Sonntag, 11. Februar 2018

Zum Trost: die Kirche ist die Kirche der Heiligen

Heute behauptet der Pfarrer, dass die überwältigende Mehrzahl der katholischen Kirche nicht auf dieser Erde sei. Wir paar frommen Hanseln, bzw korrekter uns um Frömmigkeit mühenden Hanseln, eingebunden seien in eine wirklich große Gemeinschaft, die sich mehrheitlich der Anschauung Gottes erfreut.

Mir hat das gut getan, sehr gut,
Ich  denke mal der Herr Pfarrer Pater weiß auch, dass die Menschen früher auch nicht besser waren als heutzutage.
Mir kam dann das Bild von einem Garten in den Sinn, wieviel Unkraut, Blätter, abzuschneidende Zweige, unbrauchbares Fallobst, wurmige Äpfel usw  produziert so ein Apfelbaum und was muss selbst von den geernteten schönen Äpfeln noch alles weggeschnitten werden, und was bleibt beim Entsaften alles übrig, bis man endlich den guten, selbstgemachten Apfelsaft in Flaschen füllen kann?
Bei allem anderen, was man sonst noch so anbaut, ist es, im Grunde, ähnlich.

So ähnlich denke ich, ist es auch mit den Heiligen, durch viel Mist müssen sie hindurch, wie viel wird weggeschnitten, um die Frucht zu erhalten.
Zur Zeit werden ja die Reben geschnitten, das sieht dann so aus, dass von den 10, 15 Trieben die der Stock gebildet hat, alle, bis auf einen Lauf, weggeschnitten werden, und der wird dann auch noch gekürzt!

Und auch die einfache Frucht reicht nicht, bei den klassischen katholischen Gewächsen dem Korn  und den Trauben, fällt auch nach der Ernte noch genug Abfall an, bis man bei Brot und Wein gelandet ist.
Es muss Fülle sein, scheinbar überflüssige Fülle um die Frucht zu erhalten, das ist bei den Heiligen auch nicht anders, die sind die Frucht aus vielem.



Wobei die christliche Hoffnung darin besteht, dass im Himmel die angeschlagenen Äpfel auch noch gebraucht werden können, nachdem im Fegefeuer der Wurm entfernt und die fauligen Stellen rausgeschnitten wurden.
So habe ich zumindest die Anweisung Christi nach der Brotvermehrung, die Reste aufzusammeln "damit nichts umkommt" verstanden, nicht als Vorlage für betuliches  Rumgeheule, dass die Leute doch soviel Nahrungsmittel verschwenden.
Also gerade heutzutage,. wo man sich sehr oft über die Kirche ärgern muss, dürfen wir nicht vergessen, das was wir hier sehen, ist sozusagen die Rohware, wobei man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, als habe der liebe Gott beschossen den europäischen Acker mal für eine Weile sich selber zu überlassen,
Auch hierfür gibt es eine Bibelstelle und zwar das sogenannte Weinbergslied, aus Jesaja

1.Ich will meinem Geliebten singen, ein Lied meines Geliebten von seinem Weinberge.1 Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel.2 [Jer 2,21]
2. Und er umzäunte ihn, las die Steine aus demselben heraus und bepflanzte ihn mit edlen Reben, haute einen Turm mitten in ihm und richtete eine Kelter in ihm her3 und erwartete, dass er Trauben brächte; aber er brachte Herlinge.
3. Nun also, ihr Bewohner von Jerusalem, ihr Männer von Juda, richtet zwischen mir und meinem Weinberge!4
4. Was ist es, was ich meinem Weinberge noch hätte tun sollen und nicht getan habe? Oder warum5 habe ich erwartet, dass er Trauben brächte, und er hat Herlinge gebracht?
5. So will ich euch nun verkünden, was ich meinem Weinberge tun werde: Wegnehmen werde ich seinen Zaun, dass er verwüstet werde, niederreißen seine Mauer, dass er zertreten werde.
6. Und ich will ihn wüste machen; nicht soll er beschnitten und nicht umgegraben werden, Disteln und Dornen sollen ihn überwuchern und den Wolken werde ich gebieten, dass sie keinen Regen auf ihn fallen lassen.6 ........
das geht dann bei Jesaja so weiter, aber immer wieder schimmert durch, dass dennoch Gott die Seinen nicht verlässt,. so wird dann inmitten all der Weherufe die Geburt des Messias angekündigt.
Enden tut das Buch Jesaja mit einer großartigen Verheißung, der Vernichtung alles Bösem einem erneuerten Volk, mit einer erneuerten Priesterschar und einem neuen Himmel und eine neue Erde. hier kann man es nachlesen.

Wenn man sich die Sache so richtig überlegt, wirken die  Klagen des Jesaja, jenseits von den ganz konkreten Namen der jeweils handelnden Personen und den ganz konkreten gesellschaftlichen Zuständen, nicht gerade originell.
Es ist im Grunde in und mit der Welt und denen die sich der liebe Gott erwählt hat, so wie Kohelet schon feststellt: Nichts neues unter der Sonne, immer derselbe Mist.
Aber und das ist der Trost, Gott sorgt ab und an, seltenst durch ein Wunder für ein wenig Erleichterung, aber sonst geht die Erde ihrer schlechten Gang, und auch die Klagen im AT Gottes über sein Volk, die gelten auch für das Volk des neuen Bundes.
Das Problem aktuell ist nur, dass die Leute irgendwie der Ansicht sind, wir wären aktuelle die allerschlimmsten, so behaupten die Klimahysteriker wir wären in der Lage Gottes Schöpfung auf ewig und unwiderruflich zu ruinieren und die Frommen glauben das im Grunde auch, und es  fehlt den einen wie den anderen die Gelassenheit die sich aus dem Gottvertrauen speist und die einen wie die anderen rechnen nicht damit, dass der liebe Gott weiß und gewusst hat was er treibt, besonders damals als er den Mensch mitsamt seinen Fähigkeiten  geschaffen hat. 
Ich denke die bevorstehende Fastenzeit wäre eine gute Gelegenheit das einzuüben und sich darüber klar zu sein, dass der Weg der Kirche genau dann zuende ist, wenn der liebe Gott das so will und genau diese Kirche, noch mehr als die Schöpfung, nicht ruiniert werden kann, sosehr man sich auch müht und wenn es scheint, als seien die ruinösen Kräfte, vor Ort doch sehr erfolgreich gewesen, und man da echt nicht mehr hingehen kann, dann  können wir uns immer noch an die Kirche der Heiligen im Himmel wenden.




1 Kommentar:

  1. "Der verwüstete Weinberg", sehr schön und prophetisch beschrieben von Dietrich von Hildebrand bereits im Jahre 1973.

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