzen des Vaticans und einige zusätzliche Gebäude in der Region beschränkt.  

                                                    

Aber -ach- das war. bevor der Caudillismo die Stadt erreichte. Wenn nur Johannes Paul II und Benedikt XVI von dieser absoluten extra-muros-Macht des Papstes gewußt hätten.
El Caudillo Jorge weiß es besser: wen kümmern schon Gesetze und Recht, wenn er dich haßt und dich einfach wegschicken kann, Muchacho!

Das ist dem früheren Kopf der Malteser Ritter, Fra´ Matthew Festing- passiert, der zuerst vom Papst zum Rücktritt gezwungen wurde und ihm nun befahl (!!!!) während der Zeit der Wahl seines eigenen Nachfolgers nicht nach Rom zu kommen.

Quelle: rorate caeli


Dienstag, 18. April 2017

Noch ein Video, noch ein Interview, Kardinal Schönborn gratuliert dem Emeritus

       für die Italienisch-Kenner -unübersetzt....  

           

Sandro Magister zum Verbot an Fra´ Matthew nach Rom zu reisen

Auch Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das Reiseverbot gegen den Ex-Großmeister des Malteser Ordens.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DAS VERBOT FÜR DEN EX-GROSSMEISTER. DER PAPST VERBIETET IHM, EINEN FUSS NACH ROM ZU SETZEN."

"Für den 29. April ist in Rom ein Treffen des kompletten Staatsrates der geweihten Ritter geplant, dem Organ, das nach den Statuten die Wahl des neuen Großmeister des Malteser Ordens durchführen wird.
Wie bekannt ist, hat der vorherige Großmeister Fra´Matthew Festing aus England am 24. Januar Papst Franziskus -einer Anordnung gehorchend- seinen Rücktritt in die Hände gelegt.

Seither wurde die höchste Autorität des Ordens -in seinem Amt als Interims-Stellvertreters vom Großkommndanten Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein ausgeübt.

Am 4. Februar jedoch hat Papst Franziskus dem Orden auch seinen Spezial-Delegaten und "ausschließlichen Sprecher" vorangesetzt. der de facto voll bemächtigt ist- in Person von Erzbischof Angelo Becciu, Substitut im Staatssekretariat.

Der folgende Brief ist ein eklatanter Beweis für die Ausübung dieser vollen Macht.
Im Namen des Papstes, verbietet Becciu dem vorherigen Großmeister an der Wahl seines Nachfolgers teilzunehmen. Und nicht nur das. Er verbietet ihm sogar anläßlich dieses Konklaves nach Rom zu kommen.

Hier die vollständige Übersetzung des Briefes, der am Karsamstag an Festing geschickt wurde.


"Der Spezialdelegierte für den
Souveränen Militär Hospitalorden des
Hl. Johannes von Jerusalem, Rhodos und Malta
00120 CÍTTA DEL VATICANO
Aus dem Vatican, 15. April 2017

Lieber verehrungswürdiger Bruder,
von dem Augenblick an, als ich die mir vom Hl. Vater anvertraute Aufgabe als sein Delegierter für den Souveränen Militärischen Hospitalorden des Hl. Johannes von Jerusalem von Rhodos und Malta akzeptiert habe, war eine meiner Prioritäten, meine Kenntnis des Ordens- sei es durch persönliche Treffen mit seinen Mitgliedern oder durch Briefwechsel zu vertiefen und bin so fähig geworden, sowohl die Vitalität des Ordens als auch die Komplexität seiner Probleme, die aus einer gewissen Desorientierung entstanden ist zu würdigen, die von tiefem Leiden wegen der kürzlichen Krise begleitet wurden.
Alles in allem jedoch kann man klar den Wunsch sehen. eine neue Seite aufzuschlagen , an der Versöhnung der verschiedenen Elemente zu arbeiten und eine Überarbeitung der Konstitution einzuleiten.
Allerdings haben viele- im Hinblick auf die Vollversammlung des Staatsrates- die am 29. April stattfinden soll, ihren Wunsch ausgedrückt, daß Sie nicht nach Rom kommen und an der Abstimmung teilnehmen. Ihre Anwesenheit würde  erst vor kurzem geheilte Wunden ausreißen und verhindern, daß sie in einer Atmosphäre des Friedens und der wiedergewonnenen Harmonie stattfindet.
Indem in das Obengesagte bedenke, und die Entscheidung mit dem Hl. Vater geteilt habe. bitte ich Sie in meiner Eigenschaft als Spezialdelegierter, nicht bei der Vollversammlung des Staatsrates anwesend zu sein und bei dieser Gelegenheit auf Ihre Reise nach Rom zu verzichten. Ich bitte Sie darum als einen Akt des Gehorsams, in dem Sie -ohne Zweifel- dieses Ihr Opfer als ein Geschenk zum Wohl des Malteser Ordens erkennen werden.

Indem ich Ihnen meine Wünsche für ein Glückliches Osterfest sende, versichere ich Sie meiner Erinnerung in meinen Gebeten.

Aufrichtig in Christus
Erzbischof Angelo Becciu
Special Delegate

an 
Fra' Matthew Festing
Burks, Tarsot
Hexham NE48 1LA
Northumberland
GREAT BRITAIN

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister

Breaking: angewandte Barmherzigkeit....Neues vom Malteser Orden


Edward Pentin berichtet im NCR von einem Schreiben des Spezialdelegierten für den Malteser Orden an Fra´ Matthew Festing zur bevorstehenden Wahl eines neuen Großmeisters.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"DER VATICAN ORDNET AN, DASS MATTHEW FESTING NICHT ZUR WAHL DES MALTESER ORDENS NACH ROM REISEN DARF"
Einige im Orden sagen, daß dieser Schritt dazu gedacht ist, um Fra´ Festing daran zu hindern irgendeinen Einfluss auf die Wahl des neuen Großmeisters zu nehmen.

In einem überraschenden Schritt hat Papst Franziskus´ Spezialdelegierter für den Malteser Orden Fra´ Matthew Festing, den früheren Großmeister des Ordens, angewiesen, nicht zur Wahl seines Nachfolgers zu reisen.
In einem am 15. April datierten Brief (siehe unten) schreibt Erzbischof Angelo Becci, daß viele im Orden "ihren Wunsch ausgedrückt haben", daß Fra´ Festing nicht zur Wahl am 29. April  nacch rom reisen möge, weil seine Anwesenheit "Wunden wieder aufreißen würde" und um zu verhindern, -daß nach der Harmonie, die zu Beginn dieses Jahres dem Streit wegen der Entlassung und der späteren Wiedereinsetzung von Albrecht von Boeselager als Großkanzler folgte-der Disput zurückkehre.

Der Erzbischof sagte, daß er ( Fra´Festing) "die Entscheidung des Hl. Vaters mitgetragen habe" und deshalb auf die Reise- in einem Akt des Gehorsams- verzichten solle.
Diese Nachricht ist eine Überraschung, weil Quellen innerhalb des Ordens sagen, daß Fra´Festing, den der Papst im Januar aufgefordert hatte, zurückzutreten, im Orden sehr populär geblieben ist und sogar wiedergewählt werden könnte.
Der Papst sagte, er würde seine Wiederwahl akzeptieren.
Es wird gesagt, daß dieser Schritt deshalb der Versuch von jemandem ist, der den Orden in eine ganz neue Richtung führen will und deshalb Fra´ Festing von jedem Einfluss bei der kommenden Wahl ausschlieen will.
Bald mehr....
     Quelle: NCR, E.Pentin

Amoris Laetitia. Immer ist noch kein Ende der Verwirrung oder gar eine Antwort auf die Dubia in Sicht

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae ein bevorstehendes Laien-Treffen zu AL in Rom, bei dem es darum geht, von Petrus Klarheit zu verlangen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE KONFUSION DURCH AMORIS LAETITIA. EIN TREFFEN NUR FÜR LAIEN IN ROM. PETRUS UM KLARHEIT ERSUCHEN GANZ KLAR."

"Es ist schwer, zu leugnen, daß Amoris Laetitia mit seinen Auslassungen (teilweise Wichtiges aus dem vorhergehenden Lehramt), Fußnoten und seiner Mehrdeutigkeit eine präzedenzlose Verwirrung in der Katholischen Welt hervorgerufen hat.
Erst vor wenigen Tagen haben wir bei Nuova Bussola Quotidiana über die präzedenzlose verbale Aggressivität berichtet, mit der einer der Hauptratgeber des Pontifex´ einen attackierte, der respektvoll um Klarheit gebeten hatte und wie er die Angriffe noch verstärkt hat-anstatt sich zu beruhigen.
Das Interessanteste ist vielleicht, daß sich diese Diskussion nicht nur um priesterliche Belange dreht. wie man uns vielleicht glauben machen will. Wir sind persönlich Zeugen, interagieren mit den sozialen Netzwerken und sehen, wie die Laien, auch normale Laien, tief darin verwickelt sind.
Natürlich gibt es welche, die vorher-noch vor der Öffnung-eine böswillige Interpretation liefern wollen, die schon in Arbeit ist. Die Times vom 17. April titelt "Hardliner-Katholiken fordern die Ehe-Reform des Papstes heraus."
Man versteht den Versuch, einem zerstreuten Publikum, das in schwierigen Fragen sicher nicht besonders bewandert ist, das schmackhaft zu machen, aber ein Titel dieser Art ist einfach ein Verrat an der Wahrheit.
Wie Giuseppe Rusconi bei Rosso Porpora schreibt, ist ein solches Vorgehen richtig und man muß betonen, daß das weder ein Akt einer Meuterei gegen den Papst ist und noch weniger die erste Etappe eines schismatischen Weges."

Zu den Absichten der Organisatoren und Redner beim Treffen im Hotel Columbus in der Via della Conciliazione gehört zuerst ein öffentlicher Augenblick des Nachdenkens der Laien aus aller Welt. über die Passagen mit mehrdeutigem Inhalt-besonders in Kapitel VIII von "Amoris Laetitia", einem Dokument des Lehramtes, das zu sehr verschiedenen Interpretationen im Herzen der katholischen Welt geführt hat, in einem Ausmaß- wie wir gesehen haben- daß bei denen eine große Verwirrung entstanden ist, die der Katholischen Soziallehre der Kirche zur Ehe treu bleiben wollen, und nicht nur das.


Die nächsten Videos ... so schön!




... und noch eins oben drauf: Die ganze Ansprache Benedikt's!



Leider fehlt der Segen und die Bayernhymne - aber das kommt vielleicht noch ....

Noch eine Hommage an den Jubilar

A. Gagliarducci hat seinen Wochenbeitrag für "Monday in The Vatican" dem 90. Geburtstag des Emeritus und einer Hommage seines Wirkens in der Kirche gewidmet.
Hier geht´s zum Original: klicken

"HOMMAGE AN BENEDIKT XVI, DEN MISSVERSTANDENEN PROPHETEN UNSERER ZEIT"
"Der April ist der grausamste Monat" sagt Eliot in seinem Gedicht "The Wasteland". Vielleicht kann das keiner besser verstehen als Benedikt XVI: er wurde an einem Karsamstag, Mitte April geboren und am selben Tag getauft und wurde Ostersonntag am 16. April 90. Wir sind im 4. Jahr seit er sich auf den Berg, in das Kloster Mater Ecclesiae zurückgezogen hat.
Der April ist ein grausamer Monat, weil- wie Christopher Altieri, der Generalmanager von Vocaris Media- erklärt "wir vom Frühling in positiven Worten sprechen, aber wir unterschätzen die Anstrengung und Ermüdung des Frühlings: alle diese Pollen, die abgegeben werden, von denen nur ein kleiner Teil erblühen werden; die Anstrengung des Wiedererwachens, das den Sommer bringen soll. Der Frühling ist wunderschön aber auch sehr schmerzhaft."

                                  
                 
Papst Benedikt lebte diesen Frühling, schön und schmerzhaft zu selben Zeit. Frühling in der Kirchengeschichte war für ihn das Zweite Vaticanische Konzil. Er beschreibt den ersten Tag des Konzils als einen wunderschönen Tag, aber diese Worte beziehen sich auf die Vollversammlung. Dieser Tag war auch ein schmerzhafter Tag.

Seit Benedikt auf den Berg gestiegen ist um die Zeit in betenden Fürsprache für die Kirche zu verbringen, ist die Bitterkeit, die er während seines Pontifikates fühlte, wenn er über das Zweite Vaticanische Konzil sprach, vergessen worden.
Trotzdem fühlte er seit Beginn seines Pontifikates die Notwendigkeit, diese Periode der Kirchengeschichte zu erklären. In seiner ersten Weihnachtsansprache an die Römische Kurie 2005 betonte er, daß das Konzil durch die Linse der Kontinuität interpretiert werden müsse.
Das heißt: das Konzil war nicht der destruktive Frühling sondern der Frühling der zur Ernte neuer Früchte führte. Es war eine Erneuerung in Kontinuität, nicht ein völlig veränderter Organismus des Glaubens, genau so wie sich die Natur jedes Jahr im Frühling erneuert.
Am Ende seines Pontifikates, in seiner letzten Begegnung mit dem Römischen Klerus wollte er noch einmal auf diese Feststellung zurückkehren, als ob sie der rote Faden des gesamten Pontifikate gewesen sei. Er sagte, es habe ein Medienkonzil und ein reales Konzil gegeben. Und er stellte fest, daß das Medienkonzil das wahre Konzil überholt hat.

Daß die Erfahrung des II.Vaticanischen Konzils der Kreuzungspunkt für Benedikt war, wird durch die kurze Stegreifansprache bezeugt, die er am Ende des Fackelzuges hielt, der zur Feier des 50. Jahrestages des Zweiten Vaticanischen Konzils veranstaltet wurde. Es war der 11. Oktober 2012.
Als er sich aus dem Fenster des Apostolischen Palastes beugte, wie es Johannes XXIII 50 Jahre vorher getan hatte, tat er das im Gefühl einer veränderten Welt und betrogener Hoffnungen.

Er sagte: "Wir waren glücklich- würde ich sagen- und voller Enthusiasmus. Das große Ökumenische Konzil hatte begonnen; wir waren sicher, daß ein neuer Frühling der Kirche in Sicht war, ein neues Pfingsten mit einer neuen, starken Präsenz der befreienden Gnade des Evangeliums."


Montag, 17. April 2017

... und hier ist das Video!

Jetzt gibt es auch Bilder vom Osservatore Romano

Schöne Bilder aus Rom:

Papst emeritus Benedikt feiert heute seinen 90. Geburtstag in einer privaten Feier.

