Mittwoch, 18. März 2020

Gedanken zur derzeitigen Abschaffung des Messopfers

Egal wie fromm auf den Homepages der einzelnen Diözesen herumgeschrieben  wird, egal wie sehr man das alles gut, richtig und vernünftig findet, es bleibt der Schmerz der Frommen.
Wobei es ja so ist, dass es in früheren Zeiten durchaus n i c h t Usus war, dass die Gläubigen in jeder heiligen Messe zur Kommunion gegangen sind, frühere Zeiten hatten da durchaus andere Bräuche, es gab zwar die Sonntagspflicht, aber zur Kommunion ging man nur nach vorheriger Beichte.
Gut, es ist hier nicht der Ort über das Für und Wider der alten Praxis und der neuen zu diskutieren, Fakt ist einfach, es ist uns die Messe genommen, Punkt, aus, fertig.
Und so ein Fernsehgottesdienst ist zwar mehr oder weniger nett, aber eben nichts echtes.
Ich will hier nichts an die Wand malen, denke einfach auch diese Fastenzeit wird vorbei gehen, aber wir sollten uns über eines im Klaren sein, es wird einmal eine Zeit kommen, wo es keineswegs mehr so sein wird, dass täglich das Messopfer gefeiert wird, und eine Zeit wo der geheimnisvolle Gräuel aufgestellt wird, was immer das sein wird.

So ist uns einfach mal wieder ins Gedächtnis gerückt worden, dramatisch für unsereins, dass sich irgendwann einmal die Worte an den Propheten Daniel aus dem AT erfüllen werden, die da lauten:

Viele werden geprüft und gereinigt und geläutert werden. Aber die Gottlosen werden weiter gottlos handeln. Und die Gottlosen werden es alle nicht verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen. Und von der Zeit an, in der das regelmäßige Opfer abgeschafft wird, um den verwüstenden Gräuel einzusetzen, sind es 1 290 Tage.  Glücklich, wer ausharrt und 1 335 Tage erreicht!


Harren wir also aus im Gebet, und mag sein, dass der Herr uns dann noch einmal Gnade schenkt.
Ich will hier keine wohlfeile Apokalyptik betreiben, sagt Guardini irgendwo, gerade weil Christus selbst erklärt hat, das wisse nur der Vater, wann das Ende da sei. Aber das bedeutet nun auch wieder nicht, dass das Ende aller Dinge nie eintritt.Und ja wir haben ja nur diese Welt und deshalb ist es nun mal kein Wunder, dass sich auch die Christen auf das reine Diesseits kapriziert haben, auch und wenn es nicht das Wesen des Christentums ist, was man gerne vergisst.

Ich hoffe also, dass das Messopfer wieder eingesetzt wird, der Kelch an uns vorüber geht und die Dinge sich wieder normalisieren, aber es ist auch nicht verkehrt, sich ab und an mal Gedanken darüber zu machen, dass auf dieser Erde nichts von Dauer ist und das, was vor Gott Bestand hat, eben geprüft wird, wie durch Feuer hindurch, schreibt Paulus irgendwo.
So sehe ich auch diese Zeit, wo uns genommen wird  was den meisten unserer formellen Mitbrüder eben grad egal geworden ist.
Sollte es wirklich die Zeit vor dem Ende sein, so sagt uns der Prophet Daniel, dass sie begrenzt ist, und das ist bei Licht betrachtet auch wieder tröstlich..
Und schon im 1. Petrusbrief wird mit der Möglichkeit gerechnet, dass das Ende aller Dinge nun nahe ist und gerade weil es noch nicht eingetroffen ist, bedeutet nicht, dass es nie eintrifft.
Petrus gibt darin denen, die fürchten, dass es Endzeit ist, den Rat:

 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet.





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