Dienstag, 21. Februar 2017

M. Tosatti: Burke will nicht der Sündenbock sein.

Marco Tosatti kommentiert auch heute bei Stilum Curiae die Entwicklung in der causa des Malteser Ordens und die unendlichen Intrigen um Kardinal Burke.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"MALTESER ORDEN: BURKE WILL NICHT DER SÜNDENBOCK SEIN. ER BESCHULDIGT DEN REGENTEN DER VERLEUMDUNG"

"Kardinal Burke will nicht als Sündenbock für die internen Machtkämpfe im Malteser Orden mit ihren Metastasen im Vatican herhalten. Das ging soweit, daß ihn die Journalisten aus dem magischen Kreis des Papstes angegriffen haben, vielleicht mit ein bißchen Hilfe die das Staatssekretariat, das sehr daran interessiert ist, was bei den Rittern passiert, mehr oder weniger geleistet hat.
Er hat auf indirekte Weise  den Inhalt des Briefes bekannt gemacht, den ihm der Papst wegen der in einigen Gebieten Afrikas und Asiens verteilten Kondome, geschickt hat, um zu klären, daß er auf eine präzise Anordnung gehandelt hat und basta.
Aber danach hat der Regent gesprochen und ihn beschuldigt und an diesem Punkt muß sich der amerikanische Purpurträger gesagt haben, daß genug genug ist.

                            
                              
Er hat also klar verneint, jemals den Großkanzler der Malteser-Ordens, Albrecht von Boeselager zum Rücktritt aufgefordert zu haben. 
Zu Edward Pentin vom National Register sagte der Purpurträger, daß  er über die Anschuldigung "wie vom Blitz getroffen" war, die letzte Woche von Fra´Ludwig Hoffmann von Rumerstein, der bis zur Wahl des neuen Großmeisters durch den Rat den Orden leitet, gemacht wurde- er habe den Rücktritt des Großkanzlers gefordert. 
"Das betrachte ich als Verleumdung" , sagte er.

Fra´ Ludwig Hoffmann von Rumerstein hat erklärt, daß es Kardinal Burke und nicht der Ex-Großmeister Matthew Festing gewesen sei, der den Rücktritt von Boeselagers gefordert habe. Aber die Erklärungen des Regenten stehen im Widerspruch zu anderen Rekonstruktionen auf deren Basis Festing während einer Begegnung, bei der auch Burke in seiner Rolle als Patron des Ordens im Namen des Papstes anwesend war, seinen Rücktritt angeboten hat.




Burke hat bestätigt: "Ich hatte keinerlei Autorität den Großkanzler zum Rücktritt aufzufordern. Ich habe einfach nur gesagt, daß eine Person, die bewußt die Verteilung von Kontrazeptiva durch den Malteser Orden erlaubt hat, die Verantwortung dafür auf sich nehmen müßte, dann hat er Großmeister den Großkanzler erneut aufgefordert zurückzutreten und dieser hat sich geweigert.
Dann hat der Großmeister seine Entlassung eingeleitet, ohne daß ich auf irgendeine Weise beteiligt war."

Burke hat auch gesagt, daß seine Reise nach Guam, zur Teilnahme am kanonischen Prozess gegen Erzbischof Anthony Apuron nicht als eine von Rom auferlegte Strafe anzusehen sei. Er erklärte, daß er als Richter des Gerichtes, das nominiert wurde, um diesen Prozess zu führen, lange bevor der Fall der Malteser Ritter explodierte ernannt wurde. Die Reise nach Guam wurde von der Glaubenskongregation entschieden und "der Papst hat mit mir nie über diesen Auftrag gesprochen" sagt Burke.

In Wirklichkeit kann man in dieser ziemlich trüben verworrenen Geschichte zwei verschiedene Operationen unterscheiden.
Die erste betrifft den Machtkampf - und wahrscheinlich das Geld- innerhalb des Malteser Ordens, sehr gut illustriert durch diesen Artikel von Riccardo Cascioli.  klicken

Es ist traurig, daß die Person des Pontifex auf so offensichtliche Weise in diese Operation verwickelt ist: es war sein Eingreifen, das den Großmeister gezwungen hat, zurück zu  treten. Welche Mittel er benutzt hat, wissen wir nicht, aber sie müssen stichhaltig und überzeugend gewesen sein, und hinterlassen keinen guten Eindruck weder vom einen noch vom anderen Protagonisten dieses Gespräches.
Das macht neugierig auf die Intervention des Staatssekretariates; man weiß auch, daß die Familie des Großkanzlers -abgesetzt und nach dem vaticanischen Anschluss wieder eingesetzt, optimale Beziehungen zur Terza Loggia hat; aber dem Substituten  die Aufgabe anzuvertrauen, den Orden spirituell zu  erneuern.....

Die zweite Operation scheint eher eine Handlung aus Opportunismus  zu sein.
Es ist die Möglichkeit jemanden anzugreifen, der auf anderen Fällen lästig ist, wie Burke, ihn zu diskreditieren und gleichzeitig durch einen Rauchvorhang über den wahren Manövern ein bißchen Verwirrung zu schaffen? Perfekt.
Es genügt durch die bewährten Informations- Desinformationskanäle wissen zu lassen, daß die Schuld bei ihm liegt....bei diesem Burke!
Aber wie geduldig der Pontifex mit ihm ist!"

Quelle: Stilum Curiae, Marco Tosatti

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