Sonntag, 26. Mai 2019

Papst Franziskus: "Abtreibung ist nie ein Mittel, um ein Problem zu lösen."

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über die gestrige päpstliche Audienz für die Teilnehmer der Konferenz "Ja zum Leben!" und das, was der Pontifex über das Thema Abtreibung gesagt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS, ABTREIBUNG UND DIE JUNGE MUTTER MIT DOWN-SYNDROM"

"Bei der heutigen Audienz hat Papst Franziskus sich vor den Teilnehmern einer Konferenz zum Thema "Ja zum Leben!- Die Sorge um die wertvolle Gabe des Lebens in Gefährdungssituationen" in mehreren Punkten vom geschriebenen Text entfernt und mehrere sehr starke Stegreifbemerkungen hinzugefügt, die er teilweise so noch nie zum Thema Abtreibung gesagt hat.
Hier der Reihe nach seine drei hinzugefügten Texte:

"Oft hinterlassen diese wenigen Stunden, in denen eine Mutter ihr Baby wiegen kann, eine Spur im Herzen dieser Frau, die sie nie vergißt und sie fühlt sich- lassen Sie mich das Wort sagen- verwirklicht, Sie fühlt sich als Mutter."

"Manchmal hören wir: "Ihr Katholiken akzeptiert Abtreibung nicht, das ist ein Problem eurer Religion."  Nein: das ist ein vor-religiöses Problem. Der Glaube hat damit nichts zu tun. Der kommt danach: es ist ein menschliches Problem. Ein vor-religiöses Problem. Lasten wir dem Glauben nichts an, was ihm nicht zugehört. Es ist ein menschliches Problem. Nur zwei Sätze genügen, um uns das zu verstehen: zwei Fragen. Erste Frage: ist es zulässig eine menschliches Leben auszulöschen, um ein Problem zu lösen? Zweite Frage: ist es zulässig, einen Mörder zu mieten, um ein Problem zu lösen? Beantworten Sie das. Das ist der Punkt. Nicht der Religion zuschreiben, was das Menschliche betrifft. Nein, es ist nicht zulässig. Man darf nie- niemals- ein menschliches Leben auslöschen oder einen Mörder mieten, um ein Problem zu lösen."

"Mir kommt eine Geschichte in den Sinn, die ich in meiner anderen Diözese gehört habe. Da war ein 15-jähriges Mädchen mit Down-Syndrom, die schwanger war und ihre Eltern gingen zum Richter, um eine Erlaubnis zur Abtreibung erwirken. Der Richter, ein gerechter und ernster Mann, hat die Sache studiert und sagte: "Ich will das Mädchen befragen" "Aber sie hat Down, sie bgreift das nicht..."  "Nein, nein -sie soll kommen." 



Das Mädchen, 15 jährig, ging hin, uns setzte sich, begann mit dem Richter zu sprechen und der sagte zu ihr:"Weißt du, was mit dir passiert?"  "Ja, ich bin krank..." "Aha und wie ist deine Krankheit?" "Sie haben mir gesagt, daß ich ein Tier in mir habe, das meinen Magen auffrißt und deshalb muß ich operiert werden."  Nein, du hast keinen Wurm, der an dir frißt. Weißt du, was du da hast? Ein Kind!" und das Mädchen mit Down-Syndrom "oh wie schön! -einfach so. Deshalb hat der Richter die Abtreibung nicht genehmigt. Die Mutter wollte es. Die Zeit verging, ein Mädchen wurde geboren. Sie hat gelernt, wuchs heran und wurde Anwältin. Dieses Mädchen hat -sobald sie ihre Geschichte verstanden hatte, die man ihr erzählte- jedes Jahr an ihrem Geburtstag beim Richter angerufen, um ihm für das Geschenk ihrer Geburt zu danken. Die Dinge des Lebens. Der Richter ist gestorben und sie ist sofort eine Förderin der Gerechtigkeit geworden. Wie schön das ist! Abtreibung ist nie die Antwort, die die Frauen und die Familien suchen."
Quelle: Settimo Cielo, S. Magister

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