Freitag, 25. August 2017

Papst Franziskus: "Die Liturgische Reform ist irreversibel".

Die Frage ist nur, ob diese oder die vom Hl. Papst Papst Pius V durch die Bulle "Quo Primum" approbierte... Rorate Caeli hat in Betrachtung dieser Frage den Text von "Quo Primum" herangezogen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS: "WIR KÖNNEN MIT SICHERHEIT UND LEHRAMTLICHER AUTORITÄT VERSICHERN, DASS DIE LITURGISCHE REFORM IRREVERSIBEL IST"

Papst Franziskus hat heute vor den Teilnehmern der 68. Nationalen Italienischen Liturgischen Woche eine Rede zur liturgischen Reform von Papst Paul VI gehalten. In ihr erklärt Franziskus: "Nach diesem Lehramt, nach dieser langen Vorbereitung  können wir mit Sicherheit und lehramtlicher Autorität feststellen, daß die liturgische Reform irreversibel ist."

Franziskus´ Bermerkungen liest sich ironischerweise wie ein Quo Primum für den Novus Ordo.
Papst Pius´ V "Quo Primum", das nie von irgendeinem Papst widerrufen oder aufgehoben wurde, erklärte, daß die Traditionelle Lateinische Messe, die der heilige Papst in Übereinstimmung mit den Direktiven des Konzils von Trient promulgierte, "von nun an, jetzt und immer gültig sein werde" und "kann nicht widerrufen oder verändert werden, sondern bleibt immer gültig und behält ihre volle Kraft" Darüber hinaus warnte der Hl. Pius V, daß jeder -einschließlich jeder zukünftige Papst, der sein Missale verändern würde, den Zorn des Allmächtigen Gottes und der Gesegneten Apostel Petrus und Paulus auf sich herabrufen würde.

Papst Benedikt XVI hat in Summorum Pontificum wiederholt, daß die Traditionelle Lateinische Messe "rechtlich niemals widerrufen und also folglich im Prinzip immer zugelassen war." Benedikt fährt fort: "Was frühere Generationen für heilig hielten, bleibt auch für uns groß und heilig. und es kann nicht sein, daß sie plötzlich ganz verboten oder sogar für schädlich gehalten wird."

Für Franziskus jedoch ist nicht die Traditionelle Lateinische Messe, sondern sind die Reformen, die sie deformierten, wirklich "irreversibel."

Hier einige relevante Auszüge aus Papst Franziskus´ Rede:

"Es gibt zwei direkt verbundene Ereignisse, das Konzil und die Reform, die nicht plötzlich erblühten, sondern nach langer Vorbereitung. Was die liturgische Bewegung genannt wurde, bezeugt das und die Antworten, die der Pontifex Maximus auf die in den Kirchengebeten wahrgenommenen Nöte gab; Wenn ein Bedürfnis gefühlt - auch wenn die Lösung vielleicht nicht  unmittlbar kommt-. gibt es die Notwendigkeit, sie in Gang zu setzen.

Das Zweite Vaticanische Konzil ließ später eine gute Frucht vom Baum der Kirche reifen, die Konstitution der Heiligen Liturgie Sacrosanctum Concilium dessen Zeilen einer generellen Reform auf wirkliche Nöte antworten und auf die konkrete Hoffnung auf eine Ereneurung; sie wünschten eine lebende Liturgie für eine durch die gelebten Mysterien völlig belebte Kirche.




Die Richtung, die das Konzil einschlug, nahm die Form nach dem Prinzip des Respekts für eine gesunde Tradition an und einen legitimen Fortschritt in den vom Seligen Papst Paul VI promulgierten liturgischen Büchern, wohl angenommen von den gleichen Bischöfen, die beim Konzil anwesend waren und die seit fast 50 Jahren  universal im römischen Ritus in Gebrauch ist.
Die praktische Anwendung -geleitet von den Bischofskonferenzen ihrer jeweiligen Länder, ist noch im Gange, weil es nicht genügt,die liturgischen Bücher zu refomieren, um die Mentalität zu erneuern.

