Sonntag, 5. Februar 2017

Wie sich die Zeiten ändern

Es ist jetzt 7 Jahre her, da war in Rom, im Vatican und bei den einheitsmeinungsmachenden Medien alles anders- gerade andersherum.
Papst war Benedikt XVI, dessen Predigten, Katechesen und Reden die Gläubigen hören wollten und die deshalb in immer größeren Zahlen herbeiströmten, auch die Römer. Die o.g.Medien inszenierten Kampagnen und Diffamierungsfeldzüge gegen ihn, der zu ihrer nie enden wollenden Wut einfach mir nichts dir nichts an der Lehre der Kirche festhielt.
Als diese Kampagnen aus dem Ruder zu laufen schienen, machten sich die Römer zu Zigtausenden (genauer gesagt 150.000) auf die Socken- nicht um Plakate mit einem Pasquill gegen den Pontifex an die Mauern der Ewigen Stadt zu kleben, sondern um Papa Benedetto ihre Solidarität und Nähe zu zeigen. So gut es ging von den Medien verschwiegen..

Was gestern in Rom passiert ist, haben wir berichtet. Die Römer zeigen sich immer weniger bei Angelus, Audienz & Hl. Messe- dafür sind sie jetzt zu einer alten Tradition zurückgekehrt, die seit dem Fall des Kirchenstaates aufgegeben worden war, zum Pasquill- einem kleinen Spottgedicht oder kritischen Worten im Romanesco - und haben über Nacht die Mauern Roms mit einem solchen tapeziert. Die Medien -schweigen betreten oder versuchen dass Ganze zu -na was? -natürlich zu relativieren und unter anfeuerndem Beifall des päpstlichen Ausputzers Spadaro als Aktion der rigiden und hartherzigen Traditionalisten darzustellen, die mit Volkes Stimme nichts zu tun hat.
Wie wir heute hören, untersucht jetzt lächerlicherweise eine Antiterroreinheit die Plakataktion,
Ein Zeichen, daß im heutigen Rom und im heutigen Vatican so mancher Esprit mit Terror gleich setzt.

Hier ist noch einmal ein Bericht vom 10. 5. 2010 und hier geht´s zum Original:  klicken

                  "DIE WIRKLICHKEIT IST LIEBE"
"Das von den Medien dargestellte Verderben und die Finsternis zeigen nicht das ganze Bild"
            
von  HILARY WHITE
"Es gibt eine Sache, die mich an Italien immer noch überrascht: die Italiener lieben den Papst. Sogar wenn sie ihm nicht unbedingt zuhören oder in jedem Punkt gehorchen, sogar wenn er kein Italiener ist, haben die Italiener eine genuine und sehr warme väterliche Beziehung mit dem Besitzer der Schlüssel. An diesem Sonntag strömten 150.000 Menschen auf den Petersplatz, um nach dem Rezitieren des Angelus der Ansprache Benedikts XVI  zuzuhören und dem Hl. Vater nach der schwierigen Periode der  letzten Monate ihre Liebe und Unterstützung zu zeigen.

Ich stelle mir vor- als jemand der aus der angelsächsischen Welt kommt, eingetaucht in einen köchelnden, aus der Elizabethanischen Zeit und der Glorreichen Revolution geerbten Anti-Katholizismus, daß ich immer angenehm überrascht sein werde, das zu sehen, gleich welches Gift auch immer die Mainstream-Medien fortwährend über dieses Papsttum ausgießen.
Dieses Gift ist nicht die Realität. Was immer auch Reuters oder die New York Times oder sogar Ansa Ihnen erzählen, die Menge von 150.000 am Sonntag auf dem Petersplatz versammelten Menschen war fast außer sich vor Freude, ihren Papa zu sehen.

