Dienstag, 7. Februar 2017

Glauben wir eigentlich noch?

wie ich neulich schon mal schreiben wollte, habe ich beschlossen mich nicht mehr zu fürchten.
Weder vorm Atomkrieg, noch davor, dass Substanzen, die bis neulich kein Mensch brauchte, als da sind Erdöl. Aluminium, Platin, Lithium, Phospat, Selen, Rhodium, Germanium, Yttrium   und was weiß ich noch knapp werden könnten, oder auch Zeug auf das die Menschheit schon immer scharf ist, wie Gold und Silber.
Ich habe auch keine Lust mehr mich zu fürchten, vor dem was das Klima schon immer macht, nämlich sich ändern.
Damit man mich nicht falsch versteht, ich halte unsere Art zu leben schon für suboptimal, was harmlos ausgedrückt ist, aber mich nervt diese beständige Panikmache.
Nun ist es ja so, dass traditionell die progressiven die sind, die wollen dass sich alles ändert und von daher ist es schon verwunderlich, dass ausgerechnet die es sind, die vor den Veränderungen Panik schieben.
Nun denn, das mag ja nun alles sein wie es will, aber viel merkwürdiger finde ich, dass auch katholische Kreise sozusagen allumfassend im Panikmodus mitmachen.
Zwar hat man sich die Themenfelder aufgeteilt, die einen paniken wegen s.o, die anderen befürchten den Untergang des Abendlandes und die endgültige Zerstörung der Kirche, sozusagen von innen und fürchte, dass alles und jedes den Bach heruntergeht.



Auch hier gilt ähnliches, wie für die andere Fraktion, die Panik scheint  nicht unberechtigt, im Gegenteil, sie scheint mehr als berechtigt.
Nun aber mein großes aber, oder die spannende Frage, rechnet eigentlich noch irgendjemand in der Kirche mit Jesus dem Christus?
Glaubt eigentlich noch irgendjemand an das was man in jeder Predigt hört, dass nämlich in Christus sich Gott auf die Seite der Menschen gestellt hat, wie es immer wieder heißt!?!
Glaubt noch irgendjemand daran, dass der Gott der sich am Sinai geoffenbart hat mit dem Namen; Ich bin der, der da ist, der da ist wo du hingehst, oder wie immer man das ausformulieren will, also der Gott der bei uns ist, mit uns ist, da ist, weil er der ist, der er ist und nicht der, den wir uns ausdenken, dass dieser Gott auch wirklich ist und dieser Gott, der in Jesus Christus sagt,  dass er weiß was für unmögliche, dumme, böse Exemplare diese Menschen sind (Joh 2,22) und trotzdem seinen Weg geht, seine Kirche stiftet, und zwar am Kreuz! dass dieser Gott so ist wie er sich durch die Jahrtausende immer wieder selbst ausgesagt hat? Oder glauben wir, dass dieser  Gott, sich von ein paar durchgeknallten Typen im Jahr 2017 dazu bringen lassen könnte, die Menschen aufzugeben?
Kann es sein, dass Menschen Gottes Pläne so zerstören können, dass auch Gott nichts mehr einfällt?
Kann das wirklich sein?
Ich denke die Antwort ist seltsam, zwar altbekannt, aber dennoch  ungewohnt.
Sie lautet: wie wir an Christi Kreuzestod sehen, kann es wirklich sein, dass der Mensch mit seinem Hohn und Spott wider Gott, mit seiner Gewalt gegen Gott, mit seiner List und Tücke die gegen Gott gerichtet ist, erfolgreich ist.
Das ist das eine, das andere ist aber, dass Christus von den Toten auferstanden ist.
Ja es geschah und geschieht schlimmes, aber das Böse hat nicht das letzte Wort, es ist nämlich so, dass die ultimative, gebündelte Anstrengung des Bösen das Gute (Christus) töten kann, aber nur weil Christus nichts dagegen tut. Gott ist nämlich so mächtig, dass er gewinnt, wenn er verliert. Gott ist so mächtig, dass er sich leisten kann alles zu verlieren.
Wir sollten das bei allen Kämpfen des Alltags nicht vergessen.

Und ich finde, dieses  Video, das zeigt wie der Bischof von Mossul seine komplett zerstörte Kirche betritt und darob in Tränen ausbricht, und das einzige was erhalten geblieben ist, die Darstellung des Pankrators (Christus der Weltenherrscher) oben an der Decke ist, die illustriert was ich versucht habe zu schreiben.
Hier noch mal der Link zum Video

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen