Dienstag, 17. April 2018

Warum Alfie sterben soll.....

Riccardo Cascioli kommentiert und interpretiert in La Nuova Bussola Quotidiana das Geschehen um den kleinen, zum Euthanasietod verurteilten Alfie Evans im Alder Hey Krankenhaus in Liverpool- als einen Ausdruck der Kultur dess Todes.
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ALDER HEY HOSPITAL

"DAS IST DIE WAHRE WUT ÜBER ALFIE"

Alfie demaskiert das wahre totalitäre Gesicht eines Staates, der bestimmen will, welches leben würdig ist und erinnert uns an den Sinn unseres Lebens, gegen jede Einschränkung.

"ALFIE EVANS: WAS AUF DEM SPIEL STEHT."

"Wenn dem Begriff "Lebensqualität" erlaubt wird, die "Heiligkeit des Lebens" zu ersetzen, ist jeder von uns in Gefahr. Deshalb ist- selbst wenn wir uns dessen nicht ganz bewußt sind- Alfies Leben unser aller Leben, der Kampf für Alfie ist der Kampf, um unser eigenes Leben.

Was ist so beängstigend an einem zweijährigen, kranken Kind und seinen jungen Eltern, daß es den Einsatz der Polizei rechtfertigt, um alle Ein- und Ausgänge der Klinik zu blockieren und die Flughäfen zu schließen?  Es muß eine furchtbare Gefahr gedroht haben- so groß, daß die Zurschaustellung einer solchen Härte nötig war und ebenso -falls nötig- konstant zu lügen, um Alfies Gefangenschaft im Aldes Hey Krankenhaus in Liverpool zu rechtfertigen.

Das Thema ist, daß dieses Baby ein Zeichen des Widerpruchs ist, allein seine Gegenwart genügt, um das wahre totalitäre Gesicht eines Landes zu demaskieren, das sich rühmt, eine Säule der Demokratie zu sein. Hinter den Worten: "Wahlfreiheit"  und "Selbstbestimmung" steht der Tod, gewollt und angestrebt von einer Macht gegen ihre Bürger, die vor allem sich selbst erhalten will.
Ein wehrloses Baby, dessen sturer Kampf, um am Leben zu bleiben, ist ein Manifest gegen den Todsit und das gleichzeitig jene Ärzte verurteilt, die vergessen haben, was es bedeutet für ihre Patienten "zu sorgen". Und die zwanzigjährigen Eltern, die einer unmöglichen Herausfordderung gegenüber stehen-wie David gegen Goliath- die viel größer udn bedrohlicher ist als die biblische- zeigt uns, warum die großen internationalen Mächte so entschlossen sind, die Familie zu zerstören, diesen Blutsbund, der die tiefsten Gefühle einschließt, eine unüberwindliche gegenseitige Zugehörigkeit erzeugt und eine Beziehung, die letzten Endes der Punkt des letzten Widerstands gegen eine Macht ist, die will, daß wir Individuen sind, von keiner Beziehung gebunden, um jeden Aspekt unseres Lebens zu kontrollieren.





Deshalb muß  Alfie sterben, weil die Macht einen solchen Affront, daß das Leben gewinnt, nicht tolerieren kann, das würde das System des Todes in Frage stellen, in dem wir alle leben, überzeugt davon, daß wir uns irgendwelcher sogenannten Freiheiten erfreuen.
Das würde bedeuten, daß immer mehr Leuten die Augen über die wahre Natur modernen Staaten und supranationaler Organisationen, wie die Europäische Union, geöffnet würden.  Und das passiert bereits- Dank Alfie. Der erstaunliche Beweis ist diese wachsende Menge, die vor dem Krankenhaus protestiert und seit zwei Tagen verlangt, daß Alfie leben darf.

Warum stehen tausende von Menschen friedlich vor dem Krankenhaus in Liverpool- viele Stunden lang- sogar nachts-und leisten einer Familie Beistand, der sie nie persönlich begegnet sind? Ohne Zweifel zum Teil wegen der offensichtlichen Ungerechtigkeit gegenüber einem schwerkranken Baby. Dann auch wegen der unerträglichen Gewalt, die gegen Alfies Eltern angewandt wurde, eine Wut, die der Folter nahe kommt. Aber auch das reicht nicht aus, um den Grund für diese spontane Mobilisierung zu erklären. Am Ende weil wir- vielleicht unbewußt- alle wissen, daß wir persönlich angegriffen werden?

Wenn dem Begriff "Lebensqualität" erlaubt wird, die "Heiligkeit des Lebens" zu ersetzen, dann ist jeder von uns in Gefahr. Ist das Leben heilig, gehört es nur Gott und kein Mensch hat das Recht, zu entscheiden, ob wir geboren werden und wann wir sterben sollten, das Leben ist durch seine Natur größer als wir selbst. Aber wenn wir das Leben nach menschlichem Maßstab werten, wenn wir eine Rangordnung für die Lebensqualität etablieren, dann ist jeder von uns der Gnade der Macht ausgeliefert, die ihrerseits von Zeit zu Zeit -je nach Bequemlichkeit und Nützlichkeit- die Grenzen des Lebens bestimmt: wieviel Kinder wir haben dürfen, ob man ein behindertes Kind zur Welt bringen darf und wann man diese Last aus der Welt entfernen kann. Außerdem stellt das den Sinn unseres Lebens in Frage, weil wir uns angesichts eines Patienten, den der Staat so gewaltsam eliminieren will, fragen, ob unser Leben, mein Leben, mit dieser Sehnsucht nach dem Absoluten und der Unendlichkeit, die uns definiert, auf Effizienz und Nützlichkeit reduziert und am Ende zerstört werden kann.

Deshalb ist Alfies Leben- selbst wenn wir uns dessen nicht voll bewußt sind- das selbe Leben wie in uns allen, der Kampf für Alfie ist der Kampf, um unser Leben zu bestätigen. Das Leben selbst.

Quelle:La Nuova Bussola Quotidiana,

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