Es war unzeitgemäß kalt und regnete seit Wochen mehr oder weniger ununterbrochen und weil ich hier immer noch eine Art Anfänger war, hatte ich nicht erwartet, mich an einem Sonntag beeilen zu müssen. Immer noch wie ein Engländer denkend, hatte ich nicht den italienischen Enthusiasmus für ihren Papst erwartet.
Ich hatte geplant, gegen 11:30 am Petersplatz anzukommen und gedacht, ich könne bequem den 9:30 Zug in die City nehmen, den Bus  zum Campo di Fiori und dort ein Sandwich und eine Tasse gräßlichen römischen Tee zu mir nehmen zu können.
Aber im Café gab es einen Fernseher, der live vom Petersplatz sendete, und ich konnte sehen, daß jetzt -um 10:45-  die Menge begann, den riesigen Platz zu füllen. Ich nahm mein Hähnchen-Panino in die Hand und ging.





Ich hatte gelesen. daß die Piazza nicht mehr als 100.000 Menschen aufnehmen könne und erinnerte mich an den Tag vor einigen Jahren, als die Italiener sich versammelten, um Roms schwer verweltlichter Sapienza-Universität ein kollektives "two-fingers-up" zu zeigen, die ihren Hl. Vater beleidigt hatte, indem sie seine Einladung, dort zu sprechen, zurücknahm. Die englisch-sprachige Presse war sehr widerwillig gewesen, darüber  zu berichten, daß Tausende fröhlicher, rufender, lächelnder Sapienza-Studenten das Viereck bei der Generalaudienz in der folgenden Woche bevölkert hatten.

Heute geben sie zu, daß mehr als 150.000 am Sonntag auf dem Platz waren, aus ganz Italien, von einer Koalition italienischer Laienvereinigungen zusammen gerufen- und das scheint ziemlich richtig zu sein. Was sie nicht berichten zu wollen scheinen, ist der Zauber der Freude, der sie dort hielt, wobei viele von ihnen seit Stunden warteten, um den Papst zu sehen und zu hören und ihm zuzujubeln.
             

Riesige Spruchbänder waren an den Colonnaden befestigt; "Zusammen mit dem Papst" "Habt keine Angst. Jesus hat das Böse besiegt"

Die Medien lieben es, zu berichten, daß Benedikt nicht so "charismatisch" ist wie sein unmittelbarer Vorgänger und zu behaupten, daß sein akademischer Geist und seine reservierte Art verhinderten, das Publikum gefangen zu nehmen.  Aber sie haben die Italiener unterschätzt, die Dante und Goethe kaufen, um sie morgens im Zug zu lesen.
Benedikts Popularität zeigt, daß die Italiener keine Narren sind und wissen, wie sie den Charakter eines Mannes beurteilen müssen.

Die heutige Schlagzeile von AP "Tausende versammeln sich im Vatican, um den Papst wegen des Mißbrauchs  zu unterstützen." demonstriert die mehr oder weniger völlige Unfähigkeit der MSM zu verstehen. Die riesige Menge der Gläubigen war nicht wegen des "Mißbrauchs " da. Sie waren aus Liebe da.

Ich bin oft in großen Menschenmassen gewesen, aber da ist etwas bei einer Katholischen Kundgebung in Rom, das anders ist. Da waren tadellos gekleidete ältere römische Paare, er in gefühltem "Fedora", sie in pelzverbrämten Tweed; da waren Horden von Kindern mit gleichen roten und gelben Kappen; junge Nonnen in vollem Habit; Väter mit ihren Kindern auf den Schultern; Römische Modedamen, die auf dem Kopfsteinpflaster auf ihren lächerlich hohen Absätzen wankten und -wie alle Römer- laut in ihre Handys sprachen; Gruppen von Universitätsstudenten in den Zwanzigern die Spruchbänder hochhielten und riefen:"Wir stehen zu unserem Papst". Plakate zeigten, daß Leute aus Umbrien, der Toskana und Neapel gekommen waren und Reisebusse, die mehr Menschen brachten, reihten sich außerhalb der Colonnaden auf.