Die ersten Tweets treffen gerade ein:












"Ostern und die Hoffnung", das Leben und die Theologie Joseph Ratzingers

Lorenzo Bertocchi hat gestern -anläßlich des 90. Geburtstages des Emeritus  in LaNuovaBussolaQuotidiana eine Eloge verfaßt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"OSTERN UND DIE HOFFNUNG: DIE 90 JAHRE BENEDIKTS XVI"
"Heute- am Ostertag- vollendet der Papa emeritus Benedikt XVI sein 90. Lebensjahr. Joseph Ratzinger war zu einem intellektuellen Werk fähig, die in den letzten 50 Jahren des Kirchenlebens kaum Vergleichbares hat und daß wohl so fortgeschritten war, daß es auf soviel Unverständnis traf.
Als Präfekt des ehemaligen Sant´Uffizio hat er tiefen Einfluss auf das Pontifikat des H. Johannes Paul II gehabt, besonders in dieser Periode können wir einige Dokumente finden, in denen sich auf bestimmte Weise sein Denken kristallisiert-wie z.B, in der Enzyklika "Fides et ratio"von 1998 oder der Erklärung "Dominus Iesus"  von 2000.
Unter seinen Enzykliken zeigt besonders "Spe Salvi" von 2007 das besonders repräsentativ.

                                            
           
In diesen Tagen hat der Verlag Piemme einen Text in Druck gegeben: "Die Zeit und die Geschichte, zum ersten mal einige seiner Schriften aus den 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in italienischer Sprache. Die Kritik Ratzingers an der modernen und postmodernen Zeit in vielen seiner schriftlichen Zeugnisse ist wie wenige fähig, an die Wurzeln der metaphysischen Krise zu gehen, die auch die Theologie erreichte und -allgemeiner- auch die Philosophie.
"Kant" so schrieb er in den 70-er Jahren- hat die metaphysischen Kräfte der Philosophie als "vorkritisch" qualifiziert und diese "Sache als solche" an den Rand der Philosophie  gestellt und so den tiefsten Kern des Wirklichen als für den Menschen unerkennbar.
Um es kurz zu sagen: er reduzierte sie auf eine Analyse der Möglichkeit des Wissen, die Darstellung der Gesetze des menschlichen Bewußtseins."
 Das ist in wenigen Zeilen seine chirurgische Analyse der Reduzierung der menschlichen Vernunft auf einen engen Raum, unfähig, sich durch das Wesentliche zum Transzendenten zu Gott zu erheben.


Antonio Socci zum 90. Geburtstag des Emeritus

Antonio Socci macht sich anläßlich des 90. Geburtstages des Papa emeritus Gedanken über ein gemeinsames Pontifikat des aktiv regierenden Pontifex und des kontemplativen Papa emeritus.
Hier geht´s zum Original in LoStranieroklicken

"DIE 90-JAHRE BENEDIKTS XVI UND DIE MISSION, DIE IHN (VIELLEICHT) NOCH ERWARTET"

                               

"Das Urteil der Zeitungen zählt nicht, sondern das des lieben Gottes, das sagte Benedikt XVI vor kurzem. Aber wie es aussieht, nimmt sich Gott bei ihm noch Zeit.
Die 90 Jahre, die der Papa emeritus heute vollendet- was mit Ostern zusammenfällt (und sogar mit dem Ostern aller christlichen Konfessionen) - widerlegen das verbreitete Motiv für den Amtsverzicht (in der Tat ist er äußerst klar) und weil er in einem unerwarteten Alter ist (das zu erreichen, Ratzinger nicht erwartete) kommt er vielleicht darauf, zu denken.das sein "Chef" für ihn noch eine Aufgabe vorgesehen hat.
Könnte es für diesen bescheidenen und tiefsinnigen Mann im Buch Gottes noch ein Kapitel geben? Die Märchenerzähler lehren, daß das Ende den Sinn eines Lebens offenbart.

KAMPF MIT GOTT
Im Falle Joseph Ratzinger hat man das Gefühl, daß es einen eisernen Arm gab, wie in einer dieser grandiosen Erzählungen der Bibel, die die großen Patriarchen wie Abraham,Jakob und Moses mit Gott kämpfen sahen.
Im Kampf ging es darum, wer wie und wann das Wort "Ende" schreiben sollte. Benedikt XVI hat versucht das am 11. Februar 2013 zu tun, durch schwierigste Situationen bedrückt, die ihn sich in einem ungleichen Krieg fühlen ließen, der gegen ihn entfesselt worden war.
Er entschied sich, "für die Welt zu sterben" und sich in eine Eremitage des Gebetes zurückzuziehen. Aber eine andere mächtige Stimme- in seinem Gewissen muß sich wenige Tage später- hören lassen haben, sodaß er eine andere, entgegengesetzte Entscheidung traf.
De facto -ein einzigartiger Fall in der Kirchengeschichte- kehrte er nicht in den Bischofsstatus zurück, sondern wurde "Papst emeritus", behielt den Titel und trägt den päpstlichen Habit.


