Dienstag, 17. Januar 2017

Malta sinkt

rorate caeli hat sich über die Vorgänge rund um Amoris Laetitia im Vatican und drumherum Gedanken gemacht und kommt zu einem dramatischen Schluß mit anleihen an die Seefahrt und Seeschlachten: Malta sinkt:"
Hier geht´s zum Original:  klicken

                             "MALTA SINKT"  

"Im Zweiten Weltkrieg wurde Malta als der "unsinkbare Flugzeugträger" beschrieben. 
Je nun, jetzt ist es gesunken. Die Bischöfe von Malta (beide) haben festgestellt, daß jeder in einer irregulären Verbindung, der sich mit Gott in Frieden fühlt, nicht von der Hl. Kommunion oder der sakrtamentalen Beichte ausgeschlossen werden sollte, zumindest ist es das, was sie zu sagen scheinen. Der Leser möge selbst entscheiden.

                     
                            
                                             Auferstehungskathedrale in Gozo, Malta

Wenn als Ergebnis des in Demut. Diskretion und Liebe für die Kirche und ihre Lehreunternommenen Prozesses der  Unterscheidung in ernster Suche nach Gottes Willen und mit dem Wunsch darauf perfekter zu antworten (AL 300) kann eine getrennt lebende oder geschiedene Persond, die in einer neuen Beziehung lebt, es schafft in informiertem und erleuchteten Gewissen, zu erkennen, daß er oder sie mit Gott in Frieden sind, kann er oder sie nicht von der Teilnahme am  Beichtsakrament und der Eucharistie ausgeschlossen werden. (AL Fußnoten 336, 351)

Und wieder:

"es gibt eine komplexe Situation, in der die Wahl als "Bruder und Schwester" zu leben, menschlich  unmöglich wird und zu größerem Schaden führt. (AL Fußnote 329)"

Ich frage mich, was passieren würde, wenn ein Priester entscheiden würde, daß ein Ehebrecher den Prozess der Unterscheidung nicht in der geforderten  Demut durchlaufen hat? Wenn er war die Demut aber nicht die Liebe zur Kirche hatte? Oder vielleicht seine Suche nach Gottes Willen nicht-wie gewünscht- ernst war? Würde Erzbischof Scicluna einem solchen Priester zu seiner pastoralen Sensibilität gratulieren? 





Wenn ein solches Szenario unplausibel erscheint, müssen wir zugeben, daß was die Bischöfe sagen ganz einfach ist: gebt allen, die danach fragen, die Absolution und die hl. Kommunion. Werden wir einen neuen  Beichtritus haben, der den Akt der Reue optional macht? Oder vielleicht einen neuen Akt der Reue, der die Reue wegläßt? Es könnte so aussehen:

"Oh mein Gott, weil Du so gut bist, tut es mit überhaupt nicht leid, daß ich Dich beleidigt habe und Dank Deiner Gnade Dich wieder und wieder beleidigen werde."

Darauf wird der Priester antworten:

"Gehe hin in Frieden auch wenn Gott deine Sünden nicht weggenommen hat."

Weil-man erinnere sich- es nicht um Menschen geht, die das Gesetz nicht kennen oder um Leute, deren Handlungen wegen eines unerträglichen Drucks, der ihre Kraft zerstört hat, nicht länger moralisch sind- überhaupt nicht- es geht um gut informierte Katholiken. die einer ernsthaften Unterscheidung fähig sind, die glücklich in einer zweiten Ehe leben und in diesen Verbindungen ihren Kindern ein liebendes Heim bereiten.

Das Einzige, das schlimmer ist als der Inhalt dieses Dokumentes ist die Tatsache, daß es in der offiziellen Zeitung des Vaticans, dem Osservatore Romano veröffentlicht wurde.
Die Leute, die den vier Kardinälen sagen, daß die dubia bereits beantwortet worden seien, haben jetzt ein anderes Dokument, auf das sie zeigen können. Aber natürlich ist das kein Teil des päpstlichen Lehramtes und auf jeden Fall müssen wir jetzt hören, wie wir das mit dingen in Einklang bringen sollen wie die unfehlbare Lehre des Konzils von Trient, daß es nicht unmöglich ist, Gottes Gesetz zu gehorchen, wenn man im Stand der Gnade ist. 
Austen Iverreigh und die anderen müssen uns nicht erzählen, und der erbärmliche Klerus von Malta auch nicht, warum der Respekt für das Lehramt eine zweideutige Fußnote in eine Apostolische
Exhortation über ein Anathema des Konzils stellt, wie es einige Bischöfe interpretieren.

Das Lehramt des Nickens und der Hinweise wird emphatischer und die Krise vertieft sich, in der mehr und mehr Bischöfe, Priester und Laien in die Lage gebracht werden, entweder mit dem Strom zu schwimmen und an einem Sakrileg teilzunehmen oder zu widerstehen imd Ziel nicht nur der Schwergewichte in Rom zu werden sondern auch vieler ihrer Kollegen, Vorgesetzten und Untergebenen.

Aber um uns aufzuheitern, können wir das interessante und hilfreiche Interview mit Kardinal Caffarra
lesen und der Kirchenrechtler Edward Peters faßt die fundamentale Verwirrung und Inkohärenz der Malteser Erklärung brillant zusammen. Der Bericht des Catholic Heralds über das Malteser Dokument von Dan Hitchens sagt alles, was gesagt werden mußte.

Die Krise trennt wirklich die Männer von den Knaben in der Kirche. Wir können uns entweder auf die Seite Christi stellen und seiner schwierigen, anspruchsvollen aber auch wunderschönen Worte zu Ehe und Scheidung oder auf die Seite der Pharisäer und ihrer Nachfolger in modernen Zeiten, die spezielle kasuistische Ausnahmen von der Regel suchen, bsi die Regel nicht mehr ist : die Gottes Willen durch die Sitten der Menschen annullieren.

Hat man einmal wahrgenommen, wie Menschen manchmal anfangen ihre Gegenspieler bestimmter Fehler zu bezichtigen, die sie selber zu haben fürchten, beginnt man sie überall zu sehen."

Quelle: rorate caeli

1 Kommentar:

  1. ... weint nicht über Mich, sondern über euch und eure Kinder!

    AntwortenLöschen