Freitag, 3. April 2020

Zustand der Kirche heute

der Bloggerkollege "der Papsttreue"  hat hier seinem Befremden Ausdruck verliehen, wie widerspruchslos die Kirche es akzeptiert hat, dass dieses Jahr Ostern einfach ausfällt.


Es ist ja nicht nur Ostern, die sozusagen wichtigste Woche der Christenheit die Passionswoche mit Palmsonntag, Gründonnerstag,. Karfreitag, Osternacht, und auch der am nächsten Sonntag folgende "weiße Sonntag" seit JPII der Barmherzigkeitssonntag, der findet halt nicht statt, höchstens als livesteam  wo dann, wie ich spöttisch zu sagen pflege, voller Inbrunst vor dem Bildschirm dann gesungen wird, "wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind...".
Gut lassen wir das einfach, es ist nun mal so wie es ist,
spannender finde ich allerdings die Frage, "was will Gott uns denn damit sagen?"
Und auch hier hat einer der Kommentatoren dort die Idee geäußert, dass Gott uns vielleicht den desolaten Zustand seiner Kirche vor Augen führen will.

Ich muss ehrlich sagen, diese Idee, des desolaten Zustandes seiner Kirche, die habe ich nicht erst seit neulich!
Gut man kann nun ausgiebig diskutieren wer daran schuld ist, seit wann es schief läuft und was an den Informationen die man hat Wahrheit oder Fälschung ist, bzw wie diese Informationen einzuordnen ist.
Darum soll es aber nicht gehen, sondern darum wie das nun mit diesem Gott ist, dem es scheinbar grad egal ist, und das nicht erst seit gestern, was hierzulande aus seiner Kirche gemacht wird und was mit den Seelen der Leute geschieht.
Ich meine all die Deppen da, über die man sich ärgert, die seine Kirche geradewegs in die Arme der Welt fahren, bzw schreckliche Dinge getan haben die das Bild seiner Kirche verdunkeln und die Leute davon abbringen sich Christus zuzuwenden, das sind doch alles seine Kinder!
Wenn es stimmt, dass kein Mensch auf die Erde kommt, ohne dass Gott es will, weil jeder Mensch in dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen ist, dann kann es doch nicht sein, dass es Gott, dem Allmächtigen egal ist, was mit den Menschen geschieht und dass manche so böse werden, dass sie andere Menschen von Gott wegziehen.
Dennoch kann man es nicht leugnen, dass in all dem Elend der Welt Gott eben nicht mit seinen himmlischen Heerscharen kommt und dreinschlägt, nein, er hat seinen eigenen Sohn nicht geschont!
Wer kann das verstehen?
Und dieser Sohn sagt selber mitten in der unbegreiflichen Passionsgeschichte:

 Da sagte Jesus zu ihm: »Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort (= in die Scheide)! Denn wer zum Schwerte greift, wird durchs Schwert umkommen!
53 Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, und er würde mir nicht sogleich mehr als zwölf Legionen (= Heerscharen; vgl. Mk 5,9) Engel zu Hilfe senden?
54 Wie sollten dann aber die Aussprüche der Schrift erfüllt werden, daß es so geschehen muß?«
55 In jener Stunde sagte Jesus zu den Haufen: »Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen, um mich gefangen zu nehmen. Täglich habe ich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht festgenommen.
56 Dies alles ist aber geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden!« Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht.

Dieses Geschehen damals ist absolut unbegreiflich und die  Tatsache dass Genrationen von Theologen darüber schon ganze Bibliotheken geschrieben haben und unzählige Predigten drüber gehalten wurden, macht es nicht begreiflicher!
So möchte man es auch machen wie die Jünger in Matth 6,56 und schon vorher in dem Vers aus dem Johannesevangelium mit der tiefsinnigen Bezeichnung 6,66 also Joh Kapitel 6, Vers 66. der da lautet Von da an (oder: aus diesem Grunde) zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen. 

Aber es geht, einem doch so, wie dem Petrus im Anschluss an den obigen Vers aus Johannes der, so versteh ich es eigentlich, auf die Aufforderung Christi,. ob auch sei gehen wollen, fast resigniert, schicksalsergeben und halb fatalistisch sagt  HERR, wohin sollen wir gehen? 
und dann, fast wie Pfeifen im Walde, sagt Du hast Worte des ewigen Lebens;

ich gebe zu diese, meine Deutung, ist nicht die klassisch aus den Kinderbibeln, aber ich finde sie sympathisch, weil sie meinen eigenen Zweifeln und  Überlegungen  und auch dem Petrus der Schrift besser entspricht.

Manchmal denke ich wir trauen uns nicht wirklich um Hilfe zu Gott zu schreien, weil wir aus der Schrift wissen, dass Christus die Jünger schimpft, bevor er den See beruhigt, aber überlegen wir mal, was besser ist von Christus geschimpft und dann gerettet zu werden, oder nicht geschimpft werden und zugrunde gehen?

Schreien wir also zu Gott, weil es auch in der Schrift, schon im AT immer wieder heißt, dass Gott auf das Schreien seiner Kinder hört 

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