Donnerstag, 5. Januar 2017

Was bedeutet es wenn Gott sieht? Hoffnung und Schrecken!?

es gibt einige merkwürdige Sätze im alten Testament, wo es heißt Gott sieht, und Gott weiß und die Betroffenen das tröstlich finden, wie die biblische Hagar, die genau nicht sauer wird, auf den lieben Gott, der ihr, sozusagen als Erstursache mit seinem Versprechen an Abraham und Sara, dass er anscheinend eh nicht einzulösen bereit war, den ganzen Unmus an dem sie litt eingebrockt hatte, und wegen dem sie nun in der Wüste umherirrte, und als sie so schwanger, elend, schlecht behandelt, deshalb fortgelaufen in einer Oase hockte, wohl nicht weiterwusste, da schickte Gott ihr einen Engel, der ihr einfach nur sagte: "Geh und lass dich weiter schlecht behandeln!" und dann lesen wir in 1 Mos 16, 13 : Da nannte sie den Herrn, der zu ihr gesprochen hatte: El-Roï (Gott, der nach mir schaut). Sie sagte nämlich: Habe ich hier nicht nach dem geschaut, der nach mir schaut?
und in der noch seltsameren Geschichte einige Kapitel später (1, Mos 22,14) wo es um das, dann doch verhinderte Opfer Isaaks geht, nennt  Abraham, was eigentlich irgendwie komisch ist, nachdem er den Widder gefunden hat, den Ort  Jahwe-Jire (Der Herr sieht)
Die geplagte Hanna, als sie  ihren einzigen Sohn, den Samuel in den Tempel bringt, betet, auch und gerade nach der Erfahrung von Gottes Wirken, dass sie aber, sozusagen Gott wieder zurrückbringt, überhaupt ein öfter anzutreffendes Motiv, die Menschen beten, flehen, erhalten auch das gewünschte und geben plötzlich nichts mehr drauf, wie die Apostel,. die den reichen Fischfang einfach liegen lassen!
Hanna betet also eine Art Vorform des Magnificat, wo es heißt: Der Herr weiß!
Hier der komplette Text, sehr erschreckend und sehr tröstend!


Hanna betete. Sie sagte: Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, /
große Kraft gibt mir der Herr. / Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; / denn ich freue mich über deine Hilfe.A
2Niemand ist heilig, nur der Herr; /
denn außer dir gibt es keinen (Gott); / keiner ist ein Fels wie unser Gott.
3Redet nicht immer so vermessen, /
kein freches Wort komme aus eurem Mund; / denn der Herr ist ein wissender Gott / und bei ihm werden die Taten geprüft.A
4Der Bogen der Helden wird zerbrochen, /
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
5Die Satten verdingen sich um Brot, /
doch die Hungrigen können feiern für immer. / Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder, / doch die Kinderreiche welkt dahin.A
6Der Herr macht tot und lebendig, /
er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
7Der Herr macht arm und macht reich, /
er erniedrigt und er erhöht.
8Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub /
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; / er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, / einen Ehrenplatz weist er ihm zu. / Ja, dem Herrn gehören die Pfeiler der Erde; / auf sie hat er den Erdkreis gegründet.
9Er behütet die Schritte seiner Frommen, /
doch die Frevler verstummen in der Finsternis; / denn der Mensch ist nicht stark aus eigener Kraft.
10Wer gegen den Herrn streitet, wird zerbrechen, /
der Höchste lässt es donnern am Himmel. / Der Herr hält Gericht bis an die Grenzen der Erde. / Seinem König gebe er Kraft / und erhöhe die Macht seines Gesalbten.A


Es ist also klar, Gott weiß und Gott sieht alles, aber dennoch kommt man sich oft und oft so vor, wie die Witwe von Sarepta, die den Propheten Elia aufnimmt und der dann, nachdem sich das Leben etwas gewandelt hat, wegen des Wunders, dass immer Öl und Mehl da war, dann der Sohn stirbt und  da stellt sie dann fest, das liegt daran. dass sie den Gottesmann aufgenommen hat und deshalb ist sie nun in den Focus Gottes gelangt und deshalb das Unglück. (1Kön 17,18)
Da sagte sie zu Elija: Was habe ich mit dir zu schaffen, Mann Gottes? Du bist nur zu mir gekommen, um an meine Sünde zu erinnern und meinem Sohn den Tod zu bringen.

Ich find das eine interessante Stelle, weil sie erklärt warum die Leute das Licht, dass Christus ist, nicht gar so gerne haben, einfach weil das Licht das in der Finsternis leuchtet, die Finsternis erhellt und das ist dann halt so, dass man dann auch den Dreck und die Unordnung besser sieht. Aber wie jede Hausfrau  weiß, kann man ohne Licht ungemein schwer Ordnung schaffen.

Nun in dem ganzen hin und her bleibt immer das alte, katholische et...et (sowohl alsauch) dass einem in allem Elend, genau, weil Gott sieht, zwar, manchmal nicht geholfen wird, auf jeden Fall nicht so, wie man es sich vorstellt.
Auf jeden Fall heißt es im Buch Daniel
Dan 9:27 Für viele macht er den Bund eine Woche lang schwer. Eine halbe Woche unterdrückt er Schlacht- und Speiseopfer, und über den Altarrand steht der Greuel des Verwüsters, und zwar bis zum beschlossenen Ende, das über den Verwüster sich ergießt."

auch und wenn die Stelle dunkel ist und bleibt, so bleibt für uns, für die der Bund schwer ist, Gott weiß!

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