Ich wurde an den Weltjugendtag erinnert, an dem ich 2002 in Toronto teilgenommen hatte, bei dem 800.000 ebenso glückliche Menschen teilnahmen.
Aber auf der Piazza am Sonntag gab es kein Anzeichen der Rock-Konzert-Atmosphäre, die oft für Katholische Jugend-Events in Nordamerika typisch ist.
Diese Leute waren nicht da, um unterhalten zu werden, sondern um zu beten und ihr ehrerbietiges Erscheinungsbild zeigte, daß sie sich in der Kirche zu benehmen wußten-auch in einer Freiluftkirche. Das war für sie etwas Natürliches, auf gewisse Weise tief in ihren Knochen Verwurzeltes, etwas was Nordamerikaner nicht nachahmen können.
Als ich herumging, um während der Messe Bilder zu machen, nahm ich wahr, daß niemand sprach nicht einmal die Kinder. Die Menschen saßen oder standen mit gesenkten Köpfen, hörten zu, beteten, antworteten auf Italienisch. Es ist ein besonderes Erlebnis, in einer so riesigen Menge zu sein, wenn fast alle gleichzeitig niederknien.

Als die Messe zu Ende war und ich mich zu einem Punkt durchgekämpft hatte, der dicht genug am Apostolischen Palast war, um ein gutes Foto machen zu können, wandten sich alle Augen nach oben zum Fenster des Arbeitszimmers, dem zweiten von rechts, im obersten Stockwerk, wie hier jeder weiß.
Eine halbe Stunde lang brachen die Hochrufe aus, sie sangen den Namen Benedetto und junge Männer und Jungen  riefen "Viva il Papa" , gefolgt von  weiteren Hochrufen. Ungefähr 3 Meter von mir entfernt stand ein uniformierter Schweizer Gardist, komplett im grauen Anzug, Sonnenbrille, Mikrophon am Kragen und Kopfhörer in einem Ohr, der sah, daß ihn aufmerksam beobachtete und lächelte breit- ohne dabei aufzuhören die Menge abzusuchen.
           

10 Minuten vor 12 öffnete sich das Fenster und zwei Männer drapierten ein lange rotes Samtbanner mit den goldenen päpstlichen Schlüsseln, von begeisterten Rufen begrüßt. Während der wenigen weiteren Minuten baute sich die Aufregung auf, und als Papst Benedikts weiße Gestalt erschien- die Arme grüßend erhoben- war die Menge ein einziger  Freudenschrei, wie eine Ozeanwelle. Fahnen, Plakate, Regenschirme, Mützen, Jacken wurden geschwenkt, strahlende Kinder hüpften auf den Schultern ihrer Väter, junge Nonnen wischten sich die Tränen weg.

Der Lärm hörte schlagartig auf, so als ob 75.000 Menschen die anderen 75,000 zum Schweigen gebracht hätten. Sie wollten ihn sprechen hören.

Mein Italienisch ist immer noch nicht sehr gut, aber ich verstand. "Danke für Eure Anwesenheit und Euer Vertrauen" sagte er "Ganz Italien ist hier"
"Der wahre Feind, den wir fürchten und gegen den wir kämpfen müssen, ist die Sünde, das spirituell Böse, das manchmal unglücklicherweise auch Mitglieder der Kirche ansteckt."

Als ich dort stand, dem Klang der 150.000 Stimmen, die das Regina Caeli in Latein beteten, zuhörte, wurde ich daran erinnert, daß das von den Medien angesprochene "Verderben und die Finsternis" nicht das ganze Bild sind. Statements und Presseveröffentlichungen, sogar Predigten und Vorträge vermitteln nicht das fundamentale Prinzip der Katholischen Kirche, das die Liebe ist.

Liebe, die nicht im Abstrakten, in Prinzipien oder sogar Doktrinen vermittelt werden kann, sondern ihrer Natur nach personal sein muß. Papst Benedikt, der Mensch, wird von den Katholiken geliebt, weil er die  Wahrheit, Christus verteidigt hat, den -wie die Kirche lehrt- jeder braucht und ohne den nichts gut, schön oder wahr ist. Das wahre Drama des Katholischen Glaubens ist diese Liebe angesichts all dieses Giftes und Zynismus, die die Welt werfen kann.
           
 Quelle:andrewcusack, Hilary White

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen