Samstag, 20. Mai 2017

Glaube heißt nicht wissen, oder über die alte Versuchung mit den Mächtigen dieser Welt zu speisen

Man kann es beklagen, man kann es bejammern, man kann sich draüber grämen. es nutzt nichts, man hat einfach das Gefühl, dass in früheren Zeiten die hochwürdigen Herren, einfach mehrheitlich mehr so getan haben, als ob, einfach weil frühere Zeiten viel formalisierter waren, als die unsere, die doch so sehr auf Gefühl und den berühmten Bauch, sowie die Freiheit von allem was auch nur im entferntesten nach Zwang riecht, setzt und somit den Menschen vordergründig davon befreit so zu tun als ob.
Diese Befreiung von dem Zwang so tun zu müssen, als ob, ist erst mal was sehr gutes, nur ist der Mensch. leider Gottes, oder Gottseidank begrenzt und nicht in der Lage alles und jedes nachzuprüfen, was ihm so über den Weg läuft.
So ist man eben wieder, wenn man die Sache bei Licht betrachtet, gezwungen so zu tun als ob.
Es ist wie es ist, an irgendwas muss ich halt glauben, einfach weil ich nicht alles nachprüfen kann, eigentlich fast gar nichts.
Man nehme sich eine ruhige Minute und denke drüber nach.
Nun gibt es so superkluge, die, sofern man das Problem auf die Frage der Relischion anwendet, für sich behaupten, dass ihnen das und das außergewöhnliche widerfahren wäre, weswegen sie sicher seien den rechten Glauben zu haben.
Auch hier ist das dumme an solcherlei Argumentationen, dass, sobald man sich für Leute mit anderer Relischion oder nur Konfession interessiert, genau solche Geschichten erzählt bekommt, meist die üblichen, der Großvater, der Schulfreundin, des Schwibschwagers der Putzfrau,. der hat........
Im Grunde habe ich so Geschichten genauso gerne wie Märchen und Sagen, einfach weil ich denke es drückt sich darin, genauso wie im Märchen, eine Sehnsucht, eine Ahnung, ein Wunsch, eine Hoffnung aus, die man schlecht ins Rationale fassen kann.
Wer sich ein bisschen mit atheistischen Weltanschauungen auskennt, der weiß, dass es auch hier zur Legendenbildung gekommen ist, ich sach nur Che Guevara!
Also Fazit, zum Beweis der Wahrheit des Glaubens taugt das alles nichts, und so leid es mir tut, das liegt sogar im Wesen des Glaubens!
Glaube bedeutet einen Schritt ins Dunkel zu machen.
Die Sache ist die, hat man diesen Schritt gemacht, so ordnen sich, unter dem Maßstab, dem Ordungssystem, wenn man so will, des Glaubens die Dinge auch der Welt.
Und man kann drüber streiten, welches Glaubenssystem die Dinge am widerspruchsfreieesten ordnet. wobei ich hier finde, dass der unsere da schon ganz gut ist.
Es ist also so, dass es gut ist, wenn der Mensch frei wird, und es ist so, dass er nur wirklich frei wird in Christus, der den Menschen befreit aus der Sklaverei der Mächte dieser Welt, aber auf eine seltsame Art.
Der Christ ist den Mächten dieser Welt weiter unterworfen und wenn man sich zu Gemüte führt, dass Christen zu den am meisten verfolgtesten Gruppen auf dieser Welt gehören und diejenigen ihrer Glaubensbrüderinnen, die genug Einfluss hätten da was dran zu änderen, dazu schamhaft schweigen, auf jeden Fall seit sie in die Position gekommen sind, da dran was ändern zu können*, so kann man fast sagen, und das kommt einem ja selber manchmal so vor, als sei man, als Christ, den widerchristlichen widergöttlichen Mächten erst recht zum Fraß vorgeworfen worden.
Dennoch geht es einem nicht wirklich was an, weil man weiß, im Glauben weiß, dass man auf dieser Welt nur im Vorläufigen ist, sozusagen in der Verbannung, in der Durchgangsstation unterwegs sozusagen.
Ich denke es ist immer wieder, die große Versuchung der Kirche gewesen und viel zu oft ist sie ihr erlegen, sich in dieser Welt gemütlich einzurichten, also nicht nur dafür zu sorgen, die Durchgangstation ordentlich zu hinterlassen, und den rechten Ausgang zur rechten Zeit zu nehmen, sondern die Durchgangsstation für das Ziel zu halten und an den Ausgängen herumzulümmeln so dass willigere Menschen diese nicht finden können. (Gibt ein Schriftwort dazu Matth 23,13) .
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als sei die Kirche in wesentlichen Teilen, mal wieder, dieser Versuchung anheimgefallen.
Der Trost besteht darin, es wird nicht lange gutgehen.
Im Prolog des Johannesevangeliums lesen wir, dass das Licht in der Finsternis leuchtet, und die Finsternis es nicht erfasst, nicht erfassen kann, weil sie, die Finsternis, nicht von der Art des Lichtes ist, wenn man es sich recht überlegt.
Deshalb und nur deshalb besteht Hoffnung, dass auch die Kirche aus der gegenwärtigen Krise, die schwer ist, und die so gut angefangen hat, in dem sie im 2. Vatikanum versucht hat, den Menschen von den gesellschaftlichen Zwängen des Glaubens, dem so tun als ob, dem macht man halt so, dem, macht man doch nicht, hinzu bewegen zu einem freien, ja.
Man hat nur dabei vergessen, dass es,. nach dem Zeugnis der Schrift "wenige sind, die den schmalen, steilen Weg überhaupt finden und dann auch noch gehen"
Von daher und nun schließt sich wieder ein Gedankenkreis,. ist es vielleicht alles, so schlimm wie es ist, doch nicht so schlimm,. weil es schon geschrieben steht in der Schrift,
Verzweifle nicht du kleine Herde (Lukas 12,32) und überhaupt immer wieder sehr hilfreich, Prolog des Johannesevangeliums.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
 Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
 die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.



* so hat ein gewisser Reinhard Marx, damals noch Bischof von Trier, damals, als er, wie gesagt noch kleiner Bischof eines verschlafenen, uninteressanten Bistums war, sich zu den Problemen der weltweiten Christenverfolgung recht klar geäußert:
Der Trierer Bischof Reinhard Marx forderte Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Die Situation der Christen in allen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sei schwieriger als in vielen Jahrhunderten zuvor. Auch ein radikalisierter Islam erhöhe den Druck auf die Gläubigen. Es sei die Frage, ob es in den kommenden Generationen in der Heimat Jesu überhaupt noch christliche Gemeinden geben werde.
http://www.n-tv.de/panorama/Karfreitag-in-Rom-article178758.html
dass er mittlerweile auf Reise in Gegenden wo Christen verfolgt werden, sich durchs Ablegen des Kreuzes von selbigem und damit selbigen distanziert, wird nicht dadurch besser, dass mitreisende Amtsträgerinnen auf einmal daher kommen wie fromme alte Fräuleins, die nie und nimmer gewagt hätten auch nur die Lesung vorzulesen, weil das Pfarrersache ist.  

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