Die nach den Dekreten des II Vaticanums reformierten Bücher haben einen Prozess angestoßen, der Zeit benötigt, gläubige Annahme, praktischen Gehorsam, weise Anwendung bei der Feier und vor allem auf Seiten der geweihten Geistlichen aber auch der anderen Geistlichen, Kantoren und aller, die an der Liturgie teilnehmen.
In Wahrheit ist die liturgische Ausbildung der Pastoren und Gläubigen eine immer neu zu bewältigende Herausforderung.
Eben dieser Paul VI sagte ein Jahr vor seinem Tod zu den zum Konsistorium versammelten Kardinälen: "Jetzt ist endgültig die Zeit gekommen, die trennenden Fermente beiseite zu lassen, die für beide Seiten gleich schädlich sind und die von uns nach den Wünschen des Konzils approbierte Reform in Übereinstimmung mit den richtigen Kriterien, die sie inspirierten, voll anzuwenden."

Und heute gibt es in dieser Richtung immer noch etwas zu tun, besonders bei der WIederentdeckung der Gründe für die bei der liturgischen Reform getroffenen Entscheidungen, indem man unbegründete und oberflächliche Lesarten, Teilakzeptanz und eine entstellende Praxis überwindet.
Es ist keine Sache des Überdenkens der Reform, sondern des besseren Erkennens der zugrunde liegenden Gründe, auch durch historische Dokumentation, durch Verinnerlichen der inspirierenden Prinzipien und durch Befolgen der ihr innewohnenden Disziplin.
Nach diesem Lehramt-nach dieser langen Reise- können wir mit Sicherheit und lehramtlicher Autorität bestätigen, daß die liturgische Reform irreversibel ist.
Die Aufgabe, die Liturgie zu fördern und zu bewahren, ist zu Recht dem Apostolischen Stuhl anvertraut und den Diözesanbischöfen, auf deren Verantwortung und Autorität ich mich im gegenwärtigen Augenblick sehr stark verlasse. Nationale und Internationale pastorale Körperschaften, Trainings-Institute und Seminare sind auch beteiligt.
[...]

Unter den sichtbaren Zeichen des unsichtbaren Mysteriums ist der Altar, ein Zeichen für Christus, der lebendige Stein, der von Menschen verworfen zum Eckstein des spirituellen Gebäudes wurde, auf dem dem lebendigen Gott in Geist und Realität Anbetung aufgeopfert wird . Deshalb wird der Altar im Zentrum dessen, worauf unsere Kirche zustrebt, geweiht, mit Crisma inzensiert, geküßt, verehrt: die Augen der Betenden auf ihn gerichtet, die Priester und die Gläubigen sind durch die Hl. Versammlung um den Altar gerufen. Auf den Altar wird die Opfergabe der Kirche gelegt, die der Geist zum Opfer Christi konsekriert, vom Altar wird uns das Brot des Lebens und der Kelch der Erlösung gereicht "damit wir ein Leib und ein Geist in Christus werden" (Eucharistisches Gebet III).

Die Reform der Riten und der liturgischen Bücher wurde unmittelbar nach der Promulgierung der Konstitution Sacrosanctum Concilium  vorgenommen und nach wenigen Jahren in Kraft gesetzt- dank der beträchlichen und selbstlosen Arbeit einer großen Zahl von Experten und Bischöfen aus allen Teilen der Welt.
Diese Arbeit wurde in Übereinstimmung mit den Konziliaren Prinzipien der Treue zur Tradition und Offenheit für legitime Entwicklungen durhgeführt, und so ist es möglich zu sagen, daß die Liturgiereform strikt traditionell und in Übereinstimmung mit dem "alten Brauch der Hl. Väter" (Institutio generalis Missalis Romani, Prooemium, 6)  (Johannes Paul II  Lett.Ap. Vicesimus quintus annus, 4)

