Samstag, 4. Februar 2017

Aus den Visionen der Anna Katharina Emmerick, passt, leider!

Guckt man in die Kirche, so glaubt man es nicht.
Anscheinend steht alles zu Disposition und die Bösen sind die, die irgendwas bewahren wollen, weil sie es schön und gut finden.
Barmherzigkeit ist das Gebot der Stunden, nicht so genau hinschauen, alle Menschen lieben, besonders sie, die gar nicht geliebt werden wollen, aber wehe einer fragt mal nach, das ist dann ein ganz Böser.
Damit man mich nicht verkehrt versteht, ja die Liebe, die schulden wir wirklich allen, auch denen, die so verhärtet sind, dass sie gar nicht von uns geliebt werden wollen, aber wie wir in Römerbrief nachlesen können, hat diese Liebe ganz konkrete Folgen, und das Gebot der Liebe ist die Zusammenfassung der Verbote Gottes.
Paulus formuliert das so:

 Bleibet niemanden etwas schuldig, außer dass ihr euch einander liebet;11 denn wer den Nächsten liebt, hat das Gesetz erfüllt.12 
9. Denn das Verbot: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst kein falsches Zeugnis geben; du sollst nicht begehren; und jedes andere Gebot ist in dieser Vorschrift zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.13 
10. Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu;14 die Liebe ist also die Erfüllung des Gesetzes.



Nun denn, auf diesem Blog hier wurde und wird über all das ausführlich berichtet, ich muss das also nicht aufzählen, kommentieren und wichten.
Aber so beim Nachdenken darüber kommt mir immer wieder eine Vision der Anna Katharina Emmerick in den Sinn, die ich, wie ich selber erstaunt feststellen musste, bereits im Herbst 2014 hier im Blog zitiert hatte.

Die Vision hebt an mit:

„Ich sah die Peterskirche und eine ungeheure Menge Menschen, die beschäftigt waren, sie niederzureißen, aber auch andere, die wieder an ihr herstellten. Es zogen sich Linien von handlangenden Arbeitern durch die ganze Welt, und ich wunderte mich über den Zusammenhang.
Die Abbrechenden rissen ganze Stücke hinweg, und es waren besonders viele Abtrünnige dabei. Wie nach Vorschrift und Regel aber rissen die Leute ab, welche weiße, mit blauem Band eingefaßte Schürzen trugen und Kellen im Gürtel stecken hatten. Sie hatten somit Kleider alter Art an, und es waren große und vornehme Leute mit Uniformen und Sternen dabei, die aber nicht selbst arbeiteten, sondern nur mit der Kelle an den Mauem anzeichneten, wo und wie abgebrochen werden sollte. Zu meinem Entsetzen waren auch katholische Priester dabei.

 es sei hier an dieser Stelle noch einmal hingeschrieben, was ich damals, prinzipiell,  über Visionen schrieb:

Mir ist schon klar, dass die Sache  mit den Visionen so eine Sache ist, und ich vermute man mit dem Erzählen von Visionen ist es, wie wenn man einen Traum erzählt.
Man wacht auf und hat es ganz klar was man da zusammen geträumt hat, erzählt es, merkt der andere, kapiert es nicht, fängt an zu erklären und merkt dass bei dem anderen ein ganz anderes Bild ankommt, als man selber geträumt hat.

Ich denke einfach mit den Visionen ist es wie mit den realsichereignet habenden Schülerwitzen,  man versteht halt was man halt versteht und was man nicht versteht, das erklärt man sich, wie der bekannte Witz über die fromme Bibelrunde geht. Der berühmte Berliner Theologe und Kirchenhistoriker Adolf von Harnack machte einen Besuch in seiner  Heimat. Er kam zu seiner alten Tante und die erklärte ihm,  dass sie sich mit einigen gleichaltrigen Damen zu einem Bibel-Lesekränzchen zusammengetan hatte, und dass sie gerade den Propheten Hesekiel lasen. Von Harnakc fragte erstaunt: »Aber versteht Ihr das denn auch?« »Nun ja«, antwortete die alte Dame, »was wir nicht verstehen, das erklären wir uns eben.« (isch weiß es ist ein evangelischer Theologe, aber wir haben ja Ökumene)

So wird wohl,manches mit dem was man im Kopf hat sich amalgieren und manches was man sich selber ausgedachte hat, wird für eine Vision gehalten, weswegen dann Nebensächliches als superwichtig erscheint und das wirklich wichtige als nebensächlich.
Aber der Anfang hat was bedrängend Aktuelles!  
Anna Katharina selber beschreibt das, was sie von  ihren Visionen selber verstanden und behalten hat, unter dem Bild eines Hemdes, das sie nähen soll. Es ist ganz liederlich genäht.

und nach dieser Bemerkung die Vision weiter hingeschrieben.



Manchmal aber, wenn sie nicht gleich wußten, wie abzubrechen, ward auf der anderen Seite wieder daran gebaut, aber ohne Nachdruck.
Ich sah viele Geistliche, die ich kannte…

Ich sah auch meinen Beichtvater einen schweren Stein herbeischleppen; andere sah ich träg ihr Brevier beten und dazwischen etwa ein Steinchen als große Rarität unter dem Mantel herbeitragen oder andern hinreichen.

Sie schienen alle kein Vertrauen, keine Lust, keine Anweisung zu haben und gar nicht zu wissen, um was es sich handle.

Schon war der ganze vordere Teil der Kirche herunter, und nur das Allerheiligste stand noch.

Ich war sehr betrübt und dachte, wo bleibt denn der Mann, den ich sonst mit rotem Kleid und weißer Fahne schützend auf der Kirche stehen sah?

Da erblickte ich eine majestätische Frau über den großen Platz vor der Kirche wandeln. Ihren weiten Mantel hatte sie auf beide Arme gefaßt und schwebte leise in die Höhe. Sie stand auf der Kuppel und breitete weit über den ganzen Raum der Kirche ihren Mantel, der wie von Gold strahlte.

Die Abbrechenden aber hatten ein wenig Ruhe gegeben. Nun wollten sie wieder heran, konnten aber auf keine Weise sich dem Mantelraum nähern.

Aber von der anderen Seite entstand eine ungeheure Tätigkeit der Aufbauenden. Es kamen ganz alte, krüpplige, vergessene Männer und viele kräftige junge Leute, Weiber und Kinder, Geistliche und Weltliche, und bald ward der Bau wieder ganz hergestellt.

Nun sah ich einen neuen Papst mit einer Prozession kommen. Er war viel jünger und strenger als der vorige. Man empfing ihn mit großer Feierlichkeit. Es war, als solle er die Kirche einweihen, aber ich hörte eine Stimme, es brauche keine neue Weihe, das Allerheiligste sei stehengeblieben.

Es sollte eben ein doppeltes großes Kirchenfest sein: ein allgemeines Jubiläum und die Herstellung der Kirche. Ehe der Papst das Fest begann, hatte er schon seine Leute vorbereitet, die aus den Versammelten ganz ohne Widerspruch eine Menge vornehmer und geringer Geistlicher ausstießen.

Und er nahm sich ganz andere Leute in seinen Dienst, geistliche und auch weltliche. Dann begann die große Feierlichkeit in der Peterskirche.


Das Ganze ist eine, fast erschreckend zutreffende Beschreibung des Zustandes unserer Kirche, so wie wir sie gewohnt sind und egal was nun von der Vison stimmt oder auch nicht:

 Die Grundaussage ist natürlich einfach das non praevalebunt! und daran müssen wir uns halten auch wenn man es fast nicht glaubt.
Der Gedenktag der seligen Anna Katharina Emmerick ist am 9. Februar, aber man kann und sollte sie wohl auch an anderen Tagen, also auch heute um ihre Fürsprache bei Gott anflehen.
Daher: selige Anna Katharina bitte für uns.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen