Montag, 11. Juni 2018

Große Ereignisse: die Vorbereitung der Pan-Amazonas-Synode oder eine neue synkretistische Religion, Fortsetzung...

Fortsetzung: 

"Das Dokument sagt uns, daß "die Kirche im Amazonas-Becken erkannt hat, daß die pastorale Versorgung gefährlich dünn geworden ist. "Deshalb gibt es die Notwendigkeit für -neue Wege in der pastoralen Versorung". 
Betrachten wir den ganzen Paragraphen: 

Diese neuen Pfade für die pastorale Betreuung in Amazonien ruft nach einer "Neu-
ausrichtung der Arbeit der Kirche" im Gebiet und nach einem tieferen Eindringen in
den "Prozess der Inkulturation" (EG 126) , das von der Kirche in Amazonas fordert,
"mutige Vorschläge zu machen, die Papst Franziskus von uns fordert [das ist eine
Bezugnahme auf ein Gespräch zwischen dem Papst und Bischof Kräutler]. Die
prophetische Mission der heutigen Kirche wird durch ihre inklusives Dienen erfüllt,
die den indigenen Völkern und Amazonas-Gemeinden erlaubt, ihre Hauptgesprächs-
partner für alle pastoralen und sozio-ökologischen Themen zu sein (LS146).



Diese Worte bedeuten offensichtlich, daß die indigenen Völker der Kirche sagen müssen, wie sie ihre "prophetische Mission" und ihr "inklusives dienendes Handeln" ausfüllen soll. Um die "gefährlich dünne Präsenz der Kirche zu ändern und sie breiter und inkarnierter zu machen" ist eine "Eucharistische Einheit" für die Amazonas-Region nötig, damit alle Getauften "an der Sonntags-Messe teilnehmen können".
Hier erinnert uns das Vorbereitungsdokument -im Licht von Vatican II, daran, daß "das Gottesvolk das Priestertum Christi teilt", während die Unterscheidung zwischen dem allgemeinen Priestertum und demWeihepriestertum beibehalten wird."



Jetzt schlägt der Text vor, die Ämter zu bewerten und neu zu denken, die heute erforderlich sind, um auf die Ziele einer Kirche mit einem Amazonas-Gesicht und einer Kirche mit einem eingeborenen Gesicht [Zitat von Papst Franziskus] zu antworten. 
Es ist dieses Konzept eines "inkulturierten pastoralen Dienstes" - früher eine besonder Lieblingsidee der Befreiungstheologen- das jetzt in die offiziellen Kirchendokumente Eingang findet. 
Inkulturation bedeutet hier z.B: zu respektieren, daß Frauen oft die örtlichen Gemeinden leiten und Männer den Zölibat überhaupt nicht mögen. Und hier schlägt das Dokument deshalb vor, zu erwägen, Frauen eine "Art offizielles Amt" zu geben.
Es paßt hier, einen längeren Abschnitt zu zitieren:  

Eine Priorität ist, Inhalt, Methoden und notwendige Haltungen zu spezifizieren, die
für einen inkulturierten pastoralen Dienst nötig sind, der in der Lage ist, den breiten Herausforderungen des Gebietes zu entsprechen.
Eine andere ist, neue Ämter und Dienste für die verschiedenen pastoralen Organe
vorzuschlagen, die mit den Aktivitäten und Verantwortlichkeiten innerhalb der
Gemeinde übereinstimmen.
Entlang dieser Linien ist es nötig, den Typ eines offiziellen Amtes zu identifizieren,
das Frauen übertragen werden kann, und dabei die zentrale Rolle zu berücksichtigen
die Frauen heute in der Amazonas-Kirche spielen. Es ist auch nötig, einen indigenen
und vor Ort geborenen Klerus heranzubilden und ihre eigene kulturelle Identität und
ihre Werte zu bestätigen.
Schließlich sollten neue Wege für das Gottesvolk bedacht werden, um besseren und
häufigeren Zugang zur Eucharistie, dem Zentrum des Christlichen Lebens zu haben
.

Es  gab mal eine Zeit, in der die Kirche Missionare an Orte schickte, wo Priester benötig wurden; es gab mal eine Zeit, als die eingeborenen Völker der ganzen Welt eingeladen wurden, sich der Lehre Christi und den Heiligen Traditionen und Gebräuche der Kirche anzupassen- und dabei- wenn möglich- die örtlichen Unterschiede zu berücksichtigen. 
Jetzt möchte die neue und "reformierte" Kirche die eingeborenen Völker fragen, was ihne gefallen würde. Nicht was Gott gefällt-wie es Seine Kirche traditionell lehrt. 

Indem es über eine "Kirche mit einem Amazonas-Gesicht" spricht, bedenkt das folgende Kapitel 15 "neue Wege" und eine "neue Form dieser Kirche" und fügt hinzu, daß sie richtigerweise "von der Erfahrung kultureller Diversität  ihrer Menschen" ausgehen wird.

Unsere neuen Wege werden Ämter, Liturgie und Theologie  (indianische Theologie) beeinflussen. Hier sollen "das gesamte Gottesvolk, zusammen mit ihren Bischöfen, Priestern, geweihten Männern und Frauen, geweihten Missionaren und Missionaren im Laienstand" sich dieser "neuen Reise mit offenem Herzen nähern." 
Die Führungsrollen der Menschen selber sollen gestärkt werden. Wir sollten eine interkulturelle Spiritualität verfeinern, die uns hilft die Unterschiede der Völker und ihrer Traditionen zu handhaben."

Schließlich zeigen uns einige der dem Fragekatalog angehängten Fragen im Synoden-Dokument Methode und Richtung dieses revolutionären Versuchs, die Kirche der Pan-Amazonas-Region im Hinblick auf die Hl. Eucharistie und das Priesterum umzumodeln.

  3. Gibt es Platz für indigenen Ausdruck und aktive Teilnahme an der liturgischen Praxis Ihrer 
   Gemeinden? 

  4. Eine der größten Herausforderungen im Amazonas-Becken ist die Unmöglichkeit die Eucharistie
  häufig zu feiern. Wie kann man darauf antworten? 

  5. Wie können wir die Rolle der Laien in den verschiedenen pastoralen Gebiete (Katechese, Liturgie
  Barmherzigkeit) erkennen und bewerten? 

  10. Welches sind die besonderen Amazonas-Aktivitäten und Dienste, die Ihrer Ansicht nach einge-
  richtet und gefördert werden sollen? 

  11. Wie können das konsakrierte Leben und seine Charismen dazu beitragen, eine Kirche mit einem
  Amazonas-Gesicht aufzubauen?

  12. Die Rolle der Frauen in unseren Gemeinden ist von größter Wichtigkeit, wie können wir sie auf  
  unseren neuen Wegen anerkennen und wertschätzen? 

Bischof Kräutlers Reform-Plan von 2014: Frauenpriestertum, verheiratete Priester 
Wenden wir uns jetzt Bischof Kräutler und seinen Ideen zu. 2014, am 4. April, hatte er eine private Audienz bei Papst Franziskus. Bei diesem Treffen sind zwei wichtige Dinge passiert.
Zuerst hat der Bischof dem Papst einen spanischen Text voller Empfehlungen im Hinblick auf das bevorstehende Dokumente des Papstes "Laudato si´ - die (nach Kräutler) vom Papst alle in diese Enzyklika aufgenommen wurden. Zweitens wandte sich die Unterhaltung dann dem Priestermangel in der Amazonas-Region zu. Es war -wie wir sehen werden- in diesem Zusammenhang, daß der Papst die Bischöfe der Region bat "kühne und mutige Vorschläge" zu machen, oder-wie das Vorbereitungsdokument selbst feststellt, "mutige Vorschläge zu machen, d.h. die kühne und angstlose Haltung, die der Papst von uns fordert."

Im Nachgang dieser Papstaudienz hat Bischof Kräutler geholfen, das "Red Ecclesial Panamazonian Network REPAM  zu gründen, ein Netzwerk von neun Kirchen der Pan-Amazonas-Region (Brasilien, Columbien, Ecuador, Guyana, Peru, Surinam und Französisch-Guyana, Venezuela) die behauptet, von Laudato si´"inspiriert worden zu sein" (deren Co-Autor de-facto Kräutler selbst war).
Es scheint so, daß Papst Franziskus selbst während seines Besuchs in Brasilien 2013-seinem ersten Papstbesuch- die Gründung dieser Netzwerk-Organisation startete.
Bischof Kräutler ist der Organisator des brasilianischen Zweiges von REPAM. Giuseppe Nardi, Journalist der Deutschen website  Katholisches.info, hat einen großen Beitrag zur Darlegung der Rolle von REPAM geleistet, besonders im Hinblick auf die kommende Pan-Amazonas-Synode 2019.

Das Vorbereitungsdokument bezieht sich nicht nur viermal auf REPAM sondern-wichtiger- wie Kardinal Lorenzo Baldisseri  bei der heutigen Pressekonferentz sagte- die Synodenvorbereitung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem REPAM-Netzwerk durchgeführt.
Baldisseri sagte:

  "Aus diesem Grund hat -seit Anfang der Synodalen Reise- das Generalsekretariat der           Bischofssynode eng mit dem Pan-Amazonas-Kirchen-Netzwerlk (REPAM)  zusammen         gearbeitet, einem Organismus, der kirchliche Aktivitäten in dieser Region ausübt."

Betrachten wir jetzt, was Bischof Kräutler selbst bzgl. des Priestermangelproblems in dieser Pan-Amazonas-Region denkt. In einem Bericht, den ich vor kurzem für LifeiteNews gemacht habe, habe ich die Tatsache unterstrichen, daß dieser Bischof in zwei verschiedenen Interviews  2016 feststellte, daß er nicht nur für verheiratete Priester -die sog. viri probati- ist sondern auch für die Priesterweihe für Frauen.
Wie ich schrieb:

  In einem Interview von 2016 hat Bischof Kräutler behauptet, daß der Apostolische Brief        "Ordinatio sacerdotalis" der das Frauenpriestertum ausschließt, "kein Dogma ist und nicht    einmal   das Gewicht einer Enzyklika hat-" Als er gefragt wurde, ob man dieses frühere          päpstliche   Dokument revidieren könnte, antwortete der emeritierte Bischof "Hier ist nichts    unmöglich!"

Außerdem spricht Erwin Kräutler in seinem Buch von 2016, mit dem Titel "Habt Mut" (Tyrolia Verlag) über Papst Franziskus und sienen Weg der Refomr, aber auch über Unterhaltungen, die er bei verschiedenen Gelegenheiten 2014 mit dem Papst führte.
Wie Kräutler klar macht, war Papst Franziskus seinen Ideen sehr zugetan. Als Kräutler über den Priestermangel in der Pan-Amazonas-Region sprach, brachte der Papst selber die Erfahrung einer "Diözese in Mexiko" zur Sprache, "wo der Bischof das Problem des Priestermangels teilweise dadurch linderte, indem er 300 verheiratete Gemeindevorsteher zu Diakonen weihte." 
Da bezog sich der Papst  auf Samuel Ruiz Garcia, den Bischofvon San Cristobal de las Casas (Chiapas). Der deutsche Journalist Giuseppe Nardi hat gezeigt, daß dieser Bischof ein "indigenes Priestertum" im Sinn hatte, als er diese 300 Diakone in den 1990-ern weihte. 2001, als der Bischof zurücktrat, stoppte der Vatican diese Bestrebungen. Kardinal Beniamino Stella jedoch- der von Franziskus zum Präfekten der Kleruskongregtion ernannt wurde, erteilte 2014 die Elaubnis, diese Praxis wieder aufzunehmen. 

Fortsetzung folgt.....

Quelle: OnePeterFive, M.Hickson

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