Sonntag, 29. März 2020

Tosatti: Msgr. ICS über die Corona-Krise als Chance

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae eine Überlegung, die Msgr. ICS ihm zu zwei Beiträgen zur aktuellen Corona-Krise telefonisch übermittelt hat.
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"MSGR. ICS: VIELLEICHT SOLLTEN WIR DEM CORONAVIRUS DANKBAR SEIN..."

Liebe Stilumcuialisten, zwei heutige Artikel - der über die spirituelle Kommunion von Ettore Gotti Tedeschi und der über das Coronavirus "Warnung oder Strafe" - von Pater Cavalcoli und Sergio Russo haben Msgr. ICS bewegt mich heute Morgen anzurufen und mir seine Überlegung als Antwort darauf anzukünden, die wir Ihnen sogleich weitergeben. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.

WAHRSCHEINLICH IST ES EINE STRAFE ODER EINE WARNUNG, ABER SICHER IST ES EINE KONSEQUENZ UNSERER ENTSCHEIDUNGEN. WIR HABEN SIE GEWÄHLT.

Lieber Tosatti, ich habe den Text von Gotti Tedeschi über die Spirituelle Kommunion gelesen und dann den von Pater Cavalcoli und des tapferen Sergio Russo. Ich gehe von dem Zitat von Msgr. Laise aus. Besonders unter den Priestern herrscht Verwirrung. Aber die Verwirrung unter den Klerikern herrscht schon länger vor. Es war sehr gut, daß er auch an Msgr. Laise erinnert. Ich habe von  Msgr. Laise als einen zu Recht sehr charismatischen, heiligen Mann, sprechen hören.

Er  hat die Vereinigung Summorum Pontificum unterstützt, wo ich ihm vor zwei oder drei Jahren bei einem vom Domenikaner-Pater Nuara und Msgr. Guido Pozzo organisierten Treffen in Rom begegnet bin, bei dem auch viele heilige Kardinäle anwesend waren, von Sarah, über Müller bis Burke.

Nachdem das gesagt ist, möchte ich noch eine Überlegung hinzufügen, die spontan entstanden ist, als ich daran dachte, daß Ihr, die Laien, mangels der sakramentalen Gnade während dieser Coronavirus-Pandemie zur spirituellen Kommunion gezwungen seid.

Ich möchte noch eine Erklärung und eine Ermutigung hinzufügen. Diese Pandemie- könnte- wie ein Krieg- einen übernatürlichen Zweck haben.
Geheimnisvoll. individuell und kollektiv, von der Welt erkannt, aber besonders von den Klerikern unverstanden und abgelehnt.

Diese Pandemie stellt das "unerwartete Hindernis für das moderne Leben" dar.

Es ist wahr, daß wir in der Welt leben müssen und gemäß unserem Stand in der Welt leben müssen, aber diese Welt weiß, wie sie uns täuschen kann und die uns "Wege" vorschlägt, die leichter, attraktiver, geeigneter, vorteilhafter zu sein scheinen.

Wir hätten in der Welt leben sollen, ohne uns zu modernisieren, statt dessen haben sich besonders auch die Hirten modernisiert. Haben wir uns nie gefragt, ob die Modernisierung dem Seelenheil gut tut?

Ich möchte daran erinnern, daß der Mensch aus Körper, Seele und Verstand besteht. Ein ausgeglichenes, weises und reifes Leben- auch in dieser zeitgenössischen Welt- müsste sicherstellen, daß alle drei Elemente, die den Menschen ausmachen, erhalten und wertgeschätzt werden, sonst verliert der Mensch das Gleichgewicht und wird verdorben.





Das, was in den letzten 40 Jahren als Folge der Politik der neuen Weltordnung passiert ist, ist die
postkonziliare Entblößung durch das II. Vaticanische Konzil (denen geschuldet, die sich seiner bemächtigt haben und die Praxis gegen die Lehre gestellt haben) und die fortschreitende Korruption des Körpers durch den Konsumismus, die Korruption des Intellektes durch eine schlechte Bildung und eine dumm-ignorante Kultur - sowie vor allem eine Korruption des Geistes durch eine neue Theologie à la Rahner, der den Hl. Thomas von Aquin ersetzt hat,.

Der Hl. Johannes Paul II und Benedikt XVI haben versucht, diese Korruption einzudämmen, das aktuelle Pontifikat hat sie dagegen kraftvoll auferlegt.

Konnte der Himmel das zulassen? Nicht nur. Aber könnte dort, wo Gott sich vor 2000 Jahren inkarnierte und erklärt hat, wie man zur Erlösung und zum Ewigen Leben gelangen kann, ein solches Zivilisationssystem fortbestehen?

Konnte es so weitergehen, obwohl die Mutter Gottes, Maria die Unbefleckte Empfängnis, vor hundert Jahren in Fatima erschien (wie Gotti Tedeschi uns vor einigen Tagen erinnerte) und uns erklärt hat, daß der Welt, wenn sie sich  nicht bekehrte hätte,  nicht vergeben worden wäre. im Gegensatz zu Ninive ...

Ich möchte ein Paradoxon aussprechen. Am Ende könnten wir diese Pandemie sogar schätzen, sie lieben, wie der Heilige seine "Disziplin" liebt, wenn sie uns verstehen lässt, daß eine von Gott geschaffene, von Gott erlöste Welt so nicht bestehen kann, als hätte Gott sie nicht geschaffen, als ob Gott nicht existiere.
 .
Und vor allem kann eine Kirche, die nicht nur von Christus ist, nicht bestehen. Mir scheint klar zu sein, daß wenn es einen Schöpfer gibt (und ich frage mich, wer es jemals geschafft hat, ihn zu leugnen, mit Ausnahme einiger arroganter kleiner Gnostiker), dieser Schöpfer Gesetze für das Funktionieren seiner Schöpfung aufgestellt hat. Die Kreatur muss also diese Gesetze beachten.
Wenn sie sie nicht beachtet, schafft er Chaos und Unordnung. Indem wir Menschen die Naturgesetze ignorieren, haben wir Menschen, insbesondere in den letzten vierzig Jahren, gezeigt, daß wir diese Gesetze ignorieren, leugnen, übersehen wollen.
Der immer verdienstvolle Gotti Tedeschi hat das für ein paar Jahrzehnte "wissenschaftlich" sowie moralisch in verschiedenen Schriften, Artikeln und Büchern erklärt. Wir haben in den 70-er Jahren angefangen, das größte Naturgesetz, das des Lebens, zu leugnen. Wir haben das Leben sogar gehasst, es im Mutterleib getötet und nicht zugelassen, daß es geboren wird, die Geburtenzahlen kontrolliert und zum Zusammenbruch gebracht, selbst in unserer reichen, kultivierten, westlichen "zivilisierten" Welt.

Aber ein Naturgesetz zu leugnen, bedeutet ein Ungleichgewicht zu schaffen. Und tatsächlich wurden Anstrengungen unternommen, um das Naturgesetz der Geburten durch Konsum zu kompensieren, nur um das Wirtschaftswachstum hoch zu halten. Um zu konsumieren, haben wir die Produktion nach Asien-China verlagert und sie zu schnell industrialisiert, nur um Produkte und Waren zu niedrigen Kosten importieren zu können, um unsere Kaufkraft zu steigern und uns am Konsum zu bereichern
und uns glücklich und zufrieden zu fühlen, nicht zu denken und nicht zu beten.(Weil wir nicht beteten, haben wir Gott vergessen - mit Hilfe von Theologen und Priestern, die sich mit dem neuen Regime eingelassen haben.).

Indem so also nur an körperliche Befriedigung gedacht wurde, wurde die intellektuelle moralische Zufriedenheit korrumpiert. Aber so haben wir den Westen deindustrialisiert und den Osten zu schnell industrialisiert. In dreißig Jahren hat der Osten dank der Produktionsverlagerung das erreicht, wozu der Westen 100 Jahre brauchte.

Aber ohne dieses technologische, wissenschaftliche, ökonomische, soziale, kulturelle, erzieherische Gleichgewicht und entsprechende moralische Werte.

Aus diesem Grund ist das klimatische ökologische Ungleichgewicht in Asien, in China entstanden, wo sich ein Großteil der Produktion zur Versorgung des Westens konzentriert. Aber weil es eine Niedrigpreis-Produktion sein soll, konnten sie nicht auf das CO2 achten.

Damit sind wir in ein sozioökonomisches und politisches System eingetreten, das sich aus uns fremden kulturellen und moralischen Werten zusammensetzte, und sind eine Symbiose mit Ländern eingegangen, die aus dem kulturellen, erzieherischen und moralischen Elend des Maoismus hervorgegangen sind, extrem bevölkert, über ein riesiges Gebiet verstreut, mit nur den einem Traum: zu konsumieren.

Wir haben uns mit Völkern verbunden, die noch Fledermäuse, Hunde und Katzen essen. Mit einem Volk, daß sich in ganz wenigen Jahren in den Westen integriert hat, Ein Volk, das jetzt seit etwas mehr als 10 Jahren (seit 2008) die Schulden des Westens kontrolliert. Das alles ist passiert, weil wir die Naturgesetze der Schöpfung ignoriert haben - in primis das Lebensrecht. Konnte es so noch lange weitergehen? Können wir sagen, daß wir das nicht angestrebt haben?

Ich habe gesagt, daß wir  gezwungen sein werden, einige der moralischen Auswirkungen dieser Pandemie zu lieben, die wie bald überwinden werden, weil,Gott uns dabei helfen wird, indem er den Wissenschaftlern und Ärzten hilft, bald Lösungen zu finden. Gott liebt uns zu sehr, um uns zu verlassen, er hat uns noch einmal auf die Probe gestellt.

Dieser weise Dominikaner Pater Cavalcoli hat Recht. Aber wir sind nicht Sodom, wo sich keine 10, 5, 2 Gerechte finden ließen. Es gibt noch Glauben in der Welt, soviel sollte klar sein, einen Glauben.
Je mehr wir versucht haben ihn zu verderben, desto stärker wurde er.
Haben Sie das nicht bemerkt? Diese Pandemie wird uns dazu bringen, zu verstehen, zu glauben, Salz der Erde zu sein, um die Welt zu ihrem Schöpfer zurück kehren zu lassen. Sie wird uns auf der Erde etwas wegnehmen, aber sie wird uns im Himmel etwas anderes geben.

Msgr. ICS

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. ICS 

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