Dienstag, 14. November 2017

"Wir werden es noch erleben, falls niemand den Papst erschießt oder vergiftet."

Sagte so triumphierend wie leicht kryptisch der Herr Zulehner bei der Herbstversammlung der Komitees der Bayrischen Katholiken zum Thema "verheiratete Priester".
Das und Aussagen von Kardinal Marx u.a. zum selben Thema kommentiert Maike Hickson bei OnePeterFive.  Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL MARX ERMUTIGT ZUR VIRI PROBATI DEBATTE;  PRIESTER SAGT VORUS; DASS DER PAPST VERHEIRATETE PRIESTER ZULASSEN WIRD"

"Während der letzten Woche hat der deutsche Kardinal Reinhhard Marx noch einmal die Diskussion über die Möglichkeit angeheizt, jene, die "viri probati"- also verheiratete Männer genannt werden, Männer, die ein tugenhaftes Leben führen, zu Priestern zu weihen. 
Inzwischen sind in Deutschland mehrere Berichte veröffentlicht worden, die wiedergeben, was Kardinal Marx selbst gerade erst bei der Versammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern gesagt hat- einer Versammlung der Diözesanräte der Bayrischen Diözesen und einiger anderer Organisationen und Institutionen mit kirchlicher Approbation.

Dem Bericht der offiziellen website der Deutschen Bischöfe "Katholisch.de" zufolge hat Kardinal Marx in seiner Rede am Freitag 10, November in München zur Diskussion über die viri probati ermutigt.
(Wie wir bereits im März 2017 berichtet haben,hat sich der deutsche Kardinal und Berater des Papstes im Rat der 9 Kardinäle zu Beginn etwas zögerlich gezeigt, diese Debatte zu eröffenen, obwohl wir da bereits unsere eigenen Zweifel an seiner angeblichen Abneigung und Zurückhaltung hatten).
Wie Katholisch, de es jetzt im Untertitel des eigenen Berichts ausdrückt: "Papst Franziskus spricht auch schon davon: Kardinal Reinhard Marx will eine breite Debatte über die Ordination verheirateter Priester."
Der Bericht fährt dann so fort:

"Der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erachtet es für legitim
neue Zugangswege zum Priestertum zu diskutieren. So sollte die Möglichkeit viri probati zum Priestertum zuzulassen gründlich bedacht und diskutiert werden-"in einem größeren Kontext des
Themas", sagte Marx Freitag Abend in München bei der Herbstversammlung des Bayrischen Regional-Komitees der Katholiken."


Einem Bericht der deutschen Katholischen Zeitung "Die Tagespost" zufolge, sagte Kardinal Marx, daß "Papst Franziskus jetzt mit einigen Leuten über diese Möglichkeit spricht."
Bei dieser Gelegenheit unterstrich Kardinal Marx auch, daß diese Initiative nicht aus Rom selbst kommt.
Er fügte hinzu, daß er keinerlei Entwicklung bei der Frage des weiblichen Priestertums sehe, insofern, daß die Kommission für das weibliche Diakonat noch kein eigenes Statement abgegeben habe. Der deutsche Kardinal unterstrich, daß er nicht viel von priesterlosen Gemeinden hält: "Die Eucharistie muß gefeiert werden."




Wichtig ist, daß zu dieser Herbtsversammlung der Diözesanräte auch der Wiener Theologe Pater Paul  Zulehner als Redner eingeladen wurde. Er ist Co-Autor des Buches von Bischof em. Fritz Lobinger (Südafrika), einem Befürworter sowohl verheirateter Priester als auch der Idee, Frauen zum Priestertum zuzulassen.
Wie wir im März 2017 berichteten, hat Kardinal Marx 2015 bekannt gegeben, daß Papst Franziskus den deutschen Bischöfen während ihres ad-limina-Besuches empfohlen habe, Lobingers Bücher zu lesen. 
Zulehner ist auch einer der beiden Priester, die- als Antwort auf die Correctio Filialis an Papst Franziskus bzgl. Amoris Laetitia die Pro-Papst-Franziskus Gegeninitiative lanzierten, die jetzt von vielen heterodoxen und progressiven Katholischen Gelehrten und Laien unterschrieben worden ist, wie z.B. der exkommunizierten Laien-Aktivistin Martha Heizer.

Freitag versicherte Pater Zulehner seinem Publikum, daß Papst Franziskus die Erlaubnis erteilen wird, im Westen verheiratete Priester zu ordinieren.
Gemäß der Tagespost:
"Bei der Herbstversammlung des Bayrischen Regionalkomitees der Katholiken hat der Wiener Pastoral-Theologe, Paul Zulehner, sich überzeugt gezeigt, daß Papst Franziskus neue Formen des Priestertums zulassen wird. "Wir werden es noch erleben, falls niemand den Papst erschießt oder vergiftet," sagte er.
In seinen Augen ist es jetzt wichtig, Druck auf die Ortsbischöfe auszuüben. Zulehner behauptete, daß alle Bedingungen für die Zulassung [zum Piestertum] zur Diskussion stehen, einschließlich Bildungsgrad, Geschlecht und Lebensform."

Zusätzlich zu diesen Äußerungen vom Freitag in München, berichtet die Deutsche Katholische website "Katholisches.info" auch über ein Interview, das der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, gegeben hat.
Nach der Möglichkeit der Zulassung verheirateter Männer zur Priesterweihe - besonders im Licht der kommenden Synode zur Amazonas-Region- hat Kardinal Stella Papst Franziskus selbst zitiert, der gesagt habe, daß  dieses ein Thema sei, "das man diskutieren kann".
Das Thema des Priestermangels (und der Eucharistie) "verursacht dem Papst viel Leid" sagte Stella. "Die Eucharistie zu empfangen ist das Recht aller Gläubigen [sic],"

Im Kontext dieser Diskussion über die Ordination verheirateter Männer im Westen, zirkulieren jetzt Gerüchte, daß die deutschen Bischöfe Papst Franziskus bereits eine Liste der deutschen Diakone geschickt hat, die verheiratet sind und zum Priestertum zugelassen werden möchten.
Als OnePeterFive sich jedoch an Matthias Kopp, den Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, wandte, wurde uns gesagt, daß das falsche Behauptungen seien und daß es eine solche Liste nicht gäbe.

Unabhängig von diesen kürzlichen Gerüchten, haben wir Hinweise dafür gesehen, daß verheiratete Männer auf  breiterer Basis zum Priestertum zugelassen werden.
Kürzliche Berichte aus verläßlichen Quellen haben diesen Verdacht bestätigt.
Wenn diese Hinweise bei der kommenden Synode zur Amazonas-Region in die Tat umgesetzt werden, kann das sehr wohl ein weiterer Schritt zur Schwächung der eigenen unverwechselbaren Identität und des einzigartigen Charismas der Katholishen Kirche sein."

Quelle: OnePeterFive, dr. M.Hickson

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