Freitag, 30. Juni 2017

Lesung und Psalm von Heute. By the rivers of Babylon

als ich noch bedeutend jünger war, waren die "Rivers of Babylon" schon so was wie ein Hit, und jeder sang es vor sich hin.
Kaum einer realisierte, was für ein trauriger Text das Lied eigentlich hatte.
Aber wenn man sich so mit alten Lieder beschäftigt, so singen die mit eingängigen, leichten Melodien oft von großen Katastrophen.
Wie es der Zufall, oder besser der Heilige Geist will, ist der zugehörige Psalm, der 137. der heutige Messpsalm.

Daher zuerst das Lied






und hier der Psalm, in kompletter Länge,

1.Psalm Davids, von Jeremias.1 An den Strömen Babylons,2 dort saßen wir und weinten, indem wir Sions gedachten.
2. An den Weiden,3 in des Landes Mitte, hingen wir4 unsere Harfen auf.5
3. Denn6 die uns gefangen fortgeführt, forderten daselbst von uns Lieder,7 und die uns hinweggeschleppt hatten, sprachen: “Singet uns ein Loblied von Sions Liedern!”8
4. Wie sollten wir des Herrn Lied singen in fremden Lande?9
5. Wenn ich dein vergesse, Jerusalem, so möge meine Rechte der Vergessenheit anheimfallen.10
6. Meine Zunge klebe an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht achte als den Gipfel meiner Freuden!11
7. Gedenke, Herr! den Söhnen Edoms den Tag Jerusalems,12 die da sprachen: Zerstöret, zerstöret sie bis auf den Grund! 
8. Tochter13 Babylons, du Unglückselige!14 Wohl dem, der dir nach Verdienst vergelten wird, was du an uns getan!
9. Wohl dem, der deine kleinen Kinder ergreift und sie an den Fels hinschmettert!15 

der Vollständigkeit halber sei hier noch der Text der Lesung herkopiert:

1. Es begab sich aber im neunten Jahre seiner Herrschaft, im zehnten Monat, am zehnten Tage des Monats,1dass Nabuchodonosor, der König von Babylon, mit seinem ganzen Heere gegen Jerusalem heranrückte, und sie umzingelten es und errichteten rings um die Stadt Belagerungswerke. [Jer 39,1Jer 52,4
2. So wurde die Stadt eingeschlossen und bis in das elfte Jahr des Königs Sedekias belagert, 
3. bis zum neunten Tage des2 Monats; und der Hunger nahm in der Stadt überhand und das Volk des Landes hatte kein Brot.3 
4. Da ward eine Öffnung in die Stadt gebrochen4 und alle Krieger flohen des Nachts durch den Torweg, welcher zwischen der Doppelmauer zum Garten des Königs führt (die Chaldäer aber hielten die Stadt ringsum besetzt); Sedekias floh also auf dem Wege, welcher zur Ebene der Wüste führt.5 
5. Das Heer der Chaldäer aber verfolgte den König und ergriff ihn in der Ebene von Jericho, während alle Krieger, welche bei ihm waren, sich zerstreuten und ihn verließen. 
6. Da sie nun den König ergriffen hatten, führten sie ihn zum Könige von Babylon nach Reblatha und dieser sprach das Urteil über ihn. 
7. Die Söhne des Sedekias ließ er vor seinen Augen töten und ihm selbst die Augen ausstechen, sodann ließ er ihn in Ketten6 werfen und führte ihn nach Babylon. 
8. Im fünften Monat aber, am siebenten7 Tage des Monats, dies ist das neunzehnte Jahr des Königs von Babylon, kam Nabuzardan,8 der Oberste des Heeres, der Diener des Königs von Babylon, nach Jerusalem 
9. und zündete das Haus des Herrn und das Haus des Königs an; und die Häuser von Jerusalem und alle Häuser9 brannte er mit Feuer nieder. [Ps 73,7
10. Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Anführer der Soldaten war, riss die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. 
11. Den Rest des Volkes aber, welcher in der Stadt zurückgeblieben war, und die Flüchtlinge, welche zu dem Könige von Babylon übergelaufen waren, und das übrige Volk10 führte Nabuzardan, der Führer des Heeres, hinweg. 
12. Von den Armen des Landes ließ er einige als Winzer und Ackerleute zurück. 

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