Samstag, 13. Januar 2018

Marco Tosatti findet weitere Beispiele der Barmherzigkeit

Marco Tosatti  veröffentlicht bei Stilum Curiae eine mail. die er nach seiner Weihnachtspause von einem Mitarbeiter der  Mailänder Universität erhielt. Auch der wurde "barmherzig" von der Mitarbeiterliste entfernt, weil er einer der Unterzeichner der Correctio filialis war.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DISKRETE SÄUBERUNGEN IN DER CATTOLICA*.  IMMER IM NAMEN VON AMORIS LAETITIA, MIT SEHR VIEL BARMHERZIGKEIT"
*Katholische Universität von Mailand

"Die Barmherzigkeit in Aktion, auch bei uns. Sie erinnern sich, daß wir gelesen haben, daß in den amerikanischen und anderen Universitäten Theologen und Professoren entlassen wurden, weil sie Meinungen geäußert haben, die nicht mit der des regierenden Pontifex bzgl. Amoris Laetitia,  zur Eucharistie, den wiederverheirateten Geschiedenen und den Sakramenten übereinstimmen?
Machen Sie sich keine Sorgen, wir sind auf dem Stand der Dinge, das passiert auch bei uns, hier in Italien.

Ein Gedanke von Pezzo Grosso von vor einigen Tagen war prophetisch, Sie haben den nicht gelesen, weil er mir den am 26. Dezember geschickt hat, dem Tag des Hl. Stephanus, des ersten Märtyrers und Stilum Curiae war in Ferien, weit entfernt vom Computer, aber nicht von der Moderation.
(das nur, um zu unterstreichen, wie gut ich es mit den Stilumcurialisten meine, Trolle und Störer eingeschlossen...)
Lesen Sie ihn jetzt, gefolgt von einer wahren Geschichte, die in diesen Tagen passierte.

"Heute am 26. Dezember feiern wir den ersten Märtyrer, den Hl. Stephanus. Das Fest des Hl. Stephanus ist wichtig, wegen seines symbolischen Wertes für die Verfolgung derer, die Christus folgten, zu allen Zeiten.
Der Hl. Augustinus sagt, daß alle Zeiten Zeiten des Martyriums sind. Das sagt der Herr selbst: "Wenn die Welt euch haßt, wißt, daß sie mich zuerst gehaßt hat."
Aber die Verfolgungen sind nicht immer von gleicher Art. In den ersten Zeiten versuchte man den Glauben der ersten Christen durch physische Gewalt zu zerstören, wie es dem Hl. Stephanus geschah (und wie es noch heute vor allem in islamischen Ländern geschieht, in gutem Frieden mit denen, die sagen, daß es sich um einer Religion des Friedens handelt.  Siehe Ägypten,Palästina. das djihadistsiche Syrien,Irak, Nigeria)
Dann verwandelte sich die Verfolgung in Ausschluss der Christen aus Machtstellungen, dann verloren sie viele elementare Rechte, dann wurden ihre Werte lächerlich gemacht, dann wurden sie eingeschüchtert, dann negiert, um die Gläubigen anderer Religionen nicht zu stören, dann dazu gebracht, die besagten Werte auch im Inneren der Kirche zu leugnen und die zu verfolgen, die sie praktizierten (wir denken an die tridentinische Messe).
Aber heute ist das paradoxe Finale gekommen.
Heute wird der verfolgt, der darüber diskutiert, was der Papst sagt, nicht Christus.; ein Papst, der nicht ex cathedra spricht sondern von Armut, Immigranten, Umwelt....
Werden wir nicht sehr schnell dahin kommen, den von der Kirche verfolgt zu sehen, der Satan, die Gnosis etc kritisiert?



Lesen Sie noch einmal: "aber heute wird verfolgt...." Also. Als ich bei meinen Aktivitäten zurück war, habe ich eine mail mit diesem Bericht bekommen:

"Caro Tosatti,
Danke, daß Sie mir geantwortet haben. Im November bekam ich eine Warnung von der Katholischen Universität Mailand, in der meine Verbindung zur Correctio filialis zitiert wird,
Sowohl mir als auch XXX ( die das Gleiche einige Tage später erhielt) wurde nicht die Unterschrift unter das Dokument selbst (das im Übrigen nicht ausdrücklich erwähnt wird) vorgeworfen sondern der Mißbrauch akademischer Titel neben unseren Namen unter der Correctio.
Offensichtlich ist das Motiv jesuitisch fadenscheinig: ich würde gern sehen, wie sie in allen Anwaltskanzleien in Mailand herumgehen, in denen vornehme Anwälte auf ihrem Schild ihre Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität, der Cattolica, angeben!

Anfang Dezember stellte ich dann auch fest, daß ich von der Liste der Mitarbeiter gestrichen worden war, was bedeutet, daß ich -entgegen dem, was mir mündlich zugesagt wurde- in den nächsten Tagen keinen Vertrag mehr haben werde.
Um der Wahrheit willen hänge ich die e-mail, die mir den Titel "externer Forscher" (den ich also nicht erfunden habe) zuspricht an und einen Screenshot von der Liste der Mitarbeiter- an dem Tag als ich diesen Brief von der Cattolica erhielt.
Weder ich noch XXX  sind eines persönlichen Kontaktes gewürdigt worden. Auf meine strikt privat gehaltene Frage hat einer der Verantwortlichen der Fakultät mir geantwortet, daß das die normale Praxis sei, angesichts der Tatsache, daß meine Mitarbeit in den letzten Monaten weniger geworden sei.
Ich bin zwei Jahre draußen gewesen und das erklärt die "Deklassierung, von der in der e-mail der Fakultät die Rede ist, aber ich habe immer beweisbare Formen der Zusammenarbeit aufrecht gehalten, die jetzt auf breiter Basis geleugnet wird.

Sie löschen gerade die Zeugnisse sowohl meiner als auch XXX´ früherer Aktivitäten auf der Web-site.

Ich habe die Vertretung meiner Interessen und meiner Ehre einer Rechtsanwaltkanzlei übertragen, XXX hat das auch getan. Ich habe meinerseits das Dokument verbreitet, das  beweist, daß die Cattolica mir den Titel eines "externen Forschungsmitarbeiters" zuerkennt. XXX tut das über die selbe Anwaltskanzlei ebenfalls.

Eine meiner Quellen in vaticanischer Umgebung hat angedeutet, daß die ganze Initiative nicht direkt vom Rektorat ausgegangen sein könnte sondern direkt von einem bestimmten, bekannten Kardinal der Römischen Kurie, aus jenem Dikasterium von dem letztendlich die katholischen Universitäten abhängen.

Oder um den von Tacitus beschriebenen Kaiserhof zu paraphrasieren, gibt es in" manchen katholischen Institutionen einen einzigen Wettlauf zur Schmeichelei, auch wenn nicht danach gefragt wird?"

Wenn Sie die Geduld haben, können Sie leicht feststellen, daß ich nicht der zuletzt Gekommene bin: seit mehr als 20 Jahren Redakteur von "Communio", letzter Sekretär der Redaktion vor der Schließung der italienischen Ausgabe, Übersetzer von Texten von Cordes, Kasper (!) Ratzinger, Schönborn.

Unterschrift "

Also ich denke nicht, daß man das kommentieren muß. Wie sagt der Kollege Valli so genial?
Barmherzigkeit tropft von allen Krallen.....

Quelle: Stilum Curiae, Marco Tosatti

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