Freitag, 12. Mai 2017

Kohelet über die moderne Hybris

es gibt ja nicht wenige superfromme Zeitgenossen, die einem mit zitternder Stimme erklären, wir lebten in der unmittelbaren Endzeit, weil so schlimm wie heute sei es noch nirgendwann gewesen.
Je nach persönlichem Nichtgeschmack wird dann dieser oder jener Zustand, dieser oder jener Blödmann in Amt und Würden, diese oder jene öffentlich als gut propagierte Sünde, ins Feld geführt, um den eigenen Standpunkt zu untermauern.
Auf der anderen Seite gibt es die andere Fraktion, der nicht so frommen oder antifrommen Zeitgenossen unterschiedlicher Couleur, die auf diese oder jene gesellschaftliche oder technische Errungenschaft der Moderne, sich einen Stiefel einbilden und obwohl sie zu deren Realität Werdung persönlich nichts und zwar überhaupt nichts beigetragen haben, es sich auf die eigenen Fahnen schreiben und deshalb meinen das 1. 2. 3. 4 eigentlich alle 10 Gebote gälten daher für sie überhaupt nicht.

Für all diese Leute hat der Prediger Salomons, auch bekannt unter dem Namen Kohlet schon vor 3000 Jahren  folgendes festgestellt:


Ich suchte und fand, siehe es gibt nichts neues unter der Sonne,
war gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues - aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.5
11 Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.


Kohelet 1,9


von daher keep cool, irgendwann kommt die Zeit wo keiner mehr was tun kann, wo alles aus ist, wo der HERR wiederkommt, aber wann das ist, wird man es mitkriegen, so wie man ein Gewitter mitkriegt, sagt Jesus der Christus und der weiß was er sagt! (um es mal flapsig zu formulieren)

Aber ich denke dieser Hang sich als, egal ob im Guten oder Schlechten - wir, wir sind so böse, wir können aus der Erde zwar kein Paradies machen, das haben wir nun 300 Jahre lang versucht und immer nur Leid, Tot, Tränen, Haß und Verzweiflung gesät, aber zerstören, alles unwiderruflich zerstören unbewohnbar zerstören, das können wir doch,. so tönen eigentlich entgegengesetzte Fraktionen, was den Subtext angeht, unisono - ; Also dieser Hang ist einfach die gute alte, Hybris, sich für was Besseres, oder den Nabel der Welt zu halten und den Schöpfer,. der auch bei der Erschaffung des Menschen wusste´, was der treibt und der (der Schöpfer) dazu immer noch am Werk ist, zu ignorieren, oder sogar die Fehler des Schöpfers aushebeln zu wollen!
Es ist zwar verboten  von diesem einen Baum zu essen, aber das Verbot ist doch verkehrt, klug zu werden und die schönen Früchte zu essen das ist doch gut und Gott ist doch gut, also ist er dafür das wir uns das Gute nehmen, so mögen Adam und Eva gedacht haben, so denken auf jeden Fall ihre Nachfolger!
Ich möchte nicht verleugnen dass all diese Hybris,  teilweise reale Besorgnisse zur Grundlage hat, die moderenen Zeiten mit ihren 7, 3 Milliarden Menschen die alle ein Smartphone haben, oder zumindest einen kennen, der eins hat,. stellen  in der Tat eine Herausforderung dar, will das nicht gering reden. Aber so originell wie man immer tut sind diese Zeiten nun auch wieder nicht!
Neun von zehn neuen Ideen sind nichts wie alte Irrtümer, sagt Chesterton und die übriggebliebene eine neue Idee, ist eine alte, richtige, sage ich.
In diesem Sinne einen schönen Maientag!
Im heutigen Evangelium heißt passend:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!


1 Kommentar:

  1. Genau. Wir wissen nicht, an welchem Punkt der Heilsgeschichte wir stehen. Ich schätze mal, zur Zeit der Völkerwanderung dürfte auch vielerorts Weltuntergangsstimmung geherrscht haben, und natürlich traditionell zu den Jahrhundert- und Jahrtausendwenden:) Ich cool bleiben

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