Samstag, 9. September 2017

"Magnum Principium", Neuformlierung von § 838 des Codex Iuris Canonicis durch Papst Franziskus

Heute wurde in Rom das neue Motu Proprio "Magnum Principium" promulgiert, das den Bischofskonferenzen die Autorität zur Übersetzung liturgischer Texte überträgt und am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft tritt.
Die Vorstellung des Motu Proprio sowie die dem Text des Motu Proprio folgende kanonische Erklärung des Dokumentes stammt bemerkenswerter Weise vom Sekretär der Liturgiekongregation, Erzbischof Arthur Roche und nicht von ihrem Präfekten Kardinal Sarah.
Hier geht´s zum Bulletin des Hl. Stuhls:  klicken
Hier zum Beitrag von domradio.de: klicken

Wie Erzbischof Roche in seinem Kommentar zum Motu Proprio schreibt, ändert Magnum Principium einige Normen des Codex iuris canonicis, die die Übersetzungen Liturgischer Bücher in die modernen Sprachen betreffen.
Der Papst begründe das- so Roche- damit daß weil die Liturgie das Gebet der Kirche ist, großes Feingefühl bei der Übersetzung erforderlich sei. Nach dem II.Vaticanischen Konzil habe es -dem Verlauf der zeit folgend- mehrere Normen und Instruktionen zur Übersetzung liturgischer Texte gegeben (z.B. Varietates legitimae 1994, Liturgiam Authenticam 2001), jetzt sei der Papst der Auffassung, daß es nötig und opportun sei, daß einige dieser Prinzipien klarer definiert und in die Praxis umgesetzt werden sollten.
Die Veränderungen sollten die Rolle des Apostolischen Stuhls und der Bischofskonferenzen in Bezug auf ihre eigenen Kompetenzen, die unterschiedlich sind und auch komplementär, besser definieren.
All das geschehe im Dienst am Liturgischen Gebet des Gottesvolkes.
Dabei gehe es besonders um die in Kanon 838 erwähnten Begriffe und Ziele der "recognitio" und "confirmatio".

"Natürlich"- so beendet Erzbischof Roche seinen Kommentar- "zieht diese Änderung des Codex iuris canonicis sowohl eine Anpassung der Apostolischen Konstitution "Pastor Bonus" N.64 § 3  als auch eine der Normen zur Übersetzung nach sich. das bedeute z.B. daß es nötig sein wird, einige Nummern von Institutio generalis missalis Romani und der Praenotanda der Liturgiebücher anzupassen. 
Schließlich sorgt das Motu Proprio dafür, daß die Liturgiekongregation auch ihre eigenen Regularien auf Grund der neuen Disziplin ändern und den Bischofskonferenzen abei helfen wird, ihre Aufgabe zu erfüllen."

Arthur Roche
Erzbischof 
Sekretär der  "Congregazione per il Culto Divino e la Disciplina dei Sacramenti"


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen