Sonntag, 23. April 2017

Hauptsache Schlagzeilen ...?

Wir konnten es ja schon die ganze Zeit beobachten. Alles was aus Rom zu hören und zu sehen war, schien einzig darauf bedacht zu sein, Schlagzeilen zu produzieren. Wir müssen nicht mehr alles aufzählen, was das Oberhaupt der Katholischen Kirche seinen eigenen Leuten so alles unterstellt. Das kann man inzwischen einfach "ned amoi ignorian", wie es Karl Valentin so trefflich auszudrücken pflegte.

Die italienischen Medien haben den Herrn aus Argentinien schon seit einer Weile durchschaut (siehe die Artikel hier auf unserem Blog. Und im englischsprachigen Raum geht man die Sache mehr mit Spott als mit Kritik an ... darin sind besonders die Briten unübertrefflich.
Nur die Deutschen waren dem Nachfolger Benedikts mehr als gewogen. Wundert uns auch nicht, denn es waren ja die in den Medien beliebten deutschen Kardinäle, die als Teil der "St. Gallen Mafia" die Wahl von Franziskus gefördert haben.

Aber jetzt hat der bekannte Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht und auch die bisher so lauten Papstjubler-Medien gehen in sich. Man könnte den Eindruck bekommen, dass immer, wenn der Papst sein Redemanuskript zur Seite legt und frei spricht, in der PR-Abteilung des Vatikan nicht nur extreme Nervosität herrscht, sondern auch eine Sonderration Schweißtücher ausgegeben wird. Die Damen und Herrn dort sind echt nicht zu beneiden. So war's auch gestern. Wir können hier nicht alles verlinken, was da so durch den Pressewald ging ... von der tagesschau bis zu den moderaten Medien hagelte es Kritik.
Herausragend war allerdings dieser Beitrag aus der NZZ, in dem dem Papst empfohlen wird, doch in Zukunft sich besser nicht mehr zu Wirtschaft und Politik zu äußern ?
Ob er sich dran hält? Wohl eher nicht. Wir dürfen also auf den nächsten kreativen Ausbruch gespannt sein.
Ich geh derweil mal beten. Zum heiligen Michael - dem Schützer und Bewahrer unserer Kirche. Der im Moment auch ganz schön viel zu tun hat.

1 Kommentar:

  1. Ist halt so gesehen schlicht ein Depp. Verzeihung

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