Samstag, 13. Mai 2017

wahres Wort, oder nachdenkliches über das Paradies

“Those who promise us paradise on earth never produced anything but a hell.” Karl Popper

wäre viel dazu zu sagen, unter anderem auch, dass unser Ziel das ewige Sein bei Gott ist und das nicht die Heimkehr ins verlorene Paradies ist, sondern das Erreichen eines Zustandes, dessen Zugangskarten Adam und Eva damals im Paradies verspielt haben, wenn man es denn so sehen will.



Betrachten wir die ersten Kapitel der Genesis recht, so steht da nichts davon, dass die ersten Menschen unsterblich waren, sie wären es erst geworden wenn sie vom Baum des Lebens gegessen hätten, was Gott durch die Vertreibung aus dem Paradies verhindert hat.
Man kann nun sagen "Ach wie schlimm von Gott!"
Allein ich seh das eher als ein Zeichen der Gnade an, weil hätten Adam und Eva damals, nach dem Sündenfall vom Baum des Lebens gegessen wären sie auf immer und ewig und wir mit ihnen, in diesem gefallenen Zustand verblieben.
Davon mal ganz abgesehen, dass es dadurch mittlerweile recht eng geworden wäre auf dieser Welt, hat das wenig erstrebenswerte eines solchen Unterfangens, ausgerechnet die atheistische, existenzialistische Schriftstellerin Simone de Beauvoir in ihrem Roman "alle Menschen sind sterblich"   klar und deutlich in all seiner Schrecklichkeit beschrieben.
Dennoch ist im Menschen etwas das darum weiß, dass er für die Ewigkeit geschaffen ist, "Jedes Glück will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit" sagt Nietzsche und hat damit recht.
Das Weh das in jedem Glück wohnt, das weh dass einem die Tränen kommen lässt, in seltenen, vollendeten Momenten, kommt ja aus dem Wissen dass "nichts bleibt, dass nichts bleibt wie es war!"
So ist es halt, dass unser Ziel nicht das Paradies ist, sondern das wahre Sein, das vollendete Sein, das Sein bei und mit Gott, die ewige Anschauung Gottes, ein Sein, das man nicht beschreiben kann und soll und dennoch sich immer drum müht, auch und wenn alle versuche der Beschreibung kitschig, oder unbefriedigend sind, weil sie alle daran leiden, dass sie irdische, gute Dinge nur zeitlich verlängern und damit eigentlich eine Hölle sind.
Man stelle sich vor eine super Party die  Jahrtausende dauert, furchtbar! Man stelle sich vor, einen Spaziergang durch einen Frühlingswald der Jahrzehntausende dauert, genauso furchtbar.
So denke ich ganz banal und in Übereinstimmug mit viel Größeren Denkern als ich, als das sind Josef Ratzinger und Romano Guradini, dass es mit Gott so ist, dass in ihm und nur in ihm unvereinbare Gegensätze zusammenfallen, wenn sie in sich gut sind.
So wird im Sein bei ihm, alle Zeit und damit alle Veränderung nicht mehr sein, aber gleichzeitig wird bei ihm das Leben in Fülle sein, und Leben in Fülle das verbinden wir, mit  Veränderung und Aktivitäten.
Wir wissen nicht wie es sein wird, das ist das ein, es wird vollkommen gut und schön sein  das ist das was wir wissen!
Den anderen Aspekt des Popper'sche Aphorismus, den kennen wir aus der Geschichte, aus der man scheinbar echt nichts lernt!
O Herr lass uns auf dem Weg zu dir, nicht verloren gehen, Amen!

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