Die Aufmerksamkeit des Papstes wird heute noch einmal auf einen speziellen Punkt im Kirchenleben gelenkt: die nicht zu leugnenden heilbringenden Früchte der liturgischen Reform. Seit der Promulgierung der konziliaren Konstitution Sacrosanctum Concilium hat es große Fortschritte gegeben, die auf die von der liturgischen Bewegung der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts antworten. Sie hat die tiefe Sehnsucht dieser Bewegung erfüllt, für die so viele Kirchenmänner und Gelehrte gebetet haben.
Der neue Ritus der Messe, den wir nach langer und mühevoller Arbeit durch die kompetente Körperschaft promulgiert haben und in den -Seite an Seite mit dem Römischen Kanon, der in der Substanz unervändert geblieben ist- andere Euchristische Gebete eingefügt worden sind, hat gesegnete Frucht getragen.
Zu ihnen gehört die größere Teilnahme an der liturgischen Handlung, eine größere Aufmerksamkeit gegenüber der Hl. Handlung und bessere Kenntnis der unerschöpflichen Schätze der Hl. Schrift und ein wachsendes Verständnis für die Gemeinschaft der Kirche.
Der Verlauf dieser vergangenen Jahre zeigen, daß wir auf dem richtigen Weg sind.
Aber unglücklicherweise - trotz des großen Überwiegens gesunder und guter Kräfte des Klerus und der Gläubigen, sind bei der Durchführung der Reform Mißbräuche vorgekommen und Freiheiten genommen worden.
Jetzt ist die Zeit gekommen,die trennenden Fermente der Teilung beiseite zu legen, die für beide Seiten ebenso bösartig sind und -in Übereinstimmung mit den von ihr inspirierten richtigen Kriterien- die von uns gemäß der Wünsche des Konzils approbierte Reform voll anzuwenden. "

und hier Ausschnitte aus der Bulle "Quo Primum"

Papst Pius V "Quo Primum" 14. Juli 1570  hier

 "...durch diese hier vorliegende Konstitution, die fürderhin, jetzt und für immer gültig sein wird,  ordnen Wir an und fügen hinzu, daß Unserem vor kurzem veröffentlichten Missale nichts hinzugefügt, nichts aus ihm entfernt und nichts was auch immer verändert werden darf-bei Strafe Unseres Unwillens.  [...]

...außerdem ordnen Wir kraft unserer Postolischen Autorität an: fürderhin soll in allen kommenden Zeiten das Singen oder Lesen der Messe ab jetzt diesem Missale absolut folgen muß, ohne jeden Skrupel des Gewissens oder Angst vor irgendwelchen Strafen, Urteilen oder Zensur- frei und rechtmäßig.
Noch sollen Obere, Administratoren, Kanoniker, Kapläne und andere säkulare Priester oder Mönche und Nonnen- zu welchem Orden sie auch gehören- verpflichtet sein, die Messe anders zu feiern als von Uns angeordnet.
Wie erklären auch und ordnen an, daß niemand gezwungen oder genötigt werden kann, dieses Missale  zu ändern und daß dieses hier präsente Dokument weder widerrufen noch verändert werden kann, sondern für immer gültig bleibt und seine volle Kraft behält, trotz sowohl aller vorbestehenden Konstitutionen und Dekrete des Hl. Stuhls als auch allen allgemeinen und speziellen Konstitutionen und Edikte von Örtlichen oder Synodalen Konzilen und trotz der durch unermeßlich alte vorgeschriebene Praxis und der Gebräuche der zuvor genannten Kirchen, außer sie seien älter als 200 Jahre. 

Deshalb sei es niemandem erlaubt, dieses Blatt, auf dem Erlaub­nis, Beschluß, Anordnung, Auftrag, Vorschrift, Bewilligung, Indult, Erklärung, Wille, Festsetzung und Verbot von Uns aufgezeichnet sind, zu verändern . Sollte aber jemand sich herausnehmen, eine solche Handlung zu begehen, so sollte er wissen, daß er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird."


Quelle: rorate caeli, , http://www.papalencyclicals.net/pius05/p5quopri.htm,  

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