Montag, 30. Januar 2017

Über die Barmherzigkeit

Die Lesungen von gestern  haben es in sich, und wie so oft, treffen sie, fast unheimlich schon, zu.
Da hätten wir als Evangelium, die zur Zeit in aller Munde seiende Bergpredigt.
Wir wissen schon, das ist das, was gerade konservativen Katholiken, die der Ansicht sind, es bräuchte sowas wie Rechtssicherheit, gerne um die Ohren gehauen wird.
Weil selig die Barmherzigen........



Nur dass die Barmherzigen deshalb selig sind, weil sie selber Erbarmen finden werden, wie es im Text heißt, das hat man  nun nicht auf dem Schirm, weil und das ist ja das Schlimme, man die Welt ja fein säuberlich einteilt in die, die so sind wie man selber und die, die mit einem als böse empfundenen Gesetz in Konflikt kommen, aber eigentlich so sind, wie man selber.
Kann das schlecht erklären, aber mich nervt an dem ganzen kirchlichen Barmherzigkeitsgedudel der letzten Zeit, das es ja gar nicht um Barmherzigkeit geht, sondern man einfach der Ansicht ist, so eine Scheidung das ist normal, und dass man danach wieder heiratet auch und nun ja, wir sind doch alle kleine Sünderlein und überhaupt....
Und genau deswegen muss man da doch nicht so sein, das ist nämlich der Subtext der Barmherzigkeitsreden  die seit längerem schon über uns hereinbricht.

Wahre Barmherzigkeit konstatiert nämlich, dass da eine Misere ist, eine echte!

Weil sobald es um ernsthaftere Sachen geht, wo man, in den Augen derjenigen, die es immer mit der Barmherzigkeit haben, es wirklich nötig hätte, weil man z.B, gerne feierliche, altmodische Messen hat, wo es in der Predigt um das Vertikale geht, also darum wie ich in den Himmel komme, und nicht um das Horizontale, wie sorge ich dafür dass ich mich in der Welt gut fühle und darum, dass an dem Punkt wo die horizontale, die Affären der Welt und die Vertikale, die Dinge des Himmels sich treffen,der gekreuzigte Christus hängt, und dergleichen; also wenn man so drauf ist, dann bekommt man genau keine Barmherzigkeit, sondern ne Menge Ärger, wie wir gerade neulich, im Falle der Malteser gesehen haben.

Vielleicht würde es helfen, wenn man anfangen würde einfach mal ehrlich zu sein, bekanntlich ist es die Wahrheit die uns frei macht und es würde der innerkirchlichen Diskussion sehr helfen, wenn die verschiedenen Apologeten einfach aufhören würden herumzuschwurbeln, sondern Klartext reden würden.
Dann würde wohl das Wort Gottes auch nicht so um seine Kraft gebracht werden, wie man das Gefühl hat, dass es wird.

Und damit sind wir bei der Lesung von gestern, wo es heißt:

17. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden;25 doch nicht mit Wortweisheit, damit das Kreuz Christi nicht seiner Kraft beraubt werde.26 [2Petr 1,161Kor 2,1.4
18. Denn das Wort27 vom Kreuze ist zwar denen, die verloren gehen, Torheit; denen aber, die selig werden, das ist uns, ist es Gottes Kraft.28 
19. Denn es steht geschrieben: zu Grunde richten werde ich die Weisheit der Weisen, und die Klugheit der Klugen werde ich verwerfen.29 [Jes 29,14
20. Wo ist ein Weiser?30 Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Forscher dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit dieser Welt31 zur Torheit gemacht?32 [Jes 33,18
21. Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht in seiner Weisheit erkannt, so hat es Gott gefallen, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen selig zu machen, welche glauben.33 
22. Denn die Juden fordern Wunderzeichen, und die Griechen suchen Weisheit;34 
23. wir aber verkünden Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Anstoß,35 den Heiden aber eine Torheit,36 
24. den Berufenen37 dagegen, Juden sowohl als Griechen, Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit;38 
25. weil das Törichte, das von Gott kommt, die Weisheit der Menschen übertrifft; und das Schwache, das von Gott kommt, mehr vermag, als die Menschen. 
26. Denn sehet eure Berufung an, Brüder!39 es sind nicht viele Weise nach dem Fleische, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, 
27. sondern was40 vor der Welt töricht ist, hat Gott auserwählt, um die Weisen zu beschämen; und das vor der Welt Schwache hat Gott auserwählt, um das Starke zu Schanden zu machen; 
28. und das vor der Welt Unangesehene, und das Verachtete, und das, was nichts ist, hat Gott auserwählt, um das, was etwas ist, zunichte zu machen, 
29. damit kein Mensch sich vor ihm rühme.41 
30. Aus ihm aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns zur Weisheit von Gott geworden ist, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung,42 [Jer 23,5
31. damit, wie geschrieben steht, wer sich rühmt, sich im Herrn rühme.43 [2Kor 10,17


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