Gloria in Excelsis Deo

     

            

Sonntag, 16. April 2017

HALLELUJA !

                                                    Der Tag des Triumphes,
                           da darf auch ein bißchen Triumphalismus nicht fehlen.

           

16.4.1927 Te Deum Laudamus

       

            

Zum 90. Geburtstag unseres geliebten Papa Emeritus und aus Dankbarkeit für sein Pontifikat
Te Deum Laudamus!

Fundstück: "Der letzte Abendländer"

gefunden haben wir diesen wahrhaft lesenswerten Text bei David Bergers "philosophia perennis" 
Hier geht´s zum Original :   klicken

                   "DER LETZTE ABENDLÄNDER AUF DEM THRON PETRI"
und er beginnt so: 

"Heute wird der „Papa emeritus“, Benedikt XVI. 90 Jahre alt. Außer Pius XII. wurde in den letzten 100 Jahren vermutlich keinem anderen Papst so viel ungerechte Einschätzung zuteil, wie diesem Papst. Wenn man Pius XII. als den letzten wahren Römer auf dem Stuhl Petri bezeichnet, so muss man wohl Papst Benedikt XVI. als den letzten echten Abendländer* in diesem Amt bezeichnen. In ihm kulminiert noch einmal die ganze Größe jener geistigen Heimat, die derzeit in Windeseile zu zerfallen droht.(...)"

Quelle:  David Berger, philosophia perennis, 

ET RESURREXIT TERTIE DIE

                                       
                                       ER IST AUFERSTANDEN!          
                                                          HALLELUJA

           

                                     Et resurrexit tertia die secundum Scripturas, 
                                     et ascendit in coelum, sedet ad dexteram Patris, 
                                     et iterum venturus est cum gloria, 
                                     judicare vivos et mortuos, 
                                     cujus regni non erit finis.

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden!

Wir wünschen allen unseren Lesern frohe und gesegnete Ostern

viel wäre zu schreiben, viel müsste man schreiben und manchmal hat man das Gefühl man müsste noch mehr beten und noch mehr schweigen.

Samstag, 15. April 2017

Noch ein Fundstück.....

romereports hat zum morgigen 90. Geburtstag des Papa emeritus einen kleinen Vidobeitrag zusammen gestellt.


Fundstück


das "Welt-Interview" von Christian Eckl mit Prälat Wachter und Fürstin Thurn & Taxis zum 90. Geburtstag von Papst em. Benedikt XVI.
Hier geht´s zum Fundstück:   klicken

Typisch für die Sichtweise aller mainstream-Medien im deutschen Sprachraum ist z.B., den Papa emeritus auch für den VatileaksI-Skandal verantwortlich zu machen, dessen Opfer er nur und ausschließlich war- und im Gegenzug Vatileaks II -an dem der aktuelle Pontifex -durch seine Personalwahl- sehr viel deutlicher selbst beteiligt war, ganz zu beschweigen.
Was auch unerwähnt bleibt, ist die erhebliche Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung und Beurteilung beider Pontifices in den italienischen (immer kritischer gegenüber Papst Franziskus) und den deutschen Medien (immer noch im "besoffenen" Cheerleader-Modus).

Quelle: Welt, C.Eckl















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Das EWTN-Interview von Erzbischof Georg Gänswein

Edward Pentin kommentiert im NCR dass Interview, das Erzbischof Georg Gänswein EWTN anläßlich des 90. Geburtstages des Papa Emeritus gegeben hat.
Hier geht´s zum Original:   klicken

"ERZBISCHOF GÄNSWEIN: BENEDIKT XVI WIRD NICHT IN DIE AMORIS-LAETITIA-KONTROVERSE EINTRETEN"
"Der Papa emeritus, der Ostersonntag 90 Jahre alt wird, hat von den Kontroversen um das Dokument und wie es angewandt wird Kenntnis."

"Papst emeritus Benedikt XVI, der am Oster-Sonntag 90 Jahre alt wird, hat Amoris Laetitia gründlich gelesen und die Kontroversen rund um das Dokument und wie es angewandt wird zur Kenntnis genommen, kommentiert es aber auf keine Weise."
Das sagte Benedikts persönlicher Sekretär Erzbischof Georg Gänswein, am 12. April der Italienischen Tageszeitung La Repubblica in einem Interview und daß der frühere Papst sich sehr wohl des Unterschieds bewußt ist, der zwischen ihm und Papst Franziskus gemacht wird, sich aber nicht provozieren lasse und "keineswegs die Absicht habe, in Kontroversen einzutreten, von denen er sich weit entfernt fühlt."

Benedikt XVI sagte er, "ist heiter, ruhig und in guter Stimmung" und tue nur das, was seine Kräfte zulassen.
An diesem Wochenende wird der Papst emeritus Ostern und seinen Geburtstag in seiner Wohnung in Mater Ecclesiae in den Vaticanischen Gärten feiern, zusammen mit seinem Bruder, dem 93-jährigen Msgr. Georg Ratzinger. Das ist "ein großes Geschenk" sagte Erzbischof Gänswein und fügte hinzu, daß er am Oster-Montag mit einer kleinen Delegation aus der Region.eine bescheidene bayrische Feier genießen wird.

Er sagte, der Papa emeritus sei für einen Mann seines Alters sehr klar, aber seine körperliche Kraft nimmt ab und er braucht eine Gehhilfe, Er spielt immer noch Klavier, aber seine Hände gehorchen nicht mehr so wie früher, oder "jedenfalls nicht so, wie sie sollten. um gut zu spielen."

Erzbischof Gänswein sagte, daß der Papa emeritus fortfahre abends um 20.00 die Fernsehnachrichten zu sehen, täglich den Osservatore Romano und Avvenire, die Zeitung der Italienischen Bischöfe, zu lesen, ebenso wie die Vatican-Presseverlautbarungen. Er genießt es, die Kirchen-Väter zu lesen und die wichtigsten theologischen Veröffentlichungen.
Er sagte, Benedikt habe "nie bedauert" zurückgetreten zu sein, sondern glaubt weiterhin, daß er um Gottes willen das Richtige zum Wohl der Kirche" getan habe. In seiner Seele, fügte Erzbischof Gänswein hinzu, ist ein "berührender Friede, der glauben läßt, daß er in seinem Gewissen die Gewißheit hat, aus der Sicht Gottes das Richtige getan zu haben."
Dieser innere Friede "ist ein wunderbares Geschenk, das aus dieser Entscheidung stammt."

Zur immer wiederkehrenden Frage- ob er zum Rücktritt gedrängt worden sei- sagte Erzbischof Gänswein "nein, überhaupt nicht." und bezieht sich auf die Kommentare Benedikts aus dem Interviewbuch mit Peter Seewald aus dem letzten Jahr "Letztes Vermächtnis", in dem er sagte, er sei "in keiner Weise einem Druck ausgesetzt" gewesen. "Wenn es den gegeben hätte, würde er nicht nachgegeben haben" sagte er.
"Er war sich dessen bewußt geworden, daß er nicht mehr die Kraft hatte das Schiff Petri zu führen, das einen starken Steuermann braucht. Er verstand die Notwendigkeit, das in die Hände des Herrn zurück zu legen, was er von ihm empfangen hatte.
Der deutsche Präfekt des Päpstlichen Haushaltes leugnete auch, daß die Vatileaks-Affäre einen Einfluß auf das Konklave 2013 gehabt habe.
"Benedikt verfolgte das Konklave am Fernsehschirm" sagte er und fügt hinzu, daß in Seewalds Buch, das ein Jahr nach der Wahl und lange vor Amoris Laetitia veröffentlichte wurde, Benedikt gesagt habe, Papst Franziskus bringe einen "schönen Atem frischer Luft" und "habe keinen weiteren Kommentar abgegeben."


Eine kleine Video-Bilanz zum 90. Geburtstag des Papa emeritus

Marco Tosatti hat zum 90. Geburtstag des Papa emeritus eine kleine Bilanz des Pontifikates gezogen und bei Stilum Curiae veröffentlicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"BENEDETTO, 90 JAHRE. KLEINE VIDEO-BILANZ EINES PONTIFIKATES. 
WER WEISS, OB ER DIE VOR VIER JAHREN GETROFFENE ENTSCHEIDUNG BEDAUERT"

"Benedikt XVI wird 90 Jahre alt. Wer ihn in letzter Zeit in seiner kleinen klösterlichen Emeritage im Inneren der Vaticanischen Gärten besucht hat, spricht von einem  Menschen, der immer mehr einer völlig spirituellen Dimension des Lebens zuneigt.
Auch wenn er die Lage in der Kirche verfolgt, wie vor einigen Tagen sein Sekretär Msgr. Georg Gänswein in einem Interview enthüllte.
Er sprach besonders von den verschiedenen Interpretationen der Apostolischen Exhortation "Amoris Laetitia". Diese Nachrichten kommen von den Personen, die ihn weiterhin besuchen: immer zerbrechlicher, mit Schwierigkeit sich zu bewegen, so beschreiben sie ihn,  und mit einigen Sehproblemen; aber mit einem klaren und aufmerksamen Geist -wie immer schon.

Im Interview geht es um eine hastige und partielle Bilanz der acht Jahre seiner Regierung, die auf so dramatische und präzedenzlose Weise endete. Sein Kampf gegen den Mißbrauch in der Kirche. die Finanz-und Wirtschaftsreform, die Verteidigung und Förderung eines gesunden Glaubens, der auf der immerwährenden Tradition beruht. Und er spricht über seine Schwächen:
das mangelnde Verständnis für die Bedeutung der Kommunikation, den von allen mit starken und sehr starken Kräften verbündeten Medien von vornherein gegen ihn entfesselten Krieg, die begrenzten Fähigkeiten seiner direkten Mitarbeiter, besonders des Staatssekretärs Tarcisio Bertone, ihm wirkungsvoll bei der Erfüllung einer schweren Pflicht, um die er nicht gebeten hatte und die er nicht wollte, zu helfen.

