Donnerstag, 26. Januar 2017

Wie die Kirchen die Verkündigung selber behindern und das noch nicht mal mit Absicht

Heute ist der Heilige Timotheus und der Heilige Titus an die der heilige Apostel Paulus  Briefe schrieb, die in den Kanon (üblicherweise als Neues Testament bekannt) aufgenommen wurden.
Legt man die Briefe,  über aktuelle kirchliche Ereignisse, so haben sie es in sich.
Eigentlich wollte ich die entsprechenden Briefe einfach hierher stellen, frei nach dem Motto:  Guckt einfach mal selber!
Leider hatte ich zuvor ein Gespräch mit einer Freundin
Interessanterweise gibt es bei allen neueren Bibelübersetzungen, was ja irgendwie ein Witz ist, da die Autoren alle schon lange tot sind, das berüchtigte Copyright, weswegen  man die Texte, streng genommen, weil die jeweiligen Übersetzer noch nicht über 70 Jahre tot sind, nicht einfach auf einen Blog stellen kann.
Interessanterweise macht hier auch die katholische Kirche keine Ausnahme, obwohl es schon 2016, anlässlich der Herausgabe der neuen Einheitsübersetzung einigen Leuten anfgefallen ist, wie sehr das Copyright und dessen strenge Auslegung die Verkündigung behindert,
Hier nachlesen
Geschehen ist natürlich nix, aber das wundert uns nun, leider, wirklich nicht.
Daher, weil es mir wichtig ist, stell ich, wenn ich Bibeltexte verwende, ab sofort  hier die Texte aus  der Luther Übersetzung von 1912 rein.
Wir haben ja schließlich Ökumene!
Nur eine Bemerkung sei noch hergeschrieben.



Ich kenne einige, wirklich fromme, türkische Christen, die mir ab und an aus der Familiengeschichte erzählen. Dazu gehört auch, dass der türkische Staat seit 18hundertungrad keine neuen Biblelausgaben auf türkisch zugelassen hat, weswegen erst jetzt, sozusagen  im Exil, türkische Christen sich mühten eine Bibelübersetzung in modernem türkisch zustande zu bringen.
Das ist und war eine recht interessante und auch erfolgreiche Geschichte, die man hier nachlesen kann.
Interessant auch, dass ausdrücklich erwähnt wird, dass die neu übersetzten Texte mittels copy and paste verbreitet werden sollen.
Wie man weiter der hompage des christlichen Internet Dienstes hier entnehmen kann, hat auch die Evangelische Kirche die Verbreitung der neuesten Bibelübersetzung mittels copy and paste untersagt, in dem sie den Betreibern der Website bible-online.net die Lizenz für die neueste Übersetzung von 1984 entzog.
Hier nachzulesen
Und es ist schon seltsam, dass es keine konservativ katholische Website bislang geschafft hat, z.B die Alioli Bibel, immerhin im Gebrauch bis zur Einheitsübersetzung und auch, wie jeder, der mal einen Schott zur Hand genommen hat, weiß verständlich, einfach abzutippen, so dass man es verwenden kann.
Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum lachen, aber was solls, muss man halt den Staub von der Bibelausgabe im Bücherschrank blasen und selber lesen.
Nur bin ich gespannt wie lange es dauert, bis der erste Abmahnanwalt in einem Gottesdienst erscheint und den Pfarrer, wegen Verletzung des Copyrighs durch Verlesung eines geschützten Textes in der Öffentlichkeit verklagt.
Ein Trost, im alten Ritus kann das nicht passieren!

Kommentare:

  1. Ganz streng genommen läge das Missale von 1962 auch im Copyrightsverletzungsbereich.
    p.s. Das letzte Wort ist ab jetzt urheberrechtlich geschützt (Titelschutz)

    AntwortenLöschen
  2. Die Allioli-Bibel (zweispaltig mit der Original-Vulgata) gibt es hier: http://www.vulgata.info/index.php?title=Kategorie:BIBLIA_SACRA

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für den Tipp. Habe danach vergeblich im Netz gesucht, werde ab sofort diese verwenden.

      Löschen