Montag, 22. Mai 2017

Bisserl was aufbauendes, diesmal aus Jesaja!

1. Es wird sich die Öde und Wüste freuen und aufjubeln die Einöde und blühen wie eine Lilie.1
2. Üppig wird sie sprossen und jauchzend und frohlockend aufjubeln; des Libanons Herrlichkeit ist ihr verliehen, die Pracht des Karmel und Saron;2 sie werden die Herrlichkeit des Herrn schauen und den Glanz unseres Gottes.
3. Stärket die schlaffen Hände und kräftiget die wankenden Kniee!
4. Saget den Kleinmütigen: Seid getrost und fürchtet nicht; sehet, euer Gott selber wird kommen und euch erretten.3
5. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet und die Ohren der Tauben aufgetan werden,
6. dann wird der Lahme wie ein Hirsch springen und die Zunge der Stummen wird gelöst werden; denn aufgebrochen sind in der Wüste Wasser und Ströme in der Öde.
7. Und das dürre Land wird zum See und der lechzende Boden zu Wasserquellen; in den Höhlen, in denen zuvor Drachen lagerten, sprossen grünes Rohr und Schilf.4
8. Und ein Weg wird daselbst sein und eine Straße, heilige Straße wird sie heißen;5 kein Unreiner wird auf ihr wandeln, sie wird euch ein gerader Weg sein, so dass selbst Törichte auf ihm nicht irregehen.
9. Nicht wird ein Löwe dort sein und kein wildes Tier dorthin kommen noch daselbst angetroffen werden, sondern die Erlösten werden darauf wallen.
10. Und die vom Herrn Erlösten werden heimkehren und nach Sion ziehen unter Lobgesang; ewige Freude krönt ihr Haupt, Wonne und Freude erlangen sie, es fliehen Schmerz und Jammer!6 
was für eine Verheißung, was für ein Trost, eine Straße wird sein, dass selbst die Dummen nicht irregehen können und die Klugen sich auch nicht mehr in ihrer eigenen Klugheit verirren können, was für ein Trost!

Man könnte viel dazu schreiben, aber ich finde die Stelle spricht für sich, sie lebt, wie alle echten Verheißungen von alten, archaischen Bildern, die einem ansprechen, obwohl sie gar nicht mehr unserer Lebenswirklichkeit entsprechen.
Und noch was, der Text ist uralt, nach allem was die schlauen Bibelweissenschaftler herausgefunden haben,  wurde Jesaja 747 vor Christus zum Prophetenamt berufen, das prophetische Wort ist also über 2700 Jahre alt, man überlege, wieviele Generationen in den Staub gesunken sind und nie ist es wahr geworden, immer gab es schlaffe Hände, wankende Knie, Leute denen alles zuviel wurde, die resignierten, 
Immer gab es dürres Land real dürres Land, geistig dürres Land, immer lagerten in den Höhlen des Unterbewussten oder in den Höhlen der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Systeme die Drachen und brachen da irgendwann hervor.
Immer gab es die eigentlich edlen Wege, die Versuche zum Guten und immer wurden sie zertrampelt durch das was die Schrift Unreinheit nennt, durch Gier und Geiz durch Maßlosigkeit, durch Dummheit oder Arroganz, wenn es nicht äußere Umstände waren, die die Wege zerstörten, das was hier unter dem Bild des Löwen, der wilden Tiere beschrieben wird.
Und doch wird es sein, irgendwann einmal wird es sein, dass die vom HERRN Erlösten heimkehren werden, heim ins Vaterhaus zu Gott!

Der ganze Text wird im Advent gesungen und da wir ja immer im Advent der zweiten Ankunft Christi leben, kann man sich das auch durchaus in der Osterzeit anhören 


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