Dienstag, 8. August 2017

Fundstück: Hauptsache erst mal draufhauen.


Da waren sie mal wieder kräftig dabei, unsere Freunde aus dem sog. Rechercheverbund, aus SZ und NDR und WDR .... ergänzt mit anderen Medien wie BR, ZDF und Spiegel. Der Name Ratzinger muss ja bei denen sowas wie das Zauberglöckchen sein, auf dessen einmaliges Bimmeln sie sofort alle aus dem Schlaf erwachen und sich über das "gefundene Fressen" hermachen.
So war's wohl auch diesmal. Der Abschlussbericht über den sog. Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen sah die lechzenden Hunde schon sprungbereit - und ja es schien mal wieder eine richtiger Volltreffer zu werden. Ein bisschen Pressekonferenz, ein bisschen im Bericht blättern und schon stand fest "Ratzinger ist der Bösewicht".... nachzulesen und zu sehen in den o.g. Medien.

Da ist es doch schön, dass sich Michael Hesemann die Mühe gemacht hat, den ganzen Bericht zu lesen - und wie nicht anders zu erwarten - festgestellt hat, dass es so wie in den Medien beschrieben, gar nicht war. In einem Interview mit dem Münchner Merkur redet er jetzt Klartext:

"Wenn man sich die Mühe macht und den ganzen 440 Seiten langen Bericht von vorne bis hinten liest, muss man sich doch eher fragen, weshalb der Name Georg Ratzinger überhaupt darin vorkommt. Ihm sind gerade einmal acht Seiten gewidmet und er wird deutlich von jedem Verdacht der Mittäter- oder Mitwisserschaft bei den schrecklichen Fällen sexuellen Missbrauchs freigesprochen. .... Das Domspatzengymnasium, auf dem er wirkte, wurde von praktisch allen Befragten als – so wörtlich – „Erlösung“, „Himmel“ und „bessere Welt“ empfunden. So stellt auch die breite Mehrheit seiner Schüler Georg Ratzinger ein ganz exzellentes Zeugnis aus, beschreibt ihn als „warmherzig“, „beliebt“, „aufrichtig“, „kompetent“ und „verständnisvoll“, als äußerst gutmütigen Lehrer, der die Jungs regelmäßig mit Kuchen, Keksen und Bonbons versorgte und „immer von Trauben von Kindern umlagert“ war. "

Weiter sagt er:
Da fragt man sich schon, ob es nicht eher mit seiner Bekanntheit und seiner Rolle als Bruder von Benedikt XVI. zu tun hat, dass sich viele Medien gerade auf ihn stürzten. Am bayerischen Papst arbeiten sich ja viele, die ihn nie verstanden haben, noch immer eifrig ab. Die Wahrheit aber ist: Der Bericht entlastet Georg Ratzinger in jeder Hinsicht!"

Das Interview ist sehr interessant und sehr lesenswert - und es erklärt auch, warum die groß angelegte Anti-Ratzinger-Kampagne so schnell versandete.

Schauen wir mal, was dem "Recherche-Netzwerk" demnächst einfällt.

Wie wärs denn mal mit einer dicken Entschuldigung auf den Titelseiten oder zur Primetime im TV?

Da können wir wohl lange warten.

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