Montag, 30. Januar 2017

Ein Fundstück der besonderen Art

der Herr Alipius hat einen sehr interessanten Text mit dem Titel "Revolution im Verstand" geschrieben.
Vielleicht werde ich alt, aber der Text bringt etwas zum klingen, etwas tiefes und  es ist ein Text über das Gericht und über unser aller Problem.

Noch interessantererweiserer (oder wie immer die Steigerungsform von interessanterweise lauten mag) findet sich unser aller Problem ausgerechnet in der TAZ, auf den Punkt gebracht und zwar in dem Satz, der da lautet Ein Kardinalproblem könnte sein, dass wir alle so irrsinnig gut Bescheid zu wissen glauben. 
Und damit man das auch glaubt hier der Link zum Beitrag Links, cool, selbstbesoffen

Mir scheint eh wir leben in Zeiten, wo die alten Wertezuordnugen  Schubladen nicht mehr so ganz taugen und sich seltsame Bündnisse ergeben, hat aber auch was gutes, weil dadurch vielleicht das zustande kommt, von dem seit Jahrzehnten geredet wird, nämlich echtes Gespräch.



Und der Herr Alipius beschreibt das mit dem irrsinnig gut Bescheid wissen, was mich wirklich schon lange nervt, egal ob Stammtisch oder in der Zeitung. in sehr guten Bildern.
Da ist irgendwo ein Problem und der Stammtisch oder die Zeitung weiß ganz klar wie das zu lösen ist, bitte ich halte Politiker zwar für mehrheitlich, sag ich nicht und Großkopferte für, sag ich auch nicht, aber wenn die Probleme sooooo einfach zu lösen wären, wie es suggeriert wird, dann wären die da schon drauf gekommen, denke ich mir immer.
Nun und das kann man mir mit Recht vorwerfen, gehör ich ja auch zu denen, die, wie man das halt so macht, beständig meinen über alles mögliche Bescheid zu wissen und drüber zu reden.
Ich bin halt auch so einer, wie es hier beschrieben wird:

Privilegiert, beleibt und wohlhabend stolziere ich durch meinen Gehirn-Palast. Umhüllt von kostbarsten Gedanken-Gewändern feiere ich mich selbst in den prunkvollen Gemächern der Argumentation, errichtet und ausgeschmückt von Selbstvergewisserungs-Tatsachen.......auf die ich dennoch - mal heimlich, mal offen - mit Verachtung hinabblickte, ohne mich jemals zu ihnen hinabbegeben zu haben. 

Ein wunderbarer Satz der vieles beschreibt, was unser Problem so ist, klar sind wir doch nicht, nicht so prollig selbstgerecht, wie der oder die, aber irgendwie doch und wenn wir ehrlich sind, geht es gar nicht anders.
Jedes Denken braucht Axiome, sprich unbewiesene, lediglich postulierte Grundlagen die für wahr gehalten werden müssen, bis Orkhams Rasiermesser angewendet werden muss, weil alles komplett inkonsistent geworden ist, aber wie gesagt, die Wahrheit die Christus ist, die ist außerhalb von dieser Welt und doch in ihrem Muster.....

Um aber wieder auf den Text des Herrn Alipius zurückzukommen, es stürmt dann roher Fakten Pöbel herein um  und das ist grandios beschrieben, den Kopf von seinen Träumen zu trennen und den Menschen dazu zu bringen anstatt parfümierter Fassaden Kenntnisse, das Leben  in der Latrine der Tatsachen  kennen zu lernen. 

Und dann kommt das eigentlich geniale, die Seele ist nun nackt und bloß vor ihrem Schöpfer und kann nur hoffen, dass es sie mit Milde anschaut.

Der ganze Text atmet Wahrheit und auch Hoffnung und ich hoffe dass es mir gelungen ist, ihn so anzupreisen, dass er angeklickt wird, Hier klicken!

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