Montag, 9. Januar 2017

Um was es geht, bisschen was dichterisches, historisches

es scheint als ob alle Welt in verzweifelter Innerweltlichkeit gefangen wäre und je mehr sie ihre fesseln spürt, diese um so fester zieht.
Es ist ein bisschen, wie wenn man stundenlang in die falsche Richtung gefahren ist, und irgendwie hofft, dass die Karte einfach verkehrt ist und man sich die Umkehr sparen kann, in der Hoffnung es ergäbe sich eine Abkürzung, oder so.

Das fatale ist, dass das ja, was die Welt angeht, schon so ist, wie es ist und, wenn man so in die Geschichte blickt, einem nur noch Hegel einfällt mit seinem:
"Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Geschichte nichts lernt!"
Wobei Hegel ja schon der Ansicht war, dieses, von ihm entdeckte zivilisatorische Gesetz aufheben zu können, nun ja kann man da nur sagen.

Aber wie das so ist, hilft einem auch hier ein Zeitgenosse, nämlich Novalis weiter, der dichtete:


Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.


Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.



Ich habe das lieb das Gedicht und ich denke unser aller Problem ist, dass unsere Seele schon lange nichts mehr vernünftiges erblickt und schon gar nicht die himmlische Frau, sondern all überall nur langweiliges innerweltliches Rumgeempörs und Sichbeleidigt und Zurückgesetzt fühls am Start ist.
Der Welt Getümmel ist der Welt Getümmel es muss sein, aber wenn es den Blick der Seele auf was besseres verstellt, dann ja dann, dann taugt es nichts.

So wollen wir einfach beten und hoffen und glauben.

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