Donnerstag, 2. Februar 2017

zum heutigen Festtag, über das Licht

heute ist Mariä Lichtmess, da werden, das weiß man irgendwie noch,  Kerzen geweiht, und ja ich denke auch es ist nötig, geweihte Kerzen brennen zu lassen.
hat man doch das Gefühl in einem Wald aus Irrlichtern geraten zu sein,
Vieles was wir so zu hören bekommen, auch aus Rom, ist nicht verkehrt, sogar richtig, nur scheint es, als sei der Zusammenhang des vielen Richtigen irgendwie nicht richtig.
Es fehlt vor lauter Licht das Licht, wenn man so will.

Es ist gute biblische Tradition den Menschen als den zu beschreiben, der im Dunklen sitzt und dem ein helles Licht erschienen ist.
Nun weiß aber jeder, der mal versucht hat mit einem hellen Licht in der Hand, bei Nacht draussen im dunklen Wald zu laufen, dass da ein Problem auftaucht.
Sobald man anfängt mit der Taschenlampe, dem hellen Licht, immer mal wieder hin und her zu leuchte, da links in die Büsche, dann wieder auf den Weg, dann nach ganz vorne auf den Weg, dann nach rechts in die Büsche, dann wieder direkt  vor die Füße, dass das überhaupt nichts bringt und in so einem Fall es gescheiter ist, ganz ohne Taschenlampe zu laufen.
Der Grund ist, soweit ich das begriffen habe, dass die Augen sich eben beständig umstellen müssen, von hell auf dunkel und wieder zurück und das halt eine gewisse Zeit dauert.

Vielleicht ist genau hier das Problem.
Die Schrift sagt nicht, dass die, die im Finstern sitzen nun angefangen haben, sich selber Licht zu machen, sondern dass ihnen ein Licht erschienen ist, und es ist zig mal in der Schrift davon die Rede, dass Christus das Licht ist, dass leuchten soll.




Wenn es um das Licht, dass wir selber sind, geht, heißt es, dass unser Licht den anderen leuchten sollen, nicht uns selber, von uns heißt es, dass uns geleuchtet wird.
Ich finde es sind Gedanken die man ausfalten sollte, mir scheint das große Geheimnis, die große Schwierigkeit am Christentum zu sein, dass es so einfach ist, wir sind gerettet, wir müssen es nur zulassen und die Hilfsmittel dankbar gebrauchen, die die Kirche uns gibt.

Eines dieser Hilfsmittel sind die geweihten Kerzen von Lichtmess, sie sind wie ein Gebet, dass weiter geht, auch wenn ich schon lange aufgehört habe zu beten.
Sie sind wie die Worte eines Gebetes, das ich mich nicht wage zu sprechen, sie sind auch ein Symbol für den Geist, der für uns eintritt, weil wir eh nicht wissen wie wir in rechter Weise beten sollen.

Bei der Weihe der Kerzen wird der greise Simeon zitiert, der ja über das Jesuskind sagt, er sei:

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für sein Volk Israel.

was Simeon so sagt, heißt auf Latein nunc dimitis nach dem Anfang;: nun lässt du

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht,

wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. -

Meine Augen haben das Heil gesehen,

das du vor allen Völkern bereitet hast ......
.

und auch die Ostkirche kennt diesen Gesang

daher hier eine wunderschöne Version, 





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