Dienstag, 17. Januar 2017

pastoral?

Mich stört schon länger die Sache mit dem "pastoral", weil ich  den Eindruck nicht los werde, das bedeutet es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen und den Leuten zu sagen, was man meint, was die gerne hören wollen.
Frei nach dem alten Witz:
Kommen zwei Streithähne mit ihrem Streitpunkt zum Rabbi und tragen ihre Positionen vor. Der Rabbi sagt zu dem ersten "Du hast recht!". Dann hört er den zweiten an und sagt dem "Du hast recht!". Seine Frau die zugehört hat, sagt: "Das kann doch nicht sein, dass beide recht haben!" Sagt der Rabbi "Du hast  recht!"

Es ist bestimmt teilweise von nöten, die Wahrheit den Leuten nicht wie einen nassen Sack um die Ohren zu hauen, aber so zu tun, als gäbe es keine solche, ist schlicht und ergreifend unchristlich.
Gilt doch seit Jesus dem Christus, dass die Wahrheit eine Person ist, Christus nämlich.


Unter diesem Aspekt bekommt folgende Passage aus dem Interview mit Kardinal Caffarra noch mal einen sehr erschreckenden Aspekt

   "An eine pastorale Praxis zu denken, die nicht in der Lehre gegründet und verwurzelt ist, bedeutet, die pastorale Praxis auf Willkür zu gründen. Eine Kirche mit wenig Aufmerksamkeit für die Doktrin ist nicht eine pastoralere Kirche sondern eine ignorantere Kirche.
Die Wahrheit, über die wir sprechen (...) ist eine Wahrheit, die ewige Rettung gibt (...), die, wenn ihr die Freiheit gehorcht, das wahre Leben gibt."

Mit dem Interview hat sich Mitbloggerin Damasus hier und hier befasst 

Die englische Übersetzung des Interviews  findet sich hier  und trägt den Titel "Nur ein Blinder kann leugnen, dass es eine große Verwirrung in der Kirche gibt" 
Das italienische Original findet sich hier 

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