Donnerstag, 6. April 2017

Hl. Franziskus oder Hl. Ignatius von Loyola oder keiner von beiden?

Cristina Siccardi  schreibt bei corrispondenza romana über den Hl. Ignatius von Loyola und den Hl. Franziskus und ob einer von beiden als Vorbild von Papst Franziskus taugt.
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"DAS WAHRE GESICHT DES HL FRANZISKUS VON ASSISI UND DES HL IGNATIUS VON LOYOLA"
"Der Papst trägt den Namen des Hl. Franziskus von Assisi mit Stolz und ist ein stolzer Erbe der religiösen Dynastie, die der H. Ignatius von Loyola gegründet hat, aber er ist weder für den einen noch den anderen ein Zeuge.

Modell für diese beiden Säulen der Kirche war Christus, der Christus der Passion, der Kreuzigung, der Erlösung. Wir befinden uns im hundertsten Jahrestag der Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima und seien es der Hl. Franziskus oder der Hl. Ignatius -beide erinnern uns daran, was die Passion und der Tot der zweiten Person der Trinität wirklich war.  

                         
Der Hl. Franziskus war weder ein Demagoge noch ein Pauperist. Versucht man sie in abstrakten Worten zu definieren, reduziert man die Botschaft Franziskus´ heute auf einige banale Formeln, die zum Frieden zwischen Völker und zu Ökologismus führen, ....auf einige progressistische Dummheiten.  Er war weder ein Kirchenlehrer wie der H. Augustinus noch ein Theologe wie der Hl. Thomas von Aquin, noch hatte er ein spekulatives spirituelles Leben wie der Hl. Bernhard oder der Hl. Ignatius.

Der Mönch aus Assisi hat das Zeugnis eines Mannes Gottes hinterlassen, der das Evangelium konkret gelebt hat, sich von allem entblößte und die Armut wie eine Schwester liebte, vor allem aber als Instrument der Askese, um sich Unserem Herrn näher zu kommen, und nicht als Ideologie, wie es dagegen Pietro Valdo war, ein reicher Kaufmann aus Lyon, der auf seinen Besitz verzichtete, um sich auf den Weg zu machen und öffentlich das Evangelium zu verkünden, das er sehr subjektiv interpretierte, so daß er 1184 vom Papst zum Ketzer erklärt wurde.
Zur Zeit des Hl. Franziskus wurde eine Barriere zwischen einer Kirche, die vor allem damit beschäftigt war, den eigenen immanenten Einfluß in der Gesellschaft durch Korruption und politische Entscheidungen zu festigen und den religiösen Bestrebungen vieler Gläubigen errichtet, so daß diese frustriert waren und sich eine große Unzufriedenheit mit dem Klerus breitmachte.....


In gewisser Weise beruht das, was jetzt moralisch wegen einer äußerst korrupten Kirche geschieht, darauf, daß sie zu aufmerksam auf die dominierenden Kräfte der Welt achtet. 
Hier trifft der Hl. von Assisi auf die spirituellen Bedürfnisse der Gegenwart, die Tugend weder kennt noch praktiziert, jene theologischen und Kardinals-Tugenden, die ihn friedlich von der Welt entfernten, um in der Welt zu bleiben. Der Mystiker Franziskus ist ein außerordentlich wirksames Gegengift gegen die Gifte des Immanentismus, des frenetischen Konsumismus und der Neigung zur Befriedigung der Sinnesfreuden unserer Zeit.
Franziskus -als Getaufter-will die Perfektion erreichen, auf die Jesus selbst hinweist "Wenn du vollkommen sein willst, geh hin verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach" (Mt 19,21) 

Seit dem Augenblick seiner Bekehrung strebte er danach, Christus zu folgen: das religiöse Leben als Imitation Christi, oder besser noch, nach einer immer größeren Einheit mit ihm zu suchen, in der tiefen Sehnsucht, dem Gekreuzigten ähnlich zu sein. Und der Herr belohnte ihn: er war der erste Mystiker, der die Wundmale empfing. 
Er hatte sich auf den Monte della Verna in Casentino zurückgezogen, zusammen mit einigen seiner ersten Weggefährten, um den Hl. Erzengel Michael am Morgen des 14. September 1224, dem Fest Kreuzerhöhung, zu feiern, da sah er- als er am Berg betete-einen Seraphen vom Himmel herabsteigen, mit Flügeln aus Flammen und Licht, der sich ihnen fliegend näherte und in de Luft stehen blieb.
In den Flügeln des Seraphen sah er die Gestalt Christi leuchten-mit ausgestreckten Händen und Füßen an ein Kreuz genagelt. Als die Vision verblaßte, hinterließ sie im Herzen Franziskus´ eine unbeschreibliche Glut und im Fleisch die Wunden der Kreuzigung. 
Passion und Kreuzigung, die Zeichen auf dem Heiligen Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo hinterlassen haben, in die die selbe Person gewickelt war, wie in diesen Tagen eine Gruppe von Forschern und Gerichtsmedizinern -angeführt von Alfonso Sánchez Hermosillaha von der spanischen Katholischen Universität von Murcia- bestätigt hat. 

Nach dem Tod des Hl. Franziskus, feiern die Minderbrüder in ihm einen alter Christus, eine Definition auf die der Häretiker Martin Luther sich berief, der in seinem Leben niemals versuchte, sich dem Gekreuzigten anzugleichen, seine Biographie und seine Werke und Politik waren nicht spirituell, es gibt keine unwiderlegbare Beweise -um die Franziskaner der Idolatrie eines "anderen Gottes" zu bezichtigen.

Die Madonna von Fatima kam auf die Erde, um an die Schmerzen, die ihr Sohn für das Heil der Seelen erlitt und um auf Umkehr, Änderung des Lebensstils, Verzicht und Buße zum Wohl der Sünder und des Papstes zu drängen. 
Der Hl. Jungfrau und dem Papst war auch der Hl. Ignatius eng verbunden, der sich als Krieger für seinen Glauben sah, den Soldaten Christi, der die katholische Lehre verteidigte, während sich in Europa die antiklerikalen und antichristlichen lutherischen Ideen und die Calvins verbreiteten ( man denke an die Wut gegen die Hl. Messe)- also während der Gegenrevolution.

Der Gründer der Gesellschaft Jesu hat das große Verdienst, allen- Laien und Klerikern- Anleitungen hinterlassen zu haben, wie man als authentischer Christ lebt.
Der Christ kann nicht vom Kreuz absehen, es ist seine Straße zur Rettung: "Wenn einer sich mir anschließen will, verleugne er sich selbst,  nehme sein Kreuz und folge mir nach"(Mt. 16,24)

Es reicht aus, die Spirituellen Exerzitien des Hl. Ignatius von Loyola auszuführen, die besten, die es in der Kirche gibt, um sich bewußt zu werden, daß das Leben des Getauften nicht vom Kreuz zu trennen ist, auch wenn es besonders der gekreuzigte Christus ist, der im Zentrum des Lebens jedes guten Christen steht und ein guter Christ zu sein, bedeutet, gut zu leben und gut zu sterben.

In der ersten Einleitung schreibt der Gründer der Jesuiten: "Unter spirituellen Exerzitien versteht man jede Art, das  Gewissen zu befragen, zu meditieren und kontemplieren, laut und still zu beten und andere spirituelle Akte. Wie -in der Tat -Gehen und Laufen körperliche Übungen sind, so sind alle Arten, die die Seele dazu bringen, sich aller chaotischen Gefühle zu entledigen und sind die einmal eliminiert- den göttlichen Willen zu finden, das eigene Leben zu organisieren zu Rettung der Seele."

Zu Füßen der Madonna von Montserrat, hat Ignatius von Loyola als Ritter Waffen und Rüstung abgelegt und beschlossen, sich zu Gebet und Buße in die Grotte von Maresa zurückzuziehen, wo die Jungfrau Maria ihn zu den Exerzitien inspirierte, Dank derer der Gläubige außer aller wunderbaren anderen Sachen, die mit ihn an Gott binden, in der Seele verstehen lernt, was es bedeutet, die Passion Christi zu bedenken.

Jeder Aspirant für die ewige Seligkeit findet sich am Ende des Lebens nachdem er gekämpft hat, um durch die eng Tür zu gelangen (Lk 13,24) von Angesicht zu Angesicht dem barmherzigen Richter gegenüber, ohne Peripherien,  ohne Migranten, ohne Lutheraner....ohne irgendeinen, der die Seele wiederfindet- und basta- Dank der Kirche Christi, die ohne Vortäuschungen bekehrt und lehrt, in der Tugend und der Liebe zum Gekreuzigten, in der Furcht Gottes.zu leben.


Quelle:  corrsipondenza romana, Cristina Siccardi
   

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