Samstag, 6. Mai 2017

Msgr. Negri zum Konzentrationslager-Vergleich des Papstes


La Nuova Bussola Quotidiana hat den Kommentar des Erzbischofs von Ferrarra, Msgr. Negri zu den päpstlichen Worten von den Konzentrationslagern auf europäischem Boden veröffentlicht.
Hier geht´s um Original:  klicken

                          "KONZENTRATIONSLAGER IN ITALIEN? "
"Eine mutige Stellungnahme von Erzbischof Msgr. Negri gegen die linken Katholiken, die sich erheben, um den Papst zu verteidigen, aber nicht nur gegen sie.

                          
Der scheidende Erzbischof von Ferrara - der wegen seiner ikonoklastischen Äußerungen zum Amtsverzicht Benedikts XVI bereits im Focus des Vatikans steht- wendet sich natürlich nicht direkt gegen den Papst.
Aber weil er ein Kleriker ist, der eine wichtige Stellung in der Hierarchie einnimmt und besonders als Benedikt XVI nahestehend -oder zumindest seinem Denken und seinen Zielen (wie aus einem gestern an den Direktor von La Bussola gerichteten Brief hervorgeht) angesehen wird, klingt das wie eine kaum verschleierte Kritik an Letzterem und könnten sogar wie eine kleine Bombe wirken. Und wenn er "Klarheit" -verlangt- wenn auch vielleicht zu einem anderen Thema- kann man nur an "Amoris Laetitia" denken.
Ohne Zweifel gibt ihm sein baldiger Rückzug eine neue Freiheit, so daß er mit parrhesia ausdrücken kann, was Franziskus Volkes Stimme nennt, aber in der Praxis nur schwer akzeptieren kann...."
( diese Einleitung stammt von BenoîtXVI-et-moi. Merci!)


Hier der Text von Msgr. Negri 
"WIE KLERIKAL DIESE LINKEN KATHOLIKEN (KATHO-KOMMUNISTEN) SIND"
"Ich hätte nie gedacht, daß- fast am Ende meines bischöflichen Dienstes angekommen- ich eingreifen müßte, um die unverzichtbaren und unüberwindlichen Rechte des Staates vor den politischen Katholiken zu verteidigen. Wir stehen politischen Menschen gegenüber, die mehr oder weniger katholisch sind und die die Rechte und Kompetenzen des Staates zu ignorieren scheinen.
Ich wähle ein konkretes Beispiel: der Hl. Vater Franziskus hat bei mehreren Gelegenheiten gesagt, daß auch in Italien -an einigen Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge Situationen entstanden sind, die denen in Konzentrationslagern ähneln. Ein schwerer Vorwurf für den es nur zwei Erklärungen gibt: sei es, daß das diese wiederholte Denunziation ein Fundament hat- dann müßten die katholischen Staatsmänner versuchen, diese Situation zu beheben; oder wenn- wie ich glaube- die Dinge nicht so sind, müßten man diese Vorwürfe kräftig zurückweisen. Statt dessen Schweigen.
Die Verteidigung der Kompetenzen des Staates fällt unabweisbare in die Verantwortung derer, die dem Staat dienen, man kann nicht schweigen. Außerdem glaube ich, daß es essentiell ist, daß die katholischen Politiker offen ihre Zugerhörigkeit zum Staat bezeugen und die Kompetenzen des Staates gegenüber allen- eingeschlossen der religiösen Autoritäten-verteidigen.
Ich bin alt genug, um mich an die außerordentliche Intervention Alcide de Gasperis zu erinnen, der sich an Papst Pius XII wandte- und wir sprechen von einem Papst von immenser theologischer Kultur und pastoraler und kultureller Autorität- unangefochten und unanfechtbar: das fand statt, als -nach de Gasperi- der Papst seine Kompetenzen überschritten hatte, indem er anscheinend stark parteiische Anweisungen zur Regierung der Stadt Rom gab. 
Aber wir dürfen nicht vergessen, daß selbst die selbst die Verteidigung des laizistischen Staates von anderen Persönlichkeiten der Politischen Welt kam-katholisch oder nicht.
Ich glaube, daß es sehr wichtig ist. daß es Klarheit auf allen Seiten gibt, und daß außerdem die, die für den Staat Verantwortung tragen, bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung bis ans Ende gehen. Klarheit ist notwendig: die Klarheit bzgl. der Pflichten und Funktionen und deren Grenzen. Ohne Klarheit ist alles Verwirrung."
Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana, Msgr. Negri, BenoîtXVI-et-moi,

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