Sonntag, 12. November 2017

Father Blake über den Hl. Martin

Father R. Blake legt auf seinem st.marymagdalenblog die Legende vom Hl. Martin aus.
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   "DER SOLDAT UND SEIN MANTEL SIND RADIKAL"
"Die radikale Natur darin, daß der Hl.Martin dem Bettler seinen Mantel gab, wird leicht auf eine Sentimentalität verkürzt oder einfach übersehen: der Soldat Martin, ein Katechumene, trifft einen Bettler und dann- später in einer Vision oder einem Traum oder im Gebet sieht er, daß er seinen Mantel Christus selbst gegeben hat. Der Hl. Franziskus und der Aussätzige ist eine ähnliche Geschichte.

Diese Tat ist radikal wegen ihrer Aussage über die Persönlichkeit des Außenseiters, des Armen, Machtlosen. In der mittelalterlichen Welt wurde darin oft eine Erinnerung an die Menschenwürde
gesehen. Sie offenbart auf subtile Weise die anti-arianische Lehre Martins.

Martin hat zu einer Zeit gelebt, in der das Christentum legalisiert worden war, aber Armeen neigen dazu, konservativ zu sein, der Mithras-Kult scheint die dominierenden Religion der Armee gewesen zu sein.
Gelehrte glauben jetzt,  daß der Grund daß das Christentum zumindest von den Mächtigen unterdrückt und verfolgt wurde, obwohl es sich im 3. und 4. Jahrhundert in den Massen stark ausbreitete, um als großer Strom mit dem Staatsstreich Konstantins wieder aufzutauchen- genau in der trinitarischen und christologischen Lehre lag, die den Anti-Arianismus des Hl.Martins ( und seines Lehrers Hiliarius von Poitiers) unterstrich.
Das ist auch ein Hinweis darauf, warum der Arianismus für die oberen Klassen so attraktiv war.

Das Christentum bedrohte die Machtstrukturen der Römischen Gesellschaft: sie besagte, daß Sklaven und Bettler und die Armen gleichen Wert hatten wie der Kaiser oder die Patrizier, im selben Sinne, daß Zöllner und Sünder den Pharisäern gleichwertig waren, weil Christus in ihnen anwesend war.

Es scheint eine Verrücktheit- aber eine aakzeptierte- sich außerhalb des Christentums vorzustellen, daß alle im Staat und in der Gesellschaft von gleichem Wert sind. Wenn die Gesellschaft Christus ausschließt, ist es leicht, die Armen, die Ungeborenen, die Alten und rassische Minoritäten abzuwerten."

Quelle: St.marymagdalenblog, Fr.R.Blake

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