Samstag, 9. Mai 2020

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über Vorschläge, die er zur Lösung der Pandemie-Krise machen kann.....
Hier geht´s zum Original: klicken

"INTRON VARIA ER RO,  PEDIT EDIVOMP!"
Oder: Fr. Hunwickes Strategie gegen die Pandemie

In der bretonischen Hafenstadt Oldbridge -oder sollte ich Henbont sagen- oder eher Hennebont? -hatten sie früher des öfteren Probleme, die heute nur allzu aktuell erscheinen. Mit der Pest.
Vielleicht kam es ja daher, daß sie kein Umschlaghafen waren. 

Aber die Pest des Jahres 1699 war schlimmer, viel schlimmer als alle vorhergehenden Katastrophen.
Sie hatte keinen Respekt vor Amtspersonen: "bras ha bihan kozh ha yaouank...bout a ae betek seizh a dud varve bemdez ( ja, ich bin da in die "reformierte" Orthographie geraten, die Bretonen sind da genau so eifrig wie die in Irland und Cornwall). Obwohl ich glaube, daß wir heute ein gerüttelt Maß von Nullen zu diesen allzu bescheidenen Zahlen hinzufügen müssen. 

Aber die Stadtältesten (Vistr= Magistri?) waren entschlossen, etwas Sinnvolles zu unternehmen und gelobten der Allerseligsten Jungfrau eine silberne Statue. Und sobald die Pest vorüber war, machten sie mit der Statue eine Prozession rund um die Stadt und versprachen dankbar, das alle Jahre wieder zu tun. Und seitdem findet sie jedes Jahr im September statt (die silberne Statue ist während der Revolution eingeschmolzen worden, aber während der Bourbonischen Restauration wurde sie durch ein versilberte Bronzefigur ersetzt).

Erklärung: Intron bedeutet "Dame" (die moderne Rechtschreibung hat das erste n wegfallen lassen); Varia ist Maria (die sog. keltischen Sprachen machen merkwürdige Dinge mit den Eingangskonsonanten  am Wortanfang) und Ro bedeutet Gelübde. Also: Unsere Liebe Frau vom Gelübde. Und Pedit Evidomp? auf den älteren Fahnen in bretonischen Kirchen steht das "Bitte für uns" noch in Bretonisch (ich habe mich darüber gewundert, wie lange dieser kultische Gebrauch das Beinahe-Verschwinden der Sprache in der Praxis überlebt hat.) 

Das CoronaVirus! 

Plötzlich ist es mir eingefallen! Gütiger Himmel, wie konnte ich so schwer von Begriff sein!!!
In diesem Jahr, in dem wir das Königreich England erneut der Heiligen Gottesmutter als Brautgabe übereignet haben, könnten wir doch die Herbont-Strategie im Kampf gegen das Corona-Virus einsetzen. (ja, ich weiß, daß das die Biodiversität verringern würde, aber ich bin schließlich nicht von der Laudato Si´ Truppe) Vielleicht nicht ganz genau wie damals. 
Ich bezweifle, daß der ausgeplünderte Finanz-Kanzler sich auf eine Silberstatue einlassen würde,. Wir müssen das Geld zusammenhalten! Aber wie wäre es mit dem Gelöbnis einer prächtigen neuen Krone für unsere Liebe Frau von Walsingham? Die anglikanische Statue braucht keine, sie hat schon die tolle "Oxford-Krone" die von der Gemeinde der Paulskirche in der Walton Street gestiftet wurde- ursprünglich eine Filial-Kirche von  St, Thomas, (heute aber ein Nachtclub.)




Aber ich mit meinem soliden anglo-katholischen Hintergrund habe immer gedacht, daß das Gnadenbild in der katholischen Wallfahrtskirche ohne eine richtige Krone und noch nicht einmal der Andeutung eines Umhangs irgendwie ärmlich, farblos und vernachlässigt aussieht.  Im Licht der Vorsehung-daran hat uns der Hl. Johannes Paul II erinnert, als die Kugel am Fest unserer Lieben Frau von Fatima von seinem Herzen weggelenkt wurde- gibt es keinen Zufall. Daher sollten wir genug Glauben aufbringen, um schon am bloßen Namen unserer gegenwärtigen Seuche zu erkennen, was der Wunsch unserer Lieben Frau ist:  Coronam novam et splendidam para mihi. 
Na fällt der Groschen? 

Wie die guten Leute der Bretagne könnten wir dann jährlich die Errettung feiern, der passende Prozessionsweg würde durch die "Heilige Meile" von Walsingham,  mit einem hauptstädtischen Gegenstück von Westminster Abbey durch die Victoria Street zu einer Station nahe dem Bahnhof führen. 

Unser Oberster Herr des Reichsschatzes (und Premierminister), Gott segne ihn,  würde dann den Weg auf der Heiligen Meile passenderweise barfuß -unmittelbar hinter der Gekrönten zurücklegen. Und diese ganze Anti-Virus-Strategie würde sicher noch stärker wirken, wenn zu dem Nationalen Gelübde noch ein persönliches Element hinzukäme, nämlich daß er, Boris persönlich, zum Katholischen Glauben zurückkehrte.  

Up-date; Ein gelehrter Freund schlägt vor, den zweitletzten Absatz in folgender Weise zu erweitern: "...durch Victoria Street zu einer Station in der Nähe des Bahnhofs, wobei zusätzlich  Stationen durch entsprechende Heiligenbilder -und Statuen zu kennzeichnen wären." 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

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