Donnerstag, 19. März 2020

Aus der Komplet oder über den rechten Weg zwischen Gottvertrauen, Heidenangst und Gottversuchen

In der Komplet, dem Abendgebet der Kirche wird üblicherweise der 91 Psalm gebetet, der zur aktuellen Situation sowas von dermaßen passt, geht es doch darum, dass der Fromme sich nicht zu fürchten braucht, weder vor der Pest noch vor sonst einer Seuche, weil doch Gott seinen Engeln befohlen hat, "dich zu behüten auf all deinen Wegen"

der Psalmentext sei hierher geschrieben und auch zum Gebet empfohlen


Unter der Obhut des Höchsten

 Wer da wohnt im Schirm des Höchsten
und im Schatten des Allmächtigen weilt,

2 der spricht zum HERRN: »Meine Zuflucht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich vertraue!«

3 Denn er ist’s, der dich rettet aus den Voglers Schlinge,
von der unheilvollen Pest.

4 Mit seinen Fittichen deckt er dich,
und unter seinen Flügeln bist du geborgen, Schild und Panzer ist seine Treue.

5 Du brauchst dich nicht zu fürchten vor nächtlichem Schrecken,
vor dem Pfeil, der bei Tage daherfliegt,

6 nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die mittags wütet.



7 Ob tausend dir zur Seite fallen,
zehntausend zu deiner Rechten: an dich kommt’s nicht heran;

8 nein, lediglich mit eignen Augen wirst du’s schauen
und zusehn, wie den Frevlern vergolten wird.

9 Ja, du, o HERR, bist meine Zuflucht:
den Höchsten hast du zum Schutz dir erwählt.

10 Kein Übel wird dir begegnen,
kein Unheilsschlag deinem Zelte nahn;

11 denn seine Engel wird er für dich entbieten,
daß sie dich behüten auf all deinen Wegen;

12 auf den Armen werden sie dich tragen,
damit dein Fuß nicht stoße an einen Stein (vgl. Mt 4,6);

13 über Löwen und Ottern wirst du schreiten (vgl. Lk 10,19),
wirst junge Löwen und Schlangen zertreten.

14 »Weil er fest an mir hängt, so will ich ihn retten,
will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.

15 Ruft er mich an, so will ich ihn erhören;
ich steh’ ihm bei in der Not, will frei ihn machen und geehrt.

16 Mit langem Leben will ich ihn sättigen
und lasse ihn schauen mein Heil.«

Bekanntermaßen nun verwendet der Teufel bei der Versuchung Jesu genau diesen Psalm um ihn aufzufordern doch  sich von der Zinne des Tempels zu stürzen, weil ihm ja eh nix passieren würde.
Christus pariert das mit der Antwort "Du sollst den Herrn deinen Gott nicht auf die Probe stellen"

Ich denke von daher die Sache ist klar, wie sollen nicht in Heidenangst verfallen, weil das Leben des Christen steht in Gottes Hand und das Schlimmste was passieren kann ist, dass man vor Gottes Thron ankommt, das macht gelassen.
Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Psalm nicht aussagt dass der Fromme vor allem und jedem gefeit ist, weil ein einfacher Blick aus dem Fenster zeigt, dass dem nun genau nicht so ist,  und es durchaus andere Bibelstellen gibt die sich mit der Erfahrung herumschlagen, dass man manchmal meinen könnte, dass der Herr gerade den Seinen so richtig voll einschenkt, wie es im 23. Psalm heißt.
Und selbst wenn man sich bei der Bibellektüre nur auf die ganzen positiven Verheißungsstellen fokussiert, so  sollte man auch hier klar haben, dass es nicht geht den lieben Gott provozieren zu wollen sich an seine Verheißungen zu halten, das ist ja das was der Teufel in der Versuchungsgeschichte will.

Bleiben wir einfach besonnen und nüchtern im Gebet. Leider sind unsere Oberhirten ja so fantasielos, dass uns auch gar nichts anderes, im Wortsinn, übrigbleibt.

Hier ein Beispiel eines phantasievollen und gläubigen Hirten

wir-kommen-zu-den-glaeubigen-gottesdienst-auf-der-strasse?

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