Wer weiß, ob er seine Entscheidung jetzt bedauert. Für sich selber - sicher nicht. Aber für seine Kirche und seine Herde?"


Hier das Video, in dem Tosatti - im Gespräch mit Aurelio Porfiri- wie oben zusammengefaßt- über das Pontifikat spricht.

        


Ein Satz zu den Mitarbeitern Benedettos, die wie Tosatti sagt- seiner Größe nicht adäquat waren- fällt besonders auf: "anstatt, daß sie ihn verteidigten, hat er sie verteidigt...."
Um das Treiben seiner Gegner innerhalb und außerhalb der Kurie, bis hin zu nach Schweizer Kurorten benannten mafiösen Strukturen, wissen wir alle.

Quelle: M. Tosatti, Stilum Curiae

Fundstück: Der Kreuzweg vom 6.4.2007

Vor 10 Jahren, kurz vor seinem 80. Geburtstag, betete Papst Benedikt XVI mit den Römern den Kreuzweg am Coloseum.
Schön zu sehen, dass der Papst selbst den Weg mitging und bei der ersten Station das Kreuz selbst getragen hat.



Wie sich die Zeiten ändern. Seufz!

Freitag, 14. April 2017

Gestern vor 275 Jahren.....

Gestern vor 275 Jahren, am 13. April 1742, wurde Händels Messias in der Great Music Hall in der Fishamble Street in Dublin uraufgeführt.

                  
                                       Foto wikicommons, gemeinfrei

Glaube und Prophetie Benedikts XVI

Giovan Battista Brunori hat anläßlich des 90. Geburtstags eine Biographie des emeritierten Papstes geschrieben. Die website Paolina berichtet darüber.
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                      "GLAUBE UND PROPHETIE BENEDIKTS XVI"

"Ein Buch über Benedikt XVI zu schreiben, bedeutet auch auf die Frage zu antworten: wer ist Joseph Ratzinger wirklich? Wer ist dieser Mann, der das Papsttum verlassen hat, nachdem er während 8 Jahren die Kirche durch furchtbare Krisen geführt hatte?

                                        9788831547833 p
   
Das Bild, das sich jeder von uns von Joseph Ratzinger- Benedikt XVI gemacht hatte, ist am 11. Februar 2013, in seine Einzelteile zerborsten.

Der Verzicht auf die Ausübung des Pontifikates, war eine der explosivsten Gesten, an sich die in die Moderne projizierten Kirche erinnert, die manche die "letzte absolute Monarchie des Planeten" nennen: ein revolutionärer Akt der Reform, ausgeführt von einem Papst, der als "Standartenträger der Tradition" oder sogar als "Panzerkardinal" (im Original)bezeichnet wurde und der sowohl seine progressistischen Gegner als auch die Ratzingerianer selbst in Verwirrung stürzte.
Es ist keine leichte Aufgabe, die Biographie eines lebenden Papstes schreiben, um so mehr in diesem Fall, des ersten emeritierten Papstes der Kirchengeschichte, der an seinem Rückzugsort im alten Kloster Mater Ecclesiae im Vatican immer noch aktiv ist.


Gebt mir meinen Jesum wieder.....

Judas angesichts dessen, was er getan hat:

         

          "Gebt mir meinen Jesum wieder!
Seht, das Geld, den Mörderlohn,
wirft euch der verlorne Sohn
zu den Füßen nieder."

Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen....

 

         

                                 Wir wünschen allen einen gesegneten Karfreitag

Oster-und Geburtstagsgrüße in Mater Ecclesiae

Veronica Giacometti hat bei ACI/LaStampa darüber berichtet, daß Papst Franziskus vorgestern den Emeritus in Mater Ecclesiae besucht hat, um ihm seine Geburtstagswünsche zu überbringen .
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"Papst Franziskus hat sich gestern nachmittag in Kloster "Mater Ecclesiae" begeben, um -wie jedes Jahr- Benedikt XVI seine Ostergrüße zu überbringen. Bei dieser Gelegenheit war der Besuch wegen des bevorstehenden 90. Geburtstages des emeritierten Papstes doppelt feierlich.
Das berichtet ein offizielles Communiqué des Vaticanischen Presseamtes." (....)

Quelle: ACI/Stampa, V. Giacometti

Donnerstag, 13. April 2017

Fundstück : "Der stille Antipopulist"

                      
                        "Der stille Anti-Populist";
so überschreibt Peter Seewald seinen Beitrag zum 90. Geburtstag des Emeritus für die Tagespost.
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".... Benedikt, der sich bei seinem Amtsantritt als „einfacher Arbeiter im Weinberg“ des Herrn vorstellte, erwies sich als der „stille Papst“. Zwischen seinem lauten Vorgänger und seinem lauten Nachfolger war er ein Mann der leisen Töne. Er bestach durch seine noble Art, seinen hohen Geist, die Redlichkeit der Analyse und die Tiefe und Schönheit seiner Katechese. Nicht eine kühle Professoren-Religion wollte er anbieten."......

Quelle: Tagespost, Peter Seewald


Die (manche?) Jesuiten müssen verrückt geworden sein....oder genügen heute ein paar Jesuiten, um die zweitausendjährige Lehre der Kirche umzustoßen?

Pater Thomas Reese, SJ, springt seinem Ordensgeneral und seinem Papst eilig zur Seite, um wie es aussieht- zu deren Rechtfertigung mit jesuitischen Schlaumeiereien Jesu Worte zu Ehe und Scheidung zu relativieren und in Frage zu stellen.
Das hat Sandro Magister zu einem entsprechenden Kommentar bei Settimo Cielo vernlaßt.
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"AUCH JESUS WÜRDE DIE SCHEIDUNG HEUTE ZULASSEN.  SAGT  EINER AUS SEINER GESELLSCHAFT"
"Die Instruktionen über das,"was Jesus wirklich zu Ehe und Scheidung sagte"  die vor 2 Monaten vom Ordensgeneral der Gesellschaft Jesu, Fr.Arturo Sosa Abascal herausgegeben wurde, ist nicht auf taube Ohren gestoßen.

Im Gegenteil, einige unter den Jesuiten waren die ersten, die sie angewendet haben, um daraus zu schließen, daß Jesus heute die Scheidung erlauben würde,wenn eine Ehe erst einmal tot sei.

Der Jesuit, der diesen Schluß aus den vom Ordensgeneral gegebenen Prämissen zieht, ist kein niemand. Es ist Pater Thomas Reese, der frühere Herausgeber des Magazins der Jesuiten, America, und bekannte Feder für den National Catholic Reporter. Er hat das in seinem Kommentar getan, der am 6. April im NCR erschien.

"Was Gott zusammen gefügt hat..."

Bevor man seine Argumentation liest, ist es hilfreich sich noch einmal un Erinnerung zu rufen, was Pater Sosa im  Interview mit Rossoporpora vom 18. Februar sagte, dem Interview, das ebenso wohl überlegt wie explosiv war und das einen Tag, nachdem er es Wort für Wort überprüft hatte, veröffentlicht wurde.

"Um zu wissen. was Jesus wirklich sagte", stellte der Ordensgeneral der Jesuiten in diesem Interview fest, daß man sich daran erinnern solle, daß "zu der Zeit niemand ein Tonbandgerät hatte, um seine Worte aufzuzeichnen. Was man weiß, ist, daß die Worte Jesu in den Kontext gestellt werden müssen, daß sie in einer Sprache, einer bestimmten Situation an jemanden Spezifisches gerichtet wurden."

"Deshalb", so fuhr er fort, sei es,"um zu verstehen, was Jesus mit seinem "kein Mensch soll trennen, was Gott zusammengefügt hat" nicht genug, beim Buchstaben des Textes aufzuhören, sondern man müsse ihn untersuchen, so wie es Papst Franziskus tut, ohne über das, was in der Kirche zur Lehre wurde, rigide zu sein, "weil die Lehre die Differenzierung nicht ersetzt."

Dann beginnt Pater Reese damit, die Worte Jesu zu Ehe und Scheidung zu zitieren:

"Deshalb -was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Wer immer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch." (Mt. 19: 6,9)

"In den Gemütern der Kritiker von Papst Franziskus"- sagt er-"sind diese Worte "klar und endgültig und beenden die Diskussion."
Sofort danach aber schreibt er "es gibt mindestens 3 Gründe dafür, daß diese Worte Jesu nicht beweisen, daß Papst Franziskus sich irrt, wenn er die Möglichkeit zuläßt, daß wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion empfangen."

 - der erste Grund ist, daß "Jesus eine Menge Dinge gesagt hat, die wir nicht wörtlich und ohne Ausnahme beachten".

Und er gibt zahlreiche Beispiele, wie das-nie bei irgendetwas im Himmel oder auf der Erde zu schwören. Und dann wundert er sich:

 -"warum bestehen wir darauf. die Worte Jesu zur Scheidung als wörtlich zu erzwingen, wenn wir bei vielen anderen Dingen, die er sagt, alle Arten von Verhandlungsspielraum haben?"

Der zweite Grund ist,"daß Jesus keine Strafen für Scheidung und Wiederheirat aufzählt. Er sagt nicht. daß ein solcher Mensch dem Höllenfeuer übergeben wird, Er sagt nicht, daß sie aus der Christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollten. Er sagt nicht, daß man ihnen nicht vergeben kann."