Mittwoch, 25. Januar 2017

Nachrichten aus Freiburg, keine Feier der Reformation im Münster

Man hat zwar manchmal das Gefühl die ganze Welt und auch die Kirche gleicht einem Irrenhaus, wo sich keiner für sowas wie Fakten interessiert, postfaktisch, wie man dazu neuerdings sagt und es nur noch um das Bauchgefühl und nicht um die Realität geht.
Dennoch erreichen einem manchmal Meldungen, die einem zeigen, irgendwo gibt es noch Leute die logisch denken können und das versuchen zu kommunizieren. .
So entnehmen wir der Badischen Zeitung, dass die evangelischen Christen im Münster  angefragt habe, ob sie ihn nicht haben könnten, um dort ihr Reformationsjubiläum feierlich mit seinem evangelischen Gottesdienst zu begehen, weil, so lautet wohl der wahre Grund: Das Münster ist so schön groß und da können wir unsere Leute besser unterbringen.

Interessanterweise wird auch berichtet, dass, was ich löblich finde, sich einige Älteste doch noch ein Gefühl für Stil bewahrt hätten und ein dummes Gefühl gehabt hätten.
Das dumme Gefühl wurde aber vom zuständigen evangelischen Dekan, (schon witzig, weil ansonsten wird ja auf jedes noch so dumme Gefühl Rücksicht genommen) abgebügelt mit; Das Münster ist ja eine Kirche für die Bürger, und deshalb ökumenisch.
Find ich schon eine irre Argumentation, was denkt der Herr evangelische Dekan denn, für wen die Kirchen denn sonst so schön groß gebaut sind? Damit irgendwelche Adeligen ihre Pferde bei schlechtem Wetter darin bewegen können?
Kirchen zur Pferdeställen ist und war eine Spezialität atheistischer Revolutionäre, was übrigens nie Glück gebracht hat, aber egal.
Gut finde ich die Antwort des zuständigen Studiendekans der theologischen Fakultät, der erklärt, warum es nicht geht.
Das eine katholische Theologin das wiederrum dumm findet, je nun. Meine Mutter hatte da einen netten Spruch dazu.
 Allerdings so völlig losgelöst von allem was theologisch und historisch so dagegen spricht, vielleicht wäre bei dem Witz, dass ausgerechnet zum Reformationsjubiläum eine evangelische Großveranstaltung  im Münster unserer lieben Frau gefeiert worden wäre unter einem Hochaltar, welches die Krönung Mariens zeigt und an den gotischen Glasfenstern zahlreiche Heilige abgebildet sind, der Himmel in solches Gelächter ausgebrochen, dass der Herr unserem Land die dringend nötige Einsicht so gesandt hätte, dass es zu einer Bekehrung analog zur Schlussszene des Brandner Kaspar gekommen wäre.


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