Mittwoch, 30. August 2017

Fr. Hunwicke spricht....

in Fortsetzung zweier vorhergegangener Beiträge über die Römische Kurie.
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"DIE RÖMISCHE KURIE" (3)
Vor dem Hintergrund, den zu skizzieren ich versucht habe, finde ich mich selbst wieder, wie ich mich zur Haltung des aktuellen Papstes gegenüber der Kurie frage. Natürlich muß sie- wie jede Institution, die ihren unsicheren Platz in der Zeit hat, von Zeit zu Zeit reformiert werden.
Die Frage, die mich beunruhigt ist, ob der gegenwärtige Papst die Kurie näher zur Treue zu ihrer wahren kirchlichen Berufung führt oder sie weiter von ihr wegstößt.

Die Kommentatoren haben nicht gezögert, zu bemerken, daß es für den außenstehenden Beobachter so aussieht, als ob der aktuelle Papst versuche, die Existenz starker foci in der Kurie zu verhindern oder zu eliminieren.  Er scheint unfähig zu sein, mit Leitern von Dikasterien zusammen zu arbeiten, die keine Ja-sager sind. Es ist kein Zeichen für die Stärke des Hl. Vaters, sondern ein Zeichen für seine Schwäche, daß er nicht mit einem so so sanften und dennoch prinzipientreuen Mann wie Robert Sarah zusammenarbeiten kann, ohne es für nötig zu erachten, ihn vor der Welt zu demütigen.
Und Sarah war einer der von ihm Ernannten.

Und er hat auch Raymond Burke zum Patron des Malteser-Ordens ernannt. Aber sobald es ein Problem im Orden gab, demütigte er ihn und schob ihn beiseite. Wenn man Leute ernennt, sollte man sie entweder unterstützen, wenn das Wetter rauh wird, oder zugeben, daß man sich bei der Ernennung geirrt hat.

Gerhard Müller wurde von Papst Bergoglio geerbt - nicht ernannt. Aber er hat ihn im Amt bestätigt und diese Position ist eine sehr bedeutende.
Der aktuelle Papst ist weder gebildet noch intelligent.
Um die Glaubenskongregation zu leiten brauchte er jemanden, der beides war. Und  Müller war das,
Erst demütigte er ihn, indem er Schönborn bei der Amoris-Laetitia-Pressekonferenz an die Front schickte, dann als er drei seiner Mitarbeiter entließ, ohne es ihm zu sagen; letztlich hat er ihn wieder gedemütigt, indem er ihn innerhalb einer Minute entließ und dabei ein Prinzip anführte, das er bis dahin weder Müller noch der Welt gegenüber je erwähnt hatte: daß die Leiter der Dikasterien nicht über die ersten 5 Jahre (quinquennium) hinaus im Amt bleiben können.





(Es wird bei dieser Gelegenheit interessant sein, zu sehen, ob dieses Prinzip wirklich bei allen Kardinälen am Ende dieser Periode angewandt wird. Die Franziskaner der FFI müssen erstaunt sein, daß ihr Quälgeist Bras de Aviz immer noch da ist. Kardinal Parolin muß anfangen ....zu werden.
Es wird eine Menge unbeschäftigter "junger" Kardinäle herumschwirren, während das Vaticanische Pressecorps hungrig über ihnen herumlungert wie Seemöwen um einen Fischtrawler.

Wenn die Kurie wirklich dringend eine radikale Reform braucht, baucht sie mehr noch starke, prinzipientreue und fähige Arbeiter und weniger prinzipienlose Ja-Sager.
Die Presse-Berichte lassen vermuten. daß das nicht der Weg ist, wie der Hl. Vater die Dinge sieht. Aber seine Idiosynkrasien sind seit seiner Wahl offensichtlich.
In den ersten Jahren hat er sich selbst täglich zur Schau gestellt durch einen konstanten Fluß finsterer Schimpfworte...Schmetterlinge, Pelagianer...die sich gegen den Klerus zu richten schienen.
Er ist der Papst, der denkt, daß das natürlichste Weihnachtsgeschenk für seine kurialen Mitarbeiter ein Sturzbach von Beleidigungen ist. Er verhöhnt Großmütter wegen ihrer Unfruchtbarkeit und beschreibt Journalisten als Kotfresser. Nachdem sie der Welt ein so traurig unangemessenes Maß an Exzentrik gegeben hätten, würden bei den meisten Organisationen diesseits von Nord Korea die Männer in Weiß geschickt werden, um solche Geschäftsführer aus dem Blickfeld zu rücken.

Die Kommentatoren scheinen zu denken, daß Erzbischof Ladaria auf seinem neuen Posten als Leiter der Glaubenskongregation den Bergoglio-Wutanfällen viel Widerstand entgegenzusetzen hätte. Sie können sich da sehr irren. Ich bete, daß sie das tun; weil der Erzbischof einige sehr wertvolle Institutionen unter seiner Obhut hat: die Ordinariate und Ecclesia Dei.

Aber einer Sache können wir uns sicher sein: wenn sich herausstellt, daß Ladaria sowohl Prinipien als auch Mut hat, wird Papst Franziskus - wenn sein Pontifikat nach den vorgezeichneten Linien weitergeht - ihn entweder demütigen, ihn entlassen, oder beides